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[User-Review] Lesertest Arctic Freezer 50

zwerg-05

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Lesertest Arctic Freezer 50

In dem folgenden Lesertest möchte ich euch den Arctic Freezer 50 vorstellen, welcher mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Ich bedanke mich herzlich beim Team von Hardwareluxx und natürlich auch bei Arctic für die Bereitstellung des Testexemplares.


Erste Eindrücke

Der Arctic Freezer 50 kommt in einem angenehm gestalteten Karton daher. Alle wichtigen Informationen befinden sich übersichtlich abgedruckt auf der Verpackung. Kleine Abbildungen vermitteln bereits einen guten Eindruck über Optik, Montagesystem und Funktionsweise.

Die Verpackung des RGB Controllers ist in ähnlichem Design gehalten. Schlicht, übersichtlich, ansprechend.
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Unboxing

Mein Karton war bereits geöffnet worden. Aus dem Deckel ragt eine Plastikfolie heraus. Beim Öffnen erblickte ich zuerst eine kleine Fernbedienung, welche oben auf die Innenverpackung gelegt wurde.
Da bereits eine Fernbedienung bei dem Controller beigelegt wurde, bin ich nun in Besitz von zweien, wovon jedoch nur eine benötigt wird. Woher die Zweite kommt in mir schleierhaft.
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Der Kühler an sich ist sicher in einer Umverpackung verstaut und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Ja, er wirkt ziemlich geschlossen und ist mit viel Plastik verkleidet, dies scheint jedoch recht hochwertig zu sein. Der Freezer ist - für seine Größe - nicht sonderlich schwer. Zumindest nicht schwerer als einige seiner Konkurrenten.
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Das komplette Montagematerial befindet im Boden in einem kleinen schwarzen Karton. Ein Tütchen Wärmeleitpaste, Schrauben und Halterungen für AMD und Intel sind enthalten.

Die beiden 120mm Lüfter machen einen guten Eindruck. Sie sind wertig verarbeitet und schlicht im Design. Da die Lüfter mit der Verkleidung verbunden sind, lassen sich diese leider nicht gegen Andere austauschen. Wer es in dem Fall etwas bunter mag, hat leider das Nachsehen. Wer sich mit den schlichten, schwarzen Lüftern anfreunden kann, der bekommt dennoch zwei gute Exemplare mit vernünftigem Durchsatz.


Einbau

Um den Arctic Freezer 50 zu verbauen, muss zuerst der Lüfter in der Mitte entnommen werden. Dies geschiet einfach indem man die Verkleidung unten ein wenig nach außen zieht. Der Lüfter rastet aus und lässt sich nach oben hin entnehmen. Diese Halterung scheint zumindest bei mir etwas wackelig zu sein. Eine Seite rastet nicht vollständig ein und die Verkleidung steht einige Millimeter vom Kühlkörper ab.
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Am Lüfter ist ein Teil der Abdeckung befestigt. Die seitlichen Streifen, durch welche später die RGB Beleuchtung zu sehen ist, ist nur an jeweils zwei winzigen Pinnen befestigt. Einer löste sich beim Herausziehen des Lüfters. Das hätte etwas robuster gelöst werden können.
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In meinem Gehäuse wird der Freezer auf ein AMD System montiert. Die Halterungen sind schnell montiert. Durch seine geringe Einbauhöhe passt er jedoch nicht über meinen G Skill TridentZ RGB RAM.
Um ihn zu verwenden, müssen drei der vier Riegel entfernt werden und es verbleiben nur noch 8GB Arbeitsspeicher in meinem System. Ärgerlich, da ich nicht plane in nächster Zeit neuen RAM zu kaufen und nicht auf die 24 GB verzichten möchte, welche nun keinen Platz mehr haben.
Vor dem Kauf sollte man dringend die Kompatibilität zum verbauten Speicher beachten.

