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Festplatte wechseln von USB-Gehäuse an Mainboard

Wanderdüne

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Hallo,

bei zwei "neueren" USB3-Gehäusen mit Platten > 2TB ist mir aufgefallen, dass die Kontroller offensichtlich die Sektorgrößen ändern. Es waren beide Male je eine einzige Partition mit 3, bzw. 4 TB mit MBR eingerichtet und ich konnte sie auch mit XP problemlos ansprechen. Wenn ich die Platten aber aus dem Gehäuse ausbaue und direkt an einen SATA-Anschluss eines Mainboards anschließe, werden die Platten als unformatiert angezeigt.

Gibt es eine (übliche) Möglichkeit, diese Emulation, die die Kontroller betreiben, auszuschalten, bzw. zu umgehen, sodass ich die Daten der HDDs über eine Anschlussänderung transportieren kann.
Konkretes Beispiel: Ich lade Daten am Laptop über das USB-Gehäuse auf die Platte, baue die Daten dann in einen PC und greife darauf zu.

Geht das vielleicht nur mit manchen Controllern oder gar keinen?
Wie sieht es mit diesen USB2SATA-Adaptern aus, welche speziell für administrative Zwecke gedacht sind. Können die das?
 
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Holt

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Klingt sehr nach 4k Sektoremulation, wie sie üblich war bevor Windows XP aus dem normalen Support gefallen ist, eben genau um auch mit XP (welches ja in der 32 Bit Version ab Werk noch kein GPT unterstützt) auch Platten mit mehr als 2TB nutzen zu können. Testen kann man diese indem schließt man die USB Platte anschließt, eine Eingabeaufforderung (cmd) startet und folgenden Befehl genau so ausführt:

wmic diskdrive get BytesPerSector,Model

Steht vorne 4096 ist die 4k Sektoremulation aktiv (oder es ist eine 4kn Platte).
Gibt es eine (übliche) Möglichkeit, diese Emulation, die die Kontroller betreiben, auszuschalten, bzw. zu umgehen, sodass ich die Daten der HDDs über eine Anschlussänderung transportieren kann.
Da wäre mir keine bekannt. Man kann zwar ggf. über ein FW Update diese 4k Sektoremulation im USB-SATA Bridgechip des USB Gehäuses deaktivieren, aber dann kommt man auch nicht mehr an die Daten die vorher mit der 4k Sektoremulation geschrieben wurden.
Konkretes Beispiel: Ich lade Daten am Laptop über das USB-Gehäuse auf die Platte, baue die Daten dann in einen PC und greife darauf zu.
Du meinst, baue die Platte dann in einen PC, aber genau dies geht mit 4k Sektoremulation im USB-SATA Bridgechip des USB Gehäuses nicht, Du musst die Platte im USB Gehäuse lassen und dies dann an den PC anschließen um auf die Daten zugreifen zu können.
 

Wanderdüne

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Klingt sehr nach 4k Sektoremulation, wie sie üblich war bevor Windows XP aus dem normalen Support gefallen ist, eben genau um auch mit XP (welches ja in der 32 Bit Version ab Werk noch kein GPT unterstützt) auch Platten mit mehr als 2TB nutzen zu können. Testen kann man diese indem schließt man die USB Platte anschließt, eine Eingabeaufforderung (cmd) startet und folgenden Befehl genau so ausführt:

wmic diskdrive get BytesPerSector,Model

Das werde ich ausprobieren, sobald ich das Gehäuse verfügbar habe.

Da wäre mir keine bekannt. Man kann zwar ggf. über ein FW Update diese 4k Sektoremulation im USB-SATA Bridgechip des USB Gehäuses deaktivieren, aber dann kommt man auch nicht mehr an die Daten die vorher mit der 4k Sektoremulation geschrieben wurden.
So eine Umstellung würde ich natürlich nur machen, wenn ich vorher alle Daten von den Laufwerken gesichert hätte.
Ich habe zwei solcher Gehäuse und eines davon würde ich gerne für Wartungsarbeiten oder eben flexibleren Datentransport benutzen.

