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User review: Die Corsair K100 das gaming Brett unter den Tastauren

muvo256

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Schon bei der Ankündigung der K100 habe ich mich gefragt, wie die gut gelungene K95 noch verbessert werden kann. Sie brachte und bringt alles mit, was das „Gamer Herz“ höher schlagen lässt und was man dringend zum Spielen benötigt.
Nach langen Tagen des Wartens war es nun endlich soweit. Der Postbote hatte meine Tastatur im Gepäck. Schon beim Empfang fiel mir auf, dass das Paket recht schwer für eine einzelne Tastatur war.


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Vorder und Rückseite


Aber wie gewohnt der Reihe nach, bevor ich hier zu einem wilden Durcheinander der Gefühle und Eindrücke über die K100 komme.


Lieferumfang und Technische Daten



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unboxing




Im Lieferumfang befindet sich neben der eigentlichen „Tastatur“ eine Schnellstart Anleitung sowie das Garantiezertifikat von Corsair. Ein Satz FPS (First-Person-Shootern also W,A,S, D) und MOBA-Tastenkappen (Multiplayer-Online-Battle-Arena also Q,W,E,R,D,F), einen Tastenkappenabzieher und eine magnetischen Handballenauflage gehören mit dazu.
Hier mal vorab eine Übersicht der Technischen Daten. Aber keine Angst, die Daten werden im Review wiederauftauchen:




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Der Lieferumfang der K100



  • Switches: Corsair OPX, optisch-mechanische Schalte
    Betätigungskraft: 45 g
  • Tastenweg bis zur Auslösung: 1 mm
  • USB Pass-through: USB 2.0 Type-A
  • Lebensdauer: 150 Millionen Auslösungen
  • Key Rollover: Full key rollover (NKRO) mit 100% Anti-Ghosting
  • Beleuchtung: RGB mit 16,8 Millionen Farben, für jede Taste einzeln
    steuerbar
  • On-Board-Profile: 8 MB Speicher für bis zu 200 Profile
  • Kabel: 1,82mm, textilummantelt
  • Abmessungen: 470 x 166 x 38 mm (B x T x H)
  • Gewicht: 1,31 kg

Hardware

Die K100 hat folgende Dimensionen, 38,0 mm x 470 mm x 166 mm (H x B x T) und hat ein Gewicht von 1310g. Sie, ist eine Full-Size Tastatur mit Ziffernblock, verfügt über 6 programmierbaren Tasten und 2 „Multimediabteilungen“. Im Verlauf dieses Review werde ich noch genauer auf die einzelnen Segmente eingehen und sie in der iCUE erklären.
Die Tastatur ist auf der Oberseite wie von CORSAIR gewohnt aus einem soliden schwarz gebürsteten Aluminiumköper hergestellt. Die Unterseite wurde aus einem stabilen Kunststoff gearbeitet. Dort befindet sich auch ein weiteres nettes Feature. Es wurden Kabelkanäle angebracht, um verschiedene Kabel für die Maus oder Headset dort ordentlich verlegen zu können. Das macht das Kabelmanagement auf dem Schreibtisch um einiges einfacher.




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Kabelkanal auf der Rückseite



CORSAIR typisch sind die beiden USB-Anschlüsse.
Einer ist für die eigentliche Tastatur zuständig und der Andere ist ein USB-Passthrough-Anschluss für den mittig auf der Rückseite angeordneten USB Anschluss. Wer den USB-Passthrough-Anschluss nicht benötigt, braucht diesen auch nicht mit dem Rechner zu verbinden. Hier kann man Headsets oder Maus verbinden, oder aber auch den CORSAIR Nexus direkt anschließen.




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USB-Passthrough-Anschluss



Das gesleevte Kabel der Tastatur ist mit rund 180 cm lang genug dimensioniert, um die meisten PCs bequem zu erreichen.
Entfallen ist der von uns allen „sehr geliebte“ Switch auf der Rückseite der Tastatur, bei dem man zwischen 4 Modi für USB und dem Zugang zum BIOS des Mainboards auswählen konnte.
Die Handballenauflage ist nicht aus gewöhnlichem Kunststoff hergestellt wie bei vielen anderen Tastaturen, sondern aus hochwertigem Kunstleder gearbeitet. Die Auflage (8 cm breit von 0,5 auf 2 cm ansteigend besitzt eine angenehme Tiefe sodass die Handballen etwas in den Schaumstoff einsinken können, verfügt aber noch über einen angenehmen Widerstand, um die Tastatur präzise bedienen zu können. Die Auflage wird magnetisch befestigt und einfach unter die Tastatur geschoben.


