[User-Review] Lesertest für Hardwareluxx – ComfoBuds Mini von 1More!

m3ch

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Zuallererst möchte ich mich sehr bei der Hardwareluxx Redaktion für die Möglichkeit bedanken, die ComfoBuds Mini von 1More zu testen.

Nachfolgend habe ich euch den Testbericht inkl. Bildern /Screenshots.

Ablauf des Produkttests:
  1. Verpackung & Inhalt
  2. Optik & Haptik
  3. Funktionalität der App & allgemeine Performance
  4. Subjektiver Vergleich mit weiteren Kopfhörern
  5. Fazit

Vorwort​

Aber vorab ein paar Worte zu mir: Ich bin Yannick und 25 Jahre alt. Beruflich tummle ich mich maßgeblich in Nordeuropa & UK als Key-Account-Manager. Meine Freizeit verbringe ich entweder auf dem Fußballplatz, oder am PC. Seit meiner Jugendzeit beschäftige ich mich nicht nur mit dem Zocken am PC, sondern auch intensiv mit dessen Innenleben.

Auch hier spielt ein gutes Audio-Erlebnis eine große Rolle für mich. Neben meinen Beyerdynamic DT990 Black Edition, habe ich für den Laptop und das Zweitsetup auch noch ein günstiges Logitech Headset (G432).

Aufgrund dieser Voraussetzungen habe ich mich für den Lesertest zu den ComfoBuds Mini beworben. Im Folgenden erfahrt Ihr nun mehr über meine Erfahrungen mit den In-Ears. In dem knapp 14-tägigen Test war neben einer Geschäftsreise (Flugreise inkl. Bahnfahrten) und Sporteinheiten auch ausreichend Zeit das ganze Produkt in Ruhe daheim genauer unter die Lupe zu nehmen.

Auf die Nennung von konkreten Produktdaten und Abmessungen verzichte ich im folgenden Test. Wer sich dafür interessiert, kann die englische Homepage von 1More! (https://global.1more.com/products/1more-comfobuds-mini-true-wireless-noise-cancelling-earbuds) besuchen.

1. Verpackung & Inhalt​

Die Oberfläche der Verpackung ist angeraut und fühlt sich sehr wertig an. Alles in allem ist sie schlicht und maßgeblich weiß gehalten.

01_Verpackung-front.jpg


Lediglich die Rückseite ist mit technischen Daten und einer Beschreibung der Produktfeatures auf Englisch und Chinesisch versehen.

02_Verpackung-back.jpg


Den Deckel der Verpackung kann man seitlich hochklappen und mithilfe der eingearbeiteten Magnete in der Kartonage auch wieder verschließen. Nachdem man den Deckel geöffnet hat, fallen einem zuallererst die Skizzen auf grauem Grund auf. In meinen Augen ein sehr gelungenes Verpackungsdesign.

03_Verpackung_offen.jpg
04_Inhalt_komplett.jpg


Der Lieferumfang hingegen ist, wie die Kopfhörer selbst, klein und minimalistisch. Außer den Kopfhörer inkl. Ladestation erhält man als Kunde nur noch ein USB-A auf USB-C Ladekabel, sowie drei weitere Paare an Silikonaufsätzen, eine elf-sprachige Anleitung in Papierform und einen QR-Code zur Garantieanmeldung.

2. Optik & Haptik​

Wenn wir die Optik und allgemeine Verarbeitung der Kopfhörer und Ladestation genauer betrachten, fällt direkt auf, dass wie auch die Verpackung alles in allem sehr kompakt (56,5 x 50 x 24,5 mm bei ca 40g) und schlicht gehalten ist. Dennoch wirken alle Komponenten sehr edel.
Die rundlich Ladebox ist bis auf den hellgrauen "1More"-Schriftzug, einer LED und einer USB-C Ladebuchse nur noch mit einem Pairingknopf an der rechten Seite ausgestattet.

05_Case_inkl_Buds.JPG
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Die weißen Kopfhörer sind ebenfalls sehr schlicht und klein (17 x 15 x 13 mm bei 3,7g/Stöpsel) und haben auf den Außenseiten ein kleines hellgraues Logo des Herstellers oberhalb der LED aufgedruckt. Die Innenseiten wurden mit R & L markiert (selbstredend geht es dabei um rechts / links) und haben bis auf einen kleinen (sehr starken) Magneten, nur noch zwei Ladekontakte.

07_Buds.JPG


Sobald die Box geöffnet wird leuchtet kurz die LED auf der Front in grün, orange oder rot auf, um den Ladezustand anzuzeigen. Hierbei blinken ebenfalls die weißen LEDs der Kopfhörer auf - sie sind somit einsatzbereit.

