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  1. #1
    Matrose
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    Question Physische Trennung von zwei Festplatten mit PCIe-Anbindung wie genau möglich?

    Hallo,
    ich hatte mit Google einen Thread von 2017 hier im (Mainboard?)Forum gefunden, als ich auf der Suche war wie ich m2-SSDs sauber (physisch) voneinander getrennt per SATA-Power-Switch in einem Rechner betreiben kann und je nach Wunsch diese oder jene SSD als Bootmedium verwenden kann indem ich ihr Strom gebe und der anderen nicht. Nun finde ich den Thread leider nicht mehr, aber da ich mich sowieso hier anmelden wollte weil ich es sowieso nicht ganz verstanden hatte...


    Zurzeit mache ich mir Gedanken einen richtigen PC einzurichten um mal wieder Anwendungen und Spiele zu betreiben die auf einem Notebook eher nicht so laufen. Als Mainboard war das Gigabyte X570 Aorus Elite angedacht. Dazu (mind.) zwei Festplatten. Die eine mit Windows, vor allem für Games, die andere für Linux. Auf Bootloader würde ich gerne verzichten, ebenso auf die Auswahl der zu bootenden SSD im Bios (und evtl. vorheriger getrennter Installation mit jeweils einer ausgesteckten SSD). Desweiteren würde ich gerne die SSDs über PCIe anschließen (zumindest die SSD mit Windows und Spielen) um ein wenig mehr die Möglichkeiten einer SSD auszuschöpfen und nicht auf 6GB/s mit SATA III beschränkt zu sein. Rein mit SATA-Anschlüssen würde ich mir wohl so eine SATA-Power-Switch (wie bspw. dieses hier) holen, die SATA-Stromversorgung entsprechend anschließen und gut wärs.

    Möchte ich die (m2-)SSD aber direkt an den PCIe anschließen, dann scheint diese Lösung nicht mehr (so einfach) zu funktionieren. So wie ich in dem oben genannten, aber nicht mehr aufgefundenen, Thread gelesen und hoffentlich richtig verstanden hatte gab es da die Lösung, dass ein PCIe-zu-U2-Adapter am Mainboard verwendet wurde und von der SSD auch ein Adapter/Konverter verwendet wurde (war glaube ich alles von Delock) und es dann möglich wurde die Stromversorgung über die SATA-Stromzufuhr laufen zu lassen und eben den SATA-Power-Switch dazwischen zu schalten.

    So würde ich das eben nun auch gerne haben. Per Knopfdruck vor dem Starten die SSD auswählen die mit Strom versorgt werden soll und demnach booten soll. Nur: ich habe kaum Ahnung vom Thema. Weder weiß ich ob das mit dem von mir favorisiertem Mainboard Gigabyte X570 Aorus Elite funktioniert (ich schätze mal schon), welche SSDs ich da am besten bevorzuge (mit ca. 1 TB Größe), was ich genau an Adaptern/Konvertern brauche und wie ich die anschließe und ob das überhaupt dann noch einen signifikanten Geschwindigkeitsvorteil bringt?
    Und da hoffe ich, dass man mir hier ein wenig helfen kann und ich am Ende des Tages ein wenig schlauer bin...

    P.S. ich habe den oben genannten Thread doch noch gefunden: Sind M.2-PCIe-Anschlüsse im BIOS/UEFI deaktivierbar ?
    Geändert von PaulBaum (11.10.19 um 02:05 Uhr) Grund: Thread-Link ergänzt

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  3. #2
    Admiral
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    Standard

    1. Auf Bootloader kann man nicht vollständig verzichten, Windows hat einen und Linux startet auch nicht ohne.
    2. Da U.2 SSDs den 2.5" Formfaktor und damit auch die normalen SATA Stromanschlüsse vom Netzteil nutzen, sollte man diese über solche Schalter auch deaktivieren können, aber richtige U.2 SSDs sind i.d.R. teuer weil es Enterprise SSDs sind und die 2.5" Enterprise nutzen oft 12V und 5V, entweder oder oder auch beides und eines davon. Im Zweifel sollte man also sicherstellen, dass beide Spannungen abgeschaltet werden.
    3. Man kann auch M.2 auf U.2 adaptieren und dann wieder eine M.2 SSD in einem Adapter als U.2 nutzen, aber bei so vielen Verbindungen und Kabeln leidet die Signalqualität und man sollte sich nicht wundern, wenn die Verbindung am Ende langsamer ist oder gar keine Verbindung zustand kommt.

