Memory Context Restore: Bootzeiten mit DDR5-Speicher für Ryzen 7000/8000G reduzieren

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Mit der Veröffentlichung des Sockel AM5 im Jahr 2022, der auf der LGA-Bauweise mit 1.718 Pins basiert, vollzog AMD gleichzeitig auch den Wechsel auf den modernen DDR5-Speicher, der für die Inbetriebnahme dieser Plattform obligatorisch ist. Doch gerade mit Taktraten, die weit oberhalb von 2.600 MHz für DDR5-5200 angesiedelt sind, nimmt der POST (Power-On Self-Test) jedes Mal deutlich mehr Zeit in Anspruch, das von den meisten Anwendern als störend empfunden wird. Grund hierfür ist das DRAM-Training, das bei jedem POST durchgeführt wird. Doch es gibt eine sehr nützliche Abhile, um diese Zeit ernorm zu reduzieren.
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Danke für die Info.
Boote mit meinem Gigabyte B650 in ca. 15.
Hab aber so eine extra Funktion gar nicht aktiviert. Habe aber wieder (wie immer) das neueste Bios. 1.0.1.2b mein ich. Jedes Update gab es immer paar Sekunden weniger.
Nur der Erstdurchlauf ist schrecklich.
Habe es übrigens mit 6400 in 1 zu 1 laufen.
Als ich fast Boot angemacht hatte und zu hart overclocked konnte ich nicht mehr im Bios DEL drücken, so schnell war es, aber dann nicht stabil.

Frohes Testen
 
Dann kann es sein, dass dein Board MCR automatisch aktiviert hat.
 
Guter Artikel, habe MCR schon ewig aktiviert und keine Nachteile bemerkt. Das einzige war mir mal aufgefallen ist, das er trotzdem irgendwann mal einmal lange bootet, wahrscheinlich Sicherheit nach einer bestimmten Anzahl von Bootvorgängen.
 
Bei meinem ASRock A620I ITX scheint diese Einstellung auch automatisch eingestellt zu sein. 8 Sekunden. Vielleicht kam auch diese Einstellung mit BIOS 2.02. Denn ausgeliefert wurde das Brett mit 1.28. Ich hatte da nicht nachgeschaut/getestet.
Ja, einmal hatte ich schon einen etwas längeren Test. Also innerhalb ~3 Monate einmal.

Bei mir gibt es nur diese Einstellung
1709833574027.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Beitrag. Verstehe sowieso noch immer nicht, warum das Memory Training dauernd automatisch ausgeführt wird, und nicht, und ohne "User" Eingriff automatisch deaktiviert wird, sobald der PC z. B. mit neuem RAM oder bei Erstinstallation fehlerfrei korrekt bootet. Speicherstabilät muss man natürlich sowieso "ausloten". Ist ein anderes Thema.

l. G.
Karl
 
Verstehe sowieso noch immer nicht, warum das Memory Training dauernd automatisch ausgeführt wird, und nicht, und ohne "User" Eingriff automatisch deaktiviert wird, sobald der PC z. B. mit neuem RAM oder bei Erstinstallation fehlerfrei korrekt bootet.
Dies liegt an AMD selbst. Schon voriges Jahr hatten User im Rog Forum danach gefragt und die Antwort kam Prompt von ASUS:
Dies entscheidet AMD, leider kann hier ASUS nichts machen.

Auch bei vielen anderen Dingen, in den Einstellungen im Bios.
So hatte ASUS im Rog Forum selbst schon Bestätigt das nach einem Großen AGESA Update es passieren "kann" das ein RAM kit was erst in der QVL Liste stand, nicht mehr unterstützt wird.
Ist leider in der Vergangenheit bei AM4 schon passiert.
 
Ja, ist mir bewusst, dass AMD das fordert. Verstehe ich "technisch" ganz einfach nicht. Habe leider auch keine Hintergrundinfos inwiewiet sich z. B. die "Performance" von RAM über die Zeit (bei jedem Bootvorgang?) ändern kann (Alterung?).

Habe MCR daher auch noch nicht deaktiviert. Für mich ist ein stabiler Rechner wichtiger als kurze Bootzeiten. Der Hintergrund, warum MCR permanent lt. AMD by default aktiviert werden soll würden mich interessieren. Solange ich das nicht verstehe werde ich "vermutlich" MCR und Powerdown auf "Auto" belassen und c. a. 1 Minute Bootzeit akzeptieren. Bin super happy mit meinem "Asus" AM5 System. Läuft nach Anfangsschwierigkeiten seit mehr als einem Jahr super zuverlässig und ohne irgendeinen "Absturz".

