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[Ungelöst] Ryzen 5 3400G-System hat enorme Lags unter Windows

Fagus

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Liebe Community,

es wäre toll, wenn ihr mir helfen könntet.

Zuerst zu den Fakten meines Systems:
AMD Ryzen 5 3400G (Lüfter: be quiet! Pure Rock 2 Black)
MSI B450M Pro-VDH Max
16GB Viper Steel DDR4-3200
256GB SSD
400 Watt be quiet!
Windows 10 Home

Der Computer ist zum Surfen, Arbeiten und CS:GO gedacht. Bei der Auswahl der Komponenten habe ich mich von diesem Video inspirieren lassen.

Installierte Treiber und BIOS-Version:
Radeon Adrenalin 20.9.1
AMD Chipsatz Software 2.07.14.327
Realtek Ethernet Controller Driver 10.42.526.2020
BIOS E7A38AMS.B70

Antivirus Software:
Avast Free Antivirus

Folgendes Problem tritt immer wieder auf:
Schon relativ zu Beginn stellte ich fest, dass ich enorme Lags habe. Sowohl in CS:GO, aber vor allem auch unter Windows. Dass sich Lags während dem Spielen einstellen wäre nachvollziehbar, aber unter Windows? Wenn ich beim Surfen bin, ein simples Programm öffne oder nur ein Fenster unter Windows öffne, habe ich immer mal wieder enorme Zeitverzögerungen mit der Maus. Die Maus holpert dann nur so vor sich hin. Manchmal ist das so krass, dass der Cursor während der Bewegung einfriert und erst am anderen Ende des Bildschirms wieder erscheint, weil ich zwischenzeitlich meine Maus dorthin bewegt habe. Manchmal tauchen die Lags auf, wenn ich über einen Button oder einen Text fahre, der etwas auslöst (z.B. Mouse over). Die Lags halten zwischen 5 und 10 Sekunden an. Erst dann erholt sich der PC wieder. Im Hintergrund läuft nichts besonderes, um darauf rückschließen zu können. Einmal als die Lags auftauchten, hatte ich zufällig den Task-Manager im Tab "Leistung" geöffnet. Ich konnte keine Besonderheiten feststellen, um auf die Lags rückschließen zu können.
Neben diesen Lags, die auch ab und zu in CS:GO auftreten (trotz 80+ FPS), hatte ich einmal in CS:GO einen Freeze, obwohl ich nur im Spielmenü war. Das Bild war eingefroren und besserte sich auch nach Minuten nicht. Der Versuch, in den Task-Manager zu kommen, misslang. Ich musste den PC per Knopfdruck abschalten (autsch).
Übrigens: Auch während dem Schreiben dieses Textes habe ich immer wieder Lags, wenn ich den Text hoch- und runterscrolle, vom Browser (Firefox) zu meinen Aufschrieben im Text-Editor switche oder einen neuen Tab im Browser öffne, um nach etwas zu suchen.

Was ich bisher gemacht habe (chronologisch):
  • RAM per XMP auf 3200 Mhz erhöht.
  • FreeSync ist am Monitor aktiviert.
  • Temperaturen der APU kontrolliert: Max. 58 °C.
  • In Windows Energieoptionen auf Optimale Leistung gesetzt.
  • Test mit CrystalDiskInfo: Gut 100%.
  • Anderen Chipsatz- und Grafik-Treiber ausprobiert.
  • Test mit 3DMark FireStrike: 3.573 (Graphic Score 3.959, Physics Score 12.814, Combined Score 1.271). Die Werte sind absolut in Ordnung und decken sich mit den Werten im Video.
  • Test mit Cinebench 15: CPU 837 cb. Hier habe ich mich gewundert, dass ich keinen Single-CPU-Test machen konnte. Es gab nur die Tests für "OpenGL" und "CPU".
  • Im BIOS auf Standardeinstellungen zurückgesetzt (danach habe ich den RAM wieder auf 3200 Mhz erhöht).
  • In Windows "Spiel-Modus" auf Aus gestellt.
  • Batterien der Maus gewechselt.
  • Dem VRAM konstant 2 GB vom RAM abgegeben.
  • Test mit Memtest86: Keine Fehler gefunden.
Was mir aufgefallen ist:
  • In Windows unter "Ereignisanzeige" -> "Geräte-Manager - AMD Radeon(TM) RX Vega 11 Graphics" sind 22 Ereignisse aufgeführt, davon 8 mit "Fehler". Unter diesen Fehlern steht:
    Beim Start des Geräts PCI\VEN_1002&DEV_15D8&SUBSYS_7A381462&REV_C8\4&20e00fc1&0&0041 ist ein Problem aufgetreten.
    Treibername: oem4.inf
    Klassen-GUID: {4d36e968-e325-11ce-bfc1-08002be10318}
    Dienst: amdkmdag
    Untere Filter:
    Obere Filter:
    Problem: 0x0