    Daher würde ich zu 2.5" SATA SSDs raten, zumindest beim Gaming wäre dies sowieso keim spürbarer Nachteil und bei den meisten Anwendung vermutlich ebensowenig. Wenn es doch unbedingt NVMe SSDs sein sollen, würde ich die Auswahl über einen Bootloader den ganzen Adaptern und Schaltern vorziehen.
    Je mehr ich in Foren lese, umso mehr stelle ich fest: Geist addiert sich nicht, Dummheit schon!

    "Früher benutzte man im Diskurs sogenannte Argumente, heute wird man im Internet mit Scheiße beworfen, beschimpft, bedroht" Dieter Nuhr (Nuhr im Ersten vom 2. Mai 2019 ab 6:00)

  4. Der folgende User sagte Danke an Holt für diesen nützlichen Post:

    PaulBaum (11.10.19)

  5. #3
    Matrose
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    Danke für die Antwort Holt.

    Es wäre halt schade wenn man diese möglichen Geschwindigkeiten nicht einfach nutzen kann. Da kauft man sich ein vielleicht mehrere tausend Euro teures Gerät und dann kann man nicht mal die Vorteile da ganz ausnutzen. Ist halt irgendwie schade. Aber ja, riesige Sprünge hätte ich mir sowieso nicht erwartet, aber vielleicht doch den ein oder anderen ticken.
    Das mit den Bootloadern war dann eher so gemeint, dass es eben einen Bootloader gibt für mehrere OS und da dann natürlich eine gewisse Problematik ist, dass sie sich gegenseitig abschießen oder ein neues Aufsetzen oder ein neues OS die ganze Sache verkompliziert.

    Ich habe den Link zu dem einen erwähnten Thread noch gefunden und oben angefügt. So wie es scheint wurde es da genau so gemacht wie du beschrieben hast oder? Keine richtige U2-SSD sondern Adapter quasi aus beiden Richtungen. Das so eine Verbindung ein wenig langsamer ist als eine reine Anbindung an PCIe kann ich mir gut vorstellen. Aber sollte das wirklich möglich sein das dies unter SATA III-Geschwindigkeit fallen könnte oder gar ganz nicht funktioniert wenn man es denn sauber ansteckt?

  6. #4
    Admiral
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    Standard

    Erstmal sind NVMe SSDs auf dem Papier zwar viel schneller, aber nur die wenigsten User haben Anwendungen bei denen sich dies bemerkbar macht, denn um überhaupt auf so hohe Transferraten zu kommen, braucht man schon einige lange und parallele Zugriffe. CrystakDiskMark bencht seit einiger Zeit ja auch die sequentiellen Werte nicht mehr mit einem langen Zugriff, sondern mit 32 parallelen Zugriffen über ja 128k. Für die meisten Heimanwender macht eine NVMe SSD keine Sinn, da ihnen eben die Anwendung fehlt die davon wirklich profitiert.

    Dann weiß ich nicht wie weit die ganzen Adapter die Signalqualität jeweils beeinträchtigen, dies dürfte auch von den konkreten Adaptern, dem Board und der SSD abhängen. Fakt ist aber, dass Intel für die schon für die 750 einen M.2 Adapter direkt mit einem verlöteten Kabel angeboten hat und für die Optane 900P gibt es dies immer noch, was gegenüber den separaten M.2 auf U.2 Adaptern und einem U.2 Kabel wieder einen Übergang einspart. Ich würde das nicht riskieren wollen, dass die Lanes am Ende nur langsam laufen, sondern entweder NVMe nehmen, dann aber als M.2 direkt in den Slots und die Umschaltung über den Bootloader machen oder eben SATA und dann mit mechanischen Schalter.
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