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Vorder und Rückseite der Handballenauflage



Dabei arretiert sie und man kann damit wie gewohnt die Tastatur ziehen und schieben, ohne dass sie sich zu einfach von der Tastatur löst. Um dem weiteren Review etwas vorzugreifen, habe ich es bei Far Cry 5 und Need for Speed Heat ausprobiert. Selbst wenn es hektisch wird, verrutscht nichts. Ebenso macht es keinen Unterschied, ob die Standfüße der Tastatur ein- oder ausgeklappt sind. Sie hat weiterhin einen guten Stand.
Auf der rechten Seite sind bei der K100 die Lautstärkewalze und die Mediatasten angeordnet. Die Lautstärkewalze ist aus mattem Aluminium gefertigt und lässt sich leicht bedienen. Die fünf dazugehörigen Mediatasten (Ton aus, Stop, Rückwärts, Start/Pause und Vorwärts) befinden sich übersichtlich darunter bzw. daneben, sodass man diese intuitiv auch im Spiel bedienen kann.




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Multimedia Abteilung



Das iCUE-Rad befindet sich links oben auf der Tastatur. Das Rad selbst besteht neben dem drehbaren Rad auch aus einem in der Mitte angeordneten Schalter. Die Funktionsweise werde ich unter dem Punkt „iCUE“ eingehend erläutern. Links neben dem Rad ist die Taste zum Wechseln des Benutzerprofile angebracht (abgespeichertes Profil auf der Tastatur) und rechts davon die Windows Sperrtaste, um ein unerwünschtes drücken der Windows-Taste, sowie anderer in der iCUE-Software definierbarer Tasten zu unterbinden



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Icue Rad



Nun kommen wir zum Hauptbestandteil der Tastatur, den einzelnen Tasten. Grundsätzlich wird die K100 mit PBT-Double-Shot-Verfahren gefertigten Tastenkappen ausgeliefert. Diese haben eine Stärke von 1,5mm.
Kleines aber nicht unerhebliches Detail ist, dass die untere Tastenzeile das Standard-ISO-Layout verwendet. So kann nun ein alternativer Tastenkappensatz mit Kreuzaufnahme einfach verwendet werden.
Die K100 gibt es unter den Keycaps mit zwei unterschiedliche Switches. Ich habe mich für die CORSAIR Eigenentwicklung, den OPX-Switches, entschieden. (Optional ist die K100 auch mit Cherry MX SPEED RGB Silver Switches erhältlich)




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OPX-Switches



Bei den OPX-Switches handelt es sich um Opto-Mechanische Schalter. Zugegeben es klingt schlimmer als es eigentlich ist. Denn vereinfacht gesagt, haben die Switches keinen physischen Kontakt, sondern werden per Lichtschranke ausgelöst. Dieses ermöglicht es, dass die Tasten noch schneller als die bereits schnellen Cherry MX SPEED reagieren. Um es mal in Zahlen auszudrücken: Die Cherry MX SPEED RGB Silver lösen bei 1,2 mm aus und haben einen Gesamthub (kompletter Tastendruck) von 3,4 mm. Die OPX-Switches hingegen benötigen nur 1,0 mm und haben einen Gesamthub von 3,2 mm.
Das merkt man auch sofort beim Schreiben. Die Tasten lösen gewollt oder ungewollt schnell aus. Das hat zum Vorteil, wenn eine Taste mehrmals hintereinander gedrückt werden muss. Auch muss ich euch enttäuschen, wenn ihr meint die Tasten wären jetzt lautlos geworden. Sie liegen noch angenehm im Segment zwischen den Cherry MX Brown, den Cherry MX Speed oder den Cherry MX Red.


RGB und Beleuchtung.

Sobald man die Tastatur in Betrieb nimmt fällt einem direkt die dynamische RGB Hintergrundbeleuchtung „Light Edge“ auf. Diese erstreckt sich über die drei Seiten der Tastatur und besteht aus 44 einzeln ansteuerbaren Beleuchtungszonen (11 Leds linke/rechte Seite und 22 Leds an der Rückseite).




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Hintergrundbeleuchtung „Light Edge“



Die Leds sind sehr hoch angebracht, um dadurch eine bessere Ausleuchtung zu erreichen. Auch die Beleuchtungszonen an den Seiten haben eine gute Leuchtkraft und kommen gut bei Spielen mit iCUE-Beleuchtung wie z.B. „Far Cry 5“ oder „Division 2“ an.



