Aktuelles

ASRock x570 Creator - Erfahrungen, Infos, Bugs, Mods

chicken

Member
Thread Starter
Mitglied seit
06.02.2003
Beiträge
120
Hallo,

ich habe seit nicht mal einer Woche das ASRock x570 Creator. Mich würden eure Erfahrungen damit interessieren und falls möglich würde ich natürlich auch Fragen dazu beantworten.

Einen Testartikel von hardwareluxx zum Board gibts hier.
Hier gibts den passenden Thread zum Testartikel.

Ich hab es aktuell in dieser Kombination verbaut (komplett Geizhals Wunschliste hier, nachfolgend die Einzelkomponenten):
ASRock X570 Creator (90-MXBAW0-A0UAYZ)
AMD Ryzen 7 3700X, 8x 3.60GHz, boxed (100-100000071BOX)
Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 64GB, DDR4-3600, CL18-22-22-42 (CMK64GX4M2D3600C18) (hier ein Thread im Forum zu diesem Speicher)
Corsair Force Series Gen.4 PCIe MP600 2TB, M.2 (CSSD-F2000GBMP600)
MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X Trio, 11GB GDDR5X, DVI, 2x HDMI, 2x DP (V360-047R)
Noctua NH-D14
LG Electronics BH10LS38 schwarz, SATA, retail
Cooler Master Silencio 550 schwarz glänzend, schallgedämmt (RC-550-KKN1)
be quiet! Straight Power E9-CM 580W ATX 2.4 (E9-CM-580W/BN198)


Bisher kann ich über die ganzen Funktionen noch nicht allzuviel darüber sagen. Was mir negativ auffällt ist das Thema Lüftersteuerung und Kühlkonzept vom x570-Chipsatz.

Die Lüftersteuerung funktioniert bei mir mit Bios Version 2.0 oder 2.01beta nicht richtig. Probleme habe ich damit im BIOS und in Windows.

Bug 1: In Windows lässt sich der Lüfteranschluss CPU_Fan1 nicht über die hausreigene Software A-Tuning regeln. Während alle anderen Lüfteranschlüsse mit dieser Software gerelt werden können, läuft CPU_Fan1 immer auf Volllast und kann über die Kennfeldsteuerung nicht geregelt werden. Immerhin kann man die Fan-Speed von diesem Port im BIOS regeln. Der bessere Workaround dürfte aber sein, den Lüfter an einem freien Lüfterport anzuschließen, sofern man einen hat.

Hier gibts ein Video zum Problem.

Bug 2: Im Bios gibts eine Funktion die nennt sich "Fan Tuning". Diese soll wohl eigentlich wie auch die Funktion in der Windows Software, die Kennfelder eines oder mehrerer Lüfter anlernen (oder zumindest die Mindestdrehzahl erfassen). Wenn ich dieses Routine starte, friert das Bios nach Abschluss ein. Es hilft dann nur noch ein Reset. Diese Funktion war zum Zeitpunkt als der oben verlinkte Testartikel erschienen ist, noch nicht implementiert.

Zu diesem Problem hab ich hier ein Video hochgeladen. Der interessante Teil geht nur bis etwa Minute 2.

Bug 3: Ich meine, dass das BIOS eine höhere CPU-Temp angezeigt, als ich im Windows auslesen kann. Während das BIOS 52°C zeigen, wird von diversen Windows-Tools eine Temp von um die 31°C angezeigt. Im Windows ist dabei in jedem Fall keine CPU-Last und ich nehme an, dass es im BIOS auch nicht so ist (außer da gibts nen Bug der die CPU im BIOS beansprucht). Ich glaube jedenfalls nicht, dass sich der Tempunterschied in der Zeit eines Reboots derart ändern kann, zumal die Kühlleistung wegen dem Lüfter-Bug von oben ausreichend bläst. Man kann den Unterschied in beiden Videos auch sehen.



Dann ist mir noch das schlechte Design des x570-Kühlers aufgefallen. Bevor ich das Board verbaut habe, hab ich den Kühlkörper vom Chipsatz komplett demontiert und musste leider feststellen, dass die Wärmeabfuhr von Chipsatz zum Kühlkörper durch ein etwa 1mm dickes Wärmeleitpad gehindert wird (mit Messschieber gemessen).

