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Lesertest - Seagate Game Drive for Xbox 2 TB

Chr1st14n

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Herzlich Willkommen zu meinem Lesertest der Seagate Game Drive for Xbox.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Der Hersteller Seagate
Daten
Verpackung, Lieferumfang und Haptik
Setup, Anschluss an der Xbox One
Ladezeiten von Spielen im Vergleich
Synthetische Benchmarks
Emissionen, Stromverbrauchsmessung
Fazit

Vorwort

Zuerst möchte ich mich bei der Redaktion von Hardwareluxx dafür bedanken, dass ich für diesen Lesertest ausgewählt wurde. Ich freue mich sehr über diese Möglichkeit, einen Lesertest nach meinen eigenen Vorstellungen schreiben zu dürfen. Lange möchte ich hier aber niemanden aufhalten und somit gleich zum Lesertest kommen. Als Hinweis gilt aber noch, dass der Hersteller Seagate Technology plc von mir fortan auch als „Seagate“ umschrieben wird. Ich hoffe, dass man aus dem Kontext heraus erkennen kann, ob es um ein Produkt oder den Hersteller selbst geht.
Seagate bietet mit der Game Drive for Xbox eine Serie von Produkten an, mit denen der Speicherplatz der Microsoft Konsole Xbox One und Xbox 360 erweitert werden kann. Für diesen Lesertest steht mir die 2,5“ große Variante mit 2 TB Speicherplatz zur Verfügung.


Quelle:https://www.seagate.com/de


Der Hersteller Seagate

Die Seagate Game Drive for Xbox stammt vom gleichnamigen Hersteller Seagate Technology plc, welcher im Jahr 1979 gegründet wurde. Bereits ein Jahr danach startete der irländische Hersteller mit dem Verkauf einer 5 Megabyte fassenden Festplatte im 5,25-Zoll-Formfaktor. Heute umfasst das Sortiment von Seagate verschiedene Produkte aus dem Bereich Storage, darunter bekannte Produktnamen wie BarraCuda, Iron Wolf und Skyhawk. Damals wie heute zählt Seagate zu den größten Herstellern von Festplatten.


Daten

Die Festplatte entspricht dem 2.5“ Formfaktor und bietet eine Kapazität von 2 TB. Intern ist sie über ein SATA 6 Gb/s Anschluss angebunden. Nach außen bietet das Gehäuse mit USB 3.1 Gen1 eine 5 Gb/s schnelle Schnittstelle. Die Form des Steckers entspricht USB Micro-B, einen Anschluss nach USB Typ C Standard sucht man vergeblich. Mit Abmessungen von 117x80x14.8mm (LxBxH) und einem Gewicht von 169g zeigt sich die Seagate durchschnittlich. Ebenso ist der Preis mit rund 80€ eher durchschnittlich für das gebotene. Die günstigsten Festplatten dieser Art starten bei rund 60€. Die Herstellergarantie beläuft sich auf zwei Jahre.

Crystal Disk Info:

Verpackung, Lieferumfang und Haptik

Die Seagate Game Drive for Xbox kommt in einer schlichten Pappkarton Verpackung. Oben prangt wie zu erwarten das große Xbox Logo. Direkt darunter findet man das Logo von Seagate und die Angabe zur Speichergröße. Im Weiteren folgen der Produktname und ein Satz, der den Zweck des Produktes erläutert. Im rechten Teil hat man durch eine Plastikaussparung freien Blick auf die Festplatte. Unten findet man eine Darstellung eines Xbox One Controllers und das Designed for Xbox Logo.

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Auf der Rückseite sind, in allerhand verschiedenen Sprachen, Informationen zur Speicherkapazität und Einrichtung zu finden.

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Die linke Seite informiert über die USB 3.0 Schnittstelle.

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Bedingt durch die Aussparung findet sich auf der rechten Seite nur eine kurze Angabe zur Kompatibilität mit der Xbox One und Xbox 360. Unten auf dem Karton sind allgemeine Informationen platziert.

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Nach dem herausnehmen aus der Verpackung zeigt sich die Seagate, zusammen mit einem zirka 44 Zentimeter langen Micro-B USB Kabel, in einer Plastikschale. Darunter finden sich ein Quick Start Guide und ein Heft in dem die Garantiebestimmungen erläutert sind. Für eine externe Festplatte entspricht der Lieferumfang meinen Erwartungen. Gimmicks wie Sticker oder ähnliches fehlen aber gänzlich.

