Nach nur zwei Jahren: Jim Keller verlässt Intel wieder

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Ende April 2018 verkündete Intel, dass Jim Keller nach einer Phase bei Tesla und vorherigen Arbeit an der Zen-Architektur bei AMD nun bei Intel die Entwicklung der zukünftigen Architekturen leiten sollte. Überraschend hat man gestern verkündet, dass Jim Keller das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen wird, er aber noch sechs Monate in beratender Rolle tätig sein wird.
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"Gene Scuteri übernimmt die Leistung der Xeon and Networking Engineering Group."
 
In nur zwei Jahren wird er da wohl nicht allzuviel verändert haben.
Evtl. gabs ja größere Differenzen zwischen den einzelnen Ebenen.
Wir dürfen weiter gespannt sein, was Intel in den nächsten Jahren bringt.

Comet Lake-S ist jetzt erstmal kein großer Wurf geworden.
 
Managment at its finest.

Selbst die DDR wurde ja besser geführt....
 
Jedenfalls sind zwei Jahre sehr wenig, um ernsthaft an einem großen Projekt beteiligt zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
In nur zwei Jahren wird er da wohl nicht allzuviel verändert haben.

Im August 2012 hat er bei AMD angefangen und im August 2015 AMD verlassen. Auch der Erstklässler kommt auf drei Jahre. Zu dieser Zeit (2012) konnte man AMD mit einem Umsatz von 5.4Mrd US$ und einem Verlust von 1,18Mrd US$ als wirtschaftliche Schrottbude bezeichnen. Innerhalb dieser 3 Jahre wurden aber die Grundlagen für AMDs aktuellen Geschäftsverlauf geschaffen.

Auch bei Tesla waren es nur gute 2 Jahre für Autopilot Hardware Engineering, allerdings kann man die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und verfügbaren Human Ressources dort als wesentlich potenter einstufen, dementsprechend gestalten sich die Ergebnisse.

Dann ab April 2018 bei Intel bis Juni 2020 mit Beratervertrag bis Ende 2020, nahezu der gleiche Zeitraum wie bei AMD. Mit Sicherheit ist die technologische und wirtschaftliche Infrastruktur bei Intel 2018 eine andere Liga als die bei AMD 2012 und ob er da nun Stammgast in der Kantine und dem Fitnessstudio war oder auch gearbeitet hat, kannst du natürlich relativ genau abschätzen. Respekt! :poop:
 
@Sassicaia
Du darfst aber nicht vergessen, dass er vorher noch nie bei Intel wahr, gewöhnlich brauch man da ein allein ein paar Monate, um durch die Strukturen zu blicken.
Niemand behauptet, dass J. Keller ein sinkendes Schiff verlassen hat, aber man darf wohl anzweifeln, ob alles so gelaufen ist, wie es geplant war.
 
Glaubt nicht alles was durch das Netz geht. Am ende weis keiner ob er mit seiner Entwicklung fertig wurde/war oder ob Intel sich anders entschieden hat.
 
Ich wage mal die Behauptung, daß Jim Keller eine komplett neue Architektur entwickeln wollte und dafür keine Unterstützung in der Führungsebene erhalten hat.

Laut eigener Aussage ist er nämlich der Meinung, daß man alle 5 Jahre eine neue Architektur entwickeln sollte. Intel will aber lieber inkrementelle Verbesserungen der bisherigen Architektur.
Oder er ist fertig und hat seine grundlegenden Ideen und Vorstellungen zur neuen Architektur nun auf Papier gebracht, denn nichts anderes macht dieser Mann. Für die letztendliche Entwicklung der CPUs beschäftigt man wieder andere Ingeneure.
Wie oben bereits erwähnt sind 2-3Jahre nichts ungewöhnlich in dieser Branche.
Edit: und dass es jetzt etwas kürzer war, kann auch einfach heißen, dass er sich bei Intel persönlich nicht wohl gefühlt hat. Alles sehr spekulativ, die wahren Gründe werden wir wohl nicht erfahren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja kann auch alles ganz normal sein aber warum wird es nicht so kommuniziert, wäre doch eigentlich besser für alle Beteiligten.
 