Den Kühler selbst hab ich mir bei der Gelegenheit auch gleich etwas näher angeschaut und muss auch hier feststellen, dass das besser gehen könnte. Der Kühler besteht aus zwei Kühlkörpern und einem Lüfter. Zusammen ist das Konstrukt je nach Stelle an der man misst etwa etwa 10-12mm dick. Eigentlich ist der Kühler so konzipiert, dass der kleinere Teil mit dem Lüfter auf dem Maniboard verbaut bleibt und der obere Teil abgenommen werden kann um eine M.2-SSD zu verbauen. Wenn man sich aber mal die Kontaktfläche zwischen diesen beiden Kühlern anschaut könnte man wahrscheinlich durchaus nochmal was an Kühlleistung rausholen, wenn man den Wärmeübergang zwischen den beiden Kühlkörpern verbessert - dieses fette Wärmeleitpad dazwischen und die raue Oberfläche der Kontaktflächen sind jedenfalls nicht wirklich optimal.

Wahrscheinlich wäre die beste Lösung, wenn man den Kühler ganz aus dem System schmeißt und sich was anderes einfallen lässt. Gibts in diesem Punkt schon irgendwie Lösungen im Handel um den x570 leise zu bekommen? Wenn nicht, wäre vielleicht ein Ansatz, eine Heatpipe aus einem alten Mobilgerät anstelle des Originalkühlers zu montieren.

Ich hatte zudem auch schon zwei Abstütze mit Bluescreens, die man aber sicher in den Griff bekommen kann. Das kann aber am Speicher gelegen haben, denn zum Zeitpunkt der Abstürze lief der Speicher vielleicht bei nicht ganz so optimalen Bedingungen. Die Bedingungen beim ersten Absturz waren glaub ich, als der Speicher im XMP-Profil lief und beim zweiten mal als der Speicher 3200Mhz @ 18-22-22-42 lief - jedoch mit nur 1,2V, was evtl. etwas zu wenig sein könnte. Die Bluescreens kamen erwartet im Idle-Betrieb und ich konnte sie bisher auch noch nicht mit Stresstests provozieren. Mittlerweile hab ich den Speicher dann vorsichtshalber mal auf 1,35V gestellt. Die CPU-Einstellungen hatte ich bisher immer auf Default gelassen.


Bei einem Preis von aktuell 500EUR für das Board hätte ich mir dann doch etwas mehr Liebe zum Detail (x570-Kühler) und nicht so derart offensichtliche Bugs gewünsch, wie sie hier im BIOS und der Windows-Software drin stecken. Bevor ich mich um die ganzen Schmankerl des Boards kümmern werde, möchte ich aber erstmal das Board stabil bekommen und zudem vielleicht auch eine Lösung für die Bugs.

Ein Ticket bei ASRock bezüglich der BIOS und Softwareprobleme ist bereits eröffnet.


Da das seit dem i7 2600k von 01/2012 mein einziger neuer Rechner ist, wäre ich euch für Hilfestellungen natürlich recht dankbar.
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.

emissary42

Kapitän zur See
Mitglied seit
13.04.2006
Beiträge
35.172
Ort
Nehr'esham
System
Desktop System
Endlos-Baustelle
Details zu meinem Desktop
Prozessor
9900K, 4790K, 3770K, QX6700, A10-8750/5800K/5750M/4600M, A8-3870K, A6-3670K, R-464L
Mainboard
M11G, Z97XSOCF, Z77XUP5TH, Z77CROWNU1D, BlackOps, IX48GT3, F2A88XUP4, F2A85XUP4, A75UD4H, F1A75FS1r2
Kühler
HR-22, Silver Arrow IB-E, TRUE Black, Mega Shadow, Orochi
Speicher
G.SKILL, Corsair, Mushkin & Co
Display
5K, 4K, 2K
Netzteil
80plus Platinum

chicken

Member
Thread Starter
Mitglied seit
06.02.2003
Beiträge
120
Danke für den Hinweis. War mir dessen nicht bewusst. Hab den Tag erstmal entfernt.
 

iLLuminatusANG

Active member
Mitglied seit
05.01.2008
Beiträge
3.238
Ort
Heilbronn
@chicken
was sagen denn die Bluescreens? Oder hast du danach einfach gar nicht geschaut? Das fehlt irgendwie komplett in deinem Text, oder ich habe es überlesen. In der Dump kann man doch eindeutig nachlesen warum es zu einem Bluescreen kam.
 

chicken

Member
Thread Starter
Mitglied seit
06.02.2003
Beiträge
120
Das stimmt. Auch wenns den Bock nicht fett macht: Ich habs für unter 500EUR gekauft ;-)

Der aktuelle Stand ist folgender:

Nach Kontakt mit dem ASRock-Support hat sich herausgestellt, dass die Ursache mit der Steuerung der Lüftergeschwindigkeit von CPU_Fan1 ein Hardwaredefekt ist. Der ASRock-Support in Holland kann den Lüfter bei deren Exemplar steuern (sowhl im BIOS als auch in der WIndows-Software), genauso die Kollegen in Taiwan. Folge: Ich muss mein Board zum Dealer einschicken und bekomme ein neues - immerhin als direkter 1:1 Tausch. Werde es dann die nächsten Tage einsenden.