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Anordnung der Led links strafe mk1 rechts K100“



Hier mal der Leuchtkraft unterschied zwischen maximum und Minimum:



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maximum und Minimum




K100 und ihre Software

CORSAIR hat neben der iCUE auch viel in die interne Software der K100 investiert. Das Zauberwort heißt "AXON Hyper-processing Technology“. Dahinter verbirgt sich eine sehr flotte und rechenstarke SoC-Prozessoreinheit (SoC- bedeutet System-on-a-Chip oder auf Deutsch „Ein-Chip-System“). Dazu gesellen sich ein 8 MB interner Speicher.
Die AXON kann das Tastensignal mit einer 4.000 Hz Pollingrate (0.25 ms) vom Auslösen der Taste zu seinem Rechner oder der Xbox senden (ja die K100 kann man auch an seine Xbox anklemmen). Ebenso ist es nun möglich 20 übereinandergelegte Beleuchtungsebenen gleichzeitig darstellen zu lassen.
Die verbauten 8 MB interner Speicher reichen aus, um rund 200 Profile zu sichern.
Allerdings ist die Standardeinstellung der Pollingrate in der iCUE Software 1.000 Hz, um Kompatibilität zu älteren PCs zu gewährleisten. Habe es zwar auch auf 4000 HZ geändert aber ein Normalsterblicher merkt kein unterschied :P
Auch ohne iCUE lassen sich über die Tastenkombination (Fn + "1" bis "0") 10 verschiedene Beleuchtungseffekte aufrufen.

iCUE
Um Euch den Einstieg zu erleichtern hat CORSAIR ein Tutorial für die K100 zusammengestellt, mit dessen Hilfe könnt ihr im nu die Tastatur programmieren. Ich werde hier nicht weiter auf das Tutorial eingehen, weil es sich selbst erklärt und mich daher auf die einzelnen Reiter beschränken
Wobei man unterscheiden sollte zwischen aktive und inaktive Einstellung. Aktive sind mit der iCUE verknüpft und inaktive werden auf der Tastatur hinterlegt (und benötigen keine weitere Software).




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Tutorial für die K100



Aktion
Hier könnt ihr Makros programmieren, die ihr während iCUE aktiv ist ausführen wollt. Die Makros können aus Programm (Anwendungsstart) Textwiedergabe, Timer oder Aktion bestehen. Also kann man unkompliziert seine eigenen Makros erstellen. Man könnte zwar sagen das 6 Tasten etwas wenig sind, aber mit der Möglichkeit die Profile im Steuerrad zu wechseln kann man alles und jedem mit einem Makro belegen. Wie von CORSAIR Tastaturen mit iCUE Unterstützung bereits gewohnt, können sämtliche Tasten mit einer Aktion belegt werden.



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Aktion der K100



Beleuchtungseffekte
Wie bei CORSAIR gewohnt, gibt es wieder drei Optionen oder Spalten: Eine Linke „Vordefiniert“ eine Mittlere „Benutzerdefiniert“ und die Rechte mit „Beleuchtungsverknüpfungen“
Die „Vordefiniert“ Effekte sind Kombi Effekte, die auf eine Hardwarekomponente begrenzt sind und die nur begrenzt anpassbar sind. Steuerbar ist der Farbverlauf (Farbe und Laufrichtung des Effektes), ggf. Start des Effektes und die Geschwindigkeit, in dem der Effekt ausgeführt werden soll.
Die „Benutzerdefiniert“ sind zum Spielen und Austoben da, denn jede LED im CORSAIR Universum ist einzeln ansteuerbar. Das heißt, jeder LED können ein Effekt (oder mehrere Effekte) zugewiesen werden. Alles ist möglich und nichts zu viel, solange es einem gefällt. Wenn man sich an einem Effekt sattgesehen hat oder es einfach nicht mehr zum Setup passt, kann man bequem zu einem Anderen wechseln. Jeder Effekt kann einfach in der Bibliothek gespeichert werden .
Bei „Beleuchtungsverknüpfungen“ werden die RGB-Effekte über die ganze CORSAIR Hardware gesteuert und laufen dann nacheinander über sämtliche Hardwarekomponenten.
Der Standardeffekt ist „Aquarell“, eine bunte Mischung verschiedener Effekte. Diese passt meiner Meinung nach sehr Gut zur K100.
Wenn ihr noch Hilfe bei dem Erstellen der Effekte benötigt, werde ich dieses gerne im Epilog erklären




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Belechtung der K100




Hardware Aktionen und Hardware Beleuchtung
Bei diesem Reiter können Aktionen sowie Beleuchtungseffekte für die K100 programmiert. Diese können direkt in das hinterlegte Profil auf der Tastatur gespeichert werden. Wobei es keinerlei Einschränkungen bei den Effekten oder Makros gibt, egal ob per Software oder als Profil auf der Tastatur gespeichert.

