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[User-Review] Der Fritz! Repeater 3000 im Test- Das Heimnetz einfach und schnell vergrößert?

TjArden

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Bremen


Hallo zusammen und willkommen bei meinem User-Review.
Getestet wurden innerhalb dieses Reviews ein AVM Fritz!Repeater 3000. Für den Heimgebrauch vermutlich grade der Repeater mit der besten Ausstattung. Der Test soll zeigen, inwiefern in der Stadt das WLAN von dem mehrfachen Antennendesign profitieren kann und welche Verzögerungen durch den Einsatz eines Repeaters zustandekommen.
Bedanken möchte ich mich hier im Vorfeld bei Hardwareluxx und AVM für die Bereitstellung des Testgerätes. Die Ausschreibung ist HIER zu finden, während Ihr HIER meine Bewerbung einsehen könnt.
Ohne große weitere Vorrede soll es auch gleich losgehen:​

Inhaltsverzeichnis
  1. Vorstellung des Gerätes
  2. Inbetriebnahme
    • Lieferumfang
    • Verarbeitungsqualität
    • Erster Start und Einrichtung
  3. Alltagsnutzung
    • Funktionen / Benutzeroberfläche
    • WLAN-Abdeckung und Latenzen
    • Latenzen
    • Stromverbrauch
  4. Fazit
    • Eigene Meinung
    • Preis/Leistungsverhältnis zum aktuellen Markt


Vorstellung des Gerätes


Bei dem Repeater handelt es sich um das Modell Fritz!Repeater 3000 der Marke AVM. Mit der Unterstützung für WLAN im 2,4GHz und 5GHz, sowie einer extra Anbindung an den Router per %Ghz-WLAN stellt es derzeit das Flaggschiff des Unternehmens in Sachen Repeater dar. Die Unterstützung von MU-MIMO und die beiden Ethernet-Anschlüsse runden das Paket ab. Letztere können auch genutzt werden, um eine Verbindung an das Heimnetzwerk per Kabel herzustellen. Dann werden alle verfügbaren WLAN-Antennen für die Kommunikation mit Klienten genutzt. Einzig ein DHCP-Server sollte bereits vorhanden sein, da der Repeater keine Vergabe von IP-Adressen bietet.
Das Zusammenspiel mit anderen Geräten des Herstellers soll unter anderem dank einem Mesh-System besonders reibungslos ablaufen, was weiterführend getestet wird.

Nachfolgend das genaue Datenblatt laut Hersteller:
  1. Leistungsmerkmale
    • WLAN-Mesh-Repeater für höchste Leistungsansprüche
    • Mit WLAN Mesh lassen sich mehrere WLAN-Zugangspunkte einfach zu einem intelligenten System zusammenfassen (ab FRITZ!OS 6.90). Mehr Infos: avm.de/mesh
    • 3 WLAN Funkeinheiten: 1733 Mbit/s + 866 Mbit/s (5 GHz) + 400 Mbit/s (2,4 GHz) für die optimale Versorgung vieler WLAN-Geräte
    • 2 x Gigabit-LAN-Anschluss: Verbundene Geräte (Computer, Drucker, Audio-Video-Zuspieler u. a.) erhalten WLAN-Funktion
    • Lässt sich alternativ per Kabelverbindung an einen Router anschließen (LAN-Brücke)
    • Verschlüsselung mit WPA2 (802.11i), zusätzlich WPA3 Transition Mode (im Modus LAN-Brücke)
    • Kompatibel zu allen gängigen WLAN-Routern
    • Einfache und sichere Einrichtung per Knopfdruck (WPS-Verfahren)
    • Anzeige für Verbindungsqualität und Status
    • Unterstützt das Internetprotokoll IPv6
  2. Einfache Installation
    • Perfekt abgestimmt auf alle FRITZ!Box-Modelle
    • Installation per Tastendruck über WPS (Wi-Fi Protected Setup)
    • Komfortable Bedienung über browserbasierte Benutzeroberfläche (http://fritz.repeater)
  3. Anschlüsse und Schnittstellen
    • Anbindung ans Stromnetz mit mitgeliefertem Netzteil 230 V, 50 Hz
    • WLAN-Access Point: 802.11ac (1.733 MBit/s), 802.11n (400 MBit/s)
    • WLAN: 2 x 5 GHz, 2,4 GHz
    • 2 x Gigabit-Netzwerk-Anschluss (10/100/1000 MBit/s)
  4. Lieferumfang
    • FRITZ!Repeater 3000
    • Netzteil
    • Netzwerkkabel
    • Installationsanleitung
  5. Geräteeigenschaften
    • Abmessungen (B x H x T): ca. 8,8 x 18,4 x 13,6 cm
    • Leistungsaufnahme: maximal 11,4 Watt, durchschnittlich 6 Watt
  6. Garantie
    • 5 Jahre Herstellergarantie auf Hardware für Endkunden gemäß Garantiebedingungen