Den Sinn und Zweck (bei jedem Bootvorgang) ein Memory Training durchzuführen, verstehe ich nicht. Das würde mich extrem interessieren. Leider wurde bei dem HWL Beitrag, wie auch in allen anderen Inet Artikeln in keiner Weise darauf eingegangen.

Der Artikel, dass MCR und Powerdown "deaktiviert" die Bootzeiten verkürzt, ist sinnvoll, um weitere Fragen/ Diskussionen zu diesem Thema zu reduzieren, auch wenn das mittlerweile bekannt sein sollte. Für mich fehlen vor Allem Infos bzgl. Sinn und Zweck des Speichertrainings bei jedem Bootvorgang. Vermute, und wie üblich, dass sich da AMD bedeckt hält.

Daher vielen Dank für den Artikel.

l. G.
Karl
 
Zuletzt bearbeitet:
Guter Artikel, habe MCR schon ewig aktiviert und keine Nachteile bemerkt. Das einzige war mir mal aufgefallen ist, das er trotzdem irgendwann mal einmal lange bootet, wahrscheinlich Sicherheit nach einer bestimmten Anzahl von Bootvorgängen.
Das habe ich im Artikel ebenfalls mit erwähnt. Nach einigen schnellen Starts folgt ein langes Training, bis man dann wieder einige Zeit Ruhe hat. ;)
Bei mir gibt es nur diese Einstellung
Sicherlich unter DRAM Timing Configuration. ;)
 

das ein kleiner Youtuber 9 Monate schneller war, etwas traurig ^^
 
@easy1991

Das ganze ist ja kein Geheimnis und wurde auch schon oft im Forum oder sonst wo durchgekaut.
@FM4E hat sich nun halt nochmal die Mühe gemacht und es nochmal für einen Artikel zusammen gefasst.

Das ist doch gut und ein Mehrwert fürs Forum. Verstehe so einen "provozierenden" Kommentar da nicht. :rolleyes:
 
das ein kleiner Youtuber 9 Monate schneller war, etwas traurig ^^
In Textform zuzüglich Benchmarks ist schon "etwas" mehr aufgearbeitet als das 58-Sekunden-Video. Zudem habe ich diesen Artikel erstellt, weil in unserem Forum eben stets die Anfrage kommt, warum die Bootzeiten mit einem AM5-System so lang ausfallen (können). Genau für diese Leser/Nutzer haben wir nun einen ausführlichen Artikel, der sich rein um das Thema Memory Context Restore dreht.

Diesen Artikel dürft ihr sehr gerne verlinken, wenn jemand eine solche Anfrage im Forum stellt. ;)
 

das ein kleiner Youtuber 9 Monate schneller war, etwas traurig ^^
Tja, nur waren wir viel schneller als du denkst - das Thema wird im Forum seit etlichen Monaten diskutiert.
 
Wenn’s danach geht, das Thema hatten wir schon damals bei LGA2011 und LGA2011-3, hab ich jetzt gewonnen? :d
 
Ich habe das Gefühl, dass meine Kiste die Option bis zu 8 Versuche braucht. Früher hatte ich das maximum von bis zu 10x RAM Trainings-Versuche aktiviert. (da müsste man genauer nachschauen wie sich die Option sich nennt)

Die Boot Zeiten hat Asus schon in den Griff bekommen mit dieser Memory Context Restore Funktion. Zuerst sehe ich die ASUS Werbung vom Monitor - dann die ASUS Werbung vom Mainboard. AM5 ist doch erheblich langsamer als AM4 bei der Post Zeit. Da ich alles über eine Schuko Leiste und passene UEFI Option einschalte - wird alles gleichzeitig "unter Strom" gesetzt.

--

Gerne mehr von solchen Artikel. Es gibt sicherlich Nutzer die im RAM Overclocking nicht so drin sind. Für Neueinsteiger sehr gut geschrieben und zusammengefasst.
 
@_roman_ Wenn du dein System vom Strom trennst, gehen dadurch die ermittelten Konfigurationsdaten des DRAM Trainings verloren*. Deshalb schlägt der erste Start mit aktiviertem MCR fehl und muss anschließend noch einmal ein vollständiger POST mit DRAM Training erfolgen. Durch einen sehr hohen Retry-Count verzögert man diesen Prozess unter Umständen nur (unnötigerweise).