Der Bug mit dem BIOS-Freeze ist auch erledigt. Der ASRock-Support hat den Fehler bei deren Exemplar nachvollziehen können und den Fehler in Taiwan gemeldet. Habe heute (etwa ne halbe bis ganze Woche nachdem der Bug gemeldet wurde) ein neues Beta-BIOS bekommen und mit diesem läuft die FAN-Tuning Funktion ohne Freeze durch. Ich weiß jetzt nicht in wie fern diese Funktion bei anderen ASRock-Boards verbreitet ist, daher kurze Info dazu: Diese Funktion testet alle Lüfterports, indem der Strom aller Lüfteranschlüsse langsam hochgefahren wird. Das Mainboard erkennt dann über das Drehzahlsignal, ab welcher Leistung sich jeder Lüfter individuell anfängt zu drehen und passt dementsprechend auch die Lüfterkennfelder im BIOS etwas an.

Der x570-Lüfter ist mittlerweile auch auf so eingestellt, dass er nicht mehr negativ auffällt. Dafür hab ich aber auch die Grafikkarte vom 1. Slot in den zweiten großen Slot gesteckt, damit der Luftstrom im Gehäuse besser Frischluft ran bekommt. Jetzt Ist der Lüfter auf ca. 60°C, oft auch 1-2°C drunter. Als die Grafikkarte direkt vor dem x570-Lüfter verbaut war, war die Temp immer so bei 65-66°C.

Der ASRock-Support hat sich auch noch etwas zum fetten Wärmeleitpad geäußert. Das ist wohl so, weil man mit direkt kontaktierenden Kühlkörpern zu viel Probleme mit Silizium-Bruch hatte. Sowohl bei der Montage, als auch beim Transport oder beim Kunden. Darum ist es wohl ein Kühlkörper, der auf festem Abstand gehalten wird, welcher mittels diesem fetten Wärmeleitpad überbrückt wird. Gefällt mir nach wie vor nicht, weil ineffizient, aber solang der Lüfter nicht wahrnehmbar ist, komm ich damit klar.

Ich hab den ASRock-Support um eine technische Zeichnung des x570 und auch von dem Mainboardbereich gebeten. Falls ich da was bekomme, werd ich mir vielleicht sowas wie nen Headspreder fräsen der den Chip schützt und dann mal sehen, ob ich vielleicht ne besser Kühllösung aus Heatpipes bauen kann. Aber das ist eher Zukunftsmusik...

Zum Bluescreen hab ich auch neue Erkenntnisse. Da war wohl Layer 8 schuld. 🙃 Ich habe die RAM-Riegel falsch eingesteckt - und zwar in A1 und A2. In dieser Konfig hatte ich die gelegentlichen Bluescreens. Ich konnte in dieser Konfig die Bluescreen kurioserweise weder mit prime95 noch mit anderen Memorybenchmarks oder Burnin-Tests gezielt triggeren. Teilweise liefern die nen ganzen Tag durch. Auch memtest86 hat keine Fehler geschmissen. Die Bluescreens kamen einfach irgendwann ohne erkennbaren Zusammenhang, mal im Idle, mal beim Zocken. Ich konnte mit falsch gesteckten Riegeln auch nur maximal DDR4-3200 einstellen - das XMP-Profil mit 3600 war nicht bootfähig und wurde vom Watchdog immer auf default zurück gesetzt.

Ich hätte ohne diese Erfahrung unterstellt, dass das System bei falsch gesteckten Riegeln halt maximal im Singlechannel-Betrieb läuft - dafür stabil. Dem ist wohl nicht so. Das Board (oder AM4/Ryzen?) mag das wohl nicht. Seit die Riegel in A2 und B2 drin stecken, läuft das System stabil - jetzt immerhin seit ca. einer Woche 24/7.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten