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  1. #1
    News Avatar von HWL News Bot
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    Standard Archivierung: Sony stellt neue Cartridge vor

    sonyWie Hardwareluxx bereits in jüngster Vergangenheit berichtet hat, schreibt Microsofts Project Silica Filme auf Glas. Grund für die entwickelte Technologie ist die Problemstellung der jahrelangen Datenarchivierung. Hier gibt es zum einen das Problem der Kosten und zum anderen die Schwierigkeiten bei der Haltbarkeit. Gebrannte DVDs kommen bei ihrer Lebensdauer gerade einmal auf 30 Jahre (selbst gebrannt). Zwar halten gepresste Datenträger bis zu 100 Jahre, allerdings ist dies für die Archivierung bei weitem nicht ausreichend.  


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  3. #2
    Oberstabsgefreiter
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    Der Vorteil gegenüber einem Stapel BD-XLs scheint sich aber darauf zu beschränken das man mehr Daten mit einem Handgriff sichern kann weil man mit den "Kassetten" gleich einen ganzen Stapel der Silberscheiben auf einmal ins Laufwerk einlegen und parallel beschreiben bzw. lesen kann.

    Dem gegenüber steht aber ein hoher Preis als Nachteil, zumindest ein hoher Preis des Laufwerks aber ich denke man kann davon ausgehen das auch die "Kassetten" teurer sind als BD-XLs... und pro Gigabyte vermutlich teurer (wenn auch langlebiger) als Festplatten.

  4. #3
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    Also da habe ich das Problem ja, viel billiger gelöst mit einer qnas, somit Daten sigh erheit durch eine Festplatte zu opfern. Mehr kann man da ja auch nicht recht viel machen.

  5. #4
    Admiral Avatar von DragonTear
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    Ihr beide habt übersehen dass es drum geht Daten für mehr als ein Jahrhundert zu speichern?
    Eine Festplatte kommt da nicht im Entferntesten ran und selbstgebrannte BDs laut Artikel auch nicht.

  6. #5
    Admiral
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    Die vom Hersteller geplante Nutzungsdauer von HDDs beträgt i.d.R. 5 Jahre , wie es Samsung früher auch immer recht offen in die Datenblätter geschrieben hat, so wie hier: Es sind Kalenderjahre, da HDDs auch altern wenn sie nicht benutzt werden und daher auch nur beschränkt lagerbar sind. Dazu schreibt Seagate z.B. hier und auch in einigen anderen Product Manuals: Und außerdem:
    Wenn also die Lagerbedingungen nicht eingehalten werde, sind 90 Tage und zwar in der ungeöffneten Originalverpackung, sonst bestenfalls 1 Jahr. Nach dem Öffnen sollten HDD nicht länger als 30 Tage stromlos sein.

    Bei der neuen Barracuda Pro 10TB mit Heliumfüllung schreibt Seagate: Also hier nur ein halbes Jahr in der ungeöffneten originalen Versandverpackung von Seagate und sonst 2 Monate, nur bei optimalen Bedingungen bis zu einem Jahr.

    HGST schreibt für die meisten Modelle wie z.B. für die Megascale: Das bedeutet nicht, dass die HDDs dann automatisch Schaden nehmen oder gar komplett kaputt sind, wenn man diese Vorgaben nicht einhält. Aber ganz ignorieren sollte man es nicht, denn im Thread Festplatten sterben wie die Fliegen - was mache ich falsch? sind jemandem der ein halbes Jahr im Ausland war, binnen 3 Monaten 4 HDDs gestorben. Die HDDs waren wohl in einem NAS im Keller, also nicht unter optimalen Bedingungen gelagert und natürlich müssen solche Angaben auch unter den ungünstigsten der erlaubten Bedingungen noch eingehalten werden. Unter optimalen Bedingungen dürften die Platten auch eine weitaus längere Zeit ohne Probleme überstehen.
    Auch in diesem Thread wo eine "ein paar Jahre" unbenutzt irgendwo rumgelegen hat und danach nicht erkannt wurde, dürfte Überlagerung des Problem gewesen sein.
    Je mehr ich in Foren lese, umso mehr stelle ich fest: Geist addiert sich nicht, Dummheit schon!

