MSI B550 Tomahawk + AMD RX 7800 XT immer häufiger "keine Grafikkarte" beim Booten.

smallfreak

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Hallo Ihr Spezialisten,

ich habe obiges System, das ich vor zwei Jahren mit der genannten Grafikkarte aufgerüstet habe. Das ist seitdem immer problemlos gelaufen.

Seit einigen Wochen passiert es aber, dass beim Starten keine Grafikkarte gefunden wird. Die Diagnose LED leuchtet und es piept. Aber nichts mehr weiter. Meine CPU hat keine eigene Grafik (Ryzen 3700X)

Ich hatte erst einmal alles zerlegt und neu verbaut sowie eine Stütze unter die Grafikkarte gestellt, da sie doch recht lang ist. Danach lief es wieder zwei Wochen ohne Problem und ich war der Meinung, es ist erledigt.

Leider kommt das Problem immer wieder. Die bisherige Lösung: Deckel auf, etwas an der Karte rütteln, dann einschalten - läuft. Keine Ausfälle im Betrieb, nur nach Kaltstart.

Um sicherzugehen, habe ich folgende Dinge schon probiert:

  • Neuestes BIOS, Full-Reset
  • Grafikkarten Halter + Position mit der Wasserwaage kontrolliert
  • Versuchshalber auf PCIe 3 herunter konfiguriert
  • Kontakte auf der Grafikkarte mit der Lupe kontrolliert und mit Isopropanol gereinigt - das hat ein paar Tage gehalten, aber vermutlich wegen des neu Einbaus, weniger wegen der Reinigung.
Mein Verdacht ist nun eher am Mainboard als an der Grafikkarte, oder besser am Slot, der in den zwei Jahren ohne den Grafikkarten Halter doch gelitten hat, auch wenn die Werbung den "stahlverstärkten Slot für schwere Grafikkarten" extra betont. Aber ganz sicher kann ich es wohl nicht feststellen. Das macht die Fehlersuche ziemlich unangenehm.

Die billigen Optionen habe ich damit wohl bereits getestet und um sicherzugehen, müsste ich Mainboard und Grafikkarte mit einem Referenz System kreuzweise tauschen - das ich aber nicht habe.

Meine nächst günstigere Option wäre wohl, auf Verdacht ein neues(?) AM4 Mainboard anzuschaffen und das beste zu hoffen. Macht 100-180€ wenn ich das Tomahawk nicht gegen ein "einfacheres" Board tauschen will.

Alternativ könnte ich die Gelegenheit nutzen und gleich auf ein modernes AM5 + neuer CPU und natürlich neuen Speichern umsteigen. Das ist aber dann gleich echt teuer, schon weil Speicher im Moment in Gold aufgewogen wird.

Kennt jemand das Fehlerbild und hat dazu vielleicht noch einen Tip der nicht gleich gut ins Geld geht?

Die Abstände zwischen den Boot Problemen werden kürzer und ich sehe den Tag kommen, an dem "etwas rütteln" nicht mehr helfen wird. :-(
 
... AMD RX 7800 XT immer häufiger "keine Grafikkarte" beim Booten... Die Abstände zwischen den Boot Problemen werden kürzer und ich sehe den Tag kommen, an dem "etwas rütteln" nicht mehr helfen wird.
Das könnte auch ein Netzteil oder Netzteil Kabel/Stecker Problem sein, auch Riser Kabel können Probleme verursachen.
Welches Netzteil ist verbaut, exakte Netzteil Bezeichnung inklusive alter vom Netzteil?

