LG G2 im Test

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lg-smartphone-handy-D802-G2-medium01Schon auf der IFA konnten wir einen ersten Blick auf das neue Flaggschiff von LG, das LG G2, werfen. Die Hardware ist vom Feinsten - und auf diesen Umstand ist LG durchaus auch stolz. Kann man auch, wie wir im Vergleich zum neuen Sony Flaggschiff Xperia Z1 herausgestellt haben. Kaum ein anderes Gerät ist so kompakt und bietet dabei eine solche Ausstattung, wobei diese für viele Kunden eine eher untergeordnete Rolle spielt. Heutzutage geht man mit Software-Features auf Kundenfang. Das hat auch LG verstanden und dem G2 eine Fülle von neuen Features verpasst - wie und ob diese funktionieren, klären wir in einem ausführlichen Test.

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LG hat in den letzten Jahren zwar einige schicke Geräte auf den Markt gebracht, diese aber oftmals nicht ganz zu Ende gedacht oder die Unterstützung in den Bereichen "Software" und "Updates" nicht sonderlich vorangetrieben. Der in diesem Bereich ziemlich schlechte Ruf hat vor allem viele Technik-Interessierte von einem Kauf oder gar einer Empfehlung für Freunde und Verwandte abgehalten. Mit dem Auftrag, das Nexus 4 zu bauen, hat LG wieder die nötige Fahrt aufgenommen, um in dem High-End-Segment mit größeren Erfolgen einzusteigen. Das LG G2 soll genau das möglich machen - und wird von vielen Nutzern mit großem Interesse begutachtet und auch als "neues" Nexus-Gerät gewünscht.

Optik, Haptik, Hardware

Doch was macht das LG G2 so besonders? Die verbaute Hardware ist zumindest kein Alleinstellungsmerkmal, wenngleich sie sicherlich für die Nutzung der nächsten Jahre ausreichen dürfte. Angetrieben wird der Bolide von einem Qualcomm Snapdragon 800 mit 2,26 GHz Taktfrequenz - unterstützt von mittlerweile üblichen 2048 MB Arbeitsspeicher. Ebenfalls ein Entscheidungsgrund beim Kauf: die Kamera. Mit 13 Megapixeln spielt sie in der oberen Liga und wurde von LG sogar mit einem optischen Bildstabilisator ausgestattet - Low-Light-Shots sollten dadurch deutlich besser werden als bei der Konkurrenz. Um das Paket zu komplettieren, hat LG noch einen 3.000 mAh Akku verbaut, mit dem einer Ganztagsnutzung nichts im Wege stehen sollte - selbst bei dem verbauten FullHD-Display mit 5,2-Zoll Diagonale.

Prozessor 4x 2,26-GHz Qualcomm Snapdragon 800 (MSM8974)
Display 5,2-Zoll IPS (1920 x 1080 px) mit Gorilla Glass 2
Akku 3000 mAh
Kamera (vorne) 2 MP
Kamera (hinten) 13 MP mit OIS und Sapphire Crystal Glass Lens
Speicher 16 GB / 32 GB; kein microSD-Slot
Maße / Gewicht 138,5 x 70,9 x 9,14 mm; 142g

Die eigentliche Besonderheit an dem Smartphone ist aber nicht die überdimensionierte Hardware. Im Gegenteil: es geht um einen kleinen Bereich auf der Rückseite des Smartphones gleich unter der Kamera. Was dort verbaut ist, verwundert denjenigen, der die üblichen Verdächtigen vor Augen hat. Die Lautstärkewippe, ein Powerbutton sowie ein um den Button laufendes Benachrichtigungslicht. LG begründet den Schritt zur rückseitigen Positionierung dieser Buttons mit der typischen Position, in der man ein Smartphone dieser Größe hält. Dass dies den Tatsachen entspricht, konnten wir im Selbsttest ebenfalls herausfinden.

Die Bedienung des Smartphones geht deutlich einfacher von der Hand, da man - gerade auch bei Telefonaten - nicht unbequem umgreifen muss. Dennoch steht und fällt der Komfort dieser Bedienung mit der Fingerlänge - sind die Hände und Finger entsprechend groß geraten, muss man den Finger zur Bedienung der unteren Lautstärke-Regelung stark krümmen. Oder - und das wäre kein wirklicher Fortschritt - während der Bedienung umgreifen. Da dies aber wohl nicht die Masse der Kunden betrifft, kann das Bedienkonzept durchaus als gelungen bezeichnet werden. Zudem sind die Buttons mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet, durch die Quick-Notes oder die Kamera aufgerufen und letztere natürlich auch ausgelöst werden kann.

