Samsung Galaxy S6 und HTC One M9 im Test - Teil 3 mit Fazit

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samsung galaxy s6 htc one m9 3 950x633 2Nach den ersten beiden Teilen des Tests liegt das Galaxy S6 gegenüber dem One M9 in Front. Denn sowohl in Sachen Display und Laufzeit als auch in Hinblick auf Leistung und Ausstattung bietet Samsungs Topmodell jeweils etwas mehr als der Gegner aus dem Hause HTC. Am Ende könnte das One M9 durch eine bessere Kamera sowie die durchdachtere Software noch vorbeiziehen. Aber ist das realistisch?

Denn den bei Kameras experimentierfreudigen Taiwanern steht eine auf den Datenblatt weitaus komplettere Ausstattung auf Seiten des Südkoreaner gegenüber. Zudem ist seit dem Test des Galaxy S6 edge klar, was alles am in der Vergangenheit häufig kritisierten TouchWiz überarbeitet wurde. HTC hat zuletzt jedoch immer nur auf leichtere Anpassungen gesetzt - Parallelen zu den Veränderungen der Hardware sind klar erkennbar.

Wer den ersten Teil verpasst hat, kann das Lesen hier nachholen. Gleiches gilt für den zweiten Teil.

Software

Gegenüber dem Galaxy S6 edge gibt es beim Galaxy S6 in Sachen Software nur eine einzige Veränderung. Denn mangels gebogenem Displays stehen auch die dazugehörigen Optionen nicht zur Verfügung. In allen anderen Punkten herrscht Übereinstimmung. Als Basis dient Android 5.0.2, von dem dank TouchWiz jedoch kaum etwas zu erkennen ist. Die hauseigene Oberfläche fällt etwas sachlicher als in der Vergangenheit aus, ist stellenweise aber immer noch zu bunt und verspielt. Allerdings hat Samsung an der Bedienbarkeit gearbeitet. Statt teils kryptischer Symbole kommt jetzt schlichter Text zum Einsatz - der typische Zurück-Pfeil wurde beispielsweise gegen „Zurück“ eingetauscht, ein „Mehr“ weist klar und deutlich auf zusätzlich verfügbare Optionen hin. Leider hat man diese Änderung nicht konsequent vorgenommen, denn mitunter trifft immer noch auf Piktogramme, deren Funktion nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind ist. Einer optischen Überarbeitung unterzogen wurden aber auch andere Aspekte, beispielsweise die Systemeinstellungen, in denen nun etwas mehr Übersicht herrscht, der unerfahrene Nutzer kann sich hier aber immer noch schwer zurechtfinden - es gibt zu viele Untermenüs, deren Zusammensetzung nicht immer logisch erscheint.

Galaxy S6: Überarbeitetes TouchWiz, vorinstallierte Microsoft-Apps
Galaxy S6: Überarbeitetes TouchWiz, vorinstallierte Microsoft-Apps

Eine andere Veränderung betrifft die vorinstallierten Applikationen. Denn hier hat Samsung nicht bei den eigenen Programmen den Rotstift angesetzt, sondern auch erstmals das Deinstallieren von Drittanbieter-Apps erleichtert respektive erstmals möglich gemacht. Ebenfalls beachtenswert: Microsofts OneDrive, OneNote und Skype sind bereits nach dem ersten Einschalten verfügbar, die Kooperation mit dem Software-Konzern macht es möglich; Office muss aber wie schon beim Galaxy S6 edge manuell hinzugefügt werden. Als nützlich entpuppt sich wie dort auch hier der neue Smart Manager, der auf einen Blick über alle relevanten Aspekte informiert. Wie viel RAM wird belegt? Wie viel des internen Speichers ist noch verfügbar? Wurde das System eventuell durch Schädlinge kompromittiert? Letzteres ist vor allem für diejenigen wichtig, die Knox zur Trennung privater und beruflicher Daten einsetzen.

Für Gesundheits- und Fitnessdaten ist wieder S Health verantwortlich, auch hier hat Samsung das Erscheinungsbild leicht überarbeitet. Über die App kann der integrierte Pulsmesser genutzt werden, zusätzlich wird auf Wunsch auch über die Blutsauerstoffsättigung informiert. Auch dank neuer Software gefällt der in den Home-Button integrierte Fingerabdrucksensor besser als in den Vorgängern. Der hinterlegte Finger muss nun einfach aufgelegt werden, die Erkennungsrate ist dabei ebenfalls höher als in der Vergangenheit. An den Komfort das Huawei Ascend Mate 7 kommt das Galaxy S6 aber ebenso wie die edge-Variante nicht heran.

