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[User-Review] QNAP TS-251D & 2x 4TB Seagate IronWolf

phoenix86

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10.11.2008
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QNAP Header.PNG

Hallo zusammen und herzlich willkommen, bei meinem Review zum QNAP TS-251D inkl. der Seagate Ironwolf.
Erstmal möchte ich mich bei QNAP, Seagate und HWLuxx dafür bedanken, dass die Wahl zum testen des Pakets unter anderem auf mich gefallen ist!
Nun zur Review und was euch erwartet...

Review QNAP TS-251D & 2x 4TB Seagate IronWolf

- Unboxing
- In-Depth Hardwarekomponenten
- Einrichtung des NAS
- Überblick über die Software
- Performance 1GBit-LAN und Medienwiedergabe
- Lautstärke und Stromverbrauch
- Fazit


Unboxing

Neben dem unscheinbaren Versandkarton von HWLuxx kommt auch das QNAP TS-251D in einem unscheinbaren Karton beim Benutzer an.
Lediglich die Highlights und der genaue Typ (2GB, 4GB, 8GB RAM) stehen seitlich auf einem Aufkleber.
Überrascht war ich, als ich sah, dass es sich um die 4GB-RAM Variante des NAS handelte, nach Abstimmung mit den 2 anderen Testern,
war es kein vereinzeltes Versehen sondern anscheinend gewollt, dafür nochmals vielen Dank!

Im Karton des NAS selbst befand sich das NAS, gut gesichert in Schaumstoff-Formteilen und ein zusätzlicher Karton mit dem obligatorischem Zubehör, bestehend aus Netzteil, LAN-Kabel und
sogar einem HDMI-Kabel. Die 2 HDDs lagen natürlich nicht einfach so im Karton, nein sie waren mit ESD-Luftpolster umwickelt und zur Transportsicherung in einem Formkarton untergebracht.

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Schauen wir uns nun das NAS von außen etwas genauer an!
Sämtliche Oberflächen die in Klavierlack-Optik sind, waren mit Peel-Off-Folie versehen. Die Folierung hielt sich somit in Grenzen, die Peel-Off-Fetischisten unter wären fast schon enttäuscht ;D
Auf dem NAS befand sich nochmal ein Sticker, der die Erweiterbarkeit offenbart. Die Vorderseite gestaltet sich auch recht unspektakulär aber schlicht und schlicht ist gut!
Die Vorderseite gibt die QNAP-Designsprache für den Heimanwender wieder, im hellblauen Streifen sind Einschaltknopf, Status-LEDs, 1 USB3.0-A und der Direct-Copy-Knopf untergebracht.
Auf der linken Seite befindet sich ein kleiner Schieber zur Entriegelung der Front um Zugriff auf den HDD-Käfig zu bekommen.
Dieser Käfig besteht aus 2 3,5"-Einschüben in dem man die 2 mitgelieferten HDDs nahezu schwingungsentkoppelt unterbringen kann.
Beim herausziehen der Käfige muss man den Kunststoffhebel leicht nach unterdrücken um den Sperrkeil zu überwinden,
beim einschieben der Käfige wird die Verriegelung mit einem lauten Klick quittiert. Dazu später noch detailliertere Bilder.
Erst die Rückseite offenbart die gesamte Anschlussvielfalt bestehend aus; 4x USB-A (3x USB2.0 & 1x USB3.0), dem 1Gb-LAN-Anschluss und dem HDMI2.0-Anschluss.
Die Unterseite ist dagegen wieder relativ unspektakulär, sie besteht nur aus den 4 Füßchen, etlichen Beatmungs-Schlitzen und dem Typenschild.
Alles in allem ist das NAS kompakter als ich es mir vorgestellt habe und würde gut im Wohnzimmer bzw. in einem Multimedia-Schrank Platz finden.

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In-Depth Hardware

Wie bereits in meiner Bewerbung zum Review erwähnt werde ich euch hier ein paar Bilder zur internen Hardware zeigen und euch auch ein paar Informationen dazu geben.
Um das ganze auch dementsprechend aufbereiten zu können musste das schön säuberlich in seine Einzelteile zerlegt werden.