    Problemstatus: 0xC00000E5
    Nach der Uhrzeit zu schließen könnte der Fehler während der Installation des Radeon Adrenalin-Treibers entstanden sein. Aber wie schon oben beschrieben habe ich den Treiber bereits mehrmals deinstalliert und einen anderen installiert (ältere Version und aktuellste Version 20.9.2).
  • Unter dem Geräte-Manager habe ich mir die Eigenschaften eines Thread Prozessors angeschaut. Unter dem Tab "Treiber" steht, dass der Treiber aus dem Jahr 2009 stammt.
  • Obwohl ich nichts in Windows mache und auch kein Programm geöffnet ist, sind die CPU-Kerne manchmal bei 4 Ghz (starkes Schwanken zwischen 1,4 Ghz und 3 Ghz). Hier kenne ich mich nicht aus, ob das normal ist.
  • Testweise habe ich Warcraft 3 Reforged installiert. Hier werden manche Figuren (Helden) einfarbig angezeigt. Meine Recherche hat im Internet kein Ergebnis gebracht. Scheinbar scheint das sehr selten zu sein oder bei niemand anderem ist das bisher vorgekommen.
Zur Vollständigkeit habe ich noch ein paar Screenshots beigefügt (HWMonitor, Eigenschaften Thread Prozessor, Warcraft 3 Reforged).

An dieser Stelle schon einmal vielen Dank für's Durchlesen :)

Würde mich sehr über eure Hilfe und Kommentare freuen.

LG
Dirk
 

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  • Eigenschaften Thread Prozessor.JPG
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  • Warcraft 3 Reforged.jpg
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  • HWMonitor nach 10 Minuten CSGO mit hohen Einstellungen auf 1080.jpg
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CyLord

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Es kann gut dein, dass die Speichertaktfrequenz nicht stabil laeuft. Ich wuerde testweise mal bei 2667 MHz testen.
 

Fagus

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@CyLord: Ich bin ins BIOS und habe das XMP-Profil deaktivert, um auf die niedrigeren MHz zu kommen. Dabei habe ich mich etwas im BIOS umgesehen und eine Funktion eingestellt, die besagt (zumindest habe ich das so verstanden), dass man das Blinken der Festplatte auf "zweifarbig" einstellen kann. Keine gute Idee. Der Rechner ist danach nicht mehr hochgefahren, obwohl das Mainboard mit Strom versorgt wurde. Also Batterie raus (hatte keinen Jumper) und BIOS resettet. Nun ja, jetzt scheinen die Lags tatsächlich weg zu sein, trotz 3200 MHz (hatte XMP wieder aktiviert). Lag also vermutlich am BIOS oder an den Einstellungen. Ich werde es weiter beobachten.

Dennoch hätte ich noch ein paar Fragen, die vermutlich die APU betreffen:
  • In Windows unter "Ereignisanzeige" -> "Geräte-Manager - AMD Radeon(TM) RX Vega 11 Graphics" sind 22 Ereignisse aufgeführt, davon 8 mit "Fehler". Unter diesen Fehlern steht:
    Beim Start des Geräts PCI\VEN_1002&DEV_15D8&SUBSYS_7A381462&REV_C8\4&20e00fc1&0&0041 ist ein Problem aufgetreten.
    Treibername: oem4.inf
    Klassen-GUID: {4d36e968-e325-11ce-bfc1-08002be10318}
    Dienst: amdkmdag
    Untere Filter:
    Obere Filter:
    Problem: 0x0

    Problemstatus: 0xC00000E5
    Nach der Uhrzeit zu schließen könnte der Fehler während der Installation des Radeon Adrenalin-Treibers entstanden sein. Aber wie schon oben beschrieben habe ich den Treiber bereits mehrmals deinstalliert und einen anderen installiert (ältere Version und aktuellste Version 20.9.2).
  • Unter dem Geräte-Manager habe ich mir die Eigenschaften eines Thread Prozessors angeschaut. Unter "Treiber" steht, dass er aus dem Jahr 2009 stammt.
  • Bei Cinebench 15 kann ich keinen Single-Core Test machen kann. Kann sich das jemand erkären? Ich habe mir schon diverse Overclocking Guides zu der CPU angesehen und dort waren Single-Core Tests möglich.
  • Auch wundere ich mich über das Grafikproblem in Warcraft 3 Reforged.
 
