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[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

B.XP

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Henne - Ei? Hat sich die Wirtschaft an die Gesellschaft angepasst oder umgekehrt?
Was man nicht unterscheiden kann weil die Wirtschaft ein Teil der Gesellschaft ist. Die Thematik ist aber, dass die Lebenshaltungskosten für alle steigen - wenn du nicht fest mit staatlicher Unterstützung zur Existenzsicherung rechnen willst,

Das Geburtendefizit gibt es immerhin bereits seit 1973
Was bedeutet, dass die Politik sich dem Thema seit um die 50 Jahren nicht angenommen hat.

Machen wir jetzt wieder seitenlang damit weiter?
Ähm...das Thema was uns tatsächlich gerade extrem umtreibt sind "langfristige Investitionen". Wenn du sagst okay Nachwuchs darf kommen (so wirklich planen kann man das ja nicht) dann wird die ganze Sache wirklich haarig, weil für ungefähr ein Jahr ein Gehalt wegfällt. Mit etwas Glück/Pech auch länger. Die entsprechenden Raten musst du aber dennoch bedienen.

Also - Von unserem Paar-Netto bleiben zusammen gerade 46% übrig. Alles was "Sparen" angeht aber außen vor. Vom Brutto wären es noch ~28%. Wenn ich von meinem Einzel-Netto und weiterhin SK4 ausgehe dann wird das nach Auto-Leasing ne ziemliche Punktlandung auf Null. Dann wird schlagartig aus dem bequemen Leben ohne groß nachzudenken ein permanentes "können wir uns das leisten?". Das ist jetzt natürlich etwas "Milchmädchen" weil mit SK-Wechsel und Freibetrag/dann doch etwas mehr übrig bleibt. Große Sprünge oder gar Sparen sind da auf einmal nicht mehr drin.

€dit @Tundor: Völlig klar. Mich schreckt das auch nicht ab. :) Kinderkleidung neu Kaufen ist ohnehin wie Geld verbrennen. Das dient nur der Visualisierung des Themas "Lebenshaltungskosten" die halt leider nach der Preisexplosion in Sachen Wohnraum einen Sprung nach Oben gemacht haben. Wir haben mit Pelletheizung und Elektroauto+PV jetzt ein relativ "preisstabiles" Fundament zumindest für die nächsten paar Jahre. Es stehen nicht alle finanziell so da wie wir. Mein bester Kumpel und dessen Frau bekommen definitiv Probleme sobald Nachwuchs ins Haus steht - beide arbeiten im Gesundheitssystem. Die haben keine Chance jemals aus dem Miet-Thema rauszukommen. Nicht mal mit heftigeren Abstrichen.
 
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Tundor

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Also - Von unserem Paar-Netto bleiben zusammen gerade 46% übrig.
Wie kommst du auf die 46%? Wenn ihr beide bisher gearbeitet habt solltet ihr doch Netto eigentlich bei 67% Elterngeld landen? Oder hast du in der Rechnung mit drin, dass deine Frau oder Du im zweiten Jahr noch nicht arbeiten geht und deswegen nur noch ein Einkommen da ist?
 

Polarcat

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Es gibt einen Höchstsatz beim Elterngeld. Alles was du darüber verdienst wird wegrasiert.. Und das ist gar nicht so hoch, meine Frau mit ihrer A12 verliert da eine Menge..
 

Tundor

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Es gibt einen Höchstsatz beim Elterngeld. Alles was du darüber verdienst wird wegrasiert.. Und das ist gar nicht so hoch, meine Frau mit ihrer A12 verliert da eine Menge..
Das hatte ich eine Seite vorher in diesem Thread schon erklärt, aber wer bei 1800€ Elterngeld landet muss sich halt meistens keine Sorgen machen, dass er sich kein Essen mehr leisten kann.
 

Polarcat

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Das hatte ich eine Seite vorher in diesem Thread schon erklärt, aber wer bei 1800€ Elterngeld landet muss sich halt meistens keine Sorgen machen, dass er sich kein Essen mehr leisten kann.

