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Microsofts Project Silica schreibt Superman-Film auf Glas

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Der internationale Hard- und Softwarehersteller Microsoft hat jetzt das Forschungsprojekt "Project Silica" der Öffentlichkeit vorgestellt. Das von Microsoft Research ins Leben gerufene Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Speichermedien aus Glas. Dem US-amerikanischen Unternehmen ist es mit Hilfe von Infrarotlasern gelungen, eine 75 x 75 mm große und 2 mm dicke Glasplatte zu beschreiben. Die Forscher schrieben dazu den aus dem Jahr 1978 stammenden Warner-Bros-Film Superman auf das Glas, in sogenannte Voxel. Bei einem Voxel handelt es sich um ein dreidimensionales Pixel. Durch Machine Learning und Künstliche Intelligenz ist es anschließend...

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DeckStein

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Was für stümper. Bei archivierung ist doch wichtig dass die daten nutzbar bleiben, und irgendwelche hochspezialisierte software ist dafür murks, deshalb halten sich mikrofilme ja so gut, da brauchste nur eine lupe.

" hey leute wir haben das gesamte wissen der antiker gefunden, ist aber nutzlos da wir nicht wissen wie wir darauf zugreifen können, LOL"
 

Crusha

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Razzia --> wir müssen ihre Fenster ausbauen und Spiegel mitnehmen! Wir vermuten das dort Daten verborgen sind!

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Was für stümper. Bei archivierung ist doch wichtig dass die daten nutzbar bleiben, und irgendwelche hochspezialisierte software ist dafür murks, deshalb halten sich mikrofilme ja so gut, da brauchste nur eine lupe.

" hey leute wir haben das gesamte wissen der antiker gefunden, ist aber nutzlos da wir nicht wissen wie wir darauf zugreifen können, LOL"

Deswegen gibt es ja vor den Antikern keine Aufzeichnungen! :shot:
 

hRy

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Irgendwie sind alle im KI, Algorithmen, DL Wahn.
Wieso werden die Filme mit Hilfe dessen gespeichert?
Wegen der Datendichte? Existieren keine Scheiben für unkomprimiertes Format?
 

jrs77

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Ich finde es bedenklich, daß hier anscheinend kein Wissen darüber existiert, daß Glas nicht Formstabil bleibt über lange Zeiträume. Glas verhält sich zähflüssig über die Jahrzehnte.
 

Andi 669

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erst mal ist es hier in den News mal wider falsch angegeben, es wird nicht auf das Glas geschrieben sondern in das Glas,

@ jrs77, das stimmt zwar, aber es ist ja nicht so das so eine kleine Scheibe nach 50-Jahren wie eine Banane aussieht oder sich um mehre mm verändert,
 
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DeckStein

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erst mal ist es hier in den News mal wider falsch angegeben, es wird nicht auf das Glas geschrieben sondern in das Glas,

@ jrs77, das stimmt zwar, aber es ist ja nicht so das so eine kleine Scheibe nach 50-Jahren wie eine Banane aussieht oder sich um mehre mm verändert,
Nei der datendichte sollte auch ein 100tel mm bedenklich sein, aber die habe sicher an fehlererkennung gedacht.
 

tonythebuilder

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"We are leveraging recent discoveries in ultrafast laser optics to store data in quartz glass by using femtosecond lasers, and building a completely new storage system designed from scratch around this technology."

Nun Luxx ist nicht das einzige Nachrichtenportal das dieses kleine Detail übersehen hat.

Quarzglas – Wikipedia
 

Mo3Jo3

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Nee es sind wohl eher jahrtausende

Wollte ich auch grade sagen, selbst Jahrtausende reichen nicht aus.

Hier ein Wiki Auszug:
Wegen seiner Natur als unterkühlte Schmelze kann Glas auch in sehr begrenztem Umfang fließen. Dieser Effekt macht sich aber erst bei höheren Temperaturen bemerkbar. Die häufige Behauptung, dass Kirchenfenster unten dicker seien, weil das Glas im Laufe der Jahrhunderte durch die Schwerkraft nach unten geflossen sei, ist falsch, derartige Fließvorgänge hätten bei Raumtemperatur Jahrmillionen benötigt. Die Verdickung ist auf das damalige Produktionsverfahren (Zylinderblasen) zurückzuführen.