*bei Mainboards mit zusätzlichen Embedded Controllern (ECs)
 
Das ist ein sehr guter Hinweis. Werde ich morgen im Artikel noch ergänzen. ;)
 
Sicherlich unter DRAM Timing Configuration.
Habe nochmals nachgesehen
Die Option power down steht bei mir unter Advanced, dann, ich konnte mir jetzt nicht alles merken. Es sind noch mehrere Klicks zu machen, bis diese Option erscheint. Dann steht da power down enabled auf Auto
 
@_roman_ Wenn du dein System vom Strom trennst, gehen dadurch die ermittelten Konfigurationsdaten des DRAM Trainings verloren. Deshalb schlägt der erste Start mit aktiviertem MCR fehl und muss anschließend noch einmal ein vollständiger POST mit DRAM Training erfolgen. Durch einen sehr hohen Retry-Count verzögert man diesen Prozess unter Umständen nur (unnötigerweise).

Bei meinem 8700G + Asrock Riptide B650M (neuestes BIOS) ist das zum Glück nicht so - da ich den immer nachts vom Strom trenne - die MCR Settings bleiben erhalten - das scheint also zumoindest nicht Pflicht zu sein dass die verlorengehen :d - oder liegt das evtl an den manuellen Einstellungen? RAM ist heruntergetaktet auf 6200 statt 6400 und auf 1,18V statt 1.4@6400 etc. ?
 
Ich kann auch Bestätigten, das wenn der Strom weg, nichts verloren geht. Wie kommt man denn überhaupt auf sowas?
Bei mir ist "Expo Tweaked" drin mit MCR und Power Down und keine Probleme, in 8 - 10 Sekunden Hochgefahren.
 
B650 tomahawk

Ohne die option : 45 sek kaltstart
mit option ~30sek
 
Hab es bei mir auch aktiv von Anfang an, ohne dauert es deutlich länger.

Aber jetzt weiß ich auch, dass es normal ist, wenn er ab und zu doch wieder länger braucht. Das ist mir nämlich aufgefallen und ich dachte schon, dass das so nicht gehört.
 
Bei mir reicht es "Memory Context Restore" auf Enabled zu stellen
Die Option "Power Down Enabled" standardmäßig auf Auto und kann auch so bleiben.

Memory Context Restore auf Disabled und Power Down Enabled auf Auto 29 Sekunden
Memory Context Restore auf Enabled und Power Down Enabled auf Auto 7 Sekunden

Unter OC Tweaker ist Memory Context Restore
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Unter Advanced ist Power Down Enabled. Zum Glück muss man diese Option nicht suchen :d
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@DTX xxx

Einfach im Bios F4 drücken und dann das eingeben, was du suchst. :)
 
Einfach im Bios F4 drücken und dann das eingeben, was du suchst
Ich weiß, wollte nur zeigen, wie verschachtelt die Option ist. Zudem muss ich "Power Down" nicht auf Enabled schalten, denn die standardmäßige Einstellung Auto genügt. Ich brauche also überhaupt nicht danach suchen.
 
Sicherlich nervig, aber ein sauberer self-test beim Boot ist mir tatsächlich ersteinmal lieber als irgendwann aufwändig Fehlersuche betreiben zu müssen oder einen Arbeitsstand zu verlieren weil der PC natürlich zum unpassensten Zeitpunkt crashed. Firmwares ändern sich und Hardware degradiert schließlich ebenfalls mit der Zeit. Wie wir alles wissen funktioniert "Did you try to turn it off and on?" ja erschreckend häufig, da würde ich als verantwortlicher Entwickler auch wenig Experimente machen, zumal es im Idealfall ja auch nur einen einzigen Kaltstart am Tag gibt... :)
 
Abstürze, die durch instabile DRAM-Einstellungen erfolgen, können auch ohne MCR passieren. Zumal die Aktivierung von MCR nicht in Stein gemeißelt ist.
 
Ich kann auch Bestätigten, das wenn der Strom weg, nichts verloren geht. Wie kommt man denn überhaupt auf sowas?
Das ist bei meinen Boards der Fall und vermutlich auch bei allen anderen, dass mindestens einen entsprechenden Embedded Controller (EC) verwenden/besitzen. Eher einfach gestrickte Mainboards die ganz ohne auskommen, fehlen umgekehrt auch deren Konfigurationsmöglichkeiten.

Ich hab es eigentlich nur erwähnt, um das von @_roman_ beobachte Verhalten zu erklären. In den Mainboard-Sammelthreads ist das Thema schon unzählige Mal durchgekaut wurden (auch bei anderen Plattformen).
 
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