Open Source: Schleswig-Holstein führt den digital souveränen IT-Arbeitsplatz ein

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Bereits im Jahr 2020 stellte das Bundesland Schleswig-Holstein eine umfangreiche Open Source-Strategie vor, um sich dauerhaft von proprietären Software-Lösungen zu entfernen und mehr digitale Souveränität zu erlangen. Nun folgt mittels eines Kabinettsbeschlusses der Regierung unter Führung von Daniel Günther (CDU) die flächendeckende Einführung der quelloffenen Software LibreOffice als Ersatz für die bisherigen Office-Lösungen.
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Auch wenn die Beweggründe erstmal nobel sind und für viele gut klingen, ist es wie ich finde ein extrem zweischneidiges Schwert und man braucht ein extremes durchhalte Vermögen bis sich das auch nur im Ansatz auszahlt.
 
Langfristig sicher gut. Wobei windows und co. Ja recht gut funktionieren. Das problem ist dass man die hoheit über die daten im zweifelsfall verlieren kann. Das schmeckt mir zum beispiel nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man befindet sich in einer Pfadabhängigkeit. Es ist wesentlich einfacher die Tools an die Menschen anzupassen, die schon da sind als das man die Menschen an die Tools anpasst die man gerne hätte. Und der dritte Weg, die Menschen auszutauschen, bis sie zu den Tools passen, ist im Moment auch eher nicht gangbar.

Ein Team das nicht agil ist wird auch nicht agil in dem ich ihnen sage, dass sie agil sein sollen und ihnen einen agile Workshop spendiere. Es sollte keinen überraschen, dass solche Projekte regelmäßig scheitern.

Bin gespannt was hieraus wird - jedenfalls wird es ewig dauern.
 
Mal sehen wann das abgeschlossen ist. Ich glaube locker 10 Jahre. Tool für Tool wird umgestellt.
  • In der Verwaltung geht das schneller, aber bei Industrieanwendungen sehe ich da in Jahren noch keine Umsetzung
  • Libre Office ist optisch dermaßen altbacken, man denkt man arbeitet 1999
  • Ich denke man geht eher den Weg zu Web-Anwendungen statt zu Linux. Denn dank Web kann beides als Übergang parallel benutzt werden
 
LiMux scheint ja kein gutes Vorbild gewesen zu sein? Weiß da jemand warum das wieder eingestampft wurde? Zu viel Lobby Millionen an die städtischen Organe?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@cresent15 , warum Beitrag wieder gelöscht? Jedenfalls steht auf Wikipedia nur was von den tollen Ersparnissen, aber eben nichts von den Investitionen.

Na werde mal weiter googleln, spannendes Thema.
 
Zuletzt bearbeitet:
LiMux scheint ja kein gutes Vorbild gewesen zu sein? Weiß da jemand warum das wieder eingestampft wurde? Zu viel Lobby Millionen an die städtischen Organe?
Eher im Gegenteil. Der Wechsel war teuer. Die Umstellung hat ca. 50 Millionen an Mehrkosten verursacht und war ... sagen wir mal... nicht wirklich tragfähig. Zum Beispiel hat eine Mail mit zu langem Betreff das System für mehrere Tage abgeschossen.

Man setzte erst auf OpenOffice, dann auf LibreOffice und jetzt wurde beschlossen alles wieder raus zuwerfen und zu Office zurückzukehren obwohl die Koalition eigentlich wieder zum OpenSource Ansatz zurück wollte.

@Gurkengraeber ich hatte ihn gelöscht, weil ich ihn versehentlich zu früh abgeschickt hatte.
 
Open Source ist eben nur so lange gut, wie sich jemand um Wartung und Weiterentwicklung kümmert.
Da muss man eben kluge Köpfe für abstellen, die in OSS committen. Dann hat man noch Hürde, dass man nicht nach Belieben die Entwicklung lenken kann und Fixes akzeptiert bekommt. Also wieder ein Fork, ach ne..das ist zu aufwendig, wer prüft eigentlich die Qualität? Oder besser OSS mit Service und LTS? Oh das kostet auch wieder Geld..