Und selbst wenn das bei unseren Glasdatenträgern „nur“ einige zehntausen Jahre halten sollte, wäre das immernoch ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu aktuellen Methoden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Holt

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Und selbst wenn das bei unseren Glasdatenträgern „nur“ einige zehntausen Jahre halten sollte, wäre das immernoch ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu aktuellen Methoden.
Das Problem ist sind nur die Lesegeräte, die halten sicher keine Jahrtausende, vermutlich nicht einmal Jahrzehnte. Wenn es beim dem gleichen Standards beibehält oder neue Geräte wenigstens die alten Standards lesen können, anders als es bei den Tapes ist wo man nun die letzten beiden Standards noch auslesen kann, dann geht es natürlich. Dazu muss der Hersteller aber überleben und den Geschäftsbereich auch beibehalten, Microsoft dürfte kaum so bald pleite gehen, aber wie lange wird so ein Geschäftsfeld interessant bleiben? Große Kunden wie Warner können natürlich viel Geld für solche Geräte zahlen, aber so viele solcher Kunde gibt es auch nicht und so oft brauchen die auch keine neuen Lesegeräte.
 

DragonTear

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Ich finde es bedenklich, daß hier anscheinend kein Wissen darüber existiert, daß Glas nicht Formstabil bleibt über lange Zeiträume. Glas verhält sich zähflüssig über die Jahrzehnte.
Ähm, das hat sich doch als Myhtos herausgestellt. Aus rein physikalischer Sicht hat Glas was mit Flüssigkeiten gemeinsam, aber reale Auswirkungen hat man nie festgestellt. Es gibt Teleskope mit Jahrzehnten alten Glasspiegeln wo jeder Mikrometer Veränderung, das Bild verändern würde.
Die unten dickeren Kirchenfenster die man oft als Argument brachte, haben sich als anders Begründet herausgestellt, nämlich das ungenaue Herstellungsverfahren von damals (und aufgrund des Schwerpunktes hat man die Scheiben meist mit der dickeren Seite unten verbaut).

@Holt Denke mal das Ziel wird schon sein die Geräte zumindest für Unternehmen bezahlbar zu machen. Dann kann der Nutzer entscheiden wie lang er bei dem Medium bleibt und wann er Gefahr läuft dass die Technik nicht mehr zur aktuellen kompatibel ist. Wobei eine scharfe Trennung wohl kaum je stattfinden wird. Sind schliesslich alles Binärdaten. Irgendeinen Eingang dafür wird immer für aktuelle Technik nachrüstbar sein.

Klar, einer neuen Gesellschaft die alles Technikwissen zeitweise verloren hat, würde die Glasplatte nichts nützen. Eine CD oder gar SSD aber auch nicht und auf Steintafeln kann man keine Gigabyte speichern...
 
Zuletzt bearbeitet:

XTR³M³

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Ich finde es bedenklich, daß hier anscheinend kein Wissen darüber existiert, daß Glas nicht Formstabil bleibt über lange Zeiträume. Glas verhält sich zähflüssig über die Jahrzehnte.

kommt drauf an welche beimischungen das glas hat... reines glas stimme ich dir zu, ist wie mit alu, butterweich, aber sobalt nen wenig magnesium, zinn und kupfer reinkommt, wirds je nach legierung, auf einmal stabiler und härter als unlegierter stahl :)
 

DragonTear

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@XTR3M3
Was redest du da für Schwachsinn?
Zeig mir ein Video von IRGENDEINEM echten Glas (also nicht Kunststoff wie Plexiglas) das sich bei Raumtemperatur verformen lässt wie Alu. Oder auch verformen lässt wie Stahl.
Du hast seinbar noch nie Glasscherben gesehen, dann wüsstest du wie sich Glas verhält.
 

Andi 669

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@ DragonTear, nichts mit Schwachsinn ! was hat verformen mit Stabilität zu tun ? nichts,
 

Andi 669

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ich glaube wir reden aneinander vorbei u. vor allen an dem Beitrag von XTR³M³, das Butterweich bezieht sich auf das Alu u. nicht auf das Glas, das ALU war nur ein Beispiel dafür wie sich ein Material durch Legierungsbestandteile verändern kann,
natürlich ist Glas in keiner Form "Butterweich"
 
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