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Nach 7-nm-Debakel: Intel organisiert seine Fertigung personell um

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Nachdem Intel in der vergangenen Woche eine Verzögerung von zwölf Monaten in der Entwicklung des 7-nm-Prozesses und eine Verzögerung von sechs Monaten für die ersten Produkte aus diesem Prozess bekannt geben musste, gab es nun offenbar personelle Konsequenzen.
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hRy

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Ajajaj, Machtkämpfe stehen oder standen dort an bzgl. der Fertigung bei Externen. Ein Novum!

Sobald extern gefertigt wird, ist die eine oder andere Intel Fab wohl erstmal nutzlos - Umstrukturierungen stehen an.

Intel könnte sich für viel Geld bei Externen Kapazitäten erkaufen. Mitbewerber werden diese nicht nutzen können.

Es bleibt spannend. Real men have fabs...
 

BinniBanni

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Was wäre eigentlich wenn intel sagen würde das sie sich in kooperation mit windows jetzt auch auf ARM Chips konzentrieren so wie Apple das tut? Würden sie so nicht AMD abhängen?
 

pspracers

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Was wäre eigentlich wenn intel sagen würde das sie sich in kooperation mit windows jetzt auch auf ARM Chips konzentrieren so wie Apple das tut? Würden sie so nicht AMD abhängen?
Und dann müsste sich Intel als der Technologiegigant und Leistungsbringer für Jahrzehnte durchgehend mit Apple vergleichen lassen, wie es die anderen Smartphone SoC-Designer/Hersteller auch schon über sich ergehen lassen müssen? Einziger Ausweg wäre dann, ARM aufzukaufen. Also nein, das wird nicht so schnell passieren. Apple hat es zudem auch etwas leichter von x86 auf ARM zu wechseln, das sich Microsoft da schwer tut, haben sie schon bewiesen.
 

DeckStein

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von der software die portiert werden müsst, reden wir gar nicht erst.
 

cunhell

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Was wäre eigentlich wenn intel sagen würde das sie sich in kooperation mit windows jetzt auch auf ARM Chips konzentrieren so wie Apple das tut? Würden sie so nicht AMD abhängen?

Dann würde sich Intel den Ast abschneiden, auf dem sie sitzen. Intel hat, beginend mit dem Intel 4004, die Basis für die jetzigen Prozessoren gelegt die im Großteil der PC werkeln.
Die sitzen auf zig Lizenzen und haben so eine gewisse Steuerungsmacht gegenüber Mitbewerbern. AMD hat den Vorteil, dass Sie die Lizenzen nutzen dürfen. Via ist einer der wenigen, die das ebenfalls dürfen.
Nvidia kann zum Beispiel nicht so einfach eine i386-kompatible CPU bauen, selbst wenn sie technisch dazu in der Lage wären. Ihnen fehlen einfach die Lizenzen. Darum setzen sie auch verstärkt auf ARM und überlegen wohl sogar ARM aufzukaufen. Was letzteres für ARM und die damit verbundenen Lizenzen für Mitbewerber bedeuten würde, sei mal dahingestellt. ARM ist nicht wie z.B. Risc-V eine offene Befehlsstrukturstruktur sondern muss lizensiert werden. Intel würde sich daher von dem Lizenzhalter für die ARM-Architektur abhängig machen.

Cunhell
 

Rollo3647

Semiprofi
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Sobald extern gefertigt wird, ist die eine oder andere Intel Fab wohl erstmal nutzlos - Umstrukturierungen stehen an.
Nein, weil 10nm nicht schnell genug fertig war hat Intel für 10nm vorgesehenes in 14nm gefertigt. Die 14nm Fertigung ist ausgelastet, es gibt mehr nachfrage als Produktion. Was ging wurde dann auch in 22nm gefertigt (chipsätze etc).
 

Infi88

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Raja Koduri erstmal ne Gehaltserhöhung verhandelt wahrscheinlich 🤪 . Die "Einschätzung" seitens Murthy von HWL teile ich auch, Druck war allerdings enorm wenn er hauptsächlich mit 7nm betraut war, 6 Monate zu viel dann während der Pandemie nochmal 6 Monate drauf ist eigentlich noch vertretbar.

Intel könnte sich für viel Geld bei Externen Kapazitäten erkaufen. Mitbewerber werden diese nicht nutzen können.
Machen sie doch schon.

Dann würde sich Intel den Ast abschneiden, auf dem sie sitzen. Intel hat, beginend mit dem Intel 4004, die Basis für die jetzigen Prozessoren gelegt die im Großteil der PC werkeln.
Die sitzen auf zig Lizenzen und haben so eine gewisse Steuerungsmacht gegenüber Mitbewerbern. AMD hat den Vorteil, dass Sie die Lizenzen nutzen dürfen. Via ist einer der wenigen, die das ebenfalls dürfen.
Nvidia kann zum Beispiel nicht so einfach eine i386-kompatible CPU bauen, selbst wenn sie technisch dazu in der Lage wären. Ihnen fehlen einfach die Lizenzen. Darum setzen sie auch verstärkt auf ARM und überlegen wohl sogar ARM aufzukaufen. Was letzteres für ARM und die damit verbundenen Lizenzen für Mitbewerber bedeuten würde, sei mal dahingestellt. ARM ist nicht wie z.B. Risc-V eine offene Befehlsstrukturstruktur sondern muss lizensiert werden. Intel würde sich daher von dem Lizenzhalter für die ARM-Architektur abhängig machen.

Cunhell
Intel nutzt eher die AMD Lizenzen bei 64bit 🤗, Via nur Teile des x86 Patentabkommens, und als Designer und Lizenzinhaber seiner eigenen Prozessorarchitektur kümmert man sich eher um seine eigenen Geldsäulen, da brauch man kein ARM Neu-Intellektueller sein denen man gefühlt in jedem 2. Thread auf den Leim geht.
 

cunhell

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Intel nutzt eher die AMD Lizenzen bei 64bit 🤗, Via nur Teile des x86 Patentabkommens, und als Designer und Lizenzinhaber seiner eigenen Prozessorarchitektur kümmert man sich eher um seine eigenen Geldsäulen, da brauch man kein ARM Neu-Intellektueller sein denen man gefühlt in jedem 2. Thread auf den Leim geht.

Intel und AMD haben seit Jahren ein Patentaustauschabkommen ( "Full Cross" = vollständigen Patentaustausch zwischen Intel und AMD ). AMD darf i386 und Intel die x64-Erweiterungen und den in die CPU integrierten Speichercontroller nutzen. Der Patenttausch war nur in Gefahr, als AMD GloFo verkauft hatte, da Intel damals durch die Aufteilung das Lizenzabkommen zum Teil verletzt sah. Das wurde aber dann doch geregelt. Ohne dieses Abkommen müssten die beiden die Einzellizenzen gegen teures Geld von der jeweils anderen Seite einkaufen.

ARM verkauft im Moment nur die Lizenzen für die Architektur ohne selbst Hardware herzustellen. Wenn allerdings ein Hardwarehersteller wie z.B. Nvidia ARM kauft, ist es sicher bis zu einem gewissen Teil fraglich ob neue ARM-Entwicklungen weiterhin für andere Hersteller zur Verfügung stehen werden bzw. welche Kosten für die Lizenznehmer entstehen würden.

Freie Entwicklungen wie Risc-V sind im Moment Nischenprodukte die sicher Potential haben aber noch Entwicklung benötigen.

Cunhell
 
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