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CyLord

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In der Regel ist der RAM-Takt für diese Zen-Generation zu hoch. Da bedarf es viel RAM-Tuning, damit das stabil läuft, wenn es überhaupt möglich ist. Bei einem Billigboard mit A320 und dem 3400G lief es mit den getesteten Riegeln nicht über DDR4-2667. Bei Speicherfehlern, macht es sich natürlich in erster Linie gleich bei Grafikanwendungen bemerkbar.

CB15: Oben der Reiter ,,File" --> ,,Advanced benchmark"

Im Zweifel könntest du mit DDU (Display Driver Uninstaller) den Treiber deinstallieren, der auch gleich Treiberreste entfernt und es noch einmal versuchen.
 

Fagus

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Danke @CyLord. Dann werde ich mich mal dem RAM OC annähern. Hier sollte eigentlich alles Wichtige zu finden sein, oder?

Danke für den Hinweis in CB15. Peinlich.

DDU werde ich testen. Danke.
 

Gaming Cat

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Du könntest zwei Dinge versuchen:

1.)
Windows 10 mit einem USB-Stick auf einer anderen SSD testweise ganz neu installieren, oder Windows 10 oder Linux überhaupt ohne Installation von einem USB Stick laufen lassen und direkt vom Stick booten, und schauen wie sich der PC bei ganz normalen Anwendungen wie Surfen, YouTube gucken und so, verhält.
Eine Neuinstallation dauert kaum eine Viertelstunde, und dann einfach probieren ob der Rechner im Rohzustand problemlos läuft.

Dann weisst Du, es ist ein Softwareproblem mit starken Treiberkonflikten war, und dieses wurde mit dieser Aktion quasi gelöst, und Dein PC wird ab sofort und für immer, einwandfrei laufen.
Du kannst Softwareprobleme fürgewöhnlich nicht anders lösen als durch eine Windows Neuinstallation, da sich z.B. fehlerhafte Treiber oder ähnliches, so tief in Systemregistries etc. reinschreiben, teilweise sogar das UEFI beeinflussen, dass man sie als herkömmlicher wie auch fortgeschrittener User, nicht mehr korrigieren kann.

2.)
Eine Ryzen-CPU bis zur Ryzen9 Reihe ist mit 3200 Megahertz Speichertaktung bzw. XMP (dass eigentlich für Intel ist) meist extrem überfordert, bei mir bootete der Rechner schon ab 3066 Megahertz nicht mehr.
Stelle XMP aus und lasse den RAM erstmal im "Urzustand" mit 2166 Megahertz und den korrekten auf der Packung angegebenen Latencies laufen, und teste ob es dann immer noch lagged und freezed. Wenn nicht, und wenn dan alles passt, versuche ihn auf 2800 Megahertz mit den korrekten angegebenen Latencies einzustellen.

3.)
Überprüfe, ob irgendeine Art dynamisches Overclocking oder "Gamingmodus" oder ähnlicher "dynamischer Overclocking" Müll aktiviert ist, und schalte es ab.
Wenn ich das ein habe, so einen "Gaming-Mode-Mist" wie man das teilweise sogar im UEFI findet, heult der CPU Lüfter alle fünf Sekunden auf wie eine Sirene und sogar YouTube ruckelt beim Scrollen weil die Taktrate ständig rauf und runter geht wie bei Herzkammerflimmern.
Bitte stelle jeglichen Overclockingmist an CPU, RAM als auch Grafikkarte ab (der sich vielleicht nach Treiberinstallationen oft sogar selbst aktiviert), in meinem Fall läuft der Rechner ultrasilent rocksolid perfekt flüssig wie ein Schweizer Uhrwerk und jedes Game wie festgenagelt Ultra-60FPS, ohne diese ganzen "Pro Gaming Mega-Overclocking" Müll, der das ganze System laggen lässt und instabil macht.
Sobald Overclockingtrash und "Gaaaaaming OC-modes" und dieser ganze Müll an einem Computer aktiviert wird, ruckelt sogar der Firefox-Browser bei YouTube immer wieder mal, die Kühler heulen alle fünf Sekunden auf 70% Leistung auf wie eine Sirene weil die Taktrate ständig hoch und runter geht, während zeitweise sogar Internetseiten oder Desktopanwendungen dabei halbsekündig stocken oder freezen.

So versteckt aktivierte Overclocking-Einstellungen und dämliche "Gaaaaming" Modi und all dieser Mist, der sich teilweise gleich bei Treiberinstallationen schon von selbst aktiviert, und der einem DAU wie auch ich das vor einigen Monaten noch war, händereibend vor Vorfreude trügerisch vermitteln soll "woooooaaah jetzt wird aber der geheime Ferrari im Computer aktiviert!!!" (während in real aber im Endeffekt dann alles nur noch lagged, ruckelt, stottert, überhitzt, abstürzt, und ausserhalb jeglicher technischer Spezifikationen läuft) ist auch oft ein Grund für ständiges halbsekündiges Freezen von Desktopanwendungen.
Und für ständiges rauf und runterheulen von Lüftern, und Mousepfeilen die oft eine Sekunde hängen bis der PC wieder reagiert, und zwischendurch immer wieder Lags und übern Desktop ruckelnde und zuckende Mousepfeile bei ganz normalen Anwendungen wie ein Wordpad öffnen Firefox öffnen herumbrowsen und ähnlichem.
 
