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    SKW
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    Standard Aerocool Scar - Review by SKW (Newie)

    Herzliches Hallo zu meinem ersten Review.
    Als Neuling-Testerin habe ich mich besonders gefreut einen Test für das Aerocool Scar Gehäuse zu schreiben.
    Für alle Text-"Überflieger" mein Fazit ganz zu Anfangs. 😊 Freue mich aber auch besonders über jeden, der sich die Zeit nimmt ihn ganz zu lesen.

    Zusammenfassung / kurzer Überblick

    Da möchte man glatt mehr Zeit unter dem Tisch verbringen. Das elegant technische Design macht Spaß auf Farbmodi-Spiel des Lichtschlitzes und stiftet zum LED-in-Szene-setzen an.
    Die Verarbeitung ist überall sehr gut, genug Platz für Lüfter, Karten, Speicher und vor allem die Möglichkeit einer sauberen Verkabelung ist Trumpf.
    Ein kleines Grundverständnis von Zusammenspiel der PC-Technik ist hilfreich, das erspart aber einem auch nur die ein oder andere Stunde am Wochenende. Wer genau aufpasst, wie der bisherige Computer verkabelt ist und das ein oder andere Foto schießt, hat absolut die gleichen Chancen in Einzelregie das Scar zu seinem neuen Lieblingscase zu machen. Wer gerne zu zweit arbeitet, kann das hier auch gut tun: ein Kurz-Projekt für 1-2 Abende oder fürs Wochenende.
    Da sich das Ergebnis auch ohne innerer LED-Beleuchtung von allen Seiten sehen lassen kann, macht es umso mehr Spaß. Wenn man zusätzlich auch noch einen Profi begeistern kann, lässt sich ein breites Grinsen nicht mehr verbergen.
    Der Innenraum gibt sowohl genug Platz für den Umbau, als auch für kleine Erweiterungen. Für mich ein Case, welches Neulinge zum Entdecken der Computer-Technik animiert und Fortgeschrittenen ein zufriedenes Lächeln beschert.



    Transport-Verpackung & Unboxing

    Die starke Kartonasche und das klare und schlichte Design der Box entfachen bereits bei der Übergabe des Postboten Vorfreude. Die Transportverpackung war klassisch, mit angepassten großzügigen Styroporhalterungen innen. Das Case war mit einer Folie umhüllt und die Echtglasscheibe mit Schutzfolie beidseitig bezogen. Gut verpackt und angebracht war ebenfalls das reichlich sortierte Schraubzubehör, welches weder geklappert hat (Kunststoffbeutel im Inneren an eine Öffnung im Gehäuse befestigt), noch Schaden hervorgerufen hat. Man kann bedenkenlos mit einem Messer die Kartonbox an den Falten aufschneiden.
    Eine ideale Verpackung für besten Schutz, sowohl von außen als auch im Inneren. Sehr sauber und rein. Wahrscheinlich hätte man kaum Fingerabdrücke gefunden. 😊



    Aufbau & Anleitung

    Das Case hat eine klare Aufteilung, eine saubere Verkabelung und wirkt sehr strukturiert. Trotz verschiedener Möglichkeiten der SSD/HDD Verortung, fällt es leicht die Aufteilung zu durchdenken. Selbst für einen Laien wie mich, waren kaum Worte eines Profis nötig, um zu verstehen wo etwas hingehört. Ich konnte einen großen Teil meines alten Konzepts übernehmen, lediglich die Lüfter-Zusammenstellung und die Verkabelung meiner 2 SSDs, da nun weiter voneinander entfernt liegend, wurden geändert. (mehr dazu in „Einbau der Hardware“)
    Eine beiliegende Anleitung für den Verbau der Hardware ist rein bebildert, damit mehr als ausreichend und klar. Mit der Größe eines DIN A3, doppelseitig bedruckt, damit sehr handlich und perfekt zum Nebenanlegen. Hier liegt der Vorteil in der nicht nötig werdenden Übersetzung.
    Sehr hilfreich für mich war die genauere Betitelung der Kabel und deren Gegenstück. Innerhalb weniger Minuten versteht man den Aufbau - selbst eine technisch begeisterte Frau wie mich, die bisher kaum PC-Hardware Erfahrung hat - und kann sofort mit der Planung des Umbaus beginnen.
    Auf der Rückseite befinden sich im unteren Bereich herausbrechbare Schlitze für diverse Montagemöglichkeiten von Karten (7 horizontal, 2 vertikal), im oberen Bereich ein großer bereits verbauter AeroCool Lüfter mit ausreichend langem Kabel. Einen der vertikalen Schlitze nahm ich als Einladung meine Grafikkarte anders zu verbauen als ursprünglich geplant.
    Der innere Boden befindet sich eine Schiene für eine 2,5“ SSD. Dies ist mit einem Streifen vorne und hinten auf den Auflageflächen gepolstert, die vier Schrauben zum Einhaken sind ebenfalls gut isoliert. Auch hier hochwertige Materialien und ein angenehmes Handling.