Die Verarbeitung des G2 ist tadellos - scharfe Kanten oder unsaubere Spaltmaße sucht man bei diesem Smartphone vergebens. Der verwendete Kunststoff der Rückseite ist vergleichbar mit der Haptik des Samsung Galaxy S4. An dieser Stelle würden wir uns gerne eine weitere Wertung der Materialgüte sparen, da bei der Verwendung von Kunststoff bei den Käufern große Uneinigkeit herrscht. Dennoch: Das G2 fühlt sich nicht sonderlich schlecht an, reicht aber in puncto Handschmeichler nicht annähernd an andere aus Kunststoff gefertigte Geräte wie die Lumia-Serie oder natürlich auch an den Aluminium-Unibody des HTC One heran.

Optisch ist das Smartphone eher zurückhaltend: Ob LG oder Nexus auf dem Cover steht, würde wohl keinen großen Unterschied machen; man geht keine großen Design-Experimente ein. Das ist aber auch nicht weiter bedauerlich, da sich das G2 durchaus sehen lassen kann. Gerade wenn der Bildschirm eingeschaltet ist, beeindrucken die sehr schmalen Ränder (2,65 mm) und die gute Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Fläche.

Ergonomie / Handhabung

Apropos Flächenausnutzung: hier täuscht der erste Eindruck nicht. Mit 76,1 % kann man sich an die Spitze unserer Smartphone-Rankings setzen. Selbst Galaxy S4 (71,5 %) und das selbst ernannte "Full-Screen"-Smartphone Motorola Razr i (68,7 %) liegen hier weit abgeschlagen hinter dem G2. Wenn man bedenkt, welche Hardware LG in ein Gehäuse steckt, das problemlos mit der Konkurrenz mithalten kann bzw. diese sogar noch unterbietet, ist der Wert durchaus beeindruckend.

Doch wie sieht es beim Gewicht aus? Hier ist das G2 mit 142 Gramm (gewogen) nicht das Leichteste seiner Klasse. Nichtsdestotrotz kann das Verhältnis von 1,62 g / cm³ Gehäuse in der Top-Liga mitspielen und liegt deutlich unter der direkten Konkurrenz (Galaxy S4: 1,73 / Xperia Z1: 1,88). Dazu muss man natürlich auch bedenken, dass LG bei den High-End-Smartphones das aktuell größte Display verbaut. Dank dünnem Gehäuse und einer abgerundeten Rückseite sowie der rückseitigen Bedienung mittels "Rear-Key" ist der Bedienungskomfort deutlich größer, als zunächst für ein 5,2-Zoll-Gerät anzunehmen wäre.

Komfort und Ergonomie sind bei Geräten dieser Größe immer wichtiger. Das weiß auch LG und hat die notwendigen Hebel an der richtigen Stelle angesetzt.


Display

Das Display des Xperia Z1, das wir vor einigen Tagen im Test hatten, konnte zwar in den Bereichen Farbdarstellung und Helligkeit überzeugen, musste aber beim Kontrast deutlich Federn lassen. Hat LG hier die Nase vorn? Die verbaute Technik ist zumindest ein Anfang - Full-HD-Display mit IPS-Technik und insgesamt 423 ppi. Die Frage der Darstellungsschärfe, den Blickwinkeln und der Farbdarstellung wären somit eigentlich schon geklärt. Kurz und bündig: nahezu perfekt, sehr gut, natürlich.

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Die mittlere maximale Helligkeit liegt beim G2 bei 344 cd/m², Sony konnte hier etwas besser abschneiden: 398 cd/m². Doch die Konkurrenz schläft nicht und kann mit extremen Helligkeiten überzeugen, die im Mittel sogar weit über die 500-cd/m²-Marke wandern (Lumia 720, 566 cd/m²). Nichtsdestotrotz sind 344 cd/m² ein ordentlicher Wert - wäre da nicht ein Problem:

Sobald man das Gerät etwas intensiver nutzt bzw. dieses warm wird (was bspw. in der Sonne durchaus vorkommen kann) deaktiviert LG nicht zuerst Funktionen wie die Kamera (siehe Sony Xperia Z1), sondern verringert die Helligkeit auf Maximalwerte von teilweise nur noch 80 %. Die Hersteller scheinen also Probleme bei der Abführung der entstehenden Wärme des Qualcomm Snapdragon 800 unter Last oder aber bei höheren Außentemperaturen zu haben. Mit einem Schwarzwert von 0,28 cd/m² ist das LG aber wieder deutlich vor dem Z1, was zudem auch den ordentlichen Kontrast von 1229:1 ausmacht. 