Ganz darauf verzichten muss man hingegen beim One M9. Denn HTC verzichtet auf einen solchen Sensor, auch einen Pulsmesser gibt es nicht. Dem einfachen Umgang mit der Systemoberfläche tut dies aber keinen Abbruch. Denn auch in Version 7 überzeugt Sense mit einem optisch ansprechenden Auftritt, der zwar auf den ersten Blick bunter als das neue TouchWiz wirkt, nach kurzer Zeit aber als weitestgehend intuitive und vor allem übersichtlichere Lösung überzeugt. Ein Beispiel hierfür ist die Benachrichtigungszentrale. Während man mit einem Wisch beim Galaxy S6 nicht nur neue Nachrichten, sondern auch die wichtigsten Einstellungen einblenden kann, in letzterer Anzeige unter Umständen aber zusätzlich navigieren muss, beschränkt HTC sich auf das Wesentliche: Ein Wisch zieht die Mitteilungen nach unten, ein zweiter ruft die Schnelleinstellungen auf. Wer hingegen die Systemeinstellungen für den gewünschten Punkt aufrufen muss, stößt auf eine andere Darstellung als beim Galaxy S6. Dies bedeutet aber nicht, dass das One M9 mehr Übersicht bietet, in diesem Punkt nehmen sich die beiden Smartphones und Oberflächen nichts.

One M9: Sense Home ist die wichtigste Neuerung, die Benachrichtigungszentrale ist übersichtlicher
One M9: Sense Home ist die wichtigste Neuerung, die Benachrichtigungszentrale ist übersichtlicher

Anders sieht das bei den vorinstallierten Anwendungen aus. Denn HTC stattet das Gerät mit weniger „Werbe“-Apps aus, die im Zweifel lediglich Speicher blockieren. Und statt einer Fitness-App bietet das One M9 Zoe. Damit lassen sich Fotos und Videos bearbeiten und teilen.

Den größten Pluspunkt sammelt man jedoch mit der wichtigsten Neuerung von Sense 7 gegenüber Version 6. Denn mit Sense Home bietet das One M9 als erstes Gerät der Taiwaner eine adaptive Oberfläche, die genau die Anwendungen in den Mittelpunkt rückt, die der Nutzer aufgrund der jeweiligen Situation am ehesten nutzen würde. Gebrauch macht das Smartphone dabei vor allem von der Lokalisierungsfunktion, aber auch Uhrzeit und Tag sollen einfließen. Erkennt die Software, dass im Büro häufig bestimmte Anwendungen genutzt werden, werden diese nach einiger Zeit zentral angezeigt. Im Test benötigte das One M9 hierfür rund eine Woche, auf Veränderungen der Nutzungsgewohnheiten wurde erst verzögert reagiert. Dennoch weiß diese Funktion zu gefallen, vor allem der Ordner mit Empfehlungen, der Vorschläge aufgrund nochmals anderer Informationen unterbreitet, ist hilfreich. Einen Mehrwert bietet aber auch die verbesserte Galerie, die auf Wunsch alle Fotos unabhängig vom Speicherort anzeigt. Somit werden nicht nur Bilder dargestellt, die sich auf dem One M9 befinden, sondern auch solche, die in der Cloud abgelegt sind.

Einen klaren Sieger gibt es am Ende nicht. Denn hierfür sind die jeweiligen Ansätze und Absichten zu unterschiedlich. Klar ist nur, dass Sense in den Punkten Optik - sofern man dies objektiv bewerten kann - und Übersichtlichkeit eher überzeugt. Samsung hat mit den Änderungen in TouchWiz viele Fehler der Vergangenheit abgestellt, kämpft aber immer noch mit zu vielen Menüpunkten und nach europäischen Maßstäben mit einer zu verspielten Darstellung. Aber auch ein anderer Punkt geht an HTC: Während man beim One M9 sofort nach dem Einrichten den nicht zu unterschätzenden Kinder-Modus einschalten kann, muss man beim Galaxy S6 zunächst überlegen, in welchem App Store man die App, die hier nicht ab Werk installiert ist, erhalten kann.