    Im hinteren Bereich befinden sich 3 große Schlitze für eine Verkabelung von unten. Alle Schrauben und Aussparungen sind gut anzufassen, keine scharfen Kanten oder Ecken.
    Der Unterboden des Cases gibt durch seine hohen Standbeine einen guten Abstand zur Belüftung des Netzteils. Hier speziell ein sehr engmaschiges Gitter, das via Schienen und einem Daumengriff leicht zu entfernen und damit auch reinigen ist. Die Beine sind sehr stabil, großzügig bemessen und haben eine Isolierung aufgeklebt. Das ermöglicht es, das Gehäuse auch einmal über den Boden zu ziehen ohne Kratzer zu hinterlassen, aber vor allem weniger Schall und Vibrationen zu übertragen. Das freut sogar den Hund unterm Schreibtisch.



    Trotz des höheren Aufbaus des Deckels wirkt er stabil, die seitlichen Lüftungsschlitze im Dreieck-Stil sind ein geniales Element, das es industriell und wertig erscheinen lässt. Das dahinter liegende feinere Gitter tut der Optik keinen Abbruch, verstärkt es eher noch.
    Die Echt-Glas-Scheibe setzt sich in eine Aussparung mit einer breiten, etwa Glasbreite Auflagefläche am unteren Rand, das leichtes montieren der Glasscheibe ermöglicht. Nach vorne und oben hin ist ebenfalls daran gedacht worden. Sie schließt damit perfekt mit der umliegenden Verkleidung ab. Vier große mit der Hand gut drehbare Schrauben halten sie in ihrer Position. Auch hier wurde an eine Entkoppelung gedacht.
    Der Aufbau ist rundum durchdacht und an allen Stellen wunderbar für deren Aufgabe umgesetzt worden. Raffinessen hier und da machen es sehr attraktiv. Auch für Bastler, die immer wieder einmal etwas Umbauen.



    Einbaumöglichkeiten & Einbau der Hardware

    Wie einfach ist es für einen Laien?
    Wie bereits in „Aufbau & Anleitung“ erwähnt, waren Anleitung und die klare Struktur des Gehäuses ausreichend, um sich schnell einen Plan für den Umbau machen zu können. Dank der genaueren Bebilderung von Steckern und Schrauben, konnte ich auch auf das Zurückgreifen von Bilden der alten Verkabelung ganz verzichten.
    Für meine Hardware, vor allem dem großen CPU-Kühler hieß es: Umbau der Lüfter. Das Konzept zur bestmöglichen Verteilung der Kühlung war schnell gefunden, zumal mehr als ausreichend Raum für Konzept-Variationen und genug Lüfterplätze vorhanden ist.
    Da ich mich für eine bessere Optik meiner Grafikarte (Sapphire HD 7950) entschied und damit den vertikalen Verbau, nutze ich die dafür vorgesehene vertikale Schlitze. Aufgrund der Schwere und Länge der Karte, habe ich sie statisch etwas unterstützt. Schnell waren 2 saubere Löcher gebohrt, passende Abstandshalter und Schrauben eingesetzt – der Stabilität und der Optik des Case hat es nicht geschadet.
    Folge dieser vertikalen Verbauung war, einen meiner Lüfter auf dem CPU-Kühler doch auf die obere Seite verfrachten zu müssen. Dank des überlegten Case-Design, war hierfür nach oben hin genug Platz, trotz meines bereits unter dem Deckel angebrachten Außenlüfter. Auch diesem ist genug Raum zur Verfügung gestellt worden und die saubere Montagemöglichkeit hat mich positiv überrascht.
    Mit einem guten Plan, abgekupfert vom alten PC und aus der klaren Anleitung vom Hersteller, ist es einfach sich auch als Laie mit Spaß an einem solchen Umbauprojekt zu erfreuen.