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Das USB Kabel weißt eine durchschnittliche Qualität auf. Es ist flexibel genug um es eng aufzuwickeln, und trotzdem fühlt es sich haltbar an. Das Gehäuse der Festplatte ist aus Plastik. Der Grün abgesetzte Deckel, welcher auch von der Seitenansicht zu erkennen ist, sorgt für die Assoziation mit der Xbox. Weiter sind die Namen Xbox und Seagate in den Deckel eingelassen. Natürlich fehlt auch eine LED zur Anzeige der Festplattenaktivität nicht. Das restliche Gehäuse ist schwarz gehalten und bietet auf der Unterseite eine glatte Oberfläche. Abgesetzte Füße für einen besseren Stand hat das Gehäuse nicht. Die Spaltmaße sind sehr klein und insgesamt hinterlässt das Gehäuse trotz des Plastiks einen soliden Eindruck.

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Setup, Anschluss an der Xbox

Das Verbinden der Seagate mit der Xbox ist denkbar einfach. Alle drei USB-Anschlüsse der Xbox sind geeignet, allerdings können nur maximal zwei Festplatten zur Speichererweiterung genutzt werden. Nach dem verbinden erscheint sofort ein Auswahlfenster, wo der Verwendungszweck der Festplatte bestimmt werden kann. Zur Speichererweiterung muss diese formatiert werden. Ähnlich wie bei Windows, kann der Seagate anschließend ein Name zugewiesen werden. Weiter folgt die Auswahl, wo Spiele und Apps standardmäßig installiert werden sollen. Zuletzt bestätigt man die Auswahl. Fertig.
Spätere Änderungen an den Einstellungen können unter System > Einstellungen > System > Speicher vorgenommen werden. Weiter findet man im Spiele und Apps Menü die Möglichkeit, diese anzuwählen und anschließend Einstellungen wie den Speicherort zu verwalten.
Kurz gesagt erledigt sich die Einrichtung fast von allein. Auch unbedarftere Nutzer sollten hier auf keine Schwierigkeiten stoßen.

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Ladezeiten von Spielen im Vergleich

Als alltagsnahen Test habe ich mir überlegt, die Ladezeit von verschiedenen Spielen zu ermitteln. Hierfür habe ich, von bestimmten Punkt aus, jeweils drei Mal die benötige Zeit gemessen und die Ergebnisse gemittelt. In Summe zeigt sich, dass die Seagate zwar einen Hauch schneller zu seien scheint, die Unterschiede aber so gering sind, dass dies nicht ins Gewicht fällt.


Synthetische Benchmarks

Für eine gute Vergleichbarkeit mit anderen Festplattenmodellen habe ich mehrere synthetische Benchmarks ausgeführt. Hierfür habe ich die Festplatte an meinen Computer angeschlossen.

HD Tune

Als erstes habe ich den HD Tune in der Version 5.7 laufen lassen. Dieser Benchmark legt besonderen Wert auf den Umstand, dass Festplatten mit rotierenden Magnetscheiben vom äußeren zum inneren Bereich immer schwächer in der Leistungsfähigkeit werden. Die Festplatte beschreibt also zuerst die Spuren im Außenbereich um eine möglichst hohe Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Führt man nun Benchmarks auf einer leeren Festplatte aus, so erhält man lediglich die höchst möglichen Werte. Im Alltag wird die Seagate aber wohl meistens gut gefüllt mit unseren liebsten Spielen seien. Daher sehe ich den HD Tune Benchmark als relativ wichtig an.
Lesend erreicht die Seagate maximal 128 MB/s, minimal 60 MB/s und durchschnittlich 98 MB/s.
Die Zugriffszeit ist in HD Tune ebenfalls ein gemittelter Wert und beläuft sich lesend auf 18.0 ms und schreibend auf 21.0 ms.
Zuletzt gibt es noch die Burst rate, womit die höchstmögliche Übertragungsrate zwischen Interface und Betriebssystem angegeben wird. Diese beträgt 163 MB/s.

