Bios-Guide : Award-Bios  
4. Januar 2000 - Dennis Bode

 

 

Advanced Chipset Features :

CMOS Setup Utility - Copyright (C) 1984 - 2000 Award Software
Advanced Chipset Features
> SDRAM CAS Latency Time 2
> SDRAM Cycle Time Tras/Trc 5/7
> SDRAM RAS to CAS Delay 2
> SDRAM RAS Precharge Time 2
> System Bios Cachable Enabled
> Video Bios Cachable Enabled
> Memory Hole at 15M-16M Disabled

 

> CPU Latency Timer

Enabled
> Delayed Transaction Enabled
> AGP Aperature Size 64 MB
> AGP Data Transfer Rate 4x
   

 

Hier finden sich Einstellungen für die Speichertimings und Einstellungen und AGP-Timings - also sehr wichtige Merkmale für die Performance eines PCs. Allerdings ist hier auch Vorsicht geboten. Stellen Sie z.B. die schnellste Einstellung für den Speicher ein, Ihr Speicherriegel kann aber nicht so schnell, so führt dies zu einem instabilen System. Falls Sie Werte über Ihren Spezifikationen einstellen möchten, so empfehlen wir, die Einstellungen separat zu verändern und nach jeder Veränderung zu testen, ob das System ordnungsgemäß funktioniert. Dies gilt vor allen Dingen für die SDRAM-Timings

> SDRAM CAS Latency Time

  Dies ist die Einstellung für die CAS Latenzzeit des Speichers - sogenannte Column Address Strobe - Latenzzeit
 

Mögliche Einstellungen sind "2" oder "3", wobei "2" die schnellere Einstellung ist - kennen Sie die Einstellungen Ihres Speichermoduls oder Ihrer Speichermodule, so tragen Sie hier den Wert ein. Besitzen Ihre Speichermodule unterschiedliche Timings, so verwenden Sie den höheren.

Die CAS Latenzzeit bestimmt, wie lange der Chipsatz nach der vollständigen Adressierung der zu lesenden Speicherstelle warten muss, bevor alle gültigen Daten an den Ausgängen des Moduls anliegen.

Wenn Sie die Einstellungen nicht kennen, dann versuchen Sie die Einstellungen mit dem Tool ctspd der Zeitschrift ct auszulesen. Das Tool erhalten Sie auf der Webseite von der CT im Download-Bereich.

Hier können Sie auch ihre Module schneller betreiben, als das Mainboard dies standardmäßig einstellt. Versuchen Sie die schnellere Einstellung "2", so kann dies dem System 2 bis 4 % mehr Performance verleihen, jedoch das System auch instabil machen. Verfahren Sie, wie wir oben empfolen haben.

Standardmäßig finden Sie hier die Einstellungen, die ein jedes Modul im SPD-EEPROM mitbringt. Das Bios liest diese Werte aus und setzt sie als standard. Verwenden Sie mehrere Speicherbausteine werden die Einstellungen des langsamsten Moduls verwendet. Teilweise sind jedoch die EEPROMs nicht ordnungsgemäß programmiert und machen deshalb Schwierigkeiten und werden nicht ordnungsgemäß erkannt. Dies ist vor allen Dingen bei Noname-Speicherriegeln der Fall - versuchen Sie hier die Einstellung "3", um dem System zu mehr Stabilität zu verhelfen.

Falls Ihr Modul die Einstellung "2" beherrscht, so stellen Sie diese ein.

> SDRAM Cycle Time Tras/Trc

  Hier kontrollieren Sie die Anzahl der SDRAM-Takte, die pro Zugriffszyklus durchgeführt werden sollen.
   

Mögliche Einstellungen sind 5/7 und 7/9, wobei 7/9 die Standardeinstellung ist. Ein schnelleres Setting ist 5/7, Sie können versuchen, diese Cycle-Zeit einzustellen, das Sytem kann dann aber instabil laufen, wenn Ihre Speichermodule diesen Modus nicht unterstützen

Falls Ihr Modul die Einstellung "5/7" beherrscht, so stellen Sie diese ein.

> SDRAM RAS-to-CAS Delay

  Diese Einstellung läßt Sie kontrollieren, wie groß die Verzögerung zwischen den CAS und RAS Strobe Signals ist, wenn in den Speicher geschrieben wird, aus dem Speicher gelesen wird oder der Speicher ein Refresh-Signal erhält.
   

SDRAM RAS to CAS Delay bestimmt die Anzahl der Takte, die der Chipsatz an Pause einlegen muß, bevor er eine Spaltenadresse (CAS) nach einer Zeilenadresse (RAS) anlegen darf.

Als Einstellungen sind "2" für eine möglichst hohe Performance und "3" für eine bessere Stabilität möglich.

Auch diese Werte können Sie mit dem CT-Tool CTSPD auslesen, falls Sie die genauen Daten Ihres Moduls nicht zur Hand haben. Stellen Sie auch hier wenn Sie mehrere Module besitzen das Delay des langsamsten Moduls ein.

Sie können auch hier versuchen, die Module schneller zu betreiben als zugelassen. Jedoch machen auch hier zu schnelle Einstellungen das System instabil, testen Sie die Einstellung also einzeln, um den Effekt zu evaluieren.

Falls Ihr Modul die Einstellung "2" beherrscht, so stellen Sie diese ein.