Beide Geräte nutzen Android 5.0, verzichten jedoch auf einige Funktionen des Betriebssystems
Beide Geräte nutzen Android 5.0, verzichten jedoch auf einige Funktionen des Betriebssystems

Gemeinsam haben beide Smartphones jedoch ein anderes Manko. Denn nicht alle von Android 5.0 gebotenen Funktionen werden aufgegriffen. Das prominenteste Beispiel hierfür ist die fehlende Unterstützung von RAW-Aufnahmen.

Kamera

Wer die Prospekte der üblichen Elektronik-Händler studiert, kann leicht Smartphones mit Kameras verwechseln. Denn nicht mehr Display-Diagonale oder Speichergröße stehen im Mittelpunkt, sondern die Eigenschaften der Kameras. Dass sich dies lohnt, zeigt ein Blick auf die Datenblätter, die ebenfalls in so manchem Punkt eine teure Kompakt- oder Systemkameras beschreiben könnten. Da ist von Bildstabilisatoren ebenso die Rede wie von aufwendigen Blitzen, Blenden und Brennweiten. Die ganze Palette decken dabei das Galaxy S6 und One M9 ab, unterschiedlicher könnten die Lösungen aber am Ende dennoch nicht sein.

Mehr Details beim Galaxy S6,...
Mehr Details beim Galaxy S6,...

So bietet Samsung beim Hauptsensor auf der Rückseite 16,0 Megapixel, HTC vertraut auf gleich 20,7. Gleichzeitig nutzen die Südkoreaner eine einzelne LED, die in dunklen Umgebungen für Licht sorgen soll, in Taiwan hält man zwei Dioden mit unterschiedlichen Färbungen für besser. Dafür können sich Nutzer des Galaxy S6 auf einen optischen Bildstabilisator verlassen, der mehr Schärfe verspricht, zudem entscheidet man das Blendenrennen für sich: f1.9 schlägt f2.2.

..., aber realistischere Helligkeit beim One M9
..., aber realistischere Helligkeit beim One M9

Diesen letzten, zunächst gering wirkenden Unterschied kann man schon nach wenigen Vergleichsfotos, die bei helllichten Tag geschossen wurden, erkennen. Denn das Galaxy S6 bietet meist nicht nur mehr Details und mehr Schärfe, sondern auch die kräftigeren Farben. Zu kämpfen hat das One M9 in solchen Situationen auch mit Gegenlicht oder verschiedenen starken Lichtquellen - das Galaxy S6 profitiert hier vom besseren HDR-Modus, dessen Automatik zuverlässig arbeitet.

Der direkte Vergleich zeigt: Das Galaxy S6 liegt bei den Farben...
Der direkte Vergleich zeigt: Das Galaxy S6 liegt bei den Farben...

Anders sieht es aus, wenn es um Aufnahmen geht, in denen Schatten eine Rolle spielen. Hier offenbart das Galaxy S6 die gleiche Schwäche, die auch beim edge-Modell für Punktabzug sorgte - aufgrund der identischen Hard- und Software keine Überraschung. Denn das Samsung-Smartphone übertreibt bei solchen Fotos mit der Helligkeit, der Wechsel zwischen hell und dunkel verschwindet fast völlig. Das One M9 hält solche Szenen hingegen weitestgehend natürlich fest, an der Unterlegenheit in Sachen Details ändert sich aber nichts.

... vor dem One M9, ohne dabei jedoch zu übertreiben
... vor dem One M9, ohne dabei jedoch zu übertreiben

Im Test des Galaxy S6 edge zeigten wir, dass Samsungs Versprechen, auch bei Dunkelheit helle Aufnahmen zu liefern, zwar grundsätzlich stimmt, diese aber nur wenig mit den tatsächlichen Bedingungen zu tun haben. Am Ende konnte sich das iPhone 6 Plus, das die Südkoreaner selbst zu Vergleichszwecken herangezogen hatten, das bessere - weil realistischere - Ergebnis liefern.

Beim gewöhnlichen Galaxy S6 sieht dies nicht anders aus, wie gut die Kamera in solchen Situationen aber dennoch ist, zeigt der direkte Vergleich mit dem One M9. Denn letzteres neigt noch mehr dazu, es mit der Veränderung der Helligkeit zu übertreiben. Zudem offenbart der Fokus bei der Kombination aus sehr dunklen und sehr hellen Bildinhalten zu einem sehr trägen Scharfstellen. Das Ergebnis ist auf dem Testfoto gut zu erkennen: Unverwackelte Aufnahmen sind kaum möglich. Davon abgesehen schafft es das HTC-Smartphone aber auch nicht, einen hohen Detailgrad und feine Farbabstufungen wie das Galaxy S6 zu liefern. Am Ende liefert Samsung die für solche Zwecke bessere Kamera.