Also bei uns fehlen da auf einen Schlag jeden Monat 1800 Euro. Wenn man eine Hausfinanzierung usw. an der Backe hat, sollte man vorher schon gut rechnen oder Polster bilden.. Gerade studierte Frauen mit gut bezahlten Berufen kommen da sicher schon ins Grübeln, ob es den Einschnitt wert ist.. Sieht man ja auch den Statistiken, wo deutlich wird, dass Frauen mit höherer Bildung weniger Kinder bekommen.. Das ist eine "Investion", deren Profit halt rein emotional ist. In einer Zeit mit zunehmenden Egoismus kommt das nicht gut an.
 
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Tundor

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Ohne Frage sollte man das vorher gut durchrechnen, aber bei >3,6Netto sollte ein Polster in aller Regel schon möglich sein ;).
Wenn man weit über den Freigrenzen verdient, dann tut das Elterngeld natürlich auch in absoluten Zahlen umso mehr weh.
 

Muffel2k

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Die ersten 3 Tage im neuen Job sind rum, komplett anderes Aufgabengebiet als vorher (neu in der IT als Applikationsadmin) aber die Zeiten sind massiv höher als vorher (alt: 8.5h + 2x 10min Weg ---- neu: 8.1h + 2x 50min Weg) und irgendwie belastet mich das doch ganz schön. Gewöhnt man sich irgendwann an 11h+ ausser Haus Tage?
(Umzug ist geplant, aber erst in ein paar Monaten)


Bin am überlegen ob ich nicht nach einer Möglichkeit für 1- max. 2 Tage Homeoffice pro Woche frage ... oder wäre das vermessen in der Probezeit?
Nach über 13 Jahren im alten Job hat man sich an viele Sachen so sehr gewöhnt das jede Abweichung zu "Stress" und innerer Unruhe führt ... auch wenn der Job mittelfristig super Aussichten und Chancen bietet
 

Tundor

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Bin am überlegen ob ich nicht nach einer Möglichkeit für 1- max. 2 Tage Homeoffice pro Woche frage ... oder wäre das vermessen in der Probezeit?
Ich denke mal unverbindlich Fragen ist doch völlig in Ordnung. Weißt du denn, ob es anderen Kollegen angeboten wird? Gerade in Corona Zeiten sollte Homeoffice wo möglich eigentlich immer angeboten werden.
 

shinin

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Bin am überlegen ob ich nicht nach einer Möglichkeit für 1- max. 2 Tage Homeoffice pro Woche frage ... oder wäre das vermessen in der Probezeit?
Nach über 13 Jahren im alten Job hat man sich an viele Sachen so sehr gewöhnt das jede Abweichung zu "Stress" und innerer Unruhe führt ... auch wenn der Job mittelfristig super Aussichten und Chancen bietet

Fragen kostet nichts und im Hinblick auf Corona vielleicht gar nicht so schlecht? Ich bin ja auch noch in der Probezeit, von zu Hause arbeiten ist aktuell ausdrücklich erwünscht. Ich muss aber ganz ehrlich sagen für den Austausch mit den Kollegen bzw. auch die Einarbeitung ist arbeiten von zu Hause nicht so schön. Auch wenn quasi alles über Zoom/Teams läuft. Werde erst übernächste Woche wieder in die Firma.
 
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undervolter19

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Gewöhnt man sich irgendwann an 11h+ außer Haus Tage?
Da der Tag auch langfristig nur 24h zu bieten hat sehe ich nicht wie man sich daran gewöhnen kann. Ich liege selbst bei > 10,7h und es ist nicht geil, auf Dauer nicht mit meinen Vorstellungen zu vereinen.