Oder er ist fertig und hat seine grundlegenden Ideen und Vorstellungen zur neuen Architektur nun auf Papier gebracht, denn nichts anderes macht dieser Mann. Für die letztendliche Entwicklung der CPUs beschäftigt man wieder andere Ingeneure.
Wie oben bereits erwähnt sind 2-3Jahre nichts ungewöhnlich in dieser Branche.
Edit: und dass es jetzt etwas kürzer war, kann auch einfach heißen, dass er sich bei Intel persönlich nicht wohl gefühlt hat. Alles sehr spekulativ, die wahren Gründe werden wir wohl nicht erfahren.
Wobei er dann wie bei amd gesagt hätte " meine arbeit ist getan, weiter so jungs, ich gehe den nächsten karren aus dem dreck ziehen"
 
@Holzmann
Wieso sollte Herr Keller dir sagen, dass er Herrn Mustermann aus dem Nachbarbüro für ein Ar§chloch hält?
Wenn der Vertrag ausgelaufen ist und Herr Keller aus persönlichen Gründen nicht verlängern will, weiß vllt noch nicht mal Intel den wahren Grund, weil er eben persönlich ist. Was will man dann noch kommunizieren?
Herr Keller verlässt aus persönlichen Gründen die Firma
Und das haben sie getan.

edit:
Wobei er dann wie bei amd gesagt hätte " meine arbeit ist getan, weiter so jungs, ich gehe den nächsten karren aus dem dreck ziehen"

Wieso? Hat er bei AMD gesagt, „meine Arbeit ist getan“? Nein, damals hat man solche Zeilen gelesen

Als Begründung wird die so oft genutzte Phrase „um sich anderen Aufgaben zu widmen“ angeführt, die genauen Hintergründe bleiben somit unklar.
Um durch seinen erneuten Weggang aufkeimende Negativstimmung im Keim zu ersticken, erklärte AMD gegenüber Hexus, dass Keller ein „starkes Team“ hinterlässt, welches für den Erfolg „gut positioniert“ sei. AMDs Roadmaps sollen durch den Weggang des Chefarchitekten nicht beeinflusst werden.


Somit ist die aktuelle Situation eigentlich Standard.
 
Zuletzt bearbeitet:
" Make faster computers. That’s what I want to do"
Nachdem er die Prozessoren etc. in 10/7 nm begutachtet hat, hat er realisiert dass es bei Intel für ihn nichts mehr zu tun gibt.
Sind zu schnell. 🤷‍♂️
 
Na ja "aus persönlichen Gründen" ist halt doch noch etwas anderes als "um sich anderen Aufgaben zu widmen". 2 Jahre ist selbst für ihn ne recht kurze Zeit. Damit Intel gegen TSMC anstinken kann, müssten die schon ne Art neuen Chiptypen basteln (per LWL, Nanotubes usw) So ein Bruch mit der Technik erfordert ne neue Architektur - und ich bezweifle, dass Intel sowas grad am Backen hat.
Ansonsten ist AMD selbstständig fähig, Chips weiterzuentwickeln - sonst würden die auch nur 1-2% pro Gen besser werden. Da kann auch ein Jim Keller als Einzelkrieger keine Wunder (mehr) vollbringen.
 
Es hat wahrscheinlich einfach nur einen Streit gegeben, passiert halt auch, Intel wird auch ohne ihn klar kommen können.
 
Klar werden die das - aber so nen ultra-Spezialisten der ne Architektur entwickeln kann findest du nicht so einfach auf der Straße.
"Wir suchen eine Putzkraft auf 20h Basis, einen Hausmeister der auch Rohe freimachen kann und einen CPU-Architektur-Designer. K thx bye!"
 
Meine Vermutung ist, man hat sich nicht auf eine Architektur einigen können, die sich deutlich genug von Zen unterscheidet und ist sich darüber in die Wolle gekommen.
Genau wird man das aber nie erfahren.
 
Ich denke auch dass es da Meinungsverschiedenheiten gab.
Als er bei AMD 2012 angefangen hat war es für AMD wohl eh der letzte Strohhalm an dem sie sich festhalten konnten, deswegen gabs da sicherlich auch keine Diskussion ob Zen oder nicht Zen.
Bei Intel mit ihren Finanziellen Reserven und durchaus noch einigermaßen Konkurrenzfähigen CPUs wird es durchaus schwieriger sein sich festzulegen.
 
Denen ist wohl aufgefallen, dass sein größter Erfolg eine quasi 1:1 Kopie von Core ist und somit nicht so wirklich etwas für eine neue Architektur von Intel beitragen konnte.
 
Glaubt ihr echt, das Intel den Jim aus dem Keller gelassen hätte, wenn man nicht zufrieden mit dem Ergebnis wäre^^?
 
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