    "Früher benutzte man im Diskurs sogenannte Argumente, heute wird man im Internet mit Scheiße beworfen, beschimpft, bedroht" Dieter Nuhr (Nuhr im Ersten vom 2. Mai 2019 ab 6:00)

  7. #6
    Kapitän zur See Avatar von Andi 669
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    Oh man die News hier werden immer schlimmer, Sony hat keine neue Cartridge vorgestellt sondern eine größere eines bestehenden Systems


    u. auch das System hier hat das selbe Problem wie praktisch alle Archivierungssysteme, was bringt es wenn der Datenträger 100+ Jahre hält wenn es keine Geräte mehr gibt um ihn auszulesen
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  8. #7
    Obergefreiter
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    Ich sehe hier ein Problem das im Artikel leider nicht erwähnt wird.....Die Bänder.
    Aus Erfahrung meines Berufslebens weiß ich, daß sich die Beschichtung nach vielen Jahren (mehr als 25 Jahre) anfängt vom Trägermaterial zu lösen.
    So war / ist es zumindest bei Video, Kassetten und Tonbändern der Fall.
    Einmal durchlaufen lassen und die Köpfe sind innerhalb weniger Minuten dicht. Das Beschichtungsmaterial hat ganze Arbeit geleistet.
    Dem kann nur entgegen wirken, wer sein Material in klimatisierten Räumen lagert. Wer hat das schon als kleine Firma oder als Privatperson ?

  9. #8
    Kapitän zur See Avatar von Andi 669
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    so wie ich das lese ist da ist ein Stapel spezieller Disks drin
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  10. #9
    Fregattenkapitän
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    Das Sony-Teil taugt aber wirklich nur für die Langzeitarchivierung.
    Für kürzere Archivierungsfristen eignet sich LTO viel besser. Das hat eine Haltbarkeit von ca. 30 Jahren.
    LTO 8 Bänder fassen 12 TB nativ und die max. Datenrate von ca. 360 MB/s gilt sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen.
    Mit Kompression passen sogar bis zu 30 TB drauf und die max. Datenrate kommt auf ca. 900 MB/s (da sind dann als Quelle M.2 SSDs nötig, SATA SSDs sind zu langsam!).

    Im Übrigen:
    Wer eine Langzeitarchivierung macht, bewahrt auch die zur Wiederherstellung der Daten nötigen Geräte und Software auf und auch natürlich Anleitungen, wie diese alte Technik zu bedienen ist.
    Denn was nützt es, wenn man noch die Daten und technischen Geräte/Software hat, aber keiner mehr die Bedienung kennt?

    Im gewerblichen Bereich ist es sogar gesetzliche Vorschrift, das zu tun.
    D.H., für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen (i.d.R. 10 Jahre) muß man nicht nur die Daten aufbewahren, sondern auch alle Geräte und Software, die zum Auslesen der Daten nötig sind.

    Auch Papier hält übrigens nicht ewig.
    Wer wirklich langfristiig (d.h. nicht nur ein paar 100 Jahre, sondern mehrere 1000 Jahre) Daten archivieren will, tut dies am besten auf Steintafeln oder fertigt Höhlenmalereien an.

    Und was Privatanwender angeht: Dafür ist das Teil überhaupt gar nicht gedacht, sondern für Firmen, Forschungseinrichtungen, Behörden, etc.
    Geändert von passat3233 (02.12.19 um 15:08 Uhr)
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  11. #10
    Admiral
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    Wobei die Frage ist, wie lange die Hardware hält, wie lange die Schnittstellen existieren und ob es noch Treiber für die Geräte für dann aktuelle Betriebssystem gibt. Alternativ kann man halt den ganzen Rechner aufbewahren, aber dann ist die Frage, wie lange dessen Hardware wiederum hält. Langzeitdatenspeicherung ist eben schwer und erst recht wenn man die Daten auf nicht genutzter Hardware vorhält, besser ist es, wenn man sie auf lebendiger Hardware aufbewahrt, also Hardware die läuft, regelmäßig genutzt und aktualisiert wird.
    Je mehr ich in Foren lese, umso mehr stelle ich fest: Geist addiert sich nicht, Dummheit schon!