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Zu erstmal muss ich mich für die starke Vignettierung beim ersten Bild entschuldigen, das war dann wohl die Grenze vom Objektiv...
Wie man sieht ist aber der Hardwareaufwand den QNAP treibt sehr übersichtlich, auch die Anschlüsse auf dem Board sind Standards oder an Standards angelehnt.
Die RAM-Bänke sind im 90° Winkel angebracht und der "Secondary" ist leicht erhöht, dass der zweite RAM-Riegel leicht übersteht.
Der standardmäßig verbaute 4GB-DDR4-Riegel ist von ADATA und arbeitet mit 2666MHz.

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Der hier verbaute IT8528E von ITE ist ein Controller Chip in einem 128P-Gehäuse der unterschiedliche Aufgaben im NAS übernimmt, unter anderem die Lüftersteuerung, die ACPI-Funktion,
und unterschiedliche Schnittstellen-Funktion für intern als auch extern. Leider konnte ich über die anderen verbauten Chips nichts bzw. nichts informatives herausfinden, leider!
Nichts desto trotz wird der verbaute Intel Celeron J4005 passiv gekühlt, der NAS-eigene 70mm Lüfter fächelt ihm Luft zu um die Kühlung dann doch effektiver zu gestalten.
Da ich nicht wusste wie laut der Lüfter wirklich wird/werden kann habe ich mich mal informiert was es den so für Anbieter gibt.
Tatsächlich ist die Auswahl ernüchternd denn, man braucht zwingend einen PWM-Lüfter wie es scheint, wieso?
Im Troubleshooting zum NAS gibt es einen Error-Code (Peep-Code) der darauf hinaus läuft das ein PWM-Signal vom Lüfter nicht erkannt wurde.
Hakt man nun die Option 70mm Rahmenbreite und 4-Pin PWM bei den Sortieroptionen auf geizhals.de an, erscheint gerade mal ein Lüfter und ratet mal von wem dieser ist?
Richtig, QNAP. Zum Glück ist der Serienlüfter wirklich sehr leise und auch unter Last nahezu unhörbar!
Insgesamt lief die De-/Montage sehr leicht, der RAM lässt sich ohne große Umstände wechseln bzw. erweitern, hierzu löst man einfach die Schrauben hinten oben und unten,
mittig am Gehäuse und zieht die größere Gehäusehälfte nach hinten weg. Für weitere Fragen zwecks der Hardware und der De-/Montage stehe ich euch gerne zur Verfügung.


Einrichtung des NAS

Fangen wir mit dem Einbau der HDDs an; dieser ist ziemlich einfach und unkompliziert.
Wie bereits erwähnt werden die HDDs in die Kunststoff-Rahmen montiert, dafür löst man die Rahmen aus dem Gehäuse und in diesen Rahmen sind 2 Kunststoffleisten die man auch ausklipst.
Dann setzt man die HDDs ein und (vorausgesetzt es sind 3,5" HDDs) fädeln die Kunststoffpins in die HDD-Gewinde ein.
Das ganze geht ruck-zuck und das NAS ist nach 2min einsatzbereit und kann eingeschaltet werden.
Nun startet man die vorher heruntergeladene Software "Qfinder Pro" und wartet bis das NAS gefunden wurde, nach einem Doppelklick auf das gefundene NAS startet der automatische Einrichtungs-Wizard.
Nach wenigen Schritten, 6 um genau zu sein, befindet man sich dann in der Speicherpoolverwaltung, in der man dann seine HDDs im gewünschten Verbund konfigurieren kann.

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Das ganze ging sehr fix von der Hand und war auch für mich als NAS-Neuling sehr gut zu bewältigen, die Schritte waren klar und ausführlich beschrieben.#
Bei der Speicherpool-Konfiguration musste ich mir etwas mehr Zeit lassen auch weil mir erstmal im klaren sein musste, was ich wirklich wollte!
Aber auch hier wurde alles von der Software sehr gut erklärt und konnte von mir gut nachvollzogen werden.
Ein Manko gab es allerdings tatsächlich beim Einrichtungs-Wizard, dieser fand zwar eine neue QTS-Version, auf das aller neuste QTS 5.0 musste ich allerdings manuell updaten!
Wieso das so ist kann ich mir nicht erklären, aber auch durch das manuelle Update wird man tadellos geführt und kann eigentlich nichts falsch machen!


