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Halbleiterfertigung: TSMC will Kapazität erhöhen und Chips für Autos priorisieren

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Der taiwanesische Halbleiter-Produzent TSMC möchte in mittelfristig die Fertigung von Chips für die Automobilbranche priorisieren, teilte ein Sprecher des taiwanischen Wirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters mit. Demnach wolle das Unternehmen dafür auch den Gesamtausstoß an Chips erhöhen, sofern einer Steigerung der Kapazität nichts im Wege stehe.
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Morrich

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Chips für Autos sind natürlich auch die Produkte, die man in einer Pandemie, in der sich der Autoverkehr und die Nachfrage nach Neufahrzeugen deutlich verringert hat, unbedingt benötigt.

Während allerorten Computer für Homeoffice und Homeschooling gekauft werden und deshalb die Bestände massiv gesunken, die Preise deutlich gestiegen sind und einfach nicht genügend CPUs und GPUs nachgeliefert werden können, bekommt ausgerechnet die Automobilbranche wieder eine Extrawurst serviert.

Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber derzeit würde ich mir kein neues Auto kaufen wollen. Es gibt doch (außer den Weg zur Arbeit) aktuell eh keinen Grund irgendwohin zu fahren. Ist doch eh alles geschlossen.

Sollen sie lieber Unternehmen wie AMD priorisieren. Denen werden die CPUs praktisch aus den Händen gerissen. Gleiches gilt für die GPUs und die Chips für die Konsolen.
DAS wollen die Menschen aktuell wirklich haben, weil sie daheim hocken müssen und die Technik sowohl für ihr Homeoffice, Homeschooling, als auch zu Unterhaltungszwecken benötigen.

Aber unsere Bundesregierung ist ja seit jeher der Steigbügelhalter für die Autoindustrie. Man möchte meinen, ohne die Automobilhersteller wäre halb Deutschland arbeitslos. Dem ist aber nicht so.
 

hadhod

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Aber unsere Bundesregierung ist ja seit jeher der Steigbügelhalter für die Autoindustrie. Man möchte meinen, ohne die Automobilhersteller wäre halb Deutschland arbeitslos. Dem ist aber nicht so.

Da Frage ich mich aber was für dich die "Automobilindustrie" bedeutet. Es sind nicht gerade einfach wenig Menschen welche dort arbeiten und zudem darf man die Lieferanten der OEMs auch nicht vergessen. Da kommt schon eine interessante Zahl zusammen.
 

Nimrais

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In DE ist der produzierende Sektor ein viertel der Wirtschaftleistung. 70% ist Dienstleistung. Die Automobilbranche macht etwa einen fünftel der Industrie aus. Warum trotzdem das Auto DAS Wirtschaftsding sein soll erschliesst sich mir nicht. Warum hat sich die Bundesregierung nicht für modernisierte Schulen und Infrastrukturen stark gemacht. Oder für die ganzen Klein- und Kleinstdienstleister die jetzt in der Kriese sind? Mich betrifft es ja nicht und ich sollte die Klappe halten, aber jedes Mal wenn ich solche Meldungen lese stösst es mir sauer auf und die wirklich betroffenen tun mir leid. Novemberhilfen im Februar auszahlen aber bei der Regierung eines anderen Landes anklopfen weil Mercedes keine Limousinen mehr bauen kann. Schüler frieren, die Netzwerke verlottern und den KFZ-Bauern die Dividenden aus Steuergeldern finanzieren und die Beschaffungslage im Ausland richten - Bravo!
 

Allm4cht

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Der Artikel ist etwas irreführend. TSMC sagen, sie priorisieren die Autobranche "falls möglich". Also erst, wenn Kapazitäten frei/geschaffen werden. Dafür wird jetzt nichts anderes runtergefahren.

Uezs bin ich ich gerade ein bisschen schadenfroh. Die Automobilhersteller knechten ihre Zulieferer dermaßen, das musste denen irgendwann mal auf die Füße fallen.
 

hRy

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Da kommt schon eine interessante Zahl zusammen.
Definitiv. Da wird eine sehr große Zahl zusammen kommen.
Dennoch ist es mal wieder ziemlich lächerlich. Die Automobilindustrie ruft, sofort springt die Regierung. Sehr bezeichnend und zum :kotz:
 

Morrich

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Da Frage ich mich aber was für dich die "Automobilindustrie" bedeutet. Es sind nicht gerade einfach wenig Menschen welche dort arbeiten und zudem darf man die Lieferanten der OEMs auch nicht vergessen. Da kommt schon eine interessante Zahl zusammen.