Schreiben:

Lesen:

Crystal Disk Mark

Den Crystal Disk Benchmark habe ich als zweiten Test gewählt, weil es für diesen viele Vergleichswerte von anderen Festplatten gibt. Für einen eigenen Vergleich standen mir eine ältere Hitachi Festplatte im 3,5“ Format mit 7200rpm, sowie eine auch nicht mehr ganz neue Samsung Festplatte im 2,5“ Format mit 5400rpm zur Verfügung.
Dieser Benchmark besteht aus vier separaten Tests. Zu Beginn ein Lauf, wo die ausgewählte Dateigröße sequentiell verarbeitet wird. Die anderen drei Tests arbeiten mit 4,096 Kilobyte großen Dateiblöcken, welche auf zufällig gewählte Bereiche geschrieben werden. Unterschiede gibt es bei der Art der Ausführung. So wird das Lesen/Schreiben der Blöcke bei Q1T1 der Reihe nach angefordert, während bei Q8T8 viele Befehle gleichzeitig an die Festplatte gesendet werden.
Für eine bessere Übersichtlichkeit habe ich die Ergebnisse in mehreren Diagrammen zusammengefasst. Alle Angaben beziehen sich auf Megabyte/s. Zusammengefasst kann ich sagen, dass die Leistungsfähigkeit zwischen den Festplatten nicht allzu unterschiedlich ist, die Seagate sich aber insbesondere beim Schreiben an die Spitze setzen kann.


ATTO Disk Benchmark

Mit dem ATTO Disk Benchmark lässt sich ablesen, ab welcher Blockgröße die Datenrate sinkt. Getestet wurde mit den Standardeinstellungen (Queue Depth 4, 256 MB lange Datei). Lesend fällt die Datenrate erst bei den 8 KB Blöcken ab und schreibend bei einer Größe von 64 KB. Schreibend ist allerdings sofort eine drastische Verschlechterung zu sehen, wohingegen es beim Lesen stetig abfällt.


Emissionen, Stromverbrauchsmessung

Erwartungsgemäß fallen die Vibrationen und Geräusche bei einer Festplatte im 2,5“ Formfaktor gering aus. Im Leerlauf ist die Festplatte für mich nur auf sehr kurzer Distanz wahrnehmbar. Je nach ausgeführter Tätigkeit steigt der Geräuschpegel aber leicht an. Im Vergleich zu meiner 3,5“ großen Festplatte ist die Seagate aber ein echter Leisetreter. Die Leistungsaufnahme im Leerlauf beträgt fast genau 1 Watt.

Fazit

Seagate liefert mit der Game Drive for Xbox 2 TB eine Lösung zur Speichererweiterung, die genau dem entspricht, was man als Käufer erwartet. Die Festplatte übertrifft das Leistungsniveau der internen Festplatte minimalst, wodurch kein Kompromiss zwischen Internen und Externen Installationsort gefunden werden muss. Auch optisch muss die Festplatte von Seagate sich keineswegs verstecken. In Anbetracht dessen, dass sich aber auch fast jede andere externe Festplatte als Installationsort für Spiele an der Xbox eignet, kann die Seagate nicht ausnahmslos empfohlen werden. Sie ist keinesfalls ein schlechter Kauf, ein versierter Käufer, der keinen Wert auf die optischen Akzente legt, findet aber selbst beim gleichen Hersteller günstigere Modelle mit sehr ähnlichen technischen Eigenschaften.
 
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citysprinter

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Schöner Test.
Wie wurde denn der Leerlauf ermittelt? Als reines USB Gerät kann dies dann ja nur über den Differenzwert an einem USB Netzteil erfolgen. Aus dem Grund dann wohl nur bei Leerlauf.
 

Chr1st14n

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Ich habe mir vor einiger Zeit einen Adapter für den USB Anschluss gekauft. Der ist eigentlich dafür gedacht, die aktuelle Spannung und Stromabgabe von USB Netzteilen anzuzeigen. So kann das Ladeverhalten von Smartphones nachvollzogen werden. Für diesen Test habe ich den Adapter einfach zwischen Xbox und Festplatte gesteckt. Da der Adapter aber kein USB 3.0 unterstützt ist eine Messung unter Last leider nicht möglich. USB 3.0 / 3.1 ist nach Spezifikation aber nur für 0,9 Ampere oder 4,5 Watt freigegeben. Daher kann die Festplatte ja nicht allzu viel Strom "verbrauchen".

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