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Fagus

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort @Gaming Cat. Ich habe die RAM jetzt auch erstmal auf 3066 MHz laufen. Ich bin mir allerdings nicht mehr sicher, ob es wirklich daran liegt. Denn nach meinem ersten BIOS-Reset hatte ich die Lags nicht mehr, trotz XMP und somit 3200 MHz. Allerdings ist mir die Kiste wieder abgestürzt, weshalb ich wieder einen BIOS-Reset machen musste. Und seltsamerweise waren die Lags dann wieder da, obwohl ich wieder alles auf Default, aber das XMP angestellt hatte (also so wie vorher, wie ich es nach dem ersten BIOS-Reset eingestellt hatte und keine Lags mehr festzustellen waren). Weshalb ich wieder einen BIOS-Reset machen musste, habe ich in einem anderen Beitrag von mir im OC-Forum gepostet.

Ich werde jetzt den Tipp von @CyLord (Treiber mit DDU deinstallieren) testen und wieder berichten.

Was mir im Nachhinein noch eingefallen ist. Als ich den PC zusammengebaut und die ersten zwei Tage getestet habe, hatte der PC extrem gestunken. Mein ganzer Raum roch nach verbranntem Metall oder ähnlichem. Meine Nase habe ich dann abwechselnd an den Lüfter vom Gehäuse und vom Netzteil gehalten. Der Geruch kam eindeutig vom Netzteil. Kann es sein, dass ich dadurch diese Lags und Einbrüche beim Spielen habe? Könnte das Netztzeil defekt sein?
 

Fagus

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Den Grafiktreiber mit DDU zu deinstallieren hat nichts gebracht. Die Lags sind weiterhin da. Im Übrigen habe ich auch alle OC-Software, wie z.B. Afterburner und Ryzen Master deinstalliert. Daran kann es also auch schonmal nicht liegen.

Als ich heute zuletzt die Lags unter Windows hatte, hatte ich mal wieder HWMonitor nebenbei laufen und konnte keinerlei großen Aktivitäten von CPU und APU feststellen (beides nahezu im 0 %-Bereich). Das macht doch keine Sinn, oder?

Kann es tatsächlich am Netzteil liegen?
 

Zyxx

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Ich möchte diesen Thread hier noch verlinken:

Da sind wohl viele Baustellen auf einmal aufgemacht worden :fresse2:
 

Fagus

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Hi @Zyxx
Richtig gesehen ;) Aber von "viele Baustellen aufgemacht" worden kann nicht die Rede sein. Das Problem hier hatte ich bereits schon in der ersten Woche, als ich den PC erhalten habe und auf die bereits bestehenden Probleme hatte ich keinen Einfluss. Da habe ich noch nichts mit OC versucht, bis auf das XMP-Profil aktiviert. Das OC habe ich erst später versucht, um zu schauen, ob die Lags bei CS:GO weggehen. Auf die Idee kam ich, weil CyLord von RAM-Tuning sprach. Nur als ich mich darin eingelesen habe, stellte ich schnell fest das ist eine ganz andere Liga als CPU und GPU OC. Also habe ich mich erstmal an das Einfache versucht ;) Leider wurde es dadurch nicht besser.

Naja, bestimmt ist der Hinweis für die anderen gut, dass ich noch einen anderen Thread habe, in dem ich im Übrigen auf diesen hier verweise. Aber leider hilft mir das nicht weiter, weil ich schon von Anfang Probleme mit dem Rechner habe und nicht genau weiß, wo ich anfangen soll :confused:
 
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Zyxx

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Dann habe ich den Hinweis auf diesen Thread überlesen, entschuldige bitte :).

Der nachstehende Satz von dir könnte schon ein Hinweis sein:

Was mir im Nachhinein noch eingefallen ist. Als ich den PC zusammengebaut und die ersten zwei Tage getestet habe, hatte der PC extrem gestunken. Mein ganzer Raum roch nach verbranntem Metall oder ähnlichem

Grundsätzlich gilt wenn es nicht richtig riecht: Vom Strom nehmen, alles ausseinander bauen und schauen wo es herkommt.
Da dein System von Anfang an nicht richtig lief und nach deiner Beschreibung die Möglichkeit besteht das es zu Hardwareschäden gekommen sein könnte...