Sicher sind das einige tausend Arbeitsplätze, keine Frage. Dennoch ist das bei weitem nicht so viel, dass man dieser Branche ständig den Weg bereiten müsste, während andere Wirtschaftsbereiche in DE von der Regierung sträflich alleine gelassen werden.
Gerade jetzt in der Pandemie geht es bspw. der Gastronomiebranche sehr viel schlechter als der Automobilbranche. Und dort arbeiten weit mehr Menschen. Gleiches gilt für den Einzelhandel, wo tausende Geschäfte aktuell geschlossen bleiben müssen.
Denen wird aber nur sporadisch geholfen. Die "Novemberhilfen" werden erst jetzt so langsam mal ausgezahlt.

Aber kaum ruft die Automobilindustrie, springt die Bundesregierung sofort.
Nicht falsch verstehen, ich find es ja gut, dass sie der deutschen Wirtschaft damit helfen wollen. Aber es ist halt sehr auffällig, dass sowas immer nur der Autobranche zuteil wird, während andere Branchen ihnen offenbar scheissegal sind.

Und wie gesagt, benötigen die Endkunden aktuell ganz andere Produkte, die aus den Chipwerken kommen. Zubehör für Automobile ist da jetzt gerade nicht Priorität.
 

underclocker2k4

Mr. Alzheimer
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An der Automobilindustrie hängt auch der Dienstleistungssektor.
Neben den reinen Zulieferern für die Autoteile selber gibt es auch ein Haufen Zulieferer der Automobilindustrie, die eben deren Fertigungstechnik bauen, sowohl die Hardware dafür als auch diese Hardware entsprechend verbauen und Inbetriebnehmen.

Von diesen Firmen gibt es entsprechend viele. An den Automobilisten hängen also nicht nur Bosch, Conti und anderen Direktzulieferer, sondern auch ein Großteil der Automatisierungsweltfirmen.

Und von diesen Firmen wiederum hängt auch der Laden in dem Dorf ab, wo diese Firmen ihre Mitarbeiter haben.
Schaut mal um München, Wolfsburg, Leipzig, Stuttgart usw. wieviel Wirtschaftsleistung am Geldfluss der dortigen Werke hängt.
Man sollte nicht vergessen, dass so nen BMW-Werker keine isolierte Person ist, der lässt sein Geld auch irgendwo, genauso wie der Typ, der dem Werker die Roboteranlage hingestellt hat.

Automobilbranche: Unter Strom | ZEIT ONLINE

Also sicherlich nicht so mächtig, wie man gerne verkauft. Aber 2mio Leute ist eine nicht unwesentliche Größe, die einen Dominoeffekt haben kann, wenn die massiv absackt.
 

Tonmann

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Schleswig in Schleswig Holstein!
Hmm ist schon komisch das es angeblich eine so große Nachfrage geben soll.
Ich habe vor zwei Wochen ein neues Auto gekauft und der Händler hat mit Rabatten nur so um sich geworfen!
Der Verkäufer war sogar ziemlich offen was deren Probleme mit dem Absatz angeht :unsure:
 

Cynish

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Ein Schelm wer denkt, dass Politiker auch mit den Öffentlichen fahren könnten :fresse:

Also.. ist das ggf so eine Art Tellerrandproblem, weil man ( ggf von Parteikollegen oder Lobbyisten) eher zu hören kriegt, das man kein Neues Auto kaufen kann weil.. statt vom frustrierten Kind/Enkel über die schulsituation oder die Lage auf dem Hardwaremarkt in Kenntnis gesetzt zu werden?

Kann mir jedenfalls vorstellen, das viele Berufspolitiker wenig Kontakt zu ihren Verwandten haben. Flintenuschi dürfte so eine sein.
 

hadhod

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In DE ist der produzierende Sektor ein viertel der Wirtschaftleistung. 70% ist Dienstleistung. Die Automobilbranche macht etwa einen fünftel der Industrie aus. Warum trotzdem das Auto DAS Wirtschaftsding sein soll erschliesst sich mir nicht.