Das Galaxy S6 zeichnet Farben und Details zuverlässig auf,...
Das Galaxy S6 zeichnet Farben und Details zuverlässig auf,...

Wie üblich lassen sich die Stärken und Schwächen auch bei Videoaufnahmen entdecken. Mit beiden Smartphones lassen sich 4K-Aufzeichnungen anfertigen, die jedoch mit unterschiedlichen vielen Einschränkungen verbunden sind. Vor allem beim Galaxy S6 sind diese weitreichend, Stabilisator und HDR sind nicht möglich. Allerdings gefallen die Aufnahmen mit einem hohen Detail- und Schärfegrad, schon bei etwas schnelleren Bewegungen treten jedoch Artefakte auf. Beschränkt man sich auf Full HD, bleiben diese fast völlig aus.

..., das One M9 enttäuscht hingegen mit trägem Fokus
..., das One M9 enttäuscht hingegen mit trägem Fokus

Wer das Smartphone für Selfies nutzt, ist mit beiden Exemplaren gleich gut bedient. In hellen Umgebungen überzeugen die Aufnahmen im Vergleich zum Durchschnitt, je dunkler es wird, desto größer wird jedoch der Vorteil des One M9. Denn hier setzt HTC auf die UltraPixel-Technik, die beim One M8 noch auf de Rückseite zum Einsatz kam. Dank größere Sensor-Pixel wird mehr Licht als beim Galaxy S6 eingefangen, das mit 5 Megapixeln eine höhere Auflösung als HTC (4 Megapixel) bietet.


Fazit

Renovieren oder neu bauen? Mit dieser Frage begann vor knapp einer Woche der Test der beiden Kandidaten, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Nach dutzenden Stunden des Ausprobieren und Messens, jeweils rund zehn Ladezyklen und etwa 200 Testfotos kann nun aber eine klare Antwort gegeben werden: Es kommt darauf an. Denn wenn das Galaxy S6 und One M9 eines liefern, dann die Erkenntnis, dass es nicht das eine perfekte oder zumindest dem Ideal sehr nahe kommende Smartphone gibt. Beide Modelle verfügen über ganz eigene Stärken und Schwächen, die wiederum andere - mitunter die Vorgänger - nicht haben.

Samsung hat mit seinem neuen Aushängeschild viel gewagt, den internen Namen Project Zero hat das Handy nicht umsonst getragen. Nach anhaltender Kritik hat man reagiert und ein von Grund auf neues Gerät geschaffen. Dass das sachte Überarbeiten aber mitunter die bessere Wahl sein kann, beweist HTC. Die Stärken der Vergangenheit erhalten und Schwächen beseitigen, so das Credo. Warum das aber ebenfalls nicht reicht, zeigen die Testeindrücke.

HTC One M9: Ein einzeln betrachtet gutes Smartphone, dem Laufzeit und Display in Teilen zum Verhängnis werden
HTC One M9: Ein einzeln betrachtet gutes Smartphone, dem Laufzeit und Display in Teilen zum Verhängnis werden

Diese attestieren dem One M9 ein ausreichend helles und scharfes Display mit gutem Kontrast, aber Schwächen in Sachen Farbdarstellung. Ausgeglichen werden diese von einem sehr gut verarbeiteten und hochwertigen Gehäuse, bei dem die Ergonomie nicht ganz mithalten kann. Geboten wird darüber hinaus eine mehr als ausreichende Leistung, aber leider keine überdurchschnittliche Laufzeit - gleiches gilt für die Kamera. Diese kann überzeugende Fotos schießen, sie macht es aber nur zu selten. Nach dem One M8 mit seiner extravaganten UltraPixel-Lösung nebst Tiefensensor erneut eine vertane Chance. Die nun beim Sensor fehlende Innovation blitzt dafür beim eigenen Android-Aufsatz durch. Sense Home gefällt und deutet an, was für ein Potential beim automatischen Anpassen der Oberfläche an die situationsbedingten Bedürfnisse vorhanden ist. Bleiben die erneut guten Lautsprecher zu nennen, auf deren Konto aber auch die nicht überzeugende Ergonomie geht.