Überblick über die Software

Die Software allen voran das QTS 5.0 stellt sich als aufgeräumte, moderne Linux-Distribution mit Windows-ähnlichem Desktop dar, hier brauch man auch als Linux-Neuling keine Berührungsängste haben.
Die Menüführung und das Handling sind reine Gewohnheitssache, wird einem aber auch sehr einfach gemacht!
Ich lasse hier einfach ein paar Bilder sprechen um einen Eindruck davon zu bekommen!

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Wie man im vorletzten und letzten Bild sehr gut erkennen kann wird der Download- und Installationsfortschritt direkt auf dem App-Symbol als Kuchenstück dargestellt.
Im Ganzen finde ich die Software sehr übersichtlich und konnte mich sehr schnell an die Menüführung gewöhnen.


Performance 1GBit-LAN und Medienwiedergabe

Für den Performance-Test habe ich eine 1GB Dummy-Datei (s. Screenshot) mit fsutil erstellt. Für eine bessere Beobachtung über Zeit habe ich die Dateien mehrfach kopiert
und konnte so sehr gut die Größe von Medienordnern simulieren.
Über den Explorer ging das kopieren mehrerer "Medienordner" ohne Probleme und verdammt schnell, im Schnitt mit schätzungsweise 90-100 Mbyte/s,
während bei der Übertragung der Dateien über die QTS Mediakonsole, das NAS einfach mal in den Standby wechselte und über 80% der Dateien einfach nicht kopiert wurden!
Hier sollte man nachbessern oder kennt jemand ein Workaround?
Um die Performance nochmal mit Zahlen zu belegen, habe ich natürlich auch mit CrystalDiskMark getestet, s. Screenshot.

testdummy1.jpg IMG_3007.JPG

Kommen wir zur Medienwiedergabe und zum Streaming im ganzen Haus. Ich besitze Vodafone Gigabit-Internet und davon kommen idR immer etwas mehr als die 1000Mbit an.
Bei 10 Messungen sind es im Schnitt 1030-1050Mbit/s. Der Kabelanschluss wird im Keller von einer Fritz!Box 6660 abgegriffen und in meine Wohnräume im Keller per WLAN gut verteilt.
Hier hilft mir ein zusätzlich installierter Fritz!Repeater 3000. In die oberen Stockwerke geht es dann per Fritz!Powerline 1260E WLAN Set.
Da ich in einem Fertighaus in Holzständerbauweise wohne, besteht kaum ein Problem das WLAN-Signal in das oberste Stockwerk zu bekommen, auch das Wasser im Boden, durch die FBH
stört weniger als damals gedacht! Um noch etwas mehr aus den 1000Mbit/s heraus zu kitzeln, wird dieses Jahr ein Kabel vom Keller ins Erdgeschoß gelegt, doch soviel nur am Rande!

Nun zum Medienstreaming im ganzen Haus. Als Client nutze ich VLC, auf sämtlichen Geräten, d.h. auf Smart-TVs als separate App, auf Tablets und Handys als Android App und auf TVs die
mit dem FireTV Stick smart gemacht wurden gibt es ebenso die App. Meine Medien (Bilder, digitalisierte CDs, Schallplatten, Videos, etc.) habe ich in die Standard-Ordner des NAS kopiert.
Nach der Indizierung sämtlicher Daten, sprich das NAS hat sich mit allen Dateien "bekannt" gemacht um diese per AI zu sortieren oder mit anderen Datenbanken zu verknüpfen oder sich
Infos darüber zu ziehen, war der Zugriff per VLC ohne Probleme und wirklich sehr zügig möglich!
Das streamen von zusammengestellten "Dia-Shows" und Videos war wirklich sehr schnell verfügbar und lief auch ohne Unterbrechungen jeglicher Art flüssig durch!
Vorher hatte ich alle Medien auf meinem Arbeits-/Gaming-PC und immer mit Problemen zu kämpfen, die ich mir teilweise nicht mal erklären konnte und die nach einem Reboot wieder
verschwunden waren. Mit dem NAS bin ich in dieser Hinsicht voll zufrieden und freue mich schon immer darauf mit Freunden auch mal einen spontanen "Dia-Abend" zu starten, weil es eben
so super unkompliziert geht!