Habe von anderen Leuten mitbekommen die täglich >12h schieben, ich weiß nicht wie die das machen, da sind teilweise Anfahrten von 2*100km/Tag inkludiert... ich nehme mal an sowas wird es in 5-10 Jahren nicht mehr geben, zu Recht.
 

reishasser

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Die ersten 3 Tage im neuen Job sind rum, komplett anderes Aufgabengebiet als vorher (neu in der IT als Applikationsadmin) aber die Zeiten sind massiv höher als vorher (alt: 8.5h + 2x 10min Weg ---- neu: 8.1h + 2x 50min Weg) und irgendwie belastet mich das doch ganz schön. Gewöhnt man sich irgendwann an 11h+ ausser Haus Tage?
(Umzug ist geplant, aber erst in ein paar Monaten)


Bin am überlegen ob ich nicht nach einer Möglichkeit für 1- max. 2 Tage Homeoffice pro Woche frage ... oder wäre das vermessen in der Probezeit?
Nach über 13 Jahren im alten Job hat man sich an viele Sachen so sehr gewöhnt das jede Abweichung zu "Stress" und innerer Unruhe führt ... auch wenn der Job mittelfristig super Aussichten und Chancen bietet
Als Firma würde ich mich wundern das du vom Zeitaufwand für Arbeitsweg überrascht wurdest.
Bring das bloß nicht als Argument gegenüber deinem Vorgesetztem.

Die Argumentation mit Corona kann klappen, kommt drauf an warum die Firma dich eingestellt hat.
Die Einarbeitung im HO ist eine Katastrophe, sind denn deine Kollegen die dich einarbeiten sollen im Office oder HO?

Wie lang hast du den Probezeit? Schau dir die BVs deiner Firma an, da sieht man schnell was es an Möglichkeiten gibt.

Außerdem soviel mehr ist es doch garnicht, wenn du 0,4h pro Tag weniger arbeiten musst und dein Arbeitsweg sich nur um 40 Minuten verlängert hat.
 

B.XP

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Wie kommst du auf die 46%? Wenn ihr beide bisher gearbeitet habt solltet ihr doch Netto eigentlich bei 67% Elterngeld landen?

Das ist aktuell, ohne Elterngeld. Meine bessere Hälfte kommt aus ihrer Seite nicht ans Limit vom Elterngeld.
Für mich wäre die Wahl-Variante auch eher das Minimum an Zeit zu nehmen und dann die Arbeitszeit temporär zu reduzieren. Einfach mal von zeitlichen Aspekt.

Der Punkt ist halt, dass man solche finanziellen Einschnitte für eine gewisse Zeit schon hinnehmen und von Ersparnissen leben kann. Aber das auf Dauer zu machen ist wirklich schwierig - Auch Ersparnisse sind dann irgendwann mal weg.

Dann schau ich mal meine Schwieger-Großeltern an. Berufe: Verkäuferin und Lastwagenfahrer/Lieferant in der Lebensmittelindustrie. Die konnten ohne Leben auf Reserve zwei Kinder groß ziehen und sich auch noch ihr Reihenhaus leisten. Mit den Berufen bist du jetzt eher bei den Aufstockern und hast ein Leben in Altersarmut vor dir. Die beiden sind davon so weit entfernt wie vom Luxus.

Das ist die klassische Mittelschicht, was für unsere Generation wirklich zunehmend schwierig wird.


@Muffel2k - man muss sich nicht ausbeuten lassen und man kann miteinander reden.
Der Führungsstil „cholerischer Brüllaffe“ ist längst out.
 
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reishasser

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Und das dürfte sogar recht wenig sein, hier in FaM brauchen manchen eine halbe Stunde um überhaupt auf die Autobahn auffahren zu können.
Rahmenbedingungen sind bei einem neuem Arbeitsplatz doch immer vorher bekannt.

Ich hab aktuell auch 10 Minuten mit dem Auto oder 40 Minuten (Jobticket) mit nem Bus zur Auswahl.
Nutze beides weil entweder mit Auto vor 6 Uhr schnell da sein um einen kostenlosen Parkplatz zu bekommen oder halt gemütlich mit dem Bus wann ich will.