Inbetriebnahme

Lieferumfang

Geht es also weiter mit dem Lieferumfang und dem Unboxing des Fritz!Repeater 3000. Trotz der genauen Auflistung im Datenblatt oben möchte ich kurz zeigen, was beim Öffnen der Verpackung auf den neuen Besitzer wartet. Neben der üblichen Papp-Beilage und den Handbüchern sind das Gerät selber sowie ein Netzteil und ein Netzwerkkabel dabei.


Das Netzteil (Modell KSAS0121200100HE) kommt von der Marke Ktec und besitzt einen einfachen abgewinkelten Rundstecker mit einem Output von 12 Volt bei 1,0 Ampere.



Verarbeitungsqualität

Bei dem Repeater kann ich von der Verarbeitungsqualität nichts auffallend Negatives berichten. Das Gehäuse wirkt zwar wie einfacher Kunststoff, allerdings passen die Spaltmaße und nichts quietscht oder knarzt unter moderatem Drücken. Mir persönlich sagt das hochglänzende Finish nicht zu, da sich hier nach dem Staubwischen sicher Mikrokratzer abzeichnen. Das ist jedoch persönlicher Geschmack. Die Gummifüße sichern den Stand trotz des geringen Gesamtgewichts und verhindern, dass der Repeater leicht rutscht.
Das Beiliegende Netzkabel macht hinterlässt einen soliden Eindruck, der dem anvisierten Stromverbrauch entspricht.




Erster Start und Einrichtung

Weiter geht es nach der guten Verarbeitungsqualität der der Hardware nun mit softwareseitig nun hoffentlich ähnlich weiter.
Nach dem ersten Anschluss gibt es mehrere Möglichkeiten zur Einrichtung.
Die Einfachste Möglichkeit ist das Koppeln mit anderen AVM-Routern. Einfach kurz nacheinander auf den Knopf vorne am Repeater und die WLAN Taste am Router gedrückt und nach zwei Minuten ist alles fertig. Der Repeater ist dann per WLAN mit dem Router verbunden und sendet Haupt- und Gastnetzwerk von sich aus weiter. Dies geschieht sagoar als Mesh-System, sodass sich bewegende WLAN-Geräte automatisch zwischen den Access-Points wechseln.


Bei der manuellen Einrichtung muss zunächst festgelegt werden, ob der Repeater per LAN oder per WLAN mit dem Heimnetz verbunden werden soll. Je nach gewählter Methode läuft der Einrichtungsassistent dann andere Schritte ab. Hierzu sei gesagt, dass der Repeater nur jeweils ein Netz im 2,4GHz und eins im 5GHz erweitern kann. Zwei Netze im gleichen Standard (z.B. Haupt- und Gastnetz) können nicht angewählt werden.






Nach der Einrichtung kann es dann weitergehen im Alltag.


Alltagsnutzung

Funktionen / Benutzeroberfläche

Aufgrund der bei mir vorliegenden Infrastruktur mit einer Fritz!box 7490 habe ich die erste Einrichtungsmethode gewählt und den Repeater im Mesh eingebunden. Alle Einstellungen werden dann von der Fritz!box übernommen und können für den Repeater auch von dort oder über das Webinterface (fritz.repeater oder IP-Adresse) vorgenommen werden. Dazu gehören das Anstoßen von Softwareupdates oder die Helligkeit der LED-Anzeige. Die Handhabe ist ebenso, wie bei einer Fritzbox sehr intuitiv.