Ärgerlich: Nach einigen Tagen der Nutzung waren schon erste Kratzer auf dem Display, obwohl es sich hier laut Corning im Gorilla Glass 2 handeln soll. Dabei wurde das Smartphone nicht unsachgemäß behandelt, es war lediglich ohne Hülle in einer Hosentasche, in der sonst keine Gegenstände waren. Das sonst genutzte Lumia 920 zeigte diese Erscheinungen auch nach mehreren Monaten nicht. Ob es sich hier lediglich um Kratzer in einer Beschichtung handelt, konnten wir nicht nachvollziehen. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um frühe Testsamples handelt, bei denen teils nicht finale Hardware zum Einsatz kommt. Daher sollte dieser Umstand zunächst nicht überbewertet werden. Die Zeit wird zeigen, wie sich das LG G2 im Alltag schlägt.

Software

Sehr gute Hardware macht noch kein Smartphone aus - auch die darauf installierte Software muss punkten können. Greifen erfahrene Nutzer zu einem Nexus-Gerät und besorgen sich bestimmte Features selbst, können die "Normaluser" dies meist nicht so einfach. LG fasst die neuen Software-Features, die man der Android 4.2.2 Basis verpasst hat, auch gerne unter dem Namen "Komfort-Features" zusammen.

Da Android selbst wohl den meisten recht bekannt vorkommen sollte, wird der folgende Abschnitt lediglich die LG-Features begutachten. Zunächst sollte die Oberfläche selbst betrachtet werden. Diese befindet sich von der Eleganz irgendwo zwischen Samsungs und Sonys Oberfläche. Wem die Standard-Oberfläche nicht bunt genug ist, kann auch gerne zu der von unserem Team sehr freudig aufgenommenen "Marshmallow"-Oberfläche wechseln, die wir während der IFA schon genießen durften. Im Ernst: Die Oberfläche ist ordentlich, gut bedienbar und reaktionsschnell. Hier gibt es absolut nichts zu beanstanden.

Die Features des G2 preist LG freundlicherweise über eine extra Launcher-Seite mit kleinen Videos an. Das ist schön gelöst und erspart das Studieren von Handbüchern oder die langen Texte vor dem Start einer App. Zumal lassen sich somit einige Features einfach deutlich unkomplizierter anpreisen. Neben schon bekannten Funktionen wie der QuickMemo-Funktion hat man bei LG natürlich auch auf die Konkurrenz geschaut, die besten Features übernommen und eigene Ideen beigesteuert. Man könnte jetzt von "Copycat" sprechen oder einfach einsehen, dass das der natürliche Lauf der Dinge ist und Entwicklung oft in diesem Maße vonstatten geht. Daher sparen wir uns den Vorwurf und schauen auf die Features:

Von den angepriesenen Features haben vor allem SlideAside und KnockOn bei uns Einsatz gefunden. SlideAside hat funktioniert wie beworben, während bei KnockOn oftmals ein vorheriger Tap notwendig war, um das Display dann mit einem Double-Tap aufzuwecken. Plug & Pop war unserer Meinung nach eher störend - das kann aber auch an der Gewohnheit liegen, zuerst die gewünschte App aufzurufen und dann ggf. den Kopfhöhrer einzustecken. Der GuestMode hat ebenfalls wie beworben funktioniert, dennoch ist das Smartphone noch immer ein sehr persönliches Gerät, wodurch ein Verleihen wohl eher die Ausnahme ist.

Insgesamt hat LG gute Arbeit geleistet. Die Features, die vorhanden sind, haben im Test meist gut funktioniert. Natürlich werden nicht alle Funktionen für jeden Käufer interessant sein; diesen Umstand haben wir schon bei Samsungs S-Features angemerkt.

Akkulaufzeit

Viele Features, großes Display, High-End-Hardware. Was kann man hier schon (trotz 3.000 mAh) erwarten? Ein Vergleich mit Sonys Xperia Z1 sollte da direkt einen passenden Wert liefern: um 6 Stunden im 720p-Videoloop. Oder doch nicht? LG konnte uns (und nicht nur uns) in diesem Punkt kräftig überraschen und zeigt den anderen Herstellern, wo der Hammer hängt. 12 Stunden und 57 Minuten hielt der Bolide bei der Wiedergabe unseres 720p-Testvideos bei einer Helligkeit von rund 200 cd/m² durch, bevor die automatische Abschaltung eingegriffen hat. Damit liegt man sogar noch mehr als zweieinhalb Stunden über unserem bisherigen Langläufer, dem Samsung Galaxy S4.