Nicht übertakten.
Alles stromlos machen.
Alles ausseinander bauen.
CPU und Kühler vom Sockel nehmen, RAM ausbauen, Mainboard ausbauen, kontrollieren das überall die richtigen Abstandshalter sitzen.
Sieht der AM4 Sockel "gesund" aus?
An sämtliche Steckverbinder Netzteil --> Mainboard die Nase halten, wenn es verbrannt riecht genau begutachten.
Zusätzlich alle Steckverbinder mit guter Taschenlampe beleuchten und "ansehen", verbogen oder schwarz? --> Problem!
Das Mainboard inkl Rückseite genau begutachten, im Zweifelsfall mit der Kamera drauf und hier reinstellen.
Nase ans Netzteil halten.
Wenn bis dahin kein Grund fürs "schmörgeln" gefunden wurde:
Hat das Gehäuse beleuchtete Elemente? Hier schauen wie die Versorgung ist, ob eventuell vorhandene Inverter durchgebrannt sind.
Kontrolliere sicherheitshalber auch einmal ob die kleine Platine, auf welcher die LEDs für HDD, POWER, etc. sitzen, in Ordnung ist.
Ebenfalls die Stromversorgung in Richtung Laufwerke einmal optisch begutachten und "beriechen".

Findet sich ein Grund, sollte die Ursache behoben / die Komponente getauscht werden.
Findet sich kein Grund, leih dir nochmal ein separates paar Augen von Freunden / Bekannten.
Wenn dann immer noch nichts gefunden wird --> neu zusammen bauen, CMOS reset durchführen und danach in Betrieb nehmen ohne an den Taktraten zu schrauben.

Sind die Lags dann weg und nichts riecht mehr verbrannt?
 

Fagus

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Super, vielen Dank! Ich habe deine Ratschläge befolgt und alles auseinandergebaut und mir jeden Winkel der Komponenten (vor allem das Mainboard und die Kabel vom Netzteil) angeschaut. "Leider" konnte ich nichts finden, um auf die Fehler Rückschlüsse ziehen zu können. Als ich wieder alles zusammengebaut habe und mir das Netzteil im Gehäuse genauer angeschaut habe, ist mir aufgefallen, dass der nach außen gerichtete Lüfter des Netzteils etwa 1/3 vom Gehäuse verdeckt wird. Die Öffnung des Gehäuses ist also nicht groß genug, dass der gesamte Lüfter freie Fahrt hat. Hier ist meine Vermutung, dass das Netzteil überhitzt haben könnte und irgendwas kaputt gegangen ist.

Es geht aber weiter: Als ich die Teile wieder zusammengebaut und den PC gestartet habe, konnte ich erst einmal keine Lags mehr feststellen. Das muss allerdings nichts heißen, denn die Lags waren schonmal für ein paar Tage weg und kamen dafür umso stärker wieder zurück. Leider hatte ich die letzten Tage kaum Zeit, den PC weiter unter die Lupe zu nehmen. Allerdings habe ich testweise etwas CS:GO gezockt. Ich habe den Eindruck, dass es besser läuft, aber die FPS runter gegangen sind. Vielleicht täusche ich mich aber auch. Allerdings werden die Grafikfehler unter Warcraft 3 Reforged nicht mehr angezeigt.

Jetzt wird es noch interessanter: Es geht um das Rauschen des Bildes. Meine Vermutung hat sich wohl bewahrheitet. Den Monitor, den ich mir letzte Woche zugelegt habe, ist dieser hier:
Bei dem Monitor ist bekannt, dass man ihn auf 72 Hz, anstatt wie ab Werk mit 60 Hz, einstellen kann, was ich auch direkt nach dem Kauf getan habe. Testweise habe ich ihn wieder auf 60 Hz zurückgestellt und Fire Strike laufen lassen. Siiehe da, das Rauschen ist weg. Vermutlich liegt oder lag es doch am Bildschirm.

Ich werde den PC die Tage weiter testen und schauen, was sich so ergibt.
 

Fagus

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Die Lags unter Windows sind wieder aufgetaucht. Nachdem ich das Steam-Menü aufgerufen habe, ist die Maus wieder wild rumgesprungen. Auch als ich das Menü minimalisiert habe und auf dem Desktop war, hat sich die Maus erst einmal nicht beruhigen können.

Ich habe jetzt mal Time Spy laufen lassen und die Werte mit HWInfo aufgenommen. Vielleicht mag sich jemand die Werte mal anschauen und mir sagen, ob etwas auffällig ist:


Insbesondere bei den Werten von Volt und Watt bin ich mir unsicher. Z.B. finde ich über 1,5 V für die CPU schon sehr hoch.
 