Das Einrichten und koppeln mit dem Handy (sowohl Poco F3 und iPhone XR) verliefen reibungslos und intuitiv ab.
Direkt war mir allerdings klar, dass man ohne die 1More Music App kein bombastisches Hörerlebnis hat. Alles klang etwas blechen und nicht ausgereift - mehr dazu im nächsten Kapitel.

An dieser Stelle führe ich jedoch auch noch kurz die Leistung des Akkus an. Mit einem vollen Case habe ich die Kopfhörer über 4x vollladen können und das in knappen 70-75 min (pro Ladevorgang). Auch war die Laufzeit ganz ordentlich - ohne ANC (active noise cancelling) und mit mittlerer bis geringer Lautstärke habe ich die 6h (welche vom Hersteller als Laufzeit angegeben werden) sogar einmal übertreffen können.

3. Funktionalität der App & allgemeine Performance​

Damit die gesamten Features genutzt werden können, ist zwingend die 1MORE Music-App vonnöten. Sie ermöglicht nicht nur den prozentualen Ladestand der Kopfhörer oder des Case zu sehen, sondern bietet auch Einstellungen, um den Sound zu optimieren.

Wer also das beworbene ANC nutzen will, kommt um diesen Download nicht herum.
Da bei mir die App unter iOS15.5 und Android 12 identisch aussieht und auch in den Einstellungen die selben Optionen bietet, verzichte ich darauf die Screenshots beider Betriebssysteme dem Test anzuhängen.

08_App_Menue.jpg


Nun zur App:
Zuallererst hatte ich das SoundID-Feature eingerichtet. Mit Hilfe von SoundID soll speziell auf die eigenen Hörvorlieben ein Equalizer auf die Tonspur angewandt werden. Nachdem man sich für eine Beispiel-Musik (ca. 8-10 Sekunden) entschieden hat, erhält man Hörbeispiele (A oder B). Nun muss man sich nur noch für die subjektiv beste Audiospur entscheiden. Insgesamt wurde dieser Vorgang bei mir 8x wiederholt.
Dieser Schritt hat die Audioausgabe deutlich klarer und lebendiger gemacht. Das vormals blechern wirkende Musikerlebnis war damit passé.

09_SoundID_Start.jpg
10_SoundID_track.jpg
11_SoundID_Auswahl.jpg


Im zweiten Schritt hab ich mich an die "Benutzerdefinierten Einstellungen" gewagt. Mit Hilfe dieser kann durch Doppel- oder Dreiffachtippen auf die Kopfhörer eine spezielle Aktion ausgeführt werden. Für mich persönlich ergaben die Wiedergabe / Pause & vorheriger / nächster Titel - Funktionen am meisten Sinn. Leider wurden diese Optionen direkt für den rechten und linken Kopfhörer übernommen. Somit kann man bspw. mit einem Doppelklick links nicht die Wiedergabe stoppen und rechts den nächsten Titel starten.

12_App_Kopfhörer_Steuerung.jpg


Als letztes Feature wurden dann die Anhörungsmodi getestet. Laut Hersteller und Verpackung sollten mit ANC bis zu "40dB Quiet Max AI Noise Cancellation" möglich sein. Zu allererste war ich etwas beeindruckt - 40dB Unterschied bedeutet, dass die Kopfhörer die Geräusche an einer Hauptstraße auf die Lautstärke einer tickenden Armbanduhr reduzieren / filtern können.
Um dies zu erreichen, kann dann zwischen ANC-Stark, ANC-Schwach & WNR (zum Windgeräusche abmildern) ausgewählt werden.

13_App_ANC.jpg


Den Test selbst hab ich während meiner Geschäftsreise (für WNR beim Joggen & Radfahren) durchgeführt. Dafür habe ich im Flughafen & Flugzeug, am Bahnhof und in den Zügen Songs aus mehreren Genre abspielen lassen. Zusätzlich wurden auch noch zwei Microsoft Teams Konferenzen abgehalten.
Alles in allem hat mich der ANC positiv überrascht, er hat definitiv funktioniert und das besser als erwartet. Ob es nun jedoch bis zu 40dB waren, welche gefiltert wurden, lässt sich nicht sagen. Subjektiv denke ich, dass es nicht der Fall war - kann es jedoch nicht valide bestätigen.
Im Grunde ist dies aber auch nebensächlich, da ich dank ANC zu keiner Zeit Probleme hatte die Musik oder Telefonate nicht zu verstehen.

Während des Joggens hatte ich auch ohne WNR keinerlei Probleme - dennoch hatte das WNR einen positiven Effekt. Ich empfehle es jedoch sehr für das Radfahren, sobald man schneller unterwegs ist sind die Windgeräusche deutlich abgemildert worden.
Unterm Strich ein nützliches Tool, in beiden Fällen hat aber auch der normale ANC seine Arbeit geleistet und die störenden Geräusche reduziert.