Beim letzten AG waren es 30 Minuten mit Auto oder 1 Stunde mit der Bahn.
Davor 15 Minuten mit Auto / 30 Minuten mit Bahn oder 45 Minuten mit dem Rad.

Man fährt die Strecke doch 1-2 ab um abzuschätzen ob man sich das antun möchte.
 

Tundor

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Dann schau ich mal meine Schwieger-Großeltern an. Berufe: Verkäuferin und Lastwagenfahrer/Lieferant in der Lebensmittelindustrie. Die konnten ohne Leben auf Reserve zwei Kinder groß ziehen und sich auch noch ihr Reihenhaus leisten
Das war ja sogar noch zur Zeit meiner Eltern so. Als sie Anfang der 90er Jahre ein Haus gekauft haben waren unsere Nachbarn fast alle Arbeiterfamilien. Gefühlt ist das heute eher unrealistisch. Muss aber auch dazusagen, dass die meisten damals auch schon alles ins Haus und Kinder gesteckt haben und dafür halt keine großen Urlaubsreisen gemacht haben (war Süddeutschland, also da ist man halt dann mit dem Auto nach Italien zum "günstig" campen gefahren). Also ein Luxusleben ohne Einschnitte hatten die nach dem Hauskauf alle nicht (die Kreditzinsen waren damals übrigens irgendwo wo bei 5-6% :fresse:).
 
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B.XP

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Das war vor 15-20 Jahren auch noch so. Auch wenn das mit Einschränkung in Sachen Urlaub etc verbunden war: Möglich was es dennoch.

Nur wie soll ein Normalverdiener-Paar mit Kindern hier im Süden genug zur Seite legen um die Anzahlung oder die Kaufnebenkosten zu bewältigen? Wir haben hier Mieten die gerne alleine schon mal 50% des Haushalt-Nettos ausmachen…Baukosten sind auch nicht besser. Ein befreundetes Paar ist am Bauen - völlig abseits vom Schuss, dafür in zweiter Reihe. Ihre DHH geht durch ungeplante Mehrkosten hart auf die Million zu, ohne Luxus. Ich weiß jetzt auch nicht wie die das bezahlen können, von den beiden ist keiner so dermaßen gutverdienend.
 

Tundor

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Ich weiß jetzt auch nicht wie die das bezahlen können, von den beiden ist keiner so dermaßen gutverdienend.
Dann werden sie es sich vermutlich nur mit vollem commitment auf das Haus und sonst nichts mehr leisten können, oder sie haben einfach mehr Geld als du denkst ;). In meiner Bubble haben in den letzten Jahren nur Leute gebaut die ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen haben (z.B. Freunde von uns, beide Juristen in Großkanzleien in Berlin mit Einstieg 120k+ jeweils) oder Leute die halt ne Erbschaft bzw. Schenkung bekommen haben und damit gleich mal 200k weg hatten. Aktuell ist es halt auch wegen den Materialkosten leider nochmal utopischer geworden :(
 

Woozy

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Dann werden sie es sich vermutlich nur mit vollem commitment auf das Haus und sonst nichts mehr leisten können, oder sie haben einfach mehr Geld als du denkst ;). In meiner Bubble haben in den letzten Jahren nur Leute gebaut die ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen haben (z.B. Freunde von uns, beide Juristen in Großkanzleien in Berlin mit Einstieg 120k+ jeweils) oder Leute die halt ne Erbschaft bzw. Schenkung bekommen haben und damit gleich mal 200k weg hatten. Aktuell ist es halt auch wegen den Materialkosten leider nochmal utopischer geworden :(

Was viele nicht bedenken (oder hier im Forum nicht hören wollen) ist auch die Sache, das eine Abtragung eines Hauses in vielen Ecken in Deutschland fast so "günstig" ist wie Miete. Meine Freundin und ich werden deswegen auch in 2024 ein Haus kaufen, komme was wolle.