WLAN-Abdeckung und Latenzen

Die Wlan-Abdeckung habe ich sowohl mit Speedtest, als auch mit der Fritz-WLAN-App objektiv bewerten wollen. Dazu wurde ein iPhone XS an verschiedenen Positionen genutzt. Zusätzlich war eine XBox One S für ein realeres Testszenario als Störgerät dauerhaft an der Position P1 per WLAN verbunden und Youtube war darauf aktiviert.
Zur einfachen Vergleichbarkeit wurden zunächst Werte mit der Fritzbox 7490 erstellt. Danach wurde der Repeater als LAN-Brücke an der gleichen Position aufgestellt und das WLAN der Fritzbox deaktiviert. So kann die Reichweite/Abdeckung direkt mit dem des Routers verglichen werden. Im letzten und realitätsnahen Test wird der Repeater aktiv als Repeater an R2 genutzt.




Zwischen Fall 1 und Fall 2 liegt tatsächlich kaum einen Unterschied gemerkt. Die Werte sprechen allerdings dafür, dass die MU-MIMO-Antenne am Repeater bei zwei Geräten an P1 besser agiert. Ansonsten ist bei beiden Fällen an P4 neben den Werten eine starke Schwankung bis hin zum Verbindungsabbruch bei einer Falschen Bewegung zu verzeichnen. Mit Fall 3 nimmt war der Ping zu, sobald das iPhone mit dem Repeater statt des Routers verbunden ist. Nach diesen objektiven Werten muss ich allerdings auch noch subjektiv Worte verlieren. Bemerkbar macht sich der höhere Ping allerdings nicht. Stattdessen bleibt die Verbindung im hinteren Teil der Wohnung deutlich stabiler. Genau dafür hat sich der Repeater also gelohnt, dessen LEDs an der Position R2 übrigens vollen Empfang zur Basisstation anzeigen.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch wird während mehrerer Tage über ein Steckdosenmessgerät überwacht. Die einzelnen Werte sind in der nachfolgenden Tabelle eingetragen.
AVM Fritz!Repeater 3000 (Mehrere Geräte per WLAN und 2 Geräte per Kabel verbunden)
Messmittel: Logilight EM0001

Hochfahren[W]Betrieb (Durchschnitt)[W]Betrieb (Maximalwert)[W]
2,65,75,9
Die Herstellerangaben von maximal 11,4 Watt und durchschnittlich 6 Watt kann ich nachvollziehen. Nehmen wir hier einfach mal den gemessenen Durchschnittsverbrauch von 5,7 Watt an, so würde bei einem Preis von 25ct/kWh der Betrieb des Repeaters ca. 1€ im Monat kosten. Dafür ist der über WLAN Abgedeckte Bereich größer und nicht WLAN-Fähige Netzwerkgeräte erhalten einen Zugang.


Fazit

Eigene Meinung

Für meine Bedürfnisse ist der Fritz!Repeater 3000 ideal. Er nutzt das bei mir in der Stadt weniger belastete 5Ghz-Netz und ermöglicht eine konstante, wenn auch um 4ms verzögerte Verbindung auch im hinteren Bereich der Wohnung. Die LAN Anschlüsse werden in der Abstellkammer mit einem NAS und einer Smarthome Bridge auch voll genutzt. Besser geht’s nicht.

Preis/Leistungsverhältnis zum aktuellen Markt

Das hier ist jetzt ein schwieriger Punkt. Der Fritz!Repeater 3000 kostet momentan (11.2019) 110€. Andere auch markeneigenen Repeater sind mitunter deutlich günstiger und selbst so mache Fritzbox kann dafür schon erworben werden. Allerdings bietet davon keiner die doppelte WLAN Verbindung, um ständig mit dem Router verbunden zu sein. Dieses Alleinstellungsmerkmal könnte unter hoher Auslastung zum Tragen kommen, ist bei mir jedoch nicht weiter ins Gewicht gefallen. Dennoch bin ich beruhigt, das zu haben. Ich würde sie zwar weiterempfehlen, aber je nach Anwendung auch ganz klar auf günstigere Modelle vorziehen.
 
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