Auch mal prüfen, ob die Netzteilstecker bis zum Anschlag in der Grafikkarte und im Netzteil stecken, so wie auf dem Bild unten sollte das nicht aussehen, die 6+2 Pin Stecker sind nur halb eingesteckt.
Meistens verbrennen die Kontakte dann und das Kabel inklusive Stecker sollte getauscht werden.
PCIe Stecker nicht eingerastet.jpg

Bei vielen be quiet! Netzteilen mit Multi Rail z.B. muss die Grafikkarte an PCIe 1 und 3 angeschlossen werden.
Bei den be quiet! Dark Power Netzteilen, kann man manchmal auch auf Single Rail per Jumper umschalten.
be quiet! Straight Power 11 750W .jpg


Edit:
Auch der Windows Schnellstart oder der Energiesparmodus kann das Problem verursachen.
Wenn der PC vom Strom getrennt wird, Stromstecker vom PC Netzteil aus der Steckdose ziehen, wird der Windows Schnellstart Fehler beseitigt, am besten noch zuzätzlich 10 Sekunden die Powertaste am PC Gehäuse gedrückt halten, um das Mainboard zu entladen.

Prüfen ob der Windows Schnellstart Fehler verursacht.

Der Windows Schnellstart verursacht bei mir am MSI MAG B850 Tomahawk Max WIFI z.B. Probleme, das kann man im Zuverlässigkeitsverlauf sehen und in der Ereignisanzeige (Windows-Fehler beim Schnellstart mit Fehlerstatus "0xC00000D4").
Zuverlässigkeitsverlauf.jpg

Den Windows Schnellstart und Ruhezustand deaktivieren.

powercfg -h off im Terminal als Administrator verwenden (Bild unten), um den Windows Schnellstart und Ruhezustand zu deaktivieren.
Windows Schnellstart aus.jpg
Es gibt keine Bestätigung das der Schnellstart deaktiviert wurde im Terminal, bei den Energieoptionen fehlt der Schnellstart aber, das ist die einzige Bestätigung.
Systemsteuerung.jpg
Schnellstart_deaktivieren_Windows_11_001.jpgSchnellstart.jpg


Den AMD Chipsatztreiber installieren, entweder von der MSI Webseite Version 7.12.04.858 oder von der AMD Webseite Version 8.05.04.516.

https://de.msi.com/Motherboard/MAG-B550-TOMAHAWK/support#driver


Den alten AMD Chipsatztreiber bei installierte Apps vorher deinstallieren.
AMD Chipsatztreiber.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Netzteil ... oh.. schwere Frage. Ich habe ziemlich sicher ein BeQuiet! Netzteil, aber das ist natürlich fest und in einem Käfig verbaut. Dort wo ich hin sehe, ohne dass ich das ganze Gehäuse auseinander nehmen muss, ist keine Bezeichnung zu erkennen. Ich bin noch auf der Suche nach dem Rechnungsbeleg, wird so um den Jahreswechsel 20/21 gewesen sein, da hab ich das Set zusammengestellt. Die Schachtel dazu ist in meiner Sammlung nicht mehr vorhanden.

Die Stromversorgung für die Grafikkarte ist bei beiden 8-Pin Kabeln bis zum Anschlag angesteckt und eingerastet.

Ich habe auf Vorschlag meines Orakels gestern Abend die Grafikkarte in einen anderen Slot gesteckt - weil ich sowieso wieder Hand anlegen musste. Der kann zwar nur PCIe 3.0 x4 anstatt PCIe 4.0 x16, hat aber volle Länge und auch eine Verriegelung. Einfach um zu sehen, ob das Problem mit wandert. Mir ist schon klar, dass hier die Leistung eingeschränkt ist. Der PC ist zumindest 2x auf Anhieb gestartet.

Danke für die umfangreiche Ergänzung. Ich habe verabsäumt zu schreiben, dass ich Linux (Ubuntu 26.04) verwende, kein Windows. Es ist aber kein Release-Problem, das war auch unter Ubuntu 25.10 schon vorhanden. Seltener, aber es fühlt sich wie eine fortschreitende Krankheit an, nicht wie etwas das plötzlich aufgetreten ist.

Wenn das Problem auftritt bleibt mir ohnehin nur der Griff zum Not-Aus. 10 Sekunden Power-Taste. Mein Netzteil hat auch einen mechanischen Schalter. 15 Minuten auf "aus" und dann wieder ein ändert nichts am Verhalten.
 