In diesem Punkt weiß aber auch das Galaxy S6 nicht zu überzeugen. Das Display nimmt auch hier zu wenig der Front ein und auch hier sitzt die Standby-Taste ungünstig. Weitere Minuspunkte gehen auf das Konto des nun fest verbauten Akkus, des fehlenden microSD-Slots sowie der nicht mehr vorhandenen IP-Zertifizierung. Auf der anderen Seite überzeugt jedoch die nahezu vollständige Ausstattung, die hohe Leistung sowie das Display, das ein Sonderlob verdient. Es bietet eine mehr als ausreichende Helligkeit, einen exzellenten Kontrast sowie eine überzeugende Farbdarstellung - wenn man denn Hand anlegt; diese Einschränkung zeigt, wie sehr Samsung trotz der Veränderungen an TouchWiz noch an einer einfachen Bedienung arbeiten muss. Anders sieht es in Hinblick auf die Kamera aus: Hier hat man vieles richtig gemacht, zur absoluten Spitze fehlt jedoch eine Software, die Realismus über Helligkeit stellt.

Samsung Galaxy S6: Das derzeit beste Android-Smartphone, dem aber Eigenschaften des Vorgängers fehlen
Samsung Galaxy S6: Das derzeit beste Android-Smartphone, dem aber Eigenschaften des Vorgängers fehlen

Für sich genommen gefallen am Ende beide Gerät. Käufer erhalten viel Leistung, überdurchschnittliche Kameras, hochwertige Gehäuse und ein aktuelles Android. In Kauf nehmen müssen sie dafür nur mittelmäßige Laufzeiten, in beiden Fällen schnitten die jeweiligen Vorgänger in diesem Punkt besser ab. Welchem Gerät man am Ende den Vorzug gibt, hängt von einigen wenigen Dingen ab. Legt man Wert auf einen erweiterbaren Speicher, gute Lautsprecher und eine in einigen Aspekten innovative Systemoberfläche, sollte man zum One M9 tendieren. Liegt der Fokus hingegen auf einer fast kompletten Ausstattung, einem sehr hoch auflösenden Display und einer überzeugenden Kamera, dürfte das Galaxy S6 die bessere Wahl sein.

Wie dicht die Geräte beieinander liegen, lässt sich am besten mit einer sonst nicht üblichen Benotung darstellen. Das One M9 würde auf einer Skale von 1 bis 10 eine knappe 8 erhalten, das Galaxy S6 eine 9.

Das Samsung Galaxy S6 ist das derzeit beste Android-Smartphone
Das Samsung Galaxy S6 ist das derzeit beste Android-Smartphone

Was am Ende des Doppeltests aber die weitaus wichtigere Frage sein dürfte: Welches der beiden Smartphones ist das bessere? Angesichts der genannten Stärken und Schwächen dürfte die Antwort nicht überraschen. Denn nach Punkten liegt Samsung vor HTC. Allerdings fällt der Abstand weitaus geringer aus, als man es zunächst glauben mag. Denn im Alltag wiegt so mancher Vorteil weit weniger schwer als es auf dem Papier zunächst scheint. Beispiele hierfür sind das drahtlose Laden sowie die QHD-Auflösung beim Galaxy S6 oder der microSD-Slot beim One M9. Eindeutig wird die Beurteilung erst dann, wenn man den Preis berücksichtigt. Denn mit 749 Euro hat HTC die Preisempfehlung sehr weit oben angesetzt, Samsung begnügt man sich hingegen mit 699 Euro. Im Handel sieht es ähnlich aus, auch hier liegt das One M9 vor dem Galaxy S6 - obwohl letzteres erst am 10. April verfügbar wird. Hält man sich die unterschiedlichen Ausstattungen der beiden Smartphones vor Augen, müssten die Preise eigentlich vertauscht werden.

Positive Eindrücke des HTC One M9:

Negative Eindrücke des HTC One M9:

Positive Eindrücke des Samsung Galaxy S6:

Negative Eindrücke des Samsung Galaxy S6:

Preise und Verfügbarkeit
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Nicht verfügbar