iCUE-Rad
Das iCUE-Rad hat ohne die iCUE Software bereits 3 Voreinstellungen, die mit eigenen Farben hinterlegt sind:


  • Helligkeit (blau) damit lässt sich die Helligkeit der Tastatur stufenlos anpassen. Die Helligkeit lässt sich stufenlos bis zum abschalten der LEds regelen
  • Medienjogging (grün) damit lassen sich Musiktitel in Spotify oder iTunes auf den gewünschten Punkt vor- oder zurückspulen. Ideal, wenn man zum Beispiel einen Podcast hört und Teile einfach überspringen möchte.
  • Spurwechseler (weiß) damit könnt ihr Titel in Spotify oder iTunes vor und zurück skippen.
  • Aktionswiedergabe (rot) damit können die programmierten Makros oder verschiedene Profile ausgeführt werden.

In der iCUE selbst könnt ihr „Anwendungen umschalten“, „Vertikaler Bildlauf“, „Horizontaler Bildlauf“ und „Zoom“ zusätzlich aktivieren. Neben diesen Vorgaben ist es euch auch möglich selbst programmierte Makros für das iCUE-Rad zu hinterlegen.
Ich habe das Rad unter Anderem mit Spotify ausgiebig getestet. Es macht Spass und es ist einfach und intuitiv zu bedienen. Während des Spielens kann man leicht zu seinem Lieblings Titel wechseln oder einfach mal im Podcast einen langweiligen Teil überspringen.




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Icue Rad oder Steuerrad


Optionen
Hier könnt ihr die „Winlock-Taste“ (Sperrtaste) programmieren und dieser eine andere Farbe zuweisen.




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Optionen


Lokale Profile
Hier könnt ihr eure Profile einsehen die direkt auf der Tastatur hinterlegt sind. Diese könnt ihr gegebenenfalls Verschieben, löschen oder sichern.




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Profile



Elgato „Stream Deck“ Software
Man könnte es sich einfach machen und das Stream Deck einfach als „Makro“ Software bezeichnen. Aber das wird dem Programm bei weitem nicht gerecht. Es vereint Programm (und Programmsteuerung) sowie einfache Tastenbelegung.
Sobald man in der iCUE auf den Reiter „Aktionen“ geht, wird man den auf die Stream Deck Software aufmerksam gemacht. Wenn man auf diese klickt wird automatisch ein Download gestartet.




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Stream Deck Software



Einfach installieren und schon hat man das schwierigste hinter sich gebracht. Einfach links ein Programm oder eine Aktion eines Programmes auswählen und nach eine der G-Tasten legen.



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Steam deck






Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Stream Deck Software um eine Software für Streamer. Die Funktionen und Interaktionen mit beliebten Streaming Programmen, wie z.B. OBS Studio kann so auch ohne ein Stream Deck zu haben, genutzt werden.


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Stream Deck zusätzliche Software

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Fazit

Mit der K100 hat CORSAIR wieder einmal gezeigt, was sie können. Sie haben mit der K100 Tastatur ein echtes „Brett“ auf den Tastaturmarkt geworfen. An der K100 werden sich einige Hersteller im Bereich Innovation und Verarbeitung die Zähne ausbeißen. Auch im Bereich der Haltbarkeit braucht sich die K100 nicht zu verstecken. Die OPX-Switches halten über 150 Mio. Anschläge aus und werden von PBT-Double-Shot Keycaps geschützt.

Natürlich hat die K100 ein paar kleine Schwächen. Aber in der Summe ist das Jammern auf höchstem Niveau. Die Tastatur eignet sich für Spieler ebenso wie für Vielschreiber. Dabei hätte ich sie mir jedoch lieber etwas leiser gewünscht, wie etwa auf dem angenehmen CHERRY MX Brown Niveau meiner vorherigen Tastatur
Mit dem in iCUE nun integrierten Tutorial, hat es CORSAIR auch für „Neulinge“ leichter und verständlicher gemacht.

Selbst ohne iCUE-Software ist die K100 voll funktionsfähig und kann ab der ersten Sekunde benutzt werden. Damit hat CORSAIR auf Kritik reagiert, die sich nicht mit der iCUE-Software anfreunden konnten.

Ebenso bietet die CORSAIR Tochter „elgato“ mit der kostenlosen Stream Deck Software eine zusätzliche Möglichkeit der Konfiguration der Tastatur. Die Stream Deck Software lässt sich einfach und leicht bedienen und ist in vielen Punkten selbsterklärend..

Rund 250€ für eine Tastatur ist viel Geld, das stimmt, jedoch bekommt man auch ein stimmiges und abgerundetes Paket für sein Geld.

Für mich ist die K100 die derzeit beste Tastatur auf dem Markt.
 
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