Vielleicht auch mal statt DP ein HDMI Kabel zum Bildschirm verwenden, oder umgekehrt.
Bildschirm auf den korrekten Eingang im Menü einstellen, Bildschirm mal versuchsweise vor dem Rechner einschalten.
Den anderen PCIe Slot vom Mainboard zu probieren ist eine gute Idee, sollte die Karte etwas haben wird sie auch dort den Fehler zeigen, sollte der obere Slot defekt sein wird sie im unteren problemlos funktionieren.
 
Der Bildschirm (sind eigentlich 2) hat gar keinen echten Ausschalter. Der geht nur in den Sleep-Mode, ist also technisch immer an. Das wäre nach meiner Erfahrung aber eher ein "kein Bild" und nicht "BIOS erkennt keine Grafikkarte".

Das kommt alles gerade recht ungünstig. Am Freitag kommt das "Gothic 1 Remake" raus und da brauch ich meine Grafikkarte in Bestform. :oops:

Tatsächlich kann ich mich nicht erinnern, dass in den letzten 40 Jahren jemals einer meiner PCs oder eine der elektronischen Komponenten wirklich kaputt gegangen wäre. Die wurden nur ausgemustert, wenn die Leistung nicht mehr gepasst hat. Die Performance Steigerungen waren in den letzten Jahren auch gar nicht mehr so dramatisch. Ein paar Prozent pro Generation. Die Benchmarks zeigen jetzt höhere Nummern, aber der Gewinn ist außerhalb von Benchmarks nur begrenzt spürbar. Insofern ist Overclocking bei mir auch kein Thema. Ob ich jetzt 62FPS oder 65FPS bekomme, macht bei einem Nutzungsprofil keinen Unterschied.

Bis man wieder eine Verdoppelung der Leistung feststellen kann, und das ist etwa die Schwelle, an der man es wirklich merkt, gehen viele Jahre ins Land. Die neue(?) Grafikkarte war auch nur nötig, weil die alte in 1440 nicht mehr mit kam. Und die hab ich schon gebraucht übernommen, weil der Vorbesitzer auf Multi 4K umgerüstet hat.
 
Der Bildschirm (sind eigentlich 2) hat gar keinen echten Ausschalter. Der geht nur in den Sleep-Mode, ist also technisch immer an.
Der Dell S2721DGF Monitor hat einen aus und ein Schalter, die LED unten am Monitor ist der ein und aus Schalter, einfach auf die LED drücken.

Dell S2721DGF Handbuch Seite 9:

Schalter und LED.jpg

Ich habe verabsäumt zu schreiben, dass ich Linux (Ubuntu 26.04) verwende, kein Windows.
Das könnte auch ein Linux Problem sein, hier gibt es sicherlich auch einen Energiesparmodus und Ruhemodus, ich kenne mich mit Linux nicht aus.

Im Linux Terminal shutdown +0 ist sofortiges Herunterfahren.
 
Das ist kein physikalischer An/Ausschalter, der Monitor hat weiterhin Strom und wartet auf Betätigung der Taste während der Rest in einem Schlafmodus ist. Monitore mit "richtigem" Ausschalter gibt es seit Jahren nicht mehr.
 
Zwischenergebnis:

Die Karte habe ich am 1. Juni abends in den Ersatz Slot umgesteckt. Seither keine Ausfälle. Alle Starts (Hibernate, Powersave, Aus, reboot, ..." auf den ersten Versuch.

Ein erster Gaming Test unter Last lässt kaum erkennen, dass der Slot die Bus Leistung der Karte nicht ausreizt. Mit der Stoppuhr kann man sicher etwas messen. Aber die Gothic Nyras Demo läuft immer noch mit 85+ fps ohne an den Settings schrauben zu müssen.

Ich tippe immer noch auf einen defekten Slot, aber nach dem letzten Mal ausbauen hat es auch im original Slot eine Woche ohne Ausfall funktioniert.
 
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