Xigmatek Talon Stealth Gehäuse in Cartago´s Review





Hallo und herzlich willkommen




Heute im Test ist das Xigmatek Talon Gehäuse mit Sichtfenster.


Über Xigmatek.

Spoiler: Anzeigen




Als Erste, wie immer, die technischen Daten:








Features

Leather-Touch Oberfläche
Staubfilter in der Front und Boden
Dreh und ausbaubare obere HDD-Käfig
Entkoppelung für das Netzteil
Vier Schlauchdurchführungen auf der Rückseite für Montage externer Wasserkühlung



Kommen wir nun zum Gehäuse selbst.

„Das ist das neueste Chassis der Stealth-Serie von Xigmatek: Der Kühlturm mittlerer Größe Talon wurde inspiriert von fortschrittlichen Konstruktionskonzepten aus der Raumfahrt- und Automobilindustrie“. Das sagt Xigmatek zu seinem neuen Sprössling, wie viel Neues und Fortschrittliches in dem Gehäuse steckt, werde ich mit diesem Review versuchen herauszufinden.


Verpackung und Lieferumfang:

Xigmatek liefert das Gehäuse in einer weisen Verpackung mit vielen Bildern aus. Verziert mit reichlich Bildern der Features, die das Gehäuse bietet.
Der Lieferumfang ist für ein Gehäuse komplett und besteht aus folgenden Teilen:


Bedienungsanleitung
Alle notwendigen Schrauben, in einzelne beschriftete Tütchen gepackt
Kabelbinder
Stealth Frontblende für optisches Laufwerk
2,5“ HDD Rahmen für den Oberen HDD Käfig









Äußeres Erscheinungsbild.

Bei dem Aussehen hat Xigmatek alle Register gezogen um sein neues Gehäuse von der Masse abzuheben.
Als Erstes fällt die 2,5° Neigung des Gehäuses auf die durch den unteren Sockel realisiert worden ist. Die Entwickler bei Xigmatek erhoffen sich dadurch, außer dem Optischen auffallen, die Steigerung der natürlichen Konvektion die durch die Neigung unterstütz sein soll.
Zweite äußere Auffälligkeit ist die Leather-Touch Oberfläche, eine Art samtige Gummibeschichtung des Deckels und der Front. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern verhindert sehr wirkungsvoll Fingerabdrücke auf den beschichteten Teilen.
Des weiteren ist die optische Gestaltung des Deckels sehr aufwendig, außer der Beschichtung sieht man gleich die in Rauchglasoptik gehaltene Scheibe oberhalb der Lüfterplätze im Deckel und das große und im Betrieb beleuchtete Xigmatek Logo.
Dieses große X ist nicht nur ein optischer Gimmick, sondern auch gleichzeitig der Power-Button, weiter vorne unter einer Abdeckung befinden sich noch zwei USB 3.0, zwei USB 2.0 sowie Kopfhörer und Mikrofon Anschlüsse und der Reset Taster.
Löblich ist auch das Xigmatek für die Front eine Stealth Frontblende liefert, die das optische Laufwerk versteckt. Die Montage ist denkbar einfach, vorhandene Blende von hinten herausdrücken und neue Blende reinsetzen, natürlich muss die ganze Front davor abgenommen werden.
Auf der rechten Seitentür befindet sich ein großes Sichtfenster, das durch seine Form die optische Wirkung der Neigung noch verstärkt. Linkes Seitenteil ist komplett glatt gehalten ohne speziellen optischen Akzenten.
Die Rückansicht dominiert ein 140 mm großer orangener Lüfter, der zusätzlich durch weise LEDs beleuchtet wird, wie im Übrigen der 200-mm-Lüfter in der Front der zusätzlich über ein Filter verfügt.
Weiterhin sind zu sehen vier Schlauchdurchführungen für Montage externer Wasserkühlung, acht gelochte Slotblenden und oben am Deckel zwei Öffnungen, aus welchen die warme Luft austreten kann. Das Netzteil befindet sich unten.









Kommen wir nun zum Inneren des Gehäuses.