Welche genaue Funktion der Anhörungsmodi "Transparenz" haben soll, ging nicht aus der Anleitung hervor. Ich hatte jedoch das Gefühl, dass sich alles etwas freier anhörte und wie durch Boxen abgespielte Musik klingen sollte. Mein Favorit war es nicht, da alle sehr flach und ohne Bässe abgespielt wurde.

Ebenfalls erwähnenswert, ist der einfache Wechsel zwischen verschiedenen Abspielgeräten. Sobald man einmal die Kopfhörer mit dem Gerät "gepairt" hatte, konnte man sie problemlos verbinden und zwischen den Geräten wechseln.

Kurzes Zwischenfazit: Die App selbst ist sehr einfach und intuitiv aufgebaut. Ich musste zu keiner Zeit etwas in der Anleitung nachlesen (Ausnahme: Transparenz-Modus).
Darüber hinaus wurde der Sound der Kopfhörer deutlich verbessert und die allgemeine Funktionalität mehr als erhöht.

4. Subjektiver Vergleich mit weiteren Kopfhörern​

Bevor ich die Kopfhörer von 1More zum Testen erhalten hatte, habe ich an meinem privaten Handy (Poco F3) immer die Kopfhörer aus dem Lieferumfang des Nubia z17 verwendet (0815 Standard-Kabel-Kopfhörer). Selbiges galt für das Geschäftshandy (iPhone XR) - jedoch war es dabei die kabelgebundene Apple-Variante.

Am PC nutze ich Studiokopfhörer (DT990 BE) von Beyerdynamic an einer Soundkarte (Soundblaster G5) und habe daher auch alles in "high quality" testen können.

Das die Handy-Stöpsel nicht mit einem Studiokopfhörer mithalten können, sollte jedem klar sein, dennoch war es sehr gut, um die Leistungen der drei mobilen Kopfhörer einordnen zu können.

Ohne zusätzliche Equalizer-App sind auch die beiden kabelgebundenen Kopfhörer nicht zu optimieren. Allerdings haben mir Beide beim ersten Hören soundtechnisch besser gefallen, als die ComfoBuds Mini ohne App.

Sobald die App jedoch verwendet wird, ist es das genaue Gegenteil. Die Bässe und Höhen sind dank der App deutlich besser. Bestimmt ist dies auch bei den anderen Stöpsel möglich, jedoch bezweifle ich, dass es ebenfalls so flott und problemlos geht, wie in der 1More Music App.

Vergleiche ich jedoch die allgemeine Soundwiedergabe bin ich von den Bässen und explizit den Höhen etwas enttäuscht gewesen. Situativ hatte man einen tiefen & klaren Bass. Beim nächsten Abspielen des Songs, war die selbe Stelle dann deutlich undefinierbarer. Selbiges galt für hohe Töne, diese waren leider ebenfalls nicht immer konstant.
Alles zwischendrin, war meiner Meinung nach in Ordnung.

Bei den beiden Kabel-Kopfhörern, welche ich davor genutzt hatte, sind mir solche starken Unterschiede in der Tonwiedergabe (an selben Stellen) nicht aufgefallen.
Die allgemeine Ausgabequalität finde ich jedoch auch schlechter, als die der ComfoBuds Mini.

5. Fazit​

Aber nun zum Fazit. Alles in allem haben mich die kleinen ComfoBuds Mini von 1More positiv überzeugt. Die Features welche man durch die App-Nutzung erhält sind wirklich gut und auch das geringe Gewicht war auf meiner Geschäftsreise sehr wichtig.
Natürlich war auch das Handling gegenüber der alten Kabel-Kopfhörer deutlich einfacher und geschickter im Zug und während dem Laufen. Endlich kein Kabelsalat mehr!

Jedoch muss ich auch sagen, dass alle audiophilen Hörer mit den kleinen Buds ihre Probleme bekommen könnten. Sobald man die ganzen Funktionen außerhalb des Musikhörens nicht nutzt, sind 100€ ein stolzer Preis. In diesem Segment bekommt man mit einer geringen Zulage problemlos einen mobilen DAC + Beyerdynamic DT990 (als B-Ware), welcher dann wirklich einen Hörgenuss verspricht.

Daher kann ich die 1More ComfoBuds Mini nicht uneingeschränkt empfehlen. Jeder der sie zum Reisen, Sport machen und für zwischendurch benötigt, wird glücklich werden. Sobald es jedoch um den reinen Hörgenuss gehen soll, sollte man sich lieber um eine Alternative bemühen. In diesem Segment sind die kleinen Buds einfach nicht angesiedelt (und müssen / sollten es in meinen Augen nicht sein).

Abschließend noch zwei Bilder, um die Buds so richtig in Szene zusetzen ;)

14_Strand_1.JPG
15_Strand_2.JPG


Sollten von eurer Seite noch Rückfragen / Anregungen kommen, meldet euch sehr gerne direkt bei mir oder in den Kommentaren.
 
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