Benchmarks

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LG verbaut in seinem neuen Flaggschiff eine 13 Megapixel Kamera und stattet diese mit einem optischen Bildstabilisator aus. Weitere Features: Multi-Point-Autofokus, Dual-Recording und Audio-Zooming. Was LG in diesem Fall auf die Beine gestellt hat und ob sich die Ergebnisse sehen lassen können, zeigen die nachfolgenden Test-Fotos. Wie schon beim Test des Xperia Z1 angekündigt, werden wir in den nächsten Tagen das LG G2 noch gegen das Sony Xperia Z1 antreten lassen - auf die Ergebnisse werden wir natürlich hier hinweisenUpdate: Der Vergleich der Kameras ist jetzt online.

Kamera Features

LG stattet die Kamera nicht nur mit Hardware-Schmankerln wie dem OIS oder ganzen 13 MP aus, sondern optimiert auch an der Software. Mit Audio-Zoom lässt sich dank drei verbauter Mikrofone nicht nur das Bild bei der Videoaufnahme zoomen. Auch die Sound-Aufnahme wird entsprechend dem Ausschnitt fokussiert.

Mit Tracking Zoom kann man in einem normalen Video ein Close-Up einfügen, wodurch man bspw. eine Gesamt-Videoaufnahme erstellen und einem Objekt trotzdem genau folgen kann. Es werden prinzipiell zwei Videos aufgenommen, die ineinander integriert sind. Ebenfalls zwei Videos werden mit Dual Recording aufgenommen. Hier aber mit der Front- und Hauptkamera; dieses Feature kennt man schon vom Galaxy S4. Doch die besten Features nutzen dem Käufer nur wenig, wenn die Kamera selbst nichts taugt. Wir haben deshalb die nachfolgenden Bilder mit dem Automatik-Modus geschossen, um die "Point-and-Shoot"-Fähigkeit, die vermutlich von den meisten Nutzern gewünscht ist, auf die Probe zu stellen.

Testbilder

Textaufnahmen in Innenräumen, während das Tageslicht scheint? Für das LG G2 überhaupt kein Problem - für die hochpreisige Konkurrenz aber ebenfalls nicht. Deshalb ist es zwar schön zu sehen, dass die Ergebnisse ordentlich werden. Nichtsdestotrotz ist das eine Disziplin, die den meisten Kameras leicht fällt. 

Ebenso die Fotografie größerer Landschaften bei Tageslicht - hier kann das G2 mit realistischer Farbdarstellung und einer guten Schärfe punkten, die in diesem Fall auch zum Rand hin nicht merklich schlechter wird. 

Bei schlechterer Witterung und grauem Himmel eine Marko-Aufnahme wackelfrei aufzunehmen, ist nicht mehr ganz so einfach. Aber auch hier zeigt sich das G2 unbeeindruckt. Natürlich wird nur der Bereich mittig scharfgestellt und die Unschärfe zu den Rändern hin etwas größer. Das liegt aber in der Natur der Sache und tritt auch bei der Konkurrenz auf. 

Wirklich interessant ist aber die Unterstützung des OIS, der gerade in dämmrigen Umgebungen durch eine längere Belichtungszeit und ohne Blitz noch gute Ergebnisse liefern soll. In diesem Fall kann man deutlich sehen, dass die Bildqualität abnimmt. Dennoch ist das Foto brauchbar, vielleicht aber etwas stark weich gezeichnet. Da dies aber eher Software-Probleme sind, mit denen Nokia seinerzeit bei der Einführung des OIS ebenfalls zu kämpfen hatte, könnte man an diesen Optionen durchaus noch etwas feintunen.

Das gleiche Spiel zeigt sich bei der obigen Fotografie. Auf den ersten Blick ordentlich, in der 100%-Ansicht jedoch etwas stark weich gezeichnet. Da wir ausschließlich im Automatik-Modus fotografiert haben, dürfte in diesem Fall mit manuell getätigten Einstellungen aber durchaus noch eine Verbesserung erreichbar sein. 

Insgesamt kann LG bei der Bildqualität und auch bei Low-Light Aufnahmen überzeugen. Die Ergebnisse sind ordentlich, die Farbwiedergabe recht natürlich. Wer ein sehr gut ausgestattetes Smartphone mit ordentlicher Kamera sucht und nicht ausschließlich nach der Kamera-Performance geht, sollte das LG G2 in die nähere Auswahl nehmen. Alle Testbilder finden sich auf unserem SkyDrive-Account in Originalauflösung.