Wir sind zusammen bei gut 4200€ Netto zzgl. Bonis, Monatliche Kosten haben wir aktuell incl. Miete (über 900€) zusammen gut 2200€. Diese werden sich aufgrund eines Abbezahlten Kredits meinerseits aber auch nochmal um 300€ erhöhen. Auch rechnen wir damit das wir bis 2024 mehr verdienen, vor allem aber ich. Da ich im ÖD Arbeite lässt sich das ja Gott sei dank Taggenau bestimmen :fresse: Ebenso haben wir einen mittleren 5-Stelligen Betrag zur Verfügung. Ebenso haben wir keine Kinder.

Aber ja, der Immobilienmarkt ist für Normalverdiener aktuell absolut nichts. Mit Kindern und Ansprüche wie mehrmals im Jahr in den Urlaub fliegen kann man sich das echt nur leisten wenn man nur noch Ramen-Nudeln frisst. Wenn ich überlege das mein Vater als Maurermeister in seiner Lebzeit (54 Jahre) ZWEI Häuser abgetragen hat verstehe ich das echt nicht mehr.
 

*s!x*

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Was viele nicht bedenken (oder hier im Forum nicht hören wollen) ist auch die Sache, das eine Abtragung eines Hauses in vielen Ecken in Deutschland fast so "günstig" ist wie Miete.
Was aber einfach nicht (mehr) stimmt. Aber wir müssen die Diskussion hier nicht wieder starten.
Heutzutage ist eine Entscheidung für oder gegen ein Haus eine reine Lifestyle Entscheidung und keine finanzielle mehr (natürlich neben der reinen Anschaffung...).

Wenn es für euch besser ist, dann ist ja alles gut. Aber das es finanziell lohnender als Miete ist, ist heute in 95% der Fällen einfach nicht mehr gegeben.
 

Tundor

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Wenn es für euch besser ist, dann ist ja alles gut. Aber das es finanziell lohnender als Miete ist, ist heute in 95% der Fällen einfach nicht mehr gegeben.
Das ist auch meine Auffassung davon. Ich will keinem sein Haus madig reden und freue mich für jeden der sich das leisten kann und will. Ich hätte selber auch gerne eins aber aktuell passt es einfach nicht (auch im Hinblick auf meine vergleichsweise wirklich günstige Miete). Das wird für mich tendenziell ein Thema in 5-10 Jahren.
 

Geforce3M3

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In meiner Bubble haben in den letzten Jahren nur Leute gebaut die ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen haben (z.B. Freunde von uns, beide Juristen in Großkanzleien in Berlin mit Einstieg 120k+ jeweils) ...
Auf was bezieht sich hier das Wort "Einstieg"? Deine beiden Freunde haben nach dem Studium mit über 10.000€ pro Monat angefangen zu arbeiten (ist ja der Wahnsinn...), oder nach einem Arbeitgeberwechsel?
 

shinin

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(auch im Hinblick auf meine vergleichsweise wirklich günstige Miete).

Ist bei mir ähnlich, zahle aktuell 400€ kalt für 70m² in einer vernünftigen Wohngegend und der Vermieter hat seit 12 Jahren die Miete nicht erhöht. Wenn ich die Mietkosten die nächsten Jahre so bleiben, wunderbar. Gibt natürlich auch die anderen Extreme. Ehemaliger Kollege von mir musste sich unbedingt eine Penthouse-Wohnung in der Innenstadt mieten. 1.200€ Kaltmiete, das waren etwas weniger als die Hälfte von seinem Gehalt. Finde ich schon mutig und auch etwas dumm so viel Geld für Miete auszugeben - aber muss jeder selbst wissen.
 