Lautstärke und Stromverbrauch

Wie bereits erwähnt war ich sehr überrascht wie leise der Lüfter agiert, der subjektive Peak der Drehzahl ist beim Boot-Up und selbst da wird der Lüfter von den arbeitenden HDDs übertönt.
Durch das doch sehr dünne Kunststoff-Gehäuse hört man direkt alles was die HDDs von sich geben, hier etwas in Richtung Geräuschdämmung selbst zu unternehmen kommt aber für mich
nicht in Frage. Lieber habe ich halbwegs kühle HDDs als ein leises aber warmes System, was auf Kosten der Lebenszeit geht.
Obwohl der Lüfter so leise agiert, kann ich aber das NAS für eine Aufstellung direkt neben dem TV im "Freien" per HMDI empfehlen.
Wer einen Multimedia-Schrank oder ähnliches neben dem TV besitzt sollte das NAS etwas mit Schaumstoff oder ähnlichen entkoppeln, dass es zu keinem Körperschall kommt,
dann kann man das NAS sehr gut per HDMI direkt am TV betreiben.
Nun zu den Zahlen:

Leistungsaufnahme (gemessen mit einem Voltcraft Energy-Logger 4000):

Standby: 2,5W
Idle : 17,8W
Load : 18,9W
Peak : 39,2W


Leider bin ich für die Lautstärkemessung nicht so gut ausgestattet und musste da zu einer dB-Meter-App fürs Handy greifen!

Idle : 30dB
Load : 36dB

Lautstärke ist natürlich stark subjektiv in der Wahrnehmung. Auch wenn die blanken Zahlen was anderes vermuten lassen sind die HDD-Zugriffe zum Teil stark hörbar.
Von meiner Warte aus bin ich aber auch sehr empfindlich was Geräusche angeht die unangenehm ausfallen, aber ich denke da geht es auch vielen von euch so,
die einen leisen PC wünschen!


Fazit

Kommen wir nun zum Fazit des NAS und der HDDs. Wobei ich in meinem Review die Festplatten von Seagate ja nicht näher betrachtet habe.
Eine IronWolf mit 4GB habe ich schon in meinem PC und wusste somit, dass es sich hier um sehr gute hochwertige HDDs handelt.
Außerdem sind die HDDs hier in keinem Szenario zu einem Flaschenhals geworden und auch das NAS kann mir über die S.M.A.R.T.-Werte sehr gut auskunft geben.

Vom NAS habe ich verschiedene Meinungen zum einen die sehr gute Performance bei der Wiedergabe meiner Medien aller Art, der Desktop des NAS und die Arbeit damit ist,
auch wenn man mit Linux nicht sehr vertraut ist, sehr einfach zu lernen und nach kurzer Einarbeitung auch sehr gut zu bewältigen.
Das hat mich echt begeistert wie einfach das doch umgesetzt ist und wie performant das ganze wirkt.

Etwas negativ ist eben die Lautstärke aufgefallen, was das NAS eben hörbar macht sobald die HDDs anfangen zu werkeln. Das ist aber meckern auf sehr hohem Niveau.
Zuerst dachte ich eben der Lüfter wäre hier das Manko, dieser hat sich aber als echter Leisetreter herausgestellt und ist zu keiner Zeit wirklich deutlich aus dem NAS zu hören.

Damit möchte ich mein Review vorerst schließen. Solltet Ihr noch Fragen oder Anregungen haben, biete ich euch an, im Rahmen meiner Möglichkeiten das Review noch zu erweitern.
Was mich selbst noch interessiert ist, ob das NAS mit meiner Logitech Harmony zusammen arbeiten würde, obwohl das für mich eigentlich nicht zum Einsatz kommen wird.
Hier vielleicht noch ein Tipp an QNAP direkt; bei all dem Zubehör, auch für das kleine NAS, wäre ein externen IR-Empfänger für kleines Geld auch eine Bereicherung!


Danke und VG phoenix


PS: Der Header ist von https://www.qnap.com/de-de/product/ts-251d, ich hoffe QNAP nimmt mir das nicht übel, habe es leicht geändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
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phoenix86

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Oke, gerade gesehen, ich muss/werde das ganze Review nochmal Korrektur lesen.
 
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