> SDRAM RAS Precharge Time
  Diese Einstellung verändert die Verzögerung zwischen den CAS und RAS Strobe Signals, wenn in den Speicher geschrieben, von ihm gelesen oder er refreshed wird.
 

Mögliche Einstellungen sind "2" und "3", wobei wiederrum 2 die schnellere Einstellung bedeutet.

Auch diesen Wert können Sie aus CTSPD erfahren, stellen Sie auch hier die Latenzzeit des langsamsten Moduls ein, falls Sie mehrere Dimms betreiben wollen.

Auch hier können Sie die Module über den Spezifikationen betreiben, auch hier gilt die Warnung, das das Sytem dann instabil werden kann. Testen Sie diese Einstellungen also einzeln.

Falls Ihr Modul die Einstellung "2" beherrscht, so stellen Sie diese ein.

> System Bios Cachable
  Sie können durch diese Einstellung das BIOS-ROM in den Cache-Speicher der CPU laden.
 

Durch das Laden des Bios-Roms in den L2-Speicher kann das System schneller diese Daten holen. Daraus resultiert eine schnellere Systemgeschwindigkeit, als wenn der PC die Daten aus dem langsameren Arbeitsspeicher holen muß.

Wir empfehlen deshalb [Enabled].

Nach dem Booten spielt dieser Wert übrigens keine Rolle mehr, da Programme höchstens noch aus ACPI-Gründen Daten aus dem Bios holen.

> Video Bios Cachable
  Durch diese Einstellung können Sie das Bios ihrer Grafikkarte in den L2-Cache laden.
 

Auch hier resultiert dieses Laden in den L2-Speicher in einer höheren Systemperformance, wenn diese Daten abgefragt werden, deshalb können Sie auch diesen Wert auf [Enabled] stellen.

> Memory Hole at 15M-16M

 

Wenn Sie ISA-Karten verwenden, können Sie den Speicherblock von 15M-16M für den ROM dieser Karten verwenden.

   

Besitzen Sie noch alte ISA-Karten, die diese Funktion benötigen, setzen Sie den Wert auf Enabled.

Haben Sie keine ISA-Karten mehr in Ihrem PC - was wir empfehlen - so setzen Sie diesen Wert auf [Disabled], denn hieraus haben Sie 1 MB mehr Speicher zur Verfügung.

> CPU Latency Timer
  Stellen Sie diese Einstellung auf [Enabled]
   

Steht diese Einstellung auf [Disabled], so bremsen Sie ihre CPU aus.

> Delayed Transaction
  Diese Funktion ist notwendig, wenn Sie ISA-Karten verwenden
   

Haben Sie ISA-Karten in Ihrem System, so können Sie, wenn diese instabil laufen, die Latenzzeit der PCI-Cyles mit den ISA Bus synchronisieren. Daraus können Sie eine erhöhte Systemstabilität erhalben.

Falls Sie keine ISA-Karten mehr haben, so stellen Sie die Funktion auf [disabled], denn nur so können Sie PCI 2.1 nutzen !

> AGP Aperature Size
  Hier können Sie die Anzahl des Speichers einstellen, die sie für die AGP-Grafikkarte verwenden möchten.
 

Verwenden Sie hier ungefähr die Hälfte ihres Arbeitsspeichers für den AGP-Bus. Der AGP-Bus kann ohne Latenzzeit so Speicheradressen direkt für die Auslagerung von Texturen verwenden, hierdurch erhalten Sie eine höheren Grafikperformance.

Verwenden Sie jedoch nicht zu viel AGP-Speicher, denn hierdurch können auch Konflikte entstehen, wenn Sie gleichzeitig wenig Arbeitsspeicher frei haben. Dies senkt dann wiederum Ihre Leistung.

Wir empfehlen bis zu 256 MB Gesamt-Arbeitsspeicher für einen PC, also sollten Sie in diesem Fall 128 MB für den AGP-Bus freigeben. Besitzen Sie 128 MB, so geben Sie 64 MB frei.

> AGP Data Transfer Rate
  Hier stellen Sie die Transferrate des AGP-Busses ein.
   

Standardmäßig ist der AGP-Bus mit 1x-er Geschwindigkeit getaktet, also 66 Mhz. Jedoch bietet sich Ihnen die Möglichkeit, 2x oder 4x einzustellen, wenn Sie eine moderne Grafikkarte besitzen, die dieses Feature unterstützt. Weiterhin muß Ihr Chipsatz dieses Feature unterstützen, alle neueren Chipsätze können jedoch 4x AGP.

Durch die Einstellung auf 4x AGP erreichen Sie Geschwindigkeiten von 266 Mhz und auch die höchste Performance. Sollte diese Einstellung bei 3D-Anwendungen zu Problemen führen (vor allen Dingen bei Athlon-Systemen), so stellen Sie diesen Wert auf 2x oder 1x, der Performance-Verlust hält sich in Grenzen.

Diese Einstellungen konnten die Systemperformance am meisten steigern, sie sind sehr wichtig, wenn Sie die optimale Leistung aus Ihren Bauteilen herausholen wollen. Als nächstes schauen wir uns die Integrated Periphials an, also die Komponenten, die auf Ihrem Mainboard integriert sind. Hier können Sie durch geschicktes Abschalten von Komponenten Ressourcen sparen und auch die Performance so etwas beeinflussen.

Seite 5 : Integrated Periphials

 

 

 

 

 

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