Die mitgelieferte Wärmeleitpaste habe ich in einer dünnen Schicht auf meiner CPU aufgetragen. Die Anleitung (via QR Code auf dem Smartphone abrufbar) schlägt zwar vor, vier Streifen auf den Boden des Kühlers aufzubringen, ich bevorzuge jedoch eine gleichmäßigere Verteilung.

Nun muss die passende Halterung am Mainboard befestigt werden, in meinem Fall die für AMD. Die Backplate des Mainboards kann weiterverwendet werden. Nach dem Verschrauben wird abschließend der Lüfter einfach wieder in den vorgesehenen Schlitz geschoben. Evtl. muss man ein kleines bisschen an der Halterung fummeln um ihn wieder zum einrasten zu bringen. Mit ruhigen Händen geht dies relativ problemlos und ist auch ohne fremde Hilfe zu bewerkstelligen. Ab und an wäre eine dritte Hand jedoch ganz praktisch.

Lüfter anschließen und schon ist der Freezer 50 bereit für seinen ersten Einsatz.


Praxistest

Der Arctic Freezer 50 verrichtet seinen Dienst zuverlässig und geräuscharm. Die LED Beleuchtung lässt sich je nach Geschmack auf die gewünschte Farbe einstellen. Sie sieht ansprechend aus ohne dabei zu sehr ins Auge zu springen oder aufdringlich zu wirken.

Da ich die Lautstärke nicht professionell messen kann, sind alle Aussagen diesbezüglich nur auf mein subjektives Empfinden zurückzuführen. Getestet wird dabei bei geschlossenem Gehäuse und normalen Umgebungsgeräuschen. Standort des PCs ist auf dem Boden neben dem Schreibtisch, ich sitze demnach nicht direkt mit den Ohren daneben.

Im mittleren Drehzahlbereich liefert der Kühler ein ordentliches Ergebnis, die Lüfter sind dabei nicht zu hören. Reizt man die Drehzahl voll aus, werden die beiden Lüfter zwar ein wenig lauter, sind jedoch auch jetzt nicht als störend einzuordnen.


Temperaturen

Alle Temperaturen sind bei ca 21°C Umgebungstemperatur gemessen worden.

Gekühlt wird ein AMD Ryzen 3700x @Stock. Verbaut in einem Thermatake View 71 mit acht Corsair QL Lüftern. Zum Vergleich ziehe ich die Temperaturen heran, welche mit meiner vorher verbauten Alphacool Eisbär 360 AIO erreicht wurden.


Idle
AIO - 32°C
Freezer 50 800 RPM - 33°C
Freezer 50 Volllast - 33/34°C


Prime 95
AIO - 64°C
Freezer 50 800 RPM - 76°C
Freezer 50 Volllast - 69°C



LED Controller

Der Controller an sich ist klein und in schlichtem, schwarzen Kunststoff gehalten. Er lässt sich unauffällig im Gehäuse unterbringen. Wie auch beim Kühler, befindet sich ein kleines Kärtchen im Lieferumfang, mit welchem man durch scannen einer QR Codes eine Anleitung abrufen kann. Mit der Fernbedienung lassen sich die Farben bequem auch vom Sofa aus einstellen.
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Fazit

Der Arctic Freezer 50 ein solider Towerkühler mit einer ordentlichen Kühlleistung und schöner Beleuchtung. Für einen Marktpreis von etwa 50€ ist er jedoch an einigen Stellen etwas zu schlecht verarbeitet und unflexibel. Es lassen sich nur RAM Riegel mit geringer Bauhöhe verwenden, ansonsten lässt sich nur eine Speicherbank belegen. Der RGB Controller ist ein nettes Extra, welches man jedoch nicht unbedingt benötigt, da die Steuerung auch über den ARGB Controller des Mainboards erfolgen kann. Leider kann ich hier keine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Pro
- anständige Kühlleistung
- leise Lüfter
- dezente, konfigurierbare Beleuchtung

Contra
- Verarbeitung auf den zweiten Blick teilweise verbessungsbedüftig
- keine Möglichkeit zum Tausch der Lüfter
- eingeschränkte Speicherwahl (nur niedriger RAM möglich)
 
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