Wie bitte was? Erachtest du wirklich den den Dienstleistungsektor wichtiger welches grad mal als tertiär Wirtschaftszweig wichtiger als eine Branche welche wie die Automobilbranche, welches im sekundären Wirtschaftszweig angesiedelt ist? Was wird denn durch diese 70% Dienstleistung hergestellt? Hoffentlich ist damit nicht das Fernsehen&Co. gemeint.
 

pillenkoenig

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Warum hat sich die Bundesregierung nicht für modernisierte Schulen und Infrastrukturen stark gemacht. Oder für die ganzen Klein- und Kleinstdienstleister die jetzt in der Kriese sind?
welchen hochbezahlten aufsichtsratsposten kann man der eigenen tochter in einem kleinbetrieb klar machen?
wie hoch sind die parteispenden durch schulen?

und schon weisst du warum.
 

underclocker2k4

Mr. Alzheimer
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Ich denke auch, dass es für die Regierung wesentlich einfacher ist, das Thema Chips zu klären.
Da ruft man in Taiwan an, weint rum, dass da irgendwie 5mio Leute arbeitslos sind und dann wird man sich schon bewegen.

Das ist vom Aufwand und von der Außendarstellung her schön einfach.

Wenn man jetzt halt "nur" den Tante-Emma-Laden rettet, kann zwar der Bürgermeister das für sich beanspruchen, ab das wars dann auch.
Zudem ist das eben auch sehr feingranular und auch firmenspezifisch, das ist also schon mit Aufwand verbunden, wenn man es richtig machen will. (sonst haben wir wieder so Sachen von denen hier berichtet wird, wo Leute Kurzarbeit machen, wo keine ist oder Firmen Geld abgreifen, was ihnen auch nicht gehört, manchmal sind auch die Vorgaben völlig unklar, insbesondere bei den Beantragern)
 

Nimrais

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@hadhod Ohne Smiley gehe ich davon aus, dass du deinen Beitrag ernst meinst. Deshalb führe ich das nicht weiter aus ausser, dass die Westeuropäischen Länder fast ausnahmslos "Dienstleistungsstaaten" sind und der überwiegende Teil der BIP daher kommt. Ob das gut oder schlecht ist will und kann ich nicht beurteilen.
 

hadhod

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@hadhod Ohne Smiley gehe ich davon aus, dass du deinen Beitrag ernst meinst. Deshalb führe ich das nicht weiter aus ausser, dass die Westeuropäischen Länder fast ausnahmslos "Dienstleistungsstaaten" sind und der überwiegende Teil der BIP daher kommt. Ob das gut oder schlecht ist will und kann ich nicht beurteilen.

OEM

original.jpg

Automobilhersteller beziehen wertmäßig 70% ihre Teile von 250-300 Lieferanten welche nochmals ihre eigenen Beschäftigten haben. Diese kommen sowohl von Ausland als auch werden Lokal beschafft, darunter verdient natürlich auch der Dienstleistungssektor, sei es durch eine Versicherung oder Transport. Trotzdem fängt z.B ein Zulieferant wie Magna Steyr nicht an selber irgendwelche Autos anzubieten, sondern baut diese eben weiter für BMW.

Zwischen all diesen Prozessen verdient der Dienstleistungssektor und steigert dadurch sein Umsatzvolumen.

Vergessen wir mal wieviel die Automobilbranche in Deutschland als Teil der Industrie ausmacht, sie produzieren etwas was nicht wie im Dienstleistungsektor gleich wieder nach seinem gebrauch verschwindet.

Zudem zählt auch zum Dienstleistungssektor wie z.B Öffentlich-rechtlicher Rundfunk welches sich natürlich durch GEZ finanziert aber was liefert? Was produzieren die denn und was kann man denn davon exportieren?

Wie wird denn die Dienstleistung gewichtet und wie wird ein neues hergestelltes in seinem Wert gewichtet? All dies trägt auch zur Wirtschaft von Deutschland bei.
 

Nimrais

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Ich wollte damit nicht andeuten, dass die Autobranche in Deutschland unbedeutend ist. Aber gemessen am Einsatz von Behörden scheint es daneben nichts anderes zu geben.

