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Crucial Storage Executive: das Laufwerk unterstützt keinen Löschvorgang

commander1984

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Hallo,

kurz zum Problem. Ich habe meine 512GB Crucial M550 gegen eine MX500 1TB getauscht.

Die M550 soll verkauft werden und ich habe mir das Crucial Storage Executive Tool geladen. Die SSD ist mittlerweile mit einem USB3 Adapter angeschlossen. Das Tool von Crucial findet die Platte auch und bietet mir auch den Optionspunkt "Laufwerk bereinigen" für die M550 an.

CSE_M550.jpg

ICh schalte das Laufwerk offline:

CSE_M550 _2.jpg

Aber danach wird der Befehl nicht unterstützt:

CSE_M550 _3.jpg

Ich habe schon heraus finden können, das Windows u.U. die Security Options deaktiviert und man die mit PSID-Wiederherstllung die Optionen wieder aktivieren kann. Nur leider klappt auch das nicht:

CSE_M550 _4.jpg

Wer kann mir helfen?
 
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commander1984

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Okay, einfache Lösung: die SSD muss am internen SATA Controller hängen, der Befehl geht nicht über einen zwischengeschalteten USB Controller.
 

Holt

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Über USB funktioniert i.d.R. kein Secure Erase, weil die USB-SATA Bridgchips diese Befehle nicht unterstützen. Ich würde sie einfach durch komplettes Überschreiben mit DISKPART und CLEAN ALL (das ALL ist wichtig!) löschen. Führe als folgende Befehle aus:
  • diskpart
  • list disk
  • select disk x (x steht für die Nummer des Laufwerks aus list disk, die richtige Platte sollte an der Kapazität zu erkennen sein, sonst andere Platten besser vorher abklemmen um Datenverlust zu vermeiden)
  • detail disk (um sicher zu gehen die richtige Platte ausgewählt zu haben)
  • clean all (clean löscht alle Partitionierungsinformationen, clean all überschreibt alles mit 00 und dauert entsprechend länger, man kann danach auch nichts mehr wiederherstellen)
  • exit
 

commander1984

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Danke für die ausführliche Antwort. Aber die Platte ist schon weg.

Ich hab das Löschen wie gesagt mit dem hauseigenen Tool von Crucial gemacht. Nach dem was ich gelesen habe macht das Tool doch genau das, den secure erase Befehl ausführen?
 

PayDay

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ich hol das thema nochmal raus.

das mit den diskpart hat bei mir nicht funktioniert, da angeblich die clean all nicht zur verfügung steht.

die ssd (mx100) ist direkt über den sata anschluss des mainboard angeschlossen und soll für den verkauf vernünftig gelöscht werden.

über die software storage executive lässt sich die platte nicht löschen:

Drive0: Befehl wird nicht unterstützt.

jemand ne idee?
 

Holt

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Welche Fehlermeldung kommt denn genau wenn Du Clean All eingibst? Kann es sein, dass noch wichtige Systemkomponenten von Windows auf der SSD stehen, wie die Partition mit dem Bootsektor oder eine Auslagerungsdatei? In dem Fall boote mal von einem Windows Installations- oder Recoverymedium, drücke dabei die Tastenkombination Shift+F10, um eine Eingabeaufforderung zu öffnen und führe da Diskpart aus.
 

PayDay

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ich habe den rechner heute neu gestartet und wollte die schritte nochmal durchgehen. nun gehts :)

die festplatte war gestern zuerst noch als sicherungsplatte in benutzung und habe dann alle partitionen gelöscht. dann aber nicht neu gestartet, da das zu den zeitpunkt nicht ging.
nun löscht er mit den befehl clean all alles und wie du schon schriebst, dauert das länger. wie lange dauert sowas bei einer 250gb ssd etwa? bei 500 dann wohl doppelt so lange? für eine ssd ist das auch kein problem ? nicht das alles 100x beschrieben wird...
 

Holt

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Wie lange es dauert, hängt von der jeweiligen SSD ab.
 

Fallwrrk

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clean löscht alle Partitionierungsinformationen, clean all überschreibt alles mit 00 und dauert entsprechend länger, man kann danach auch nichts mehr wiederherstellen
Vorsicht. Die Sandforce-Controller komprimieren empfangene Daten und erreichen so ihre Geschwindigkeiten. Bei so nem Controller überschreibt ein "clean all" physisch nur einen Bruchteil der Daten.
 

