Maximal 48 Lanes mit Nova Lake-S nutzbar: Intels 900-Chipsätze bringen teilweise PCIe-5.0-Lanes mit

Eine PCIe x1 Anbindung für SSDs ist die absolute Ausnahme und auch wenn PCIe 5.0 x1 so viel Bandbreite wie PCIe 3.0 x4 bietet, so wird es immer die Ausnahme bleiben, bei Boards und bei SSDs wohl nicht so implementiert werden. Selbst SSDs mit nur 2 PCIe Lanes sind die Ausnahme, die gab es bei PCIe 3.0 noch relativ häufig, aber schon bei PCIe 4.0 ist PCIe 4.0 x2 bei Geizhals gar nicht als Filter vorhanden und mir wäre auch keine solche SSD bekannt. PCIe 5.0 x2 gibt es nur bei den Samsung 990 EVO und die haben eben auch 4 PCIe Lanes, entweder als PCIe 4.0 x4 oder PCIe 5.0 x2. Aber welches Mainboard hat schon einen M.2 Slot mit nur 2 PCIe 5.0 Slot?

Das Problem ist nämlich, dass die Entwicklung eines Controller für den jeweils neusten PCIe Standard viel Geld kostet und diese können die Hersteller nur dann wieder einfahren, wenn sie für diese Controller anfangs hohe Aufpreise erzielen können. Aber praktisch niemand ist bereit diese Aufpreise für eine SSD zu bezahlen, die nicht schneller als das bisherige Modell ist, damit dürfte eine PCIe 5.0 x2 SSD nicht schneller als eine vergleichbare PCIe 4.0 x4 sein, da sie ja auch nicht schneller ist und woher soll dann das Geld für die Entwicklung von deren Controller kommen? Das gilt auch für die CPU und Mainboardhersteller, die können PCIe 5.0 auch nur als attraktives Feature vermarkten, wenn es schnellere SSDs ermöglicht und dazu brauchen sie eben wieder 4 PCIe Lanes.

Der Gedanke, dass einem die Bandbreite zwar reicht und man eben lieber mehr Geräte anschließen würde, also die Hälfte der doppelt so schnellen auch reicht, funktioniert daher nicht. Außerdem gäbe es beim Übergang Probleme. Wenn sich nun ein Mainboardhersteller ein Board mit M.2 Slots mit PCIe 5.0 und mit nur zwei Lanes versehen hätte, dann hätten alle mit einer PCIe 4.0 x4 SSD plötzlich nur noch die halbe Bandbreite, außer sie haben eine 990 EVO. Die haben nur wenige und der Rest wäre mit so einem Board nicht glücklich.

Wer mehr M.2 Slots haben will, muss eben die passende Plattform wählen, im Extremfall eben HEDT oder halt ein Z890 Board statt eines B650 nehmen, auch wenn es dann ein ATX Gehäuse erfordert. Da muss hat jeder seine Prioritäten setzen und Kompromisse machen.
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Der primäre m.2 Slot ist natürlich immer PCIe 5.0 x4 da der ja eh direkt an der CPU hängt.

Aber für den zweiten und dritten m.2 Slot würden mir persönlich PCIe 4.0 x1 genügen.

PCIe Slots:
Slot 1: PCIe 5.0 x16 von CPU -> für die Grafikkarte
Slot 2: PCIe 4.0 x4 von CPU
Slot 3: PCIe 4.0 x4 vom Chipsatz

m.2 Slots:
Slot 1: PCIe 5.0 x4 von CPU -> für die primäre SSD
Slot 2: PCIe 4.0 x1 vom Chipsatz -> für zweite SSD
Slot 3: PCIe 4.0 x1 vom Chipsatz -> für wahlweise dritte SSD oder WiFi Modul
 
Aber für den zweiten und dritten m.2 Slot würden mir persönlich PCIe 4.0 x1 genügen.
Und dann steckt man eine alte PCIe 3.0 SSD rein und hat kaum mehr als SATA Geschwindigkeit. Besser PCIe 4.0 x4 und einen Chipsatz der auch genug PCIe Lanes hat.
Slot 3: PCIe 4.0 x1 vom Chipsatz -> für wahlweise dritte SSD oder WiFi Modul
Die WLAN Karten sind heute eigentlich immer M.2 Karten.

Mein MSI PRO Z890-P WIFI hat neben dem Slot mit den 16 PCIe 5.0 Lanes der CPU, noch zwei mit je 4 PCIe 4.0 Lanes vom Chipsatz und einen x1 Slot, in dem bei mir eine 10GbE Karte mit dem RTL8127 steckt und dazu hat es noch 4 M.2 Slots, einen mit PCIe 5.0 x4 von der CPU, einen PCIe 4.0 x4 von der CPU und die anderen beiden PCIe 4.0 x4 vom Chipsatz und alles ohne Sharing. Mehr PCIe Lanes sind mit lieber als Slot die mit zu wenig Lanes angebunden sind.
 
MC12LE0 :fresse:

Gibt aber ein paar mit 2 Lanes.
Ist imho nicht sooo verkehrt, wird halt kaum gemacht.
Was halt absolut oberdeluxe wäre, wenn man generell wieder PCIe x4 Slots verbauen würde und die dann x2/x2 bzw. x1/x1/x1/x1 Bifurcation könnten. So könnte dann jeder selbst entscheiden, ob er wenige schnelle oder viele SSDs verbauen will und man könnte die Slots auch noch sinnvoll für was anderes als SSDs nutzen.
 
Dann schaut man an der primären Quelle nach, also bei Intel selbst und da steht z.B. für den 11900K:
Hatte ja schon geschrieben, dass ich das getan und meinen Irrtum bemerkt hatte. Könnte trotzdem Stein und Bein schwören, dass ich das mal gesehen habe, aber relevant ist es nicht. Ich kenne kein Z490- oder Z590-Board mit x8/x4/x4
Das die TB4 Ports vom Chipsatz kommen, halte ich für unwahrscheinlich, die sind ja auch bei Arrow Lake in die CPU integriert,
Stimmt! Mir war entfallen, dass auch bei Arrow Lake schon die Anzahl der nutzbaren Ports in der CPU vom Chipsatz abhängt, weil Intel. Klar, dass das weiterhin so sein wird.
Mir gehts speziell ums total verkackte X870(E), wo nüchtern betrachtet meist ein B850 vernünftiger ist, sofern man das USB4 nicht unbedingt braucht.
Was hab ich davon, wenn alles inklusive aller außer 1x M.2 Port auf der Gen4x4 PCH Anbindung hängt? Klar, im Alltag nicht so das Thema, aber eine >350€ X870E Board kauf ich ja nicht anstelle einer Intel Bxxx 130€ Gurke?
Es hat schon einen guten Grund, warum man USB4 beim X870(E) so vorgeschrieben hatm dass es 4 Lanes Gen5 von der CPU kostet: Bei den Vorgängern wurden PCIe x4-Slots für TB4/USB4-AICs zu 99.9% vom Chipsatz abgeleitet, am besten noch vom zweiten Promotory21-Chip, und wohl auch bei den wenigen Boards mit bereits verbautm TB4-Chip ist das so. Trotzdem hab ich auch lieber einen X670E mit mehr Möglichkeiten. Auch stimme ich dir zu, dass die Allermeisten mit einem B650E/B850E gut bedient sein dürften und dass man durch das Aneinanderketten der Chips beim X670(E)/X870E weniger gewinnt als mir lieb wäre.
Ich hab ein X670E-Board gewählt, weil ich 2x PCIe4.0x4 für USB4(v2) und 10GbE haben wollte und gleichzeitig wenigstens die Option auf mehr als 4xSATA. Gab es nicht zusammen, aber bei meinem Asus Prime X670E-Pro konnte ich in einen M.2 mit Gen3x4 eine Karte mit ASM1166 (6xSATA an Gen3x2) stecken. So hab ich nun 6 HDDs mit zusammen 42TB voller TV-Aufzeichnungen im PC. Lieber wäre mir gewesen, dass nicht 2 von 4, sondern 4 von 6 SATA-Ports shared mit den Lanes des besagtem M.2-Ports wären.
Die Lanes des Chipsatz lassen sich normalerweise nur bis zu x4 zusammenfassen.
Kleine Ausnahme: Asus hatte einige Z690-Boards (einige Strix, meine ich), bei denen mit einem Adapter auf 2xM.2 tatsächlich zwei SSD Gen4x4 in einem Slot am Chipsatz betrieben werden können.

Fänd ich inzwischen eine bessere Lösung, als zig M.2 auf dem Board zu verteilen. Ein x16-Slot für bis zu vier SSD.
 
Und dann steckt man eine alte PCIe 3.0 SSD rein und hat kaum mehr als SATA Geschwindigkeit. Besser PCIe 4.0 x4 und einen Chipsatz der auch genug PCIe Lanes hat.
Aber so würden eben 8 Chipsatzlanes eines H810 oder hypotethischen H910 Chipsatzes ausreichen um drei PCIe Slots und drei m.2 Slots zu betreiben.

Und selbst wenn jemand in den zweiten PCIe Slot dann eine alte PCIe 3.0 SSD steckt wäre es immer noch etwas mehr als SATA Geschwindigkeit, wenn auch nicht mehr viel. Aber um Office zu starten und Office-Dateien zu laden, .mp4 Videos abzuspielen, oder eine .webp aus einer .cr3 RAW zu extrahieren reicht es allemal.

Ich denke das >80% der User mit 24 PCIe Lanes von der CPU und 8 PCIe Lanes vom Chipsatz problemlos auskommen.


Mehr PCIe Lanes sind mit lieber als Slot die mit zu wenig Lanes angebunden sind.
Deswegen gibt es dann ja darüber noch die Bx60, Qx70, Wx80 und Zx90 Chipsätze, aber ich denke das nur <20% der User diese Features wirklich brauchen.
 
ber so würden eben 8 Chipsatzlanes eines H810 oder hypotethischen H910 Chipsatzes ausreichen um drei PCIe Slots und drei m.2 Slots zu betreiben.
Nein, denn mit einem H810 kann man nur 16 PCIe Lanes der CPU nutzen:
Wer 3 PCIe Slots und 3 M.2 Slots möchte, muss zu einem Board mit einem besseren Chipsatz greifen.
Mit dem B860 kann man übrigens 20 der 24 PCIe Lanes der CPU nutzen:
Alle 24 Lanes funktionieren erst mit dem Z890 und dann kann man auch die 16 Lanes aufteilen:
Das hat eben auch mit den Kosten zu tun, denn um die Lanes auf zwei Slots aufzuteilen, braucht man Muxer/Demuxer und die kosten Geld und machen das Design der Boards komplexer. Damit es nicht zu einem Wettrennen der Boardhersteller um die ganzen Features auch bei den Boards mit den kleinen Chipsätzen kommt, was zur Folge hätte das es keine billigen Boards geben würde, werden bestimmte Features eben eingeschränkt. Ein Board mit dem H810 soll nicht alles können was eines mit einem B860 kann, aber dafür billiger sein und ein B860 soll nicht können müssen was ein Z890 kann, sondern günstiger sein. Bei den Z890 sieht man ja anhand der Preisspanne, wie günstig die relativ einfachen Z890 Boards sein können, die trotzdem eine Menge bieten und wie teuer die Enthusiasten Boards sind, die alles noch viel besser können, noch mehr OC ermöglichen und noch mehr RAM Takt, was aber eben die Kosten treibt.
 
@Holt : Man sieht aber bei AMD, dass man auch mit dem B560E/B850E/X870 sehr gut ausgestattete Boards entwerfen kann, welche die Fähigkeiten der CPU gut nutzen und halt nur einen PCIe- oder M.2-Slots und etwas SATA und USB3.2 weniger als beim X670E/X870E. Wie ich gesehen habe, nutzen auch alle Boards für Epyc 400x ausschließlich den B650E, nie den X670E.

Dass Intel das bisher verhindert, ist kundenunfreundlich. Der Z970 hört sich tlw. nach Umdenken an, bzgl. TB4 aber wieder nicht. Dass Lanes der CPU brach liegen, ist einfach Mist.
 
Dann schau dir aber auch mal die Preise an, die B650E Boards gehen von 147€ bis über 600€ und während das günstigste 8+2+1, 10 virtuelle CPU-Phasen (8+2) hat, sind es bei einem ASRock B650E Taichi ab 609€ dann 24x 105A MOSFETs alleine für VCORE und damit mehr als die 14x 60A des billigsten X870E Boards.

Dagegen gibt es B860 Boards ab 87€ bis 255€ und auch da haben die teuerste B860 fettere Spawas als die günstigsten Z890 Boards und erlauben also mehr Allcore-OC und es wird dann auch mit "Extreme Leistung & Performance" beworben. Aber wenn die Boards schon so viel Ausstattung haben die die Kosten trieben, könnten die Hersteller da auch die paar Dollar mehr für den großen Chipsatz ausgeben.
 
Nein, denn mit einem H810 kann man nur 16 PCIe Lanes der CPU nutzen:
Wer 3 PCIe Slots und 3 M.2 Slots möchte, muss zu einem Board mit einem besseren Chipsatz greifen.
Mit dem B860 kann man übrigens 20 der 24 PCIe Lanes der CPU nutzen:
Danke für die Info, das hatte ich nicht auf den Schirm, aber finde es schon etwas bitter, das die günstigen Chipsätze nichtmal die von der CPU bereitgestellten PCIe Lanes komplett weitergeben. Weil mit 24+8 Lanes könte man sonst echt gut auskommen.

BTW, gerade hat hier in der Kaufberatung wieder jemand nach einem preiswerten Gaming-PC gefragt und da hab ich dann einen Core Ultra 7 265KF auf ASUS Prime H810M-A WiFi für 1.512,50€ ( https://www.csl-computer.com/k/ENB1k8IX ) oder Ryzen 7 9700X auf MSI Pro B840M-P WiFi6E für 1.567,30€ ( https://www.csl-computer.com/k/AsIZNTkM ) vorgeschlagen.

Unterm Strich ist aber das H810 trotzdem besser, denn beide haben einen PCIe x16 und PCIe x1 Slot, aber das ASUS Prime H810M-A WiFi hat immerin PCIe 5.0 x16 und PCIe 4.0 x1, das MSI Pro B840M-P WiFi6E nur PCIe 4.0 x16 und PCIe 3.0 x1.

Hab leider für AMD Ryzen bei CSL kein A620 Board mit WiFi gefunden, und die B650 oder B850 Boards wären deutlich teurer gewesen.

Die Samsung 9100 Pro PCIe 5.0 SSD wird leider bei beiden Boards auf PCIe 4.0 ausgebremst, aber PCIe 4.0 SSD wie WD Blue SN5000 (-30€), WD Black SN7100 (-25€) oder Samsung 990 Pro (-20€) hätten auch nicht viel gespart.

Aber deswegen wäre es eben schon gewesen wenn der primäre m.2 Slot immer an vier PCIe 5.0 Lanes von der CPU hängen würde.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh