Bios-Guide : Award-Bios  
4. Januar 2000 - Dennis Bode

 

 

Advanced Bios Settings:

CMOS Setup Utility - Copyright (C) 1984 - 2000 Award Software
Advanced Bios Settings
> Virus Warning Enabled
> CPU Level 1 Cache Enabled
> CPU Level 2 Cache Enabled
> CPU L2 Cache ECC Check Enabled
> Processor Nr. Feature Disabled
> Quick On Power Self Test Enabled
> First Boot Device Disk

 

> Second Boot Device

CD.ROM
> Third Boot Device IDE-0
> Boot Other Device Yes
> Swap Floppy Drive Disabled

> Boot Up Floppy Seek

Disabled
> Boot Up Num Lock Enabled
> Typematic Rate Setting Enabled

> Typematic Rate (Chars/Sec)

30
> Typematic Delay (Msec) 250
> Security Option Setup / System
> OS Select for DRAM > 64 MB Non-OS2
> Report No FDD for Win95 No
> Delay IDE Initial (Secs) 5
   

 

Dieses sind Standard-Einstellungen, mit denen man schon eher in Kontakt kommt :

> Virus Warning

  Hier befindet sich der Boot-Virus-Schutz für den Boot-Sektor der Festplatte des Mainboards
 

Als Einstellung sollte generell Enabled gewählt werden, denn nur so ist das Bios und die Partitionstabelle der Festplatte gegen Viren ordnungsgemäß geschützt. Allerdings können auch Probleme auftreten. Durch diese Schutzfunktion kann es z.B. beim Installieren von Programmen oder Betriebssystemen Störungen geben, sodaß das Betriebssystem z.B. nicht installiert werden kann. Deaktivieren Sie in diesem Fall die Funktion, aktivieren Sie sie jedoch wieder nach der erfolgreichen Installation.

> CPU Level 1 Cache

  Hier können Sie den L1-Cache des Prozessors aktivieren / deaktivieren
   

Der L1-Cache ist der Zwischenspeicher, in dem der CPU nicht nur Daten, sondern auch Befehle speichert. Wird dieser deaktiviert, so muß er diese Daten aus dem Arbeitsspeicher holen - und das dauert lange. Aktivieren Sie also auf jeden Fall den L1-Cache, ansonsten läuft Ihr CPU wie eine lahme Schnecke. Allerdings gibt es sehr alte Programme, die mit aktiviertem L1-Cache crashen könnten - allerdings sollten Sie in diesem Fall überlegen, das Programm auszurangieren...

> CPU Level 2 Cache

  Hier können Sie den L2-Cache des Prozessors aktivieren / deaktivieren.
   

Durch diese Einstellungen verändern Sie den Status des L2-Caches. Wie für den L1-Cache gilt : Auf jeden Fall auf Enabled stellen ! Denn auch im L2-Cache werden von der CPU Daten abgelegt, die öfter gebraucht werden. Muß sich der Prozessor diese aus dem Arbeitsspeicher holen, dauert die Verarbeitung um einiges länger. Ein Athlon 900 läuft so mit deaktiviertem Cache nur noch so schnell wie ein Celeron 300A !

> CPU L2 Cache ECC Check
  Hier können Sie einstellen, ob die elektronische Korrektur des L2-Caches ihres Prozessors aktiviert werden soll.
 

Diese Einstellung sollte ebenfalls Enabled sein. Durch die Aktivierung können Fehler im L2-Speicher des Prozessors gefunden werden und selbständig vom PC korrigiert werden. Läuft diese Einstellung auf Disabled, so fehlt die Korrektur, Ihr System kann durch solche Speicherfehler einfrieren.

Wer allerdings ein wenig Performance mehr auf Kosten der Stabilität erreichen will, der kann die Einstellung [disabled] wählen, da die ECC-Korrektur der PIII Prozessoren den Zugriff auf den integrierten L2-Cache etwas verlangsamt. In Fällen, in denen es nicht 100% auf Stabilität und Datensicherheit ankommt, kann dies z.B. beim Spielen etwas mehr Performance bringen.

> Processor Nr. Feature
  Hier können Sie einstellen, ob das Mainboard die Prozessor-ID ihres Prozessors abfragen soll oder nicht.
 

Dieses ist ein besonderes Feature von Pentium III und neuen Celeron-Prozessoren. Es soll durch eine Unique-ID eines jeden Prozessors verhindert werden, daß diese geklaut werden und illegal verkauft werden sowie die Kontrolle über Schwindel mit übertakteten Prozessoren möglich werden. Böse Zungen behaupten jedoch, daß auch so Daten user-spezifisch gespeichert werden könnten und durch das Internet ausgespäht werden können - so können besuchte URLs mit einer Prozessor-Nr. in Verbindung gebracht werden. Wer will schon gerne mit einer Liste der besuchten URLs im Internet eindeutig identifiziert werden ? Deshalb empfehlen wir die Einstellung Disabled, auch wenn sich die Prozessor-Nr. unter besonderen Umständen auch unter dieser Einstellung auslesen läßt.

> Quick Power On Self Test
  Nach dem Einschalten führt das Bios eine Reihe von Tests durch, die Sie hier ein und ausstellen können.
 

Deaktivieren Sie dieses Feature, so zählt das Mainboard z.B. den Speicher durch, testet Ihn, in dem er 0-en, 1-en in den Speicher schreibt. Wenn Ihnen dies zu lange dauert, dann wählen Sie [Enabled], was wir auch empfehlen, da Ihnen keine Nachteile entstehen können.

