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[Kaufberatung] Tastaur Modding / Anschläge leiser machen - Sharkoon und andere..

Blubbie

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Hi,

vor einiger Zeit habe ich mir meine erste mechanische, low-profile Tastatur gekauft, die Sharkoon PureWriter RGB, Kailh Choc LOW PROFILE RED.
Das Tippgefühl ist super, nur leider finde ich dass sie zuviel Krach macht. Nun gibt es ja diverse möglichkeiten Tastaturen zu "modden" gerade auch die super teuren Custom-Keyboards wo man auf Preise von insgesamt über 200/300 Euro kommt.

Nun bin ich über diese "Anschlagdämpfer" gestoßen und frage mich ob die schon jemand genutzt hat oder sowas bei einer Sharkoon oder auch anderen mechanischen Tastatur gemacht hat.

Habt ihr damit Erfahrungen? Wenn ja welche.


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JackA

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Beim Beispielbild deiner verlinkten O-Ringe sieht man ja schon, dass die nicht auf die Purewriter passen.
Die sind für Mechas wie die SGK3 gedacht.
 

Blubbie

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@JackA und was ist mit diesen hier:
Hier steht zumindest dass die für "alle mechanischen Tastaturen" passen. inkl. "Kailh" - und die Purewriter verwendet ja Kailh-Switches (red). Oder gibts da nochmal Unterschiede?
Ansonsten - gibt es überhaupt was um die Sharkoon Purewriter leiser zu machen?

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Beitrag automatisch zusammengeführt:

also ich hatte noch nie eine Taste abgenommen aber sehe hier dass die doch etwas anders sind:

1593529107576.png
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Morpheus600

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Es sind Kailh Schalter aber die sind bei der Purewriter völlig anders aufgebaut bzw. die Kappen werden anders befestigt. Siehe deine Bilder. Es gibt ein paar Tastaturen die so aufgebaut sind aber ist glaube ich eher selten.
 

JackA

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Blubbie

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danke für die soundbeispiele. Gibt es da eigentlich noch mehr? also mehr direkte keyboard sound vergleiche?

ich dachte bei "leise" eher an sowas hier:
oder sowas hier

mir ist auch bewusst dass ich hier wahrscheinlich grad eine Porsche/Ferrari mit einem VW Golf vergleiche... aber etwas optmieren kann man doch immer (auch den VW Gold ;-) )

ne scherz bei seite - meine Hört sich wirklich lauter als im Audiobeispiel an - vielleicht liegt das auch an der Unterlage bzw. keiner. Die Tastatur steht bei mir einfach auf einem behandeltem Holz tisch. Also Ikea Holztischplatte mit Schutzlasur drüber. Ich werde mal probieren an den Aufstellfüßen und Berührungspunkten der Tastatur mit dem Tisch mal ein paar "Dämpfer" anzubringen. Filzgleiter oder so - vielleicht hilft das schon etwas.

Versteht mich nicht falsch - ich möchte nicht zu rubberdome zurück. Mechnisch ist echt ein tolles Tippgefühl (ich bin Softwareentwickler) - aber die Lautstärke ist dennoch echt nicht schön.
 

Blubbie

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hier hab ich noch was vielversprechendes gefunden:



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MechVampyre

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Es gibt zig Möglichkeiten die Lautstärke immer etwas zu reduzieren.
Bei der PureWriter funktionieren O-Ringe nicht, solche würde ich aber ohnehin nie empfehlen, weil sie die Lautstärke beim Tastenanschlag nur verringern, wenn die Tastenkappe auf das Schaltergehäuse trifft.
Auf dem Rückweg, wenn der Stößel an das Schaltergehäuse kommt ändern sie nichts und, wenn Du eine mechanische Tastatur auch wegen des Tippgefühls nutzt, haben diese Ringe einen negativen Einfluss auf dieses.

Was Du ganz leicht machen kannst, wie Du selbst schon überlegt hast, ist eine Unterlage unter der Tastatur. Ich würde da Desk Mats empfehlen (gerne auch 2, 3 oder 10 übereinander), aber auch sonstige Unterlagen, welche etwas dämmen, reduzieren die allgemeine Lautstärke ein wenig.

Dieses Material, was Du da von Wooting verlinkt hast eignet sich auch ganz gut dazu, es auf den Gehäuseboden zu legen (welches ohne Löcher aber) um Geräusche noch weiter zu dämmen.
Was da abgebildet wird, machen manche ganz gerne auf Ihren Leertasten. Reduziert die Lautstärke auch noch etwas. Man kann sowas natürlich auch in jede Tastenkappe kleben. Bei der PureWriter scheint mir da aber auch nicht allzu viel Platz für. Probieren kannst es dennoch, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es jetzt nicht unbedingt sich positiv auf das Tippgefühl auswirkt. Musst Du aber selbst wissen, was Dir wichtiger ist (wie eben sonst auch bei O-Ringen).

Weitere Möglichkeiten, aber mit deutlich mehr Arbeitsaufwand verbunden wäre dann noch das Schmieren der Schalter und Stabilisatoren.
Ansonsten geht es natürlich auch noch deutlich leiser wie die PureWriter, aber halt auch zu anderen Preisen. Also da müsstest schon eine andere Basis hernehmen.

Nichtsdestotrotz sollten eine Unterlage unter der Tastatur und etwas Dämmmaterial auf dem Gehäuseboden und gerne auch in den Tastenkappen schon gut was machen können.
 