Am Ende des Tages nutzt man vielleicht doch besser Microsoft und erspart sich den ganzen Frust und Ärger.
 
Open Source ist eben nur so lange gut, wie sich jemand um Wartung und Weiterentwicklung kümmert.
Da muss man eben kluge Köpfe für abstellen, die in OSS committen. Dann hat man noch Hürde, dass man nicht nach Belieben die Entwicklung lenken kann und Fixes akzeptiert bekommt. Also wieder ein Fork, ach ne..das ist zu aufwendig, wer prüft eigentlich die Qualität? Oder besser OSS mit Service und LTS? Oh das kostet auch wieder Geld..

Am Ende des Tages nutzt man vielleicht doch besser Microsoft und erspart sich den ganzen Frust und Ärger.
Oder man bekommt wie München einen Microsoftstandort, wenn man in der Verwaltung wieder auf Microsoft setzt...

Von der Oberfläche denke ich, dass jeder Nutzer der mit älteren Windowsversionen klar kommt auch mit einem KDE basierten Desktop gut arbeiten kann.
 
Oder man bekommt wie München einen Microsoftstandort, wenn man in der Verwaltung wieder auf Microsoft setzt...

Von der Oberfläche denke ich, dass jeder Nutzer der mit älteren Windowsversionen klar kommt auch mit einem KDE basierten Desktop gut arbeiten kann.
Dann war das eine ganz schön lange Reaktionskette.

2009 war schon der umstieg auf Open Office abgeschlossen, 2013 war dann der umstieg auf Limux abgeschlossen. Der Umzug des Microsoftstandortes war also nach der kompletten Umstellung und noch mal 3 - 4 Jahre nach dem Umzug von Microsoft wurde erst die Rückabwicklung beschlossen.

Okay, kann theoretisch immer noch möglich sein, aber dann liegen Ursache und Wirkung wirklich jeweils sehr weit auseinander.
 
Aus dem Gedächtins raus gab es da einige Artikel über intensive Lobbyarbeit und "plötzliche" Rückkehr zu Microsoft obwohl Limux langsam die Kurve zu kriegen schien. Aber: Die Berichterstattung war vermutlich einseitig und mein Gedächtnis schmückt den Pinguin sicher aus. 😉
 
Aus dem Gedächtins raus gab es da einige Artikel über intensive Lobbyarbeit und "plötzliche" Rückkehr zu Microsoft obwohl Limux langsam die Kurve zu kriegen schien. Aber: Die Berichterstattung war vermutlich einseitig und mein Gedächtnis schmückt den Pinguin sicher aus. 😉
Den Artikel gab es. Aber "plötzlich" heißt in diesem Fall 3 - 4 Jahre später. Lobbyarbeit gab es so oder so. Es wurde auch ein Preisnachlass von Microsoft über ein paar Millionen angeboten. Da gab es mit Sicherheit Gespräche und Angebote. Diese wurden aber ausgeschlagen. Ob dann ein Umzug Jahre später und eine Rückkehr noch mal Jahre nach dem Umzug dann in einer direkten Verbindung stehen.... naja...
 
...Diese wurden aber ausgeschlagen...
Ok, wie gesagt, mein Gedächniss trübt vermutlich. Dachte das Gegenteil war der Fall... Leider gerade null Zeit für Recherche, muss dir das erstmal glauben :)
 
Ok, wie gesagt, mein Gedächniss trübt vermutlich. Dachte das Gegenteil war der Fall... Leider gerade null Zeit für Recherche, muss dir das erstmal glauben :)

Microsoft subsequently lowered its pricing to $31.9 million and then to $23.7 million — an overall 35% price cut. […] On May 28, the city council approved a more expensive proposal — $35.7 million — from German Linux distributor SuSE and IBM, a big Linux backer.
 
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