> First Boot Device

 

Sie können hier die Reihenfolge des Bootvorganges von Ihren angeschlossenen IDE-Geräten steuern.

   

So ist es Ihnen möglich, durch Einstellen von [Floppy] von Diskette zu booten, durch Einstellung von [CD-ROM] von einer bootfähigen CD, wie z.B. die Windows 98-CD zu booten oder durch Einstellung von IDE Ihre Festplatte als Startgerät einzustellen.

Durch die Differenzierung "First" - "Second" - "Third" können Sie auch eine Reihenfolge festlegen, z.B. Diskette, CD-ROM, Festplatte. Ist so keine Diskette eingelegt und auch keine CD-ROM, so startet der PC mit der Festplatte.

Besonders wichtig wird diese Einstellung, wenn Sie einen Onboard-Raidcontroller einsetzen wollen oder von einer eine PCI-Karte booten wollen (SCSI oder RAID). Diese Einstellungen können Sie hier ebenfalls vornehmen, mit SCSI booten Sie von einer PCI-Karte, mit ATA100 im vorliegenden Fall von dem Onboard Raid-Controller des Abit-Boards.

Diese Einstellungen müssen Sie je nach Konfiguration ihres PCs selbst bestimmen.

 

 

> Swap Floppy Drive
  Wenn dieses Feature aktiviert ist, brauchen Sie die Kabel der Floppy-Laufwerke nicht zu tauschen.
   

Aktivieren Sie diese Funktion, wenn Sie zwei Floppy-Laufwerke haben und möchten, das Laufwerk A Laufwerk B wird und Laufwerk B Laufwerk A. Dadurch brauchen Sie nicht das Gehäuse zu öffnen und die Kabel umzustecken.

> Boot Up Floppy Seek
  Durch diese Einstellung können Sie die Suche nach einem Floppy Laufwerk durch das Bios ausschalten.
   

Eigentlich läßt sich hierdurch nur Zeit sparen, es allerdings keinen Effekt auf die angeschlossenen Diskettenlaufwerke. Ist kein Laufwerk angeschlossen oder das Bios findet kein Laufwerk und der Test aktiviert, so wird vom Bios eine Fehlermeldung ausgegeben.

> Boot Up Num Lock
  Hier können Sie einstellen, ob die Num-Lock-Taste aktiv oder deaktiv sein soll
 

Bei aktiver Num-Lock Taste fungiert das Nummernpad der Tastatur als Zahleneingabe, bei deaktiver Num-Lock-Taste können Sie das Nummernpad als Cursor verwenden.

> Typematic Rate Setting
  Hier stellen Sie die Wiederholrate der Tastatur ein.
   

Wenn Sie keine Wiederholung eines Buchstabens bei gedrückter Taste benötigen, dann stellen Sie diese Einstellung auf Disabled, Standard ist jedoch Enabled.

> Typematic Rate (Chars/Sec)
  Hier stellen Sie ein, wieviel Wiederholungen sie pro Sekunde wünschen
   

Standard-Einstellung ist 30 Wiederholungen pro Sekunde

> Typematic Delay (MSec)
  Hier stellen Sie ein, mit welcher Verzögerung die Wiederholung beginnen soll.
 

Standard-Einstellung ist hier 250 msec.

> Security Option
  Hier können Sie einstellen, wie Ihr System durch ein Bios-Passwort geschützt werden soll
 

Es sind die Einstellungen Sytem und Setup möglich.

Durch Setup schützen Sie das Bios des PCs vor Veränderungen - denn beim Aufruf des Bios durch [ESC] müssen Sie ein Passwort eingeben.

Durch System schützen Sie das gesamte System mit einem Passwort. Nach drücken des Power-Knopfes werden Sie aufgefordert ein Passwort einzugeben, erst danach bootet der PC.

> OS Select for DRAM > 64 MB
  Wenn Sie OS/2 verwenden und mehr als 64 MB besitzen, benötigen Sie diese Einstellung
   

Setzen Sie in diesem Fall die Einstellung auf Enabled, sodaß Sie unter OS/2 mehr als 64 MB verwenden können. Verwenden Sie kein OS/2, sondern Windows, Linux oder BeOS, so setzen Sie die Einstellung in jedem Fall auf Disabled.

> Report no FDD for Win95
  Hier können Sie Windows95 mitteilen, daß Sie kein Floppy Laufwerk haben.
 

Diese Einstellung ist nur relevant, wenn Sie noch Windows95 verwenden und kein Floppy-Laufwerk verwenden wollen. Setzen Sie dann die Einstellung auf Enabled.

> Delay IDE Initial
  Hier können Sie die Zeitdauer einstellen, die das Bios zum Aktivieren eines IDE-Gerätes warten soll.
 

Vor allen Dingen, wenn Sie alte Laufwerke und CD-ROMs verwenden, kann es passieren, daß durch eine zu kurze Wartezeit diese Laufwerke nicht erkannt werden und nicht aktiviert werden. Setzen Sie dann die Zeit nach oben. Für die beste Performance sollten Sie jedoch "0" wählen.

Jetzt kommen wir zu den wirklich interessanten Einstellungen, die die Performance auch direkt beeinflussen können. Verändern Sie die folgenden Einstellungen nur, wenn Sie sich bewußt sind, was Sie verändern, denn Ihr System kann durch falsche Einstellungen nicht mehr korrekt arbeiten, instabil werden oder Defekte aufweisen.

 

Seite 4 : Advanced Chipset Features

 

 

 

 

 

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