Tundor

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Auf was bezieht sich hier das Wort "Einstieg"? Deine beiden Freunde haben nach dem Studium mit über 10.000€ pro Monat angefangen zu arbeiten (ist ja der Wahnsinn...), oder nach einem Arbeitgeberwechsel?
Ja, tatsächlich Einstieg nach dem Studium. Ich finds auch unwirklich, aber wenn du als Jurist deine Karriere planst und entsprechend zu den Top 5% gehörst (promoviert und mit LLM) und in einer großen Wirtschaftskanzlei einsteigst dann scheint das die Realität zu sein.
https://www.juve.de/karriere/signalwirkung-hengeler-stockt-associategehaelter-deutlich-auf/ (der Artikel ist von 2016, inzwischen ist es wahrscheinlich noch höher).
Arbeitszeiten können in solchen Kanzleien jenseits von Gut und Böse sein, daher relativiert sich das ganze wieder. Unsere Freunde haben es aber irgendwie geschafft, dass sie ne ne halbwegs normale Woche hinkriegen mit ca. 45h, da ist das Gehalt dann schon echt ordentlich. Inzwischen sind die auch nicht mehr bei 120k sondern eher so bei 160k :rolleyes2:
 

VL125

unverhältnismäßig absurd
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Ist bei mir ähnlich, zahle aktuell 400€ kalt für 70m² in einer vernünftigen Wohngegend und der Vermieter hat seit 12 Jahren die Miete nicht erhöht. Wenn ich die Mietkosten die nächsten Jahre so bleiben, wunderbar. Gibt natürlich auch die anderen Extreme. Ehemaliger Kollege von mir musste sich unbedingt eine Penthouse-Wohnung in der Innenstadt mieten. 1.200€ Kaltmiete, das waren etwas weniger als die Hälfte von seinem Gehalt. Finde ich schon mutig und auch etwas dumm so viel Geld für Miete auszugeben - aber muss jeder selbst wissen.
Über 25% vom netto für Kaltmiete ist eh nicht zu empfehlen.
 

p4n0

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Über 25% vom netto für Kaltmiete ist eh nicht zu empfehlen.
Ist ne schoene Empfehlung, klappt nur leider fast nicht. Ausser das Einkommen ist unverhaeltnismaessig hoch oder man wohnt in der absoluten Pampa
 

Niggi

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Wir liegen aktuell bei einem Haushaltsnetto von knapp 4700€ mit Elterngeld und Kindergeld.
In den beiden Monaten wo ich zu Hause bin geht es runter auf knapp 4300€.
Nach dem Jobwechsel nächstes Jahr sind es knapp 5100€ netto.
Damit sind wir natürlich weit über Durchschnitt.
 

MZuki

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Was viele nicht bedenken (oder hier im Forum nicht hören wollen) ist auch die Sache, das eine Abtragung eines Hauses in vielen Ecken in Deutschland fast so "günstig" ist wie Miete. Meine Freundin und ich werden deswegen auch in 2024 ein Haus kaufen, komme was wolle.
Naja. Wir bezahlen hier 1130€ Kaltmiete, was schon recht hoch ist. Wenn ich davon nun Rücklagen abziehe die ich für Eigentum brauche und bei einer Mietwohnung nicht zusätzlich habe, bleiben je nach Größe und Zustand des Eigentums noch +- 900-1000€ über. Um hier im Südwesten mit dieser Summe Eigentum zu finanzieren muss schon ordentlich EK da sein. Zumindest bräuchte ich das um ruhig mit dem Kredit schlafen zu können.
Über 25% vom netto für Kaltmiete ist eh nicht zu empfehlen.
Ich glaube die Regel kann man heute aber getrost vergessen. Selbst Gutverdiener (außer vielleicht im Paar) werden da für eine Familienfreundliche Mietwohnung in Ballungsgebieten nicht hinkommen.
Und nein, nicht jeder möchte einfach in ein anderes Bundesland ziehen um Miete zu sparen oder Eigentum zu erwerben...
 
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meph!sto

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Wir zahlen hier 1020€ KM (bei einem Haushaltsnetto > 6k€).
Versuch' mal im Rhein-Main Gebiet für 1000€/Monat etwas zu finanzieren, wenn du wenig EK hast ("wenig" ist hier relativ). Wäre spannend zu sehen, wie das geht.
Daher haben wir das Thema Eigentum auf unbestimmte Zeit verschoben, da es zur Zeit einfach nicht für uns drin ist (ohne größere Abstriche machen zu müssen).
 
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