Holt

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Auch wenn beim Sandforce wegen der Kompression nur ein Bruchteil des NANDs überschrieben wird, so kann man die alten Daten trotzdem nicht einfach so wieder auslesen, da die ganze LBAs auf in der Mappingtabelle nun auf die neuen Daten, eben die Nullen, zeigen und die alten Daten mit keinen LBAs mehr verbunden sind. Beim Lesen bekommt man also auch bei SSD mit Sandforce Controller immer nur 00 zurück, egal welche Adresse man auch ausliest. Die Sandforce die Daten intern auch verschlüsseln, nutzt es da auch nichts die NAND Dies abzulöten und manuell auszulesen.

Es bleibt also dabei: Egal ob HDD oder SSD, einmalige Überschreiben reicht! Auch wenn noch mehr oder weniger viele Rest der Daten in den NANDs stehen, ran kommt man da nicht so weiteres, jedenfalls nicht mit den üblichen Recoverytools wie Testdisk oder Recuva. Wer wirklich so sensible Daten hat das er da Sorgen haben muss, dass jemand diesen Aufwand für einen ungewissen Erfolg treiben könnte, der sollte gebrauchte Datenträger schreddern (lassen) oder mit dem Vorschlaghammer streicheln.
 

PayDay

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die frage ist auch, welche daten man denn so auf der platte hatte. auf ner alten windows platte mit paar ollen bildern und sonst nur den standard windows werk ist doch nun wirklich nicht "abzugreifen". dazu kommt, das jemand auch erstmal auf die idee kommen muss, die daten überhaupt auslesen zu wollen. wenn dort wirklich supergeheimer shit drauf liegt, geht die platte sowieso in die vernichtung.

ich lösche alle platten vorher und lasse clean all drüber laufen und/oder die softwarelösung des hdd herstellers und gut ist. auf den platten ist eh nichts abzugreifen, womit irgendwer auch nur irgendwas anfangen könnte. das größte geheimnis ist da schon die IBAN, die ich den käufer schon vorher schicke ^^
 

Bob.Dig

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Die PSID Wiederherstellung hätte vermutlich die Platte auch gelöscht bzw. kannst Du ja auch noch mal machen. Etwas mühsam ist es beim ersten mal. ;)
 

Holt

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Die PSID Revert muss gewählt werden, wenn Opal2 aktiviert wurde, da dann die normalen ATA Security Feature zu denen auch das Secure Erase Kommando gehört, deaktiviert werden. Aber Vorsicht, die Features sind nicht immer fehlerfrei implementiert, so kam es bei der MX500 vor, dass die PSID sich durch FW Updates verändert hat, also nicht mehr mit der Nummer auf dem Etikett übereinstimmt, was inzwischen per FW Update behoben sein soll:
Die Frage ist aber, ob die betroffenen SSDs bei denen frühere FW Update die PSID verändert haben, dann wieder die aufgedruckte PSID haben oder eine die man nie erfahren wird. Wegen all solcher Probleme, empfehle ich das komplette Überschreiben mit DISKPART und CLEAN ALL, dies funktioniert immer, weil keine besonderen FW Funktionen nötig sind, sonder einfach nur Schreibvorgänge erfolgen.

Guten Rutsch!
 

magic-bream

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Hallo in die Runde,
habe mit Interesse Eure Beiträge gelesen, ich hänge akutell am gleichen Problem. Wir hatten einen Stromausfall, blöd war, dass dadurch ein Systemupdate
einen Schuss abbekommen hat (vermute ich). Das Problem welches sich dann stellte, war dass ich das System nicht mehr booten konnte von die Fehlermeldungen ähneln sehr den o.g. Beschreibungen, meine Anstrenungen das System wieder zum laufen zu bringen bis dato erfolglos. Ich habe dann die SSD ausgebaut und via USB Stick das WIN 10 auf der HDD installiert, damit läuft es jetzt- aber meine SSD bringe ich nicht mehr zum laufen bzw. bereinigen.
Ich muss dazu sagen, ich bin absoluter Anfänger und Probleme mit AHCI Modus, Laufwerk im Offline Modus, gemountete Partitionen........Verschlüsselung für das Laufwerk ist nicht aktiv - die Zusammenhänge zu verstehen, aber ich bemühe mich und bitte darum schon jetzt um Rücksicht.

Ich versuche zu beschreiben:
- ich möchte gerne meine SSD komplett platt machen, da ich alles auf meiner HDD gespeichert habe. ( Problem mit dem "platt" machen der SSD - identisch - siehe oben )
- dann würde ich gerne meine HDD auf die SSD klonen. Tools dazu hab ich installiert.

Wie gehe ich vor, was mache ich als erstes ?

Vielen Dank für die Hilfe, schon vorab.

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