Mein Arbeitgeber ist auch ein Zulieferer für Zulieferer der Autobranche. Mir ist bewusst, wie tief das greift. Das gilt aber auch für die Tüte O-Saft auf dem Frühstückstisch. Der wird aus Orangen (Landwirtschaft) hergestellt. Dazu braucht es Maschinen (Industrie Maschinenbau) für Anbau, Ernte, Verarbeitung, Abfüllung. Alle diese Anlagen braucht es wiederum Komponenten (Industrie). Und jemand muss das alles Entwickeln, Herstellen, warten, ...
Anderes Beispiel Kultur. Hab die exakten Zahlen nicht zu Hand aber scheinbar wird damit mehr BIP generiert als mit der Chemieindustrie welch ein DE jetzt auch nicht gerade klein ist. Jeder Euro der da umgesetzt wird geht wiederum irgendwann in die Staatskasse oder wird anderorts investiert: Neue Beleuchtung, Gebäude, etc. Das Beispiel der Autoindustrie zieht also nicht, diese Produktionstiefe hast du immer in jeder Branche ausser vlt. bei Versicherungen oder Banken. Und selbst die haben Gebeäude, Server, Rechner etc etc. und erzeugen damit Wirtschaftsleistung in anderen Sektoren als ihrem eigenen.
Ich habe noch nie davon gehört, dass sich eine Bundesbehörde dafür eingesetzt hat, dass sich in Kultur, Bildung, etc. irgendwas verändert hat, was nicht ihre Aufgabe war. Und Lieferengpässe von Chips zu lösen ist für MICH keine Aufgabe einer Behörde sondern des Strategischen Einkaufs der Unternehmen.
 

paffi

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Wie hier rumgeheult wird was CPUs und GPUs betrifft.
"AMD priorisieren" für Homeoffice und Homeschooling.
Ich denke nicht, dass es Probleme bei einfachen 4 oder 6 Core CPUs gab.
Die "Probleme", die hier wahrgenommen werden, sind die Preise bei High-End CPUs und GPUs.
Meinetwegen kann die Produktion für diese Produkte auch erstmal mehr gedrosselt werden, um mehr Kapazitäten Richtung für einfachere Produkte freizumachen, oder etwa nicht?
Das Automobil hat in der Tat eine wichtigere Rolle seit der Pandemie. Ich habe im Bekanntenkreis drei Leute, die neue Autos bestellt haben (zwei davon sogar Mercedes, beide Hybrid). Im Individualverkehr kann man sich halt nicht so leicht anstecken. Bei Fahrrädern ist das übrigens genauso. 25 Wochen Lieferzeit für ein Fahrrad (zugegeben, ein spezielleres Rennrad) sind momentan normal.
Also warum nicht Kapazitäten für den Ausbau des Individualverkehrs freimachen? Sollte ja im Sinne der Menschheit sein, da sich so die Verbreitung verlangsamen / eindämmen / vermeiden etc. lässt.
Dass das nicht grade den grünen Daumen fördert (zumindest Automobil), steht wiederum auf einem anderen Blatt.
 

Kazuya91

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Gibt es denn keinen anderen Chiphersteller? Oder ist die ganze Welt von TSMC abhängig?
 

hadhod

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Das Beispiel der Autoindustrie zieht also nicht, diese Produktionstiefe hast du immer in jeder Branche ausser vlt. bei Versicherungen oder Banken. Und selbst die haben Gebeäude, Server, Rechner etc etc. und erzeugen damit Wirtschaftsleistung in anderen Sektoren als ihrem eigenen.

JA aber ein Ingenieurbüro welche z.B ein neues Modell zeichnet bietet hierbei auch nur eine Dienstleistung an - Das Beispiel der Autoindustrie ist natürlich gerechtfertigt, nicht jeder braucht einen Traktor und wird auch diesen erwerben, aber Auto kauft sich fast jeder.

Überhaupt ist das Auto ein ganz großer Faktor in der Mobilität der Menschheitsgeschichte.

