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Realme GT Master Edition im Test

Mehr Design, weniger Power - Fazit

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Das Realme GT Master Edition hat speziell in der Naoto Fukasawa-Variante ein Alleinstellungsmerkmal: Sein Design, das von einem Reisekoffer inspiriert wurde und sich auch auf die Materialität auswirkt. Die Rückseite aus Kunstleder fasst sich gleichzeitig warm, komfortabel und griffig an. Wie haltbar und schmutzresistent sie ist, wird sich allerdings erst bei längerer Nutzung zeigen. Wer das Handy schonen will, der kann einfach die mitgelieferte Schutzhülle nutzen. Damit verliert aber gerade die spezielle Rückseite ihren Charme. 

Was hingegen nicht an Charme verloren hat, das ist das AMOLED-Display mit 120 Hz Bildwiederholrate, satten Kontrasten und guten Helligkeitsreserven. Hier spielt das Realme-Modell klar in der Oberklasse mit. An anderer Stelle büßt es gegenüber dem Realme GT aber gerade diesen Oberklasseanspruch ein. Der Wechsel vom Snapdragon 888 zum Snapdragon 778G 5G sorgt tatsächlich für einen klaren Performancerückschritt. Als Mittelklassemodell bietet das Realme GT Master Edition aber allemal eine ansprechende Leistung, die z.B. klar über der des Google Pixel 5 liegt.

Anders als viele Oberklassemodelle stellt das Realme GT Master Edition noch einen klassischen Kopfhöreranschluss bereit und ermöglicht somit die Nutzung von Kopfhörern mit 3,5-mm-Klinkenanschluss. Auch die Dual-SIM-Unterstützung ist ein Pluspunkt. Auf eine Speichererweiterung per microSD-Speicherkarte muss man hingegen genauso verzichten wie auf einen zertifizierten Staub-/Wasserschutz. Wenn der Akku nach durchaus solider Laufzeit wieder aufgeladen werden muss, gelingt das mit dem 65-W-Netzadapter in sehr kurzer Zeit. Schon in etwa einer halben Stunde wird der Akku von 0 auf 100 Prozent geladen. Wireless Charging wird vom Realme GT Master Edition allerdings nicht unterstützt. 

Eine attraktive Alternative zum Realme GT Master Edition wäre beispielsweise das OnePlus Nord 2 5G. Es ist etwas teurer, dafür aber auch etwas performanter. Das Display wird allerdings maximal mit 90 Hz und nicht mit 120 Hz aktualisiert. Auch auf einen Kopfhöreranschluss muss man anders als beim Realme-Modell verzichten. Den zertifizierten Staub-/Wasserschutz, einen microSD-Kartenleser und drahtloses Laden lassen beide Smartphones vermissen. Als leistungsstärkere Alternative für über 400 Euro kommt natürlich auch das Realme GT mit Snapdragon 888 in Frage.

Insgesamt ist das Realme GT Master Edition ein ansprechendes Modell der gehobenen Mittelklasse, das gerade bei Display und Ladegeschwindigkeit positiv heraussticht. In der Naoto Fukasawa-Variante kann es zudem ein ganz eigenes Design und die Kunstlederhaptik bieten. Allerdings verliert es in jeder Variante den High-Performance-Charme, der noch das Realme GT ausgezeichnet hat. 

Positive Aspekte des Realme GT Master Edition:

  • Super-AMOLED-Display mit 120-Hz-Modus 
  • solide Performance (aber deutlich weniger performant als das Realme GT)
  • Fingerabdruckleser im Display
  • solide Akkulaufzeit, rasante Ladezeit dank Super-Dart-Charge-Ladegerät
  • Dual-SIM-Unterstützung
  • Kopfhöreranschluss

Negative Aspekte des Realme GT Master Edition:

  • Ultra-Weitwinkelkamera fällt gegenüber Hauptkamera deutlich ab, fragwürdige 2-MP-Makro-Kamera
  • keine Speicherweiterung möglich
  • kein zertifizierter Staub-/Wasserschutz
  • kein drahtloses Laden
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