Samsung Galaxy S6 (SM-G920F) & HTC One M9
Allgemeines  
Preis: ab ca. 699 Euro ab ca. 749 Euro
Produktseite: www.samsung.de www.htc.de
Lieferumfang: Smartphone, Headset,
USB-Kabel, Kurzanleitung
Smartphone, Headset,
USB-Kabel, Kurzanleitung
Display  
Diagonale: 5,1 Zoll 5,0 Zoll
Technik: Super AMOLED Super LCD3
Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel 1.920 x 1.080 Pixel
Pixeldichte: 577 ppi 441 ppi
Hardware  
Prozessor: Samsung Exynos 7420 Qualcomm Snapdragon 810
Prozessor - Kerne: 4x ARM Cortex-A53
4x ARM CortexAA57
4x ARM Cortex-A53
4x ARM Cortex-A57 
Prozessor - Takt: 1,5 GHz
2,1 GHz
1,5 GHz
2,0 GHz
Arbeitsspeicher: 3 GB 3 GB
Speicher - Größe: 32 GB 32 GB
Speicher - Erweiterung: - ja
Akku - Kapazität: 2.600 mAh 2.840 mAh
Akku - Entnehmbar: -
Kameratechnik  
Primärkamera - Auflösung Foto: 16,0 MP 20,7 MP
Primärkamera - Auflösung Video: 2160p 2160p
Primärkamera - Blitz: LED Dual-LED
Primärkamera - Bildstabilisator: optisch -
Primärkamera - Besonderheiten: Zeitlupen- und Zeitraffer-Aufnahmen,
Echtzeit-HDR
-
Sekundärkamera - Auflösung Foto: 5,0 MP 4,0
Sekundärkamera - Auflösung Video: 1080p 1080p
Sekundärkamera - Besonderheiten: - UltraPixel-Sensor 
Datendienste  
LTE: ja (Cat 6) ja (Cat 6)
HSPA+ / HSPA / EDGE: ja / ja / ja ja / ja / ja
aGPS / GLONASS: ja / ja ja / ja
Bluetooth: 4.1 4.1
WLAN: a/b/g/n/ac a/b/g/n/ac
NFC: ja ja 
Sonstiges: Infrarot, MST Infrarot
Anschlüsse  
microUSB: ja (2.0) ja (2.0)
microHDMI: - -
3,5-mm-Klinke: ja ja
SIM-Größe: Nano-SIM Nano-SIM
Sonstiges: Pulsmesser, Fingerabdrucksensor -
Software  
Betriebssystem: Android 5.0.2 Android 5.0.2
angepasste Oberfläche: TouchWiz Sense 7
Besonderheiten: - -
Gehäuse  
Material: Metal, Glas Metal
Abmessungen: 142,1 x 70,1 x 7,0 mm 144,6 x 69,7 x 9,6 mm
Gewicht: 132 g 157 g

3DMark Ice Storm Unlimited

Punkte
Mehr ist besser

SunSpider JavaScript Benchmark 1.0

Punkte
Weniger ist besser

Browsermark 2.0

Punkte
Mehr ist besser

AnTuTu

Punkte
Mehr ist besser

AnTuTu CPU

Integer/Floating Point

13563XX


10041XX
4797XX


1184XX
4480XX


6416XX
4409XX


5225XX
3959XX


3506XX
3829XX


3643XX
3646XX


3533XX
3279XX


3483XX
3230XX


3283XX
2961XX


3384XX
2938XX


2700XX
2573XX


2989XX
2570XX


2266XX
2124XX


2900XX
1822XX


1399XX
1822XX


1458XX
1807XX


1269XX
1779XX


1233XX
1778XX


1783XX
1694XX


1865XX
1692XX


1325XX
1632XX


1814XX
1586XX


1244XX
1578XX


1909XX
1571XX


1986XX
1483XX


2271XX
1475XX


1628XX
1433XX


1138XX
1388XX


1806XX
1338XX


1126XX
1024XX


974XX
1008XX


1110XX
958XX


623XX
909XX


723XX
906XX


723XX
728XX


910XX
Punkte
Mehr ist besser

AnTuTu GPU

2D/3D

17004XX


1646XX
13980XX


1637XX
12235XX


1647XX
9952XX


1639XX
9899XX


1642XX
9711XX


1618XX
9409XX


1700XX
8930XX


1625XX
8516XX


1620XX
7830XX


1625XX
7192XX


1660XX
6910XX


1632XX
6713XX


1558XX
6347XX


1646XX
6251XX


1636XX
5484XX


1032XX
5394XX


1064XX
5136XX


1614XX
5098XX


1125XX
4962XX


875XX
4959XX


829XX
4871XX


704XX
4797XX


1214XX
4495XX


867XX
4351XX


928XX
4307XX


868XX
4257XX


1105XX
4085XX


1218XX
3870XX


1116XX
3859XX


1127XX
3801XX


1074XX
3452XX


935XX
3054XX


857XX
2971XX


523XX
Punkte
Mehr ist besser

Akku-Laufzeit

Minuten
Mehr ist besser

Akku-Laufzeit PCMark for Android

Minuten
Mehr ist besser