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Hab auch ein 3400G in meinem Werkstatt-Rechner. Hab hin und wieder auch Cursor-Lags. Dachte, dass es an der alten schnurrlosen Maus liegt, aber laut deinem Beitrag könnte die Maus gar nicht die Ursache sein. Da es nur als Werkstatt-Rechner für Musik und technische Anleitungen, Schaltpläne usw. eingesetzt wird, habe einfach drüber hinweg gesehen. Die Lags sind auch nicht dauerhaft da, sondern nur ab und an.
 

CyLord

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Wie gesagt, DDR4-3066 MHz koennten zu viel sein fuer die CPU. Mein Test kam nicht ueber DDR4-2667 hinaus. Desweiteren haben manche USB-Receiver (von Maus) ein Problem damit, wenn ein aktives USB-Geraet (ab 3.0) daneben liegt.

Das war ein Peak, der nur auf wenigen Kernen anlag.
 

Fagus

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Mein Test kam nicht ueber DDR4-2667 hinaus.
Was traten für Probleme bei dir auf, als du über die 2667 warst? Mit was für einer CPU hast du getestet?
Hab auch ein 3400G in meinem Werkstatt-Rechner. Hab hin und wieder auch Cursor-Lags. Dachte, dass es an der alten schnurrlosen Maus liegt, aber laut deinem Beitrag könnte die Maus gar nicht die Ursache sein. Da es nur als Werkstatt-Rechner für Musik und technische Anleitungen, Schaltpläne usw. eingesetzt wird, habe einfach drüber hinweg gesehen. Die Lags sind auch nicht dauerhaft da, sondern nur ab und an.
Interessant.
 

CyLord

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Darueber gab es kein Boot des Rechners. Kommt ja noch auf den verbauten Gammel-RAM an, auch wenn er mit 3200 spezifiziert ist.

In dem Bild faellt nach wievir die sehr hohe Spannung der VSoC auf. Ich wuerde sie auf 1,05V testweise zuruecksetzen.

Wie gesagt, ich habe durch den Receiver der Logitech G602 auch Probleme, wenn ich einen Stick ab USB3.0 anschließe oder HDDs. Da laeuft der Zeiger der Maus echt schlecht, verschwindet oder springt. Receiver und das andere Geraet brauchen Abstand zueinander. Seitdem ich das weiß, ist das kein Thema mehr. Man empfiehlt ein Verlaengerungslabel zum Receiver.
 
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CyLord

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Nehmen und stabil laufen, das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Bei sowas testen wir mit Karhu. Ist halt nicht gratis. Man kann testweise einfach mal selber ordentlich den Takt senken und schauen, ob es verschwindet. Aber die Sache mit den stoerenden USB-Geraeten ist ernstgemeint.
 

Fagus

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In dem Bild faellt nach wievir die sehr hohe Spannung der VSoC auf. Ich wuerde sie auf 1,05V testweise zuruecksetzen.
Sorry, dass ich nachfragen muss: Mit VSoC meinst du "SoC Voltage" unter CPU oder "VDDCR_SoC" unter GPU? Vermutlich ersteres?

Wie gesagt, ich habe durch den Receiver der Logitech G602 auch Probleme, wenn ich einen Stick ab USB3.0 anschließe oder HDDs. Da laeuft der Zeiger der Maus echt schlecht, verschwindet oder springt. Receiver und das andere Geraet brauchen Abstand zueinander. Seitdem ich das weiß, ist das kein Thema mehr. Man empfiehlt ein Verlaengerungslabel zum Receiver.
Das klingt im ersten Moment tatsächlich sehr banal, aber ich probiere es aus. Danke.

Soll irgendwas testen oder paar Daten raushauen? Hwinfo und 3D-Mark ist drauf.
Das wäre super, wenn du das machen könntest :) Zum Vergleich wäre Fire Strike oder Time Spy gut.
 
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Semiprofi
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Das wäre super, wenn du das machen könntest :) Zum Vergleich wäre Fire Strike oder Time Spy gut.
Das Setup:

- Ryzen5 3400G + Big Shuriken3
- Gigabyte B450 i Aorus Pro WiFi
- 2x 8GB G.Skill Ripjaws 3.200 MHz
- 500 GB PCIe NVMe SSD Crucial P1
- Win10 Pro (2004) + aktuelle Updates

Ich habe mal ein wenig getestet und vielleicht hätte ich ein paar interessante, lösungshelfende Infos. Zunächst einmal habe ich die Grafiktreiber-Software von AMD installiert, da ich scheinbar für 3D-Mark keinen gültigen Grafiktreiber installiert hatte. Hab das mit der Radeon Adrenalin 2020 Edition Software gemacht. Hat alles problemlos geklappt.

