Raid Guide und Praxis  
31. Januar 2001 - Dennis Bode

 

Onboard IDE-Controller :

Beide oben genannte Chips gibt es auch in ähnlicher Form auf aktuellen Mainboards, so auf dem ASUS A7V133, dort werkelt der Promise-Chip. Hier verzichtet man auf die Bereitstellung von Raid Level 1 und 0+1, sondern beschränkt sich auf das performanceorientierte Raid 0 (Promise PDC 20265). Das Bios des Controllers ist entsprechend abgespeckt, man erhält nur das "Speed" Bios des Fasttrak-Controllers. Die Leistung bezüglich Raid 0 ist jedoch absolut identisch mit der des vollwertigen Fasttrak-Controllers.

Einen "vollwertigen" Fasttrak-Controller erhält man dagegen auf dem Gigabyte 7ZXR Rev. 2.1. Dieses Mainboard hat auch den Promise-Chip onboard, hier verwendet man aber die Raid 0, 1 und 0+1 - Version.

 

Auf dem Abit SA6R sowie auf dem neuen KT7A-Raid und dem beliebten KT7-R befinden sich Chips von Highpoint. Während Promise seine Chips in verschiedenen Versionen ausliefert, überläßt Highpoint dem Verbauer des Chips selber, ob er alle Funktionen implementieren will. Bei den meisten Verwendern heißt die Lösung selbstverständlich Raid 0, 1 und 0+1. Jedoch gibt es auch andere Hersteller, die den Raid-Chip als reine UltraATA/100 Basis einsetzen, jedoch findet man dies nicht auf Mainboards, sondern auf PCI-Steckkarten (z.B. Advance 29100).

 

Der CMD-Chip ist in Europa selten anzutreffen. Während auf Iwills Side-Raid noch der Highpoint-Chip werkelt, hat man für das neue KK266-R Mainboard die CMD-Version gewählt, diese kommt jedoch mit einem AMI-Bios daher und gibt sich auch als ein AMI Mega-Raid aus. AMI selbst fertigt mit dem MegaRaid eine UltraATA/100 PCI-Karte mit Raid-Support auf Basis des CMD Chips.

Software-RAID :

Ein paar Betriebssysteme bieten die Möglichkeit, Festplatten per Software als Stripe-Set anzusprechen : Windows 2000 und Linux. Wir haben dies mit Windows 2000 ausprobiert. Hierfür brauchen Sie nur einen normalen Ultra-Controller, auch der Onboard-Controller ist möglich, und mindestens zwei Festplatten. Windows 2000 muß zwingend auf einer dritten Festplatte installiert sein, das Stripe-Set kann sich so nur auf einer Datenplatte befinden, Windows 2000 können Sie darauf nicht installieren, weil sich davon nicht booten läßt. Für Netzwerk-Daten ist dies aber vollkommen ausreichend.

Unter Windows 2000 können Sie durch Rechtsklick auf Arbeitsplatz -> Verwalten -> Datenträgerverwaltung die für das Stripe-Set zur Verfügung stehenden Festplatten als dynamische Laufwerke angeben und zu einem Stripe-Set zusammenfügen. Dies funktioniert schnell und hervorragend. Die Funktion des Controllers - also die Verteilung der Daten - übernimmt dann Windows 2000. Dies kostet selbstverständlich ein wenig Rechenpower, die jedoch fast nicht zu spüren ist. Teilweise ist ein solches Software-Raid sogar schneller als die Hardware-Lösung, nur bei komplizierten Raid-Setups und Raid 3 und 5 (welches Windows 2000 z.B. nicht unterstützt) kann dies nicht mehr sinnvoll sein.

Jetzt kommen wir zu den Benchmarks der zwei vorliegenden Controller und des Software-Raids :

Seite 13 : Raid Praxis - Benchmark Controller

 

 

 

 

 

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