Vor allem wird aber kein Unternehmen da wegen was schlechteren zahlen selber in die eigene Tasche greifen, sie werden eher irgendwelche Standorte schließen was sich sogar auf deinen eigenen Arbeitgeber auswirken kann.
 

majus

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In DE ist der produzierende Sektor ein viertel der Wirtschaftleistung. 70% ist Dienstleistung. Die Automobilbranche macht etwa einen fünftel der Industrie aus. Warum trotzdem das Auto DAS Wirtschaftsding sein soll erschliesst sich mir nicht. Warum hat sich die Bundesregierung nicht für modernisierte Schulen und Infrastrukturen stark gemacht.

Eine Modernisierung des Gesamten Lehrplans und Schulsystems ist längst überfällig, soweit ok. Aber sonst war es das dann auch schon.

Da spricht ja mal wieder ein Experte der alles nachplappert ohne darüber nachzudenken und Ahnung zu haben..
Wer bezahlt denn die ganzen Dienstleistungen? Die 25% der Wirtschaftsleistungen die im produzierenden Sektor pro Kopf mit am meisten verdienen oder die Leute, die in der Pflege arbeiten? (ich respektieren den Beruf, über den lächerlich niedrigen Lohn muss man hier nicht diskutieren).

"Dividenden aus Steuergeldern finanzieren" --> bitte eine Quelle dazu Danke!
 

Nimrais

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Da spricht ja mal wieder ein Experte der alles nachplappert ohne darüber nachzudenken und Ahnung zu haben..
Wer bezahlt denn die ganzen Dienstleistungen? Die 25% der Wirtschaftsleistungen die im produzierenden Sektor pro Kopf mit am meisten verdienen oder die Leute, die in der Pflege arbeiten?
Die höchsten Löhne werden mit ziemlicher Sicherheit im Dienstleistungssektor (Versicherungen, Handel) bezahlt...
Insgesamt wird die Lohnsumme der "Dienstleistungsmenschen" die jenigen der Produzierenden deutlich übersteigen:

Zum Thema Dividenden: BMW bezieht Kurzarbeitergeld und zahlt Rekorddividenden aus. Erster Googletreffer: https://www.bimmertoday.de/2020/05/20/dividende-vs-kurzarbeit-kritik-an-bmw-co-wird-immer-lauter/
Mir ist klar (bin selber Aktionär :sick: ) dass eine Kürzung oder Streichung der Dividende zu gewaltigen Kursverlusten führen würde und ggf. Arbeitsplätze kosten würde. Das saure Aufstossen bleibt trotzdem.

Eine Modernisierung des Gesamten Lehrplans und Schulsystems ist längst überfällig, soweit ok. Aber sonst war es das dann auch schon.
Ich spreche noch nicht mal vom Lehrplan, da kenne ich mich wirklich nicht aus in DE. Aber jedesmal wenn es um die Schulen geht, sehe ich heruntergekommene Schulen, defekte Fenster, Röhren TVs mit VHS Rekorder und nicht funktionierende IT. Das wird nicht überall so sein, ist für mich als Nicht-Deutscher schon ein Fingerzeig, dass da der Schuh drückt.
 

majus

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Die höchsten Löhne werden mit ziemlicher Sicherheit im Dienstleistungssektor (Versicherungen, Handel) bezahlt...
Insgesamt wird die Lohnsumme der "Dienstleistungsmenschen" die jenigen der Produzierenden deutlich übersteigen:

Zum Thema Dividenden: BMW bezieht Kurzarbeitergeld und zahlt Rekorddividenden aus. Erster Googletreffer: https://www.bimmertoday.de/2020/05/20/dividende-vs-kurzarbeit-kritik-an-bmw-co-wird-immer-lauter/
Mir ist klar (bin selber Aktionär :sick: ) dass eine Kürzung oder Streichung der Dividende zu gewaltigen Kursverlusten führen würde und ggf. Arbeitsplätze kosten würde. Das saure Aufstossen bleibt trotzdem.


Ich spreche noch nicht mal vom Lehrplan, da kenne ich mich wirklich nicht aus in DE. Aber jedesmal wenn es um die Schulen geht, sehe ich heruntergekommene Schulen, defekte Fenster, Röhren TVs mit VHS Rekorder und nicht funktionierende IT. Das wird nicht überall so sein, ist für mich als Nicht-Deutscher schon ein Fingerzeig, dass da der Schuh drückt.