GPU Treiber.jpg

Anschließend habe ich ein paar Tests gemacht. Die ab und an auftretenden Cursor-Lags waren zu dem Zeitpunkt noch da. Die Funk-Maus habe ich von meinem Hauptrechner genommen. Dort läuft die Maus seit Jahren problemlos. Halt um den Fehler mit der alten Funk-Maus auszuschließen.

Hier ein paar Daten vom System:

CPU-Z.jpg

und hier ein paar Temperatur- und Voltagewerte: (alles Stock-Settings)

Idle (bisschen YT-Music nebenbei)
idle.jpg

FireStrike:
FS.jpg FS2.jpg

TimeSpy:
TS.jpg TS2.jpg

Kleines Ründchen UT2004:
UT.jpg

Bei dem InGame- und Benchmark-Log habe ich HWinfo so geloggt, das die Aufzeichnung kurz vor Beginn des Benchmarks startet und direkt nach dem Benchmark gespeichert wird. Halt um Idle-Werte, die die Aufzeichnung unter Last verfälschen, zu vermeiden. UT lief ohne Cursor-Lags, jedoch traten im Windows dann die gelegentlichen Lags wieder auf. Hat mich jetzt nicht super genervt, aber irgendwie wollte ich schon wissen wo der Wurm liegt. Also deaktivierte ich XMP und testete... die gelegentlichen Cursor-Lags im Windows blieben aber. Anschließend schaute ich auf der Gigabyte Homepage nach und aktualisierte das BIOS von 51d auf 51, auch wenn das Update laut Beschreibung eher für die XT CPUs gedacht ist.

Bios2.jpg Bios.jpg

Nun ist mir leider etwas die Zeit ausgegangen, um ausführliche Tests zu machen, aber scheinbar treten keine Cursor-Lags mehr auf. Weder ohne, noch mit XMP. Wie gesagt, ich habe jetzt noch keine ausführlichen Tests gemacht, aber so auf den ersten Blick scheint es vielleicht doch was mit dem BIOS-Update/ der AGESA Version zu tun zu haben. Vorher war die AGESA Version 1.0.0.4 drauf und jetzt 1.0.0.6. Ich werde morgen die Tests noch mal mit den HWinfo-Logs wiederholen. Dann hat man einen guten Vergleich, in wie weit sich was verändert hat. Ich hoffe, dass dir die Infos ein wenig weiterhelfen.
 

Fagus

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Vielen Dank! Habe mir deine Werte bereits angesehen und werde sie noch ausführlich mit meinen vergleichen. Melde mich wieder :d
 

Liesel Weppen

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Bei dem Monitor ist bekannt, dass man ihn auf 72 Hz, anstatt wie ab Werk mit 60 Hz, einstellen kann, was ich auch direkt nach dem Kauf getan habe. Testweise habe ich ihn wieder auf 60 Hz zurückgestellt und Fire Strike laufen lassen. Siiehe da, das Rauschen ist weg. Vermutlich liegt oder lag es doch am Bildschirm.
Du bastelst definitiv an zuvielen Baustellen gleichzeitig. Wenn der Rechner ansich schon unerklärbare Aussetzer zeigt, dann setzt man erstmal ALLES auf Standardwerte zurück und geht auf Minimalconfig (also evtl vorhandene dedizierte Soundkarte raus, alle nicht benötigten USB-Geräte ausstecken, ggf. mehrere Festplatten abstecken bis auf die Systemplatte, ...) zurück.
Danach fügt man ein Teil nach dem anderen wieder hinzu. Nicht 2, nicht 3 und schon gar nicht alle auf einmal, sonst kann man ja wieder nicht erkennen, an welchem Teil das Problem potentiell liegt. Und erst wenn es mit allen Teilen, immernoch mit Standardeinstellungen, läuft, DANN kann man mit irgendwelchen OC Zeug anfangen, egal ob das "nur" XMP ist oder ein übertakter Bildschirm.
 

Fagus

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@Liesel Weppen: Da hast du natürlich recht, aber wie man hoffentlich nachlesen kann, habe ich inzwischen wieder alles auf Standardwerte zurückgesetzt (einschl. Deaktivieren von XMP) und trotzdem bleiben die Lags. Und mehr Minimalkonfiguration als jetzt geht leider nicht (bis auf den Kühler vielleicht) ;)

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Die ersten Tage lief ja alles bestens, einschl. XMP. Erst nach drei bis vier Tagen haben die Lags und die Ruckler in CS:GO angefangen (noch vor OC).

An den USB-Anschlüssen sind angesteckt: Maus, Tastatur, Headset. Aber auch ohne Headset kommen die Lags. Den Maus-Receiver habe ich inzwischen nicht direkt am MB sondern am Gehäuse angeschlossen. Lags waren bis jetzt noch nicht feststellbar und werde das weiter beobachten. Trotzdem habe ich unter CS:GO weiterhin Ruckler, obwohl ich über 80 FPS habe.
 