Blubbie

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Ahoi,

habe jetzt ein wenig rumprobiert.
Also klar wenn ich ein Handtuch unter die Tasatur lege ist es schon mal deutlich leiser. Da werde ich wohl an den Kanten / Aufstell-Füßen mal dauerhaft Flizgleiter oder Kinseo Tape : :banana: drunter kleben.
Was ich noch probiert habe ist das hier siehe Bilder:

Variante 1 - Stückchen Tape in die Mitte zwischen "Halte-Nasen" - ich dachte zuerst da kommt beim runterdrücken der Kontakt... was aber nicht den Krach macht wie ich dann sah.... äh hörte!


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und Variante 2 - statt in die Mitte diesmal außen - rum das Tape. Hier ist die Vermutung dass das "aufprall" Geräusch ja erst am Ende kommt. Also wenn der Schalter die ersten wenigen Millimeter gedrückt wird hört man nix. Erst wenn er "unten aufkommt". Naja - habe das wie gesagt an 2 Tasten gemacht - und dann probegehört. Ergebnis kaum / bis keinen Unterschied gemerkt. Also auch nicht zu einer nicht-modifizierten Taste.


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Das "Probehören" ist sehr subjektiv. Ich werde mal sehen was die "dezibell App" auf dem Handy her gibt und das mal daneben legen und die jeweiligen Tasten mal ne Weile drücken. Ergebnisse dann später.

Ich habe aber immerhin eine neue Erkenntnis. Anscheinend gibt es ein relativ lautes Geäusch beim Anheben bzw. Loslassen der Tasten. Also beim "Zurückschnellen". Wenn ich - auch auf mehreren Tasten mit immer nur ein wenig Drücke. Also nicht bis zum Anschlag - und dann vor allem die Finger nicht gleich hoch hebe sondern leicht drauf liegen lasse - so dass die Tasten nicht schnell hoch springen können - ist quasi GAR NIX zu hören.

Vielleicht würde hier ja gut das "Schmieröl" was bringen. Das kann ich ja immerhin mal auf einer oder zwei Tasten testen. Kann mir einer sagen was man da genau nimmt?
 

L_uk_e

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Du kannst da nicht einfach irgendwie Schmieröl nehmen. Mit schmieren meint man folgendes: Schalter raus löten, Schalter öffnen und dann schmieren oder auch luben genannt (dafür gibt es spezielle Schmierfette), danach wieder zusammenbauen und löten.
Das ist nicht mal so eben gemacht.
 

Blubbie

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urgsss... ne soweit will ich nicht gehen - ich dachte ich lass da von oben 1-2 tropfen drauf und das reicht? schalter rausnehmen und löten werde ich defintiv nicht. :-(
 

L_uk_e

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Nein das wird nichts mit irgendwas da rein laufen lassen.
Es gibt ne Spray-Methode, aber die kann auch derbe schief gehen.

Dann lass es lieber.
 

JackA

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Es gab doch ein geniales How To Lube A Mecha Video, der einfach die Schalter mit Öl geflutet hat, Ich finds aber leider nicht mehr... ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte.
 

L_uk_e

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Ja genau das meinte ich auch. Ich werde das auch nicht mehr machen sondern mich mal wahrscheinlich einen Samstag hin setzen und es dann einmal richtig machen mit Pinsel und Lube.
 

JackA

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Sprühen mag funktionieren, aber es ist halt ne Sauerei sondersgleichen, da das Zeug durch jede Lücke läuft.
 

Blubbie

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ist auf jedenfall sehr meditativ .... .ohhhhmmm :-)
 

MechVampyre

Semiprofi
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Ich persönlich würde immer von so einer Sprühschmierung abraten- muss aber jeder selbst wissen.

Man schmiert Teile ja, weil sie aneinander reiben. Und im zusammengebauten Zustand kommst an einige Stellen, welche Du normalerweise schmieren möchtest, gar nicht erst ran, weil sie logischerweise aneinanderliegen. Beispielsweise die Federn, deren Endungen permanent Kontakt zum Schaltergehäuse haben (Stichwort Spring Noises). Gleichzeitig schmierst dann aber auch Teile, die Du eigentlich gar nicht schmieren willst.

Das nächste Problem ist, dass es mit der Methode unmöglich ist konsistente Ergebnisse zu gewährleisten, außer Du überschmierst einfach alle Schalter (was aber auch nichts gegen das erste Problem tut).

Das Saubermachen im Anschluss kostet vermutlich bald soviel Zeit, wie das Schmieren auf die herkömmliche Weise, samt Aus- und Einbau.

Das Internet ist voll von Berichten, dass nach der Sprühschmierung Tasten eine zeitlang nicht funktionieren oder sogar komplett hinüber sind. Spätestens dann muss der Lötkolben sowieso her.

Wenn man also keine besonderen Ansprüche an Konsistenz und Schmierung aller wichtigen Stellen hat, sondern eher so nach dem Motto vorgeht "Hauptsache ist alles irgendwie etwas leiser und flutscht", wenn man nicht sehr an der Tastatur hängt und ihr nicht hinterhertrauert, sollte sie im Anschluss nicht mehr komplett funktionstüchtig sein, dann kann man das gerne probieren.
Allen anderen rate ich es auf die herkömmliche Weise zu machen, oder gar nicht zu schmieren.
 
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