LG hat es geschafft. Mit dem Rückenwind des Nexus 4 hat der südkoreanische Konzern ein wirkliches Top-Smartphone geschaffen. High-End Hardware verpackt in einem kompakten Gehäuse kombiniert mit einem ordentlichen FullHD-Display und einer einigermaßen aktuellen Android-Version. Letztere sogar mit vielen Features erweitert. Auch die Kamera liefert ordentlich ab; die Akkulaufzeit ist ebenfalls als sehr gut zu bezeichnen. Was will man mehr?

Sicherlich ist das LG G2 eines der besten Android-Smartphones, das man aktuell auf dem Markt finden kann. Zudem ist es für ein High-End-Gerät mit einem Einstiegspreis von 549 Euro als "günstig" zu bezeichnen. Doch an was es dem Gerät vielen fehlen wird, ist der microSD-Kartenslot, den die Konkurrenz in ihren Modellen eingebaut hat. Zudem ist es wirklich schade zu sehen, dass das Display unseres Vorserienmodells kratzanfällig war und an Sommertagen durch die Verdunklung bei Überhitzung nur bedingt zu gebrauchen ist.

Denn ansonsten ist das G2 ein wahres Prachtgerät. Die entsprechende Hardware in einem solchen Gehäuse kann sich durchaus sehen lassen und auch die Optik sowie die dünnen Ränder rund um das Display wissen zu gefallen. Mit dem LG G2 erwirbt man einen echten Allrounder, der trotz großem Display nicht oder nur unwesentlich größer ist, als die Konkurrenz. Zudem kann der Rear-Key mit seinen Zusatzfunktionen und einer verbauten Benachrichtigungs-LED in den meisten Fällen überzeugen - so lange die eigene Fingerlänge mit der Anbringungshöhe der Bedienelemente übereinstimmt.

Wer auf einen microSD-Slot verzichten und mit einer Schutzfolie auf dem Display leben kann wird mit dem LG G2 wohl eines der besten Android-Smartphones am Markt erwerben. Bleibt abzuwarten, wie sehr sich LGs Update-Politik wendet und wie schnell das aktuelle Android 4.3 auf das Gerät kommen wird. 

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Positive Aspekte des LG G2:

Negative Aspekte des LG G2:

Persönliche Meinung

Das LG G2 ist meiner Meinung nach das aktuell beste Android-Gerät am Markt - kaum ein anderer Hersteller hat so viel aktuelle und gute Technik in einem so kompakten Gehäuse. Zudem stimmen Kameraergebnisse, Performance und die angepasste Oberfläche - hier hat LG in den letzten Jahren ordentlich dazugelernt. Wer das Gerät unbedingt ohne LG-Software haben will, sollte sich noch etwas gedulden und auf das Nexus 5 warten - denn das könnte ebenfalls wieder von LG kommen und gegebenenfalls dem G2 gar nicht mal so unähnlich werden. Für alle anderen gilt: wem das Gerät gefällt, der sollte zugreifen. (Marc-Georg Pater)


LG G2

Preis ab 549,00 Euro
Produktseite www.lg.com

Display 5,2-Zoll (ca. 13,2 cm) IPS; Gorilla Glass 2
Auflösung 1920 x 1080 Pixel (424 ppi)
Prozessor 2,27 GHz Quad-Core (Qualcomm Snapdragon 800)
RAM 2048 MB
interner Speicher 16 GB (verfügbar: 10,6 GB) / 32 GB; nicht erweiterbar
Akku 3000 mAh; fest verbaut
Abmessungen 138,5 x 70,9 x 9,14 mm
Gewicht 142 g (inkl. Akku)

 

Primärkamera 13 MP, LED-Blitz, OIS, Autofokus
Sapphire Crystal Lens
1080p-Videoaufnahme
Sekundärkamera 2,1 MP, Fixfokus
Datendienste LTE (800/1800/2600 Mhz), HSPA+, EDGE, GSM
WLAN, Bluetooth 4.0
a-GPS, NFC, Miracast
Anschlüsse 3,5-mm-Klinke
microUSB+MHL
Betriebssystem Google Android 4.2.2 + LG-Anpassungen
Besonderheiten Dual-Routing-Display mit schmalem Rahmen
HiFi-Audio (24bit, 192 kHz)
Rückseitige Bedienungselemente
Software-Anpassungen
Lieferumfang LG G2
Ladegerät + USB-Kabel
In-Ear-Headset 
Anleitung