Fagus

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@Induktor: Habe meine Werte mit deinen verglichen (für einen besseren Vergleich mit XMP) und konnte bis auf der CPU-Spannung keine großen Auffälligkeiten erkennen. Ich habe eine Spannung von 1,5 V. Das ist schon extrem hoch, oder?

HWInfo nach Fire Strike:

HWInfo 17.10.2020_Zum besseren Vergleich mit 3200MHz.JPG


Fire Strike:

17.10.2020.JPG


Habe mir heute eine Gaming Maus mit Kabel gekauft. Die Lags sind (immer noch) weg. Mal schauen, ob das weiterhin so bleibt. Bisher schaut es ganz danach aus, wie @CyLord es vermutet hat. Allerdings sind immer noch die wesentlich nervigeren Ruckler in CS:GO vorhanden. Ich habe grad mit Freunden eine Session gezockt und musste aufhören, weil es nicht zu ertragen war.
 

Induktor

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Ich noch mal die gleichen Tests mit dem neuen F51 BIOS gemacht und meine Ruckler sind weg. In UT hatte ich vorher keine Ruckler und nach dem Update auch nicht. Vielleicht täuscht mich das, aber ich habe das Gefühl, dass der PC nun nen Tick flotter läuft. Hier die Werte mit den neuen BIOS (Raumtemperatur 2-3 weniger im Test):

idle (YT Music nebenbei):
idle new.jpg


FireStrike: 3.548
FS new.jpg

TimeSpy: 1.396
TS new.jpg

Rünchden UT2004
UT new.jpg

Die Ruckler sind zwar weg, aber das System verbraucht etwas mehr Strom.
1603013696975.png

Ich habe eine Spannung von 1,5 V. Das ist schon extrem hoch, oder?
Ich finde schon. Schon mit Ryzen Master was anders eingestellt oder über's Mainboard?
 
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Fagus

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Danke für die Frage. Da bin ich mir tatsächlich nicht sicher, was der richtige Wert für die CPU-Spannung ist. Insgesamt habe ich mir die Werte Core VID (0 bis 3), CPU Core Voltage und VDDCR_CPU (unter GPU) angesehen. Welche Unterschiede gibt es hier?
 

Induktor

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Über das Thema kann man einen ganzen Roman schreiben, da die Daten schnell falsch interpretiert werden können. Je nach Mainboard und Setting werden mal mehr, mal weniger Werte ausgelesen. Auch die Bezeichnung der Werte ändert sich ganz gern zwischen den verschiedenen Mainboards, auch wenn sie im Grunde das gleiche meinen. Ich nehme jetzt als Beispiel einfach mal mein Mainboard.

Core VID: ist eine interne CPU-Spannung, die sich dynamisch zu Last, Takt und MB-Parametern anpasst. Welchen Wert genau, entscheidet die CPU selbst.
Vcore: ist die VRM Spannung, mit der die CPU versorgt wird. Auch diese passt sich der Lastsituation an, außer man stellt den Wert auf static.
Package-Power: ist der Verbrauch in Watt. Dieser ergibt aus MB-Parametern, Vcore, Takt und Last.
VR (Voltage Regulation) Loop 1: Versorgt CPU
VR (Voltage Regulation) Loop 2: Versorgt APU/ GPU
Differenzen: Je nach dem wo der Messpunkt genommen wird, kann es leichte Schwankungen in der Messung geben.

Jetzt einfach nur einen einzelnen Wert rauspicken ohne die Umstände zu kennen, ist nicht unbedingt zielführend, weil viele Werte mit einander zusammenhängen. Ist halt ein Unterschied ob du deine 1.5xxV Vcore im idle hast oder unter Last. Je nach LLC kann die Vcore unter Last, genauer gesagt direkt nach Lastabfall im Peak über 1,5v kommen, weil im Lastbereich ein leichter Spannungsabfall ausgeglichen werden muss (Vdroop). Außerdem ist es enorm wichtig was du loggst, wie lange und wo Start- und Endpunkt des Logs ist. In deinem Log ist ja nicht mal eine Zeitspanne angegeben.

Mal angenommen du willst FireStrike loggen. Dann bringt das herzlich wenig, wenn du Hwinfo vorher anmachst und den Log erstmal 5 Minuten im idle aufnimmst, weil Firestrike gerade mal 3 Minuten geht. Um Max-Werte zu ermitteln, kann man machen. Wenn man aber Vergleiche in Verbrauch, Temperaturen usw. machen will, ist richtiges loggen wichtig, weil du sonst durch idle-Werte dein Messergebnis verfälscht.

Hw Bezug.jpg
 
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