Was uns sofort auffällt, ist das, im Gegensatz zum Äußeren des Gehäuses, sehr schlichte und einfache Erscheinungsbild des inneren. Man merkt sofort das das Hauptaugenmark, auf das äußere gelegt worden ist, natürlich wirkt alles sauber und klar strukturiert aber es fällt eindeutig an Highlights im inneren.
Bis auf den von 3,5“ auf 2,5“ Umbaubaren HDD Käfig ist nichts mehr was auch die meisten anderen Gehäuse nicht bieten würden.
Die optischen Laufwerke werden mittels Schnellverschlusssystem befestigt, die HDD/SSDs mit Einfuhrschlitten verschraubt.
Wie schon erwähnt befindet sich vor den HDDs ein 200 mm LED Lüfter, der über ein fest in der Front montiertes Staubfilter verfügt, ein weiterer Filter befindet sich im Boden und schützt das Netzteil und ein optional zu montierenden Lüfter.
Das Netzteil selbst wird unten auf Gumminoppen montiert und ist mittels Schaumdichtung vom Gehäuse entkoppelt.
Für Erweiterungskarten stehen standardmäßig 295 mm zu Verfügung, mit auf 2,5“ umgebauten oberen HDD Käfig stehen schon 325 mm zur Verfügung und entfernt man den oberen HDD-Käfig komplett vergrößert sich der Platz bis auf 400 mm, das reicht auch um die längsten Grafikkarten, ala HD5970, zu verbauen.
Auch der CPU Kühler darf ein wenig größer werden, ihm stehen ganze 185 mm zu Verfügung, einzig der Platz zwischen Mainboard Tray und rechter Tür ist mit 17 mm äußerst knapp bemessen. Will man den dicken 24 Pin Mainboard Stromkabel unsichtbar hinten verlegen dann muss man schon ein wenig Kraft nutzen, um das Seitenteil zu schließen. Ob das auf dauer gut geht und keine Verformung der Seitenwand hervorruft bin ich mir nicht ganz sicher.
Im Mainboard Tray befinden sich ausreichend viele Kabeldurchführungen und „Nasen“ für die feste Befestigung der Kabel mittels Kabelbinder. Die Öffnung für die CPU ist groß und erlaubt die Montage des Kühlers ohne das Mainboard ausbauen zu müssen.
Alle Kabeldurchführungen besitzen gummierte Ummantelung um die Kabel zu schützen und natürlich um ein optisch sauberes Bild des Aufbaus zu liefern.
Ein großes Minus, meiner Meinung nach, ist das bei dem auf Optik ausgelegten Gehäuse die Lüfterkabel, der ab Werk verbauten Lüfter, nicht ummantelt sind.
Ansonsten glänzt das Gehäuse mit Abwesenheit wichtiger Features die ein 100€ Gehäuse eigentlich haben müsste, unter anderem vermisse ich zum Beispiel: eine Lüftersteuerung oder auch einen einfachen Hot Swap Steckplatz ob intern und/oder extern ist ja nicht so wichtig.









Temperaturen und Lautstärke

Kommen wir als Erstes zu den verbauten Komponenten:







Für die Tests wurde der Kühler, im Gegensatz zu den Bildern, passiv betrieben. Mangels eigener Lüftersteuerung mussten die Lüfter per Aquaero5 XT geregelt werden.
Getestet wird ausschließlich mit den verbauten Lüftern, mit drei Spannungen, und zwar 5, 7 und 12 Volt.
Als Testprogramme laufen Prime95 und FurMark jeweils 3x 30 min. Durchschnittswerte der Läufe kommen dann in die Tabelle rein.

Und hier die Ergebnisse im Vergleich zu Fractal Node304













Wie man den Tabellen entnehmen kann, sieht man deutlich den grundlegenden unterschied des Gehäuseaufbaus. Da wo der Fractal Node304 sehr gute Werte erzielt, hängt der Xigmatek Talon ein wenig ab und umgekehrt. Allerdings zeigt sich deutlich das die reine passive Kühlung der CPU im Talon nicht ganz sinnvoll ist und auch dem Aufbau nicht entsprechen würde. Dagegen ist die Kühlung der Grafikkarte deutlich besser als in einem ITX-Gehäuse wie dem Node304. Im Ganzen sind aber alle Temperaturen im grünen Bereich.


Lautstärkeempfinden.

An dieser Stelle muss ich wie immer darauf hinweisen dass dass Lautstärkeempfinden bei jedem User anders ist und dieser Test nur mein rein Subjektives empfinden darstellt.
Nichtsdestotrotz ist die Grundeinstellung der Lüfter im Xigmatek Talon recht leise und es ist wirklich schade, dass der Hersteller auf eine Lüftersteuerung verzichtet hat. Wäre eine Steuerung verbaut könnte man schon bei 7 V die Lüfter als Silent tauglich bezeichnen zumal sie keinerlei Nebengeräusche, wie klackern oder schleifen, verursachen. Bei 5 V sind die Lüfter kaum noch wahr zunehmen und aus dem Gehäuse nicht mehr heraushörbar. Hier hätte Xigmatek mit einer Steuerung richtig Punkte machen können.



Fazit.

Nun das Fazit fällt diesmal nicht so schwer, Xigmatek stellt mit dem Talon ein optisch innovatives Gehäuse vor das zu gefallen weis. Die Leather-Touch Oberfläche fühlt sich samtig und weich an und schützt effektiv vor Fingerabdrücken. Die Idee auf dem Deckel eine zusätzliche Rauchglasscheibe zu verbauen finde ich persönlich sehr gelungen, auch das große Seitenfenster, der die um 2,5° nach vorne geneigte Form des Gehäuses unterstreicht, sieht sehr gut aus und bietet viel Sicht auf die verbaute Hardware.
Leider fehlen dem Talon solch grundlegende Features wie eine Lüftersteuerung oder Hot Swap Steckplätze, was der zu 2,5“ umbaufähige HDD Käfig nicht wettmachen kann. Praktisch ist er, aber eben nur das. Das Belüftungskonzept und die verbauten Lüfter sind sehr gut und weitere Einbauplätze sind auch vorhanden, müssen aber nicht zwangsläufig genutzt werden.
Für Designverliebte und Avantgardisten ein echter Leckerbissen, für Praktiker eher eine Durchschnittskost.

Aus diesen Gründen verleihe ich dem Xigmatek Talon den Cartago´s Review Award in Silber.







Ich möchte mich bei Caseking herzlich bedanken für die Bereitstellung des Testmusters.