Wusste garnicht, dass 2019 Kurzarbeit war und wusste, dass 2020 nocht keine dividende gezahlt wurde ok. Ja das ist eine Frechheit, danke.
"Die höchsten Löhne werden mit ziemlicher Sicherheit im Dienstleistungssektor (Versicherungen, Handel) bezahlt..."
Reden wir da jetzt von den Topgehältern? ich meine schon die breite Masse der angestellten, da verident doch sogar ein Bandarbeiter mehr als der durchscnittliche Sachbearbeiter/Bürokraft^^
 

Nimrais

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Reden wir da jetzt von den Topgehältern? ich meine schon die breite Masse der angestellten, da verident doch sogar ein Bandarbeiter mehr als der durchscnittliche Sachbearbeiter/Bürokraft^^
33.4M Kassiererinnen und Pflegekräfte werden in Summe immer noch mehr Kaufkraft zusammenbekommen als 8.17M "Produzierende Kräfte". Zumal da auch die Putzkräfte etc. eingerechnet sind, da die Zahlen nach Branche, nicht nach Beschäftigung erhoben werden. kA was in DE ein ausgebildeter Bandarbeiter verdient. Aber kaum das dreifache einer Pflegekraft (oder doch? Das währe tragisch und ein Grund für den Herrn Altmeier, den ausländischen Pharmakonzernen auf die Füsse zu treten um die Gesundheitskosten zu senken und damit die Budgets in der Gesundheitsbranche zu verbessern).

Edit: Daimler hat im Juli 2020 1.57% Dividende ausgezahlt. Auch wenn das unter Rechtfertigung der 2019er Zahlen geschah finde ich das persönlich unschön.
 
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Tonmann

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Schleswig in Schleswig Holstein!
kA was in DE ein ausgebildeter Bandarbeiter verdient. Aber kaum das dreifache einer Pflegekraft?
Ein Cousin von mir hat bei Mercedes so um die 4K Euro Brutto am Band bei 35 Stunden Woche!
Meine Ex war eine ziemlich gut Qualifizierte Krankenschwester in der Ambulanten Pflege und hatte so knapp 2500,-€ Brutto im Monat bei 40 Stunden Woche,
dafür musste sie aber tlw. Doppelschichten fahren, sprich Morgens von 6 bis 10 und Abends wieder los...
 

Nimrais

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@Tonmann das ist ech hart! Hätte nicht gedacht, dass es so grosse Unterschiede sind.
 

majus

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33.4M Kassiererinnen und Pflegekräfte werden in Summe immer noch mehr Kaufkraft zusammenbekommen als 8.17M "Produzierende Kräfte". Zumal da auch die Putzkräfte etc. eingerechnet sind, da die Zahlen nach Branche, nicht nach Beschäftigung erhoben werden. kA was in DE ein ausgebildeter Bandarbeiter verdient. Aber kaum das dreifache einer Pflegekraft (oder doch? Das währe tragisch und ein Grund für den Herrn Altmeier, den ausländischen Pharmakonzernen auf die Füsse zu treten um die Gesundheitskosten zu senken und damit die Budgets in der Gesundheitsbranche zu verbessern).

Edit: Daimler hat im Juli 2020 1.57% Dividende ausgezahlt. Auch wenn das unter Rechtfertigung der 2019er Zahlen geschah finde ich das persönlich unschön.

So sicher bin ich mir da nicht. Wieviel Geld bleibt denn nach Miete und essen übrig? 200-300 Euro max, eher weniger denke ich?
Tatsächlich verdienen diejenigen die die letzten +10-20 Jahre angefangen habe nichtmehr so viel, die Gernation der etwa +45-50 Jährigen aber bekommt sehr wohl mehr als das doppelte :/
Außerdem bleibt viel mehr Geld übrig für andere Dinge als die Lebensgrundlagen..
 