    "Früher benutzte man im Diskurs sogenannte Argumente, heute wird man im Internet mit Scheiße beworfen, beschimpft, bedroht" Dieter Nuhr (Nuhr im Ersten vom 2. Mai 2019 ab 6:00)

  12. #11
    Fregattenkapitän
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    Weshalb auch immer empfohlen wird, alte Archive auf aktuelle Hardware umzukopieren.
    Wobei Hardware auch verdammt langlebig sein kann.
    Vor 2 Jahren wurde z.B. im Tower eines großen Flughafens ein Rechner getauscht, der Steuerungsaufgaben im Tower machte.
    Auf dem Rechner lief noch Windows 3.1, der Rechner wurde irgendwann 1993 installiert und lief seit dem 24/7, also satte 24 Jahre lang!
    Weil es damit nie Probleme gab, hatte man den völlig vergessen, das aktuelle Personal wusste noch nicht einmal, das der Rechner existiert.

    Ich habe hier auch so einen Oldie stehen.
    Mein allererster Rechner, ein 286er, damals mit MS-DOS 3.1, läuft bis heute fehlerfrei.
    Geändert von passat3233 (03.12.19 um 10:59 Uhr)
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  13. #12
    Admiral
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    Wobei diese uralten Rechner auch noch deutlich anderes als die heutigen waren, die CPUs haben viel weniger Leistungsaufnahme gehabt und damit waren sie und auch ihre Lötverbindungen, thermisch weit weniger beansprucht. Auch die Lötverbindungen waren anders, die hatten noch die Beinchen an der Seite, die können die Ausdehnung durch Erwärmung viel besser kompensieren als die heute üblichen BGA Chips, wo die Lötstellen auf der Unterseite sind, aber anderes bekommt man gar nicht so viele Verbindungen hin, wie man sie für die viele kleineren und leistungsfähigeren Chips heute eben braucht.

    Die Erfahrungen mit der damaligen Hardware sagen also wenig darüber aus wie die heutige Hardware sich nach so vielen Jahren schlägt, dafür sind die technischen Unterschiede einfach viel zu groß. Außerdem nutzt es einem wenig, wenn die Hardware zwar so lange halten könnte, der eigene Rechner aber nicht zu den Perlen gehört, die auch wirklich so lange durchhalten. Zumal wenn man ihn nicht die in diesem Fall im Flughafen ständig laufen lässt, sondern ausgeschaltet irgendwo aufbewahrt, was auch das Risiko von Korrosionsschäden durch Feuchtigkeit gegenüber einem laufenden System deutlich erhöht.
    Je mehr ich in Foren lese, umso mehr stelle ich fest: Geist addiert sich nicht, Dummheit schon!

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  14. #13
    Kapitän zur See Avatar von Andi 669
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    Dazu kommt das die Rechner wie die ganze Elektronik aus der Zeit noch nicht so extrem auf Kante ausgelegt waren, dazu kommt noch das böse Bleihaltige Lot.
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  15. #14
    Admiral
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    Eben und es gab auch noch nicht diese ganzen Energiesparfunktionen wie sie heute üblich sind. Man sieht ja immer wieder bei Grakas, dass die Lötverbindungen dann aufgeben, denn wenn man sie aufgebacken bekommt und sie danach wieder funktioniert (meist nur für kurze Zeit), dann war eine Lötverbindung das Problem. Die GPUs haben eben sehr viele Pins, eine hohe TDP und entsprechend fette Kühler drauf. Die Leistungsaufnahme wechselt sehr schnell von wenigen Watt im Idle auf einige Hundert Watt bei Last, zumal sie gerade wenn sie kalt sind, noch extra hoch boosten. Dann steigt die Temperatur sehr schnell an und wenn sie wieder Idle sind, können die Kühler sie auch schnell wieder abkühlen. Bei BGA sind aber eben unten überall Lötverbindungen und auf die wirken dann durch die Wärmeausdehnung immer wieder entsprechende Schwerkräfte. Die alten CPUs wie ein 286er damals hatte ihre paar MHz Takt immer anliegen, die Leistungsaufnahme war im Idle und unter Last fast gleich und nie sehr hoch oder besser gering, hiernach hat der 12MHz 286er gerade mal 3W TDP.
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  16. #15
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    Ich habe hier auch so was laufen zwar kein PC, aber eine Infrarot Fernbedienung für die Deckenlampen in meine Hobbyraum die ich mit ca. 15 gebaut habe, das war ein Bausatz von Conrad, (das ist zumindest ein CMOS Controller der da seine Dienst verrichtet)
    wobei ich die modifiziert habe, inklusive selbst geätzten Platinen, auch für das Analoge 12V Netzteil , die verrichtet jetzt seit ca. 35 Jahren ihre Funktion.

    ob diese heutigen Home Automation Geräte eine solche Laufzeit schaffen
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