In einem sitzt ein VIA-Chip VLI711-Q4 und Mint meldet:
idVendor=2109, idProduct=0711, bcdDevice= 3.07

Bei Via selbst habe ich keine FW-Updates gefunden, nur hier etwas:

Es steht nicht dabei, ob das Update zu einem anderen Verhalten führen würde.
Offizielle Software wäre mir deutlich lieber, aber vielleicht versuche ich es mal, wenn ich nichts anderes finde.
 

Holt

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So eine Umstellung würde ich natürlich nur machen, wenn ich vorher alle Daten von den Laufwerken gesichert hätte.
Wenn die Daten wichtig sind, dann gewöhne Dir für die Zukunft an immer, also zu jedem Zeitpunkt, mindestens ein ordentliches Backup davon zu haben. Ein ordentliches Backup steht immer auf einem Datenträger der in einem anderen Gehäuse steckt wie der/die Datenträger mit den originalen Daten. Also z.B. in der Cloud, auf einem NAS oder eben auf USB Platten die nur dafür dienen und nur zum Erstellen, Prüfen und Aktualisieren des Backups angeschlossen werden, nur so lange angeschlossen bleiben wie dies dauert und danach z.B. bei Windows mit "Hardware sicher entfernen" abgemeldet und sicher aufbewahrt werden!

In einem sitzt ein VIA-Chip VLI711-Q4
Das sagt gar nichts aus, es ist eine Sache der FW und deren Einstellungen.
Offizielle Software wäre mir deutlich lieber, aber vielleicht versuche ich es mal, wenn ich nichts anderes finde.
Wobei Du dann das Risiko eingehst, dass es erstens auch eine FW mit 4k Sektoremulation ist und zweitens das es danach gar nicht mehr geht. Ich würde es lassen und statt die Platte auszubauen, die Daten einfach per USB auf den PC übertragen, es scheint ja ein USB3 Gehäuse zu sein und damit ist dies praktisch genauso schnell wie intern per SATA.
 

Wanderdüne

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Ich würde es lassen und statt die Platte auszubauen, die Daten einfach per USB auf den PC übertragen, es scheint ja ein USB3 Gehäuse zu sein und damit ist dies praktisch genauso schnell wie intern per SATA.
Ja, wahrscheinlich lasse ich es auch. Es wäre mehr so ein Ding aus dem Bereich "Jugend forscht" geworden und dafür habe ich einfach zu viele andere Baustellen.
Die Platte einfach im Gehäuse zu lassen ermöglicht nicht die geplante Nutzung. Es ging mir darum, einen USB-SATA-Adapter zu haben, damit ich Platten unkompliziert und unterschiedlich anschließen kann. Ein weiterer Vorteil wäre, dass ich noch auf die Daten zugreifen könnte, wenn der Controller mal den Geist aufgeben sollte.
Da ich so etwas nicht oft brauche, könnte man meinen, dass es nicht wichtig ist. Wenn man so etwas aber mal braucht und es nicht hat, steht man auf dem Schlauch.
 

Holt

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Es ging mir darum, einen USB-SATA-Adapter zu haben, damit ich Platten unkompliziert und unterschiedlich anschließen kann.
Dies aktuellen USB Gehäuse und auch USB Adapter sollten keine 4k Sektoremulation mehr haben, dies kam mit dem Ende des Supports von Win XP aus der Mode. Nimm aber ein Retail USB Gehäuse und keines wo jemand die HDD ausgebaut hat, wie z.B. eines von einem MyBook, denn da könnte es eine Sperre bzgl. der unterstützten HDD Typen geben.
Ein weiterer Vorteil wäre, dass ich noch auf die Daten zugreifen könnte, wenn der Controller mal den Geist aufgeben sollte.
Dann brauchst Du aktuell eines welches ebenfalls die 4k Sektoremulation besitzt, sofern dies wirklich der Fall ist. Wurde die Platte mit 4k Sektoremulation initialisiert, so können die Daten die darauf geschrieben wurden, auch nur mit einer 4k Sektoremulation gelesen werden und ebenso wenn es umgekehrt ohne 4k Sektoremulation erfolgt ist, dann kommt man ohne ein Gehäuse mit 4k Sektoremulation auch nicht an die Daten.
 
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