Nimrais

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Da hab ich die Lohnsituaion wirklich falsch eingeschätzt o_O
Bei uns verdient eine ausgebildete Medizinische Pflegekraft gleich viel wie ein gleichwertig ausgebildeter Techniker (Meine Freundin und ich als Vorzeigebeispiel). Mit den Nacht- und Wochenendezulagen bekommt sie sogar etwas mehr. Ganz recht wie ich übrigens finde! Aber das ist ab vom Thema. Ich bin gespannt, ob TSMC wirklich merklich was verändern wird und kann. Momentan scheinen sie ja Probleme mit Rohstoffen zu haben :poop:
 

DeathShark

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In DE ist der produzierende Sektor ein viertel der Wirtschaftleistung. 70% ist Dienstleistung. Die Automobilbranche macht etwa einen fünftel der Industrie aus. Warum trotzdem das Auto DAS Wirtschaftsding sein soll erschliesst sich mir nicht. Warum hat sich die Bundesregierung nicht für modernisierte Schulen und Infrastrukturen stark gemacht. Oder für die ganzen Klein- und Kleinstdienstleister die jetzt in der Kriese sind? Mich betrifft es ja nicht und ich sollte die Klappe halten, aber jedes Mal wenn ich solche Meldungen lese stösst es mir sauer auf und die wirklich betroffenen tun mir leid. Novemberhilfen im Februar auszahlen aber bei der Regierung eines anderen Landes anklopfen weil Mercedes keine Limousinen mehr bauen kann. Schüler frieren, die Netzwerke verlottern und den KFZ-Bauern die Dividenden aus Steuergeldern finanzieren und die Beschaffungslage im Ausland richten - Bravo!
Die Automobilbranche ist mit großem Abstand die umsatzstärkste Branche in Deutschland. Der Fokus der deutschen Wirtschaft auf das Automobil ist in meinen Augen zwar durchaus ein strukturelles Problem und könnte sich auch gerade im Wandel zu alternativen Antrieben noch kräftig rächen, dennoch macht dieser Umstand durchaus nachvollziehbar, dass die deutsche Politik hier vermittelt. Im Übrigen sind Briefe des Wirtschaftsministers, deren Inhalt auf Schlüsselbranchen abzielt, nichts wirklich ungewöhnliches. Sie stehen nur selten im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Hmm ist schon komisch das es angeblich eine so große Nachfrage geben soll.
Ich habe vor zwei Wochen ein neues Auto gekauft und der Händler hat mit Rabatten nur so um sich geworfen!
Der Verkäufer war sogar ziemlich offen was deren Probleme mit dem Absatz angeht :unsure:

Für deutsche Händler mögen Absatzprobleme auch durchaus Realität sein. Die größten Automärkte liegen aber längst woanders (ganz abgesehen davon, dass Produktionsprobleme für den Verbraucher erst verzögert spürbar werden, besonders bei hochpreisigen Produkten - es könnte also auch sein, dass dein Kauf ein halbes Jahr später anders abgelaufen wäre). Und gerade in China ist die Corona-Pandemie im Wesentlichen schon lange beendet. Die Nachfrage nach Autos dürfte daher ungebrochen hoch sein, der Mangel an Mikrochips die Produktion entsprechend bremsen. Natürlich verantworten VW und co. diesen Mangel teils auch selbst, da die Bestellungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt und aufgrund zu konservativer Prognosen gekürzt haben. Dass nun keine Kapazitäten mehr zu haben sind, mag die Verantwortlichen verstimmen, ich kann da allerdings nur wenig Mitleid empfinden. Fehlplanung führt nunmal zu Problemen.

@HWLUXX:

Schon eure Überschrift suggeriert, dass TSMC jetzt gezielt Kapazitätserhöhungen für die Autobauer anstrebt. Die tatsächliche Antwort der Verantwortlichen war aber eher diplomatisches Gesäusel, das im Wesentlichen aussagte: "Wir warten ab, bis wir euch reinquetschen können. Aber dann bekommt ihr auch die gewünschte Priorität". Natürlich vergrault man potenzielle Kunden nicht mit einem klaren "Pech gehabt", aber effektiv ist nicht zu erwarten, dass diesbezüglich Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt werden. Wie bereits angesprochen, machen entsprechende Chips einen sehr geringen Teil am Gesamtumsatz aus, zumal hier vorzugsweise in älteren Verfahren produziert wird. Insofern besteht für den Konzern wenig Anlass, sich außerhalb normaler Abläufe auf etwaige Nachzügler-Kunden einzustellen. Letztlich steht zu vermuten, dass die Automobilbranche wird warten dürfen, bis sich im normalen Laufe der Dinge erneut freie Kapazitäten in den gewünschten Prozessen ergeben. Anschließend mag eine Priorisierung durchaus erfolgen.
 
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