    Verarbeitung
    Jegliche Ränder und Ecken sind sauber beschichtet und lassen sich gut anfassen. Es gibt keine scharfen oder spitzen Kanten und fühlt sich rundum gut verarbeitet an.
    Bei der LED-Lichterstreifen-Kante zwischen der vorderen Abdeckung und dem Deckel ist die einzige Stelle an der sichtbaren Präzision zwischen den beiden Teilen fehlt. Das ist insoweit schade, dass der Teil auf der Vorderblende 1-2 mm den Deckel nach oben hin überragt, hier eher wie unsaubere Arbeit aussieht. Es wäre hier schöner, wenn diese plan miteinander abschließen. Die gesamte Blende mit dieser Überragung ist ein schönes Stilelement.
    Um den Boden des Schlitzes sauber zu halten, brauche ich wohl ein paar Ohrenstäbchen. 😉



    Sonstige Auffälligkeiten
    Der Platz zwischen Netzteil und der Festplattenaufnahme im untersten Bereich ist ziemlich knapp. Hier wäre genug Raum um die Aufnahme in der Planung des Cases weiter nach vorne zu nehmen, um den vom Netzteil wegführenden Steckern den ein oder anderen cm zu gönnen. Machbar war es für meine Bauart hier aber trotzdem.



    Laufender Betrieb

    Da sich der Umbau so leicht gestalten lies, entschied ich mich dazu zuerst meine aktuelle Kombination an Komponenten zu verbauen. Ein Einbau einer Wasserkühlung wird einmal ein Urlaubsprojekt – so kann ich mich noch einmal ganz besonders drauf freuen das Case anzufassen.
    Gut und gerne lässt sich die Außenhülle berühren, keinerlei Gummibeschichtungen oder sonstige Soft-Touch Verspieltheit, die sich mit der Zeit meist schrecklich dreckig und unschön anfühlen würden. Die Oberfläche fühlt sich leichte rau an, aber dünnwandig. Was weder Design noch der Wertigkeit großen Abbruch tun.
    Ein richtig ausgezeichnetes Gadget ist dagegen auf jeden Fall und unbestritten das Echt-Glas. Damit schießt man die Wertigkeit extrem nach oben, womit die dünnwandige Hülle fast nicht mithält. Dennoch eine gelungene Kombination, die damit auch das Gewicht niedrig hält.
    Unterdessen genieße ich den super leisen Lauf, auch unter hohen Spielbedingungen. Wärme oder besondere Temperaturen konnte ich bislang nicht feststellen. Zum Leiden der kalten Füße im Winter - müssen wohl Omas Stricksocken her. 😊
    Der LED Streifen des Cases bildet das RGB Spektrum hervorragend ab. Genau weil er sich über zwei Seiten (Vorder- und Oberseite) des Cases erstreckt, wirkt es zusammenhängend und solide, unterstreicht die Gitterstruktur an den Seiten, aber auch gleichzeitig die Präsenz der technischen Möglichkeiten.
    Das edle und gleichzeitig industrielle Design wirkt selbstbewusst an seinem Standort. Ein ideales Zusammenspiel von Technik & Erscheinungsbild.

    Stellmöglichkeiten des Cases

    Sowohl unter dem Tisch (was sehr schade ist, weil dort wenig Genuss der Optik), defenitiv vorzugsweise in Sichtweite. Aufgrund der Schaltmöglichkeiten des LED-Streifens kann bei störendem Blickfeld nicht nur dezentere Farben und Farbspiele angesteuert werden, sondern sogar ganz ausgemacht werden.
    Falls das Innenleben durch die Scheibe betrachtet werden möchte, gibt es ausschließlich die Stellvariante mit der rechten Seite (von vorne auf das Case gesehen) zu geschlossenen Flächen wie Wand oder Schrank, da die offene Seite mit der Verglasung links sitzt.
    Ideale Position ist mit der Vorderseite & dem Deckel zur offenen Fläche, da sich dort der Lichtstreifen überzieht, das Gitterdesign und das Innenleben gut zur Geltung kommt.

  2. Der folgende User sagte Danke an SKW für diesen nützlichen Post:

    Stegan (10.11.19)

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