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    Fregattenkapitän
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      • Motherboard:
      • MSI Z87-G45
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      • Aerocool P7-C1
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      • Handy:
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    Standard Reeven Okeanos - Exotischer Dual-Tower mit hoher Leistung

    Inhaltsverzeichnis
    1. Einleitung
    2. Unboxing & Details
    3. Eigenschaften
    4. Montage
    5. Leistung
    6. Lautstärke
    7. Fazit


    1. Einleitung
    Nachdem ich bereits zwei Kühler von Reeven getestet habe (Justice und Ouranos), wollte ich auch das Top-Modell von Reeven genauer anschauen. In diesem Review stelle ich euch also den Reeven Okeanos (RC-1402) vor. Bereits der Name des Kühlers - Okeanos - macht seine Stellung im Portfolio deutlich. Denn Okeanos gilt in der griechischen Mythologie teilweise als Vater der Götter. Da die anderen Kühler (Justice, Ouranos etc.) auch der griechischen Götter-Mythologie entspringen, also wohl gewählt. Man muss aber auch sagen, dass Okeanos auch als Vater aller Flüsse gehandelt wird. Somit wäre der Name evtl. noch passender für die kommende AiO von Reeven (Naia) gewesen.


    2. Unboxing & Details
    Die Verpackung des Reeven Okeanos erinnert an die des Ouranos, nur dass der Hintergrund hier blau und nicht grün marmoriert ist. Natürlich wird auch der Kühler abgebildet, jedoch ist die Farbe der Lüfter auf der Verpackung nicht farbtreu. Denn hier wirken sie etwas blass, obwohl das Gelb der Lüfter sehr kräftig ist. Wie üblich wird auf der Verpackung auf spezielle Eigenschaften hingewiesen. Die technischen Eigenschaften sind in 6 sprachen aufgedruckt. Am Sticker auf dem Deckel erkennt man auch, dass die Kompatibilität zum Sockel 1151 nachträglich erreicht wurde. Dazu wurden Unterlegscheiben beigelegt um den Anpressdruck anzupassen.



    In der Verpackung ist der gesamte Inhalt in Kartons aufgeteilt. An den Seiten befindet sich je ein Karton, in dem sich jeweils ein Lüfter befindet. In der mittleren Kammer sitzt der Kühlkörper, in dessen Zwischenraum ein weiterer Karton sitzt, welcher folgenden Lieferumfang beinhaltet.



    Wie man schnell erkennt, kann der Kühler nicht nur mit den beiden beiliegenden Lüftern betrieben werden, sondern auch noch mit einem dritten. Die Klammer sind für Lüfter mit 105mm Bohrung vorgesehen, also 120mm Lüfter oder eben 140mm Lüfter mit angepasstem Rahmen. Weiterhin sind zwei Speed Switch Adapter (SSA) enthalten, welche, wie der Name verrät, die maximal Drehzahl der beiden Lüfter verringert, wodurch sie mit 1000UPM bzw. 1100UPM begrenzt drehen. Der Montagesatz ist wieder identisch zu dem des Justice und Ouranos. Ich finde es eigentlich sehr gut, dass Reeven dies so handhabt. Denn ein Wechsel innerhalb der Marke wird somit sehr leicht gestaltet. Außerdem ist der Montagesatz ziemlich stabil ausgelegt. Auch optisch weisen die Einzelteile keine Mängel auf. Enthalten ist auch wieder eine Tüte mit Wärmeleitpaste. Auch hier kann ich nur wieder sagen, dass mir eine Spritze besser gefallen würde, da man die Paste dann auch öfter verwenden könnte.


    Wie zu Anfang bereits erwähnt, handelt es sich bim Okeanos um einen Dual-Tower, wie man unschwer erkennen kann. Insgesamt ist der Kühlkörper symmetrisch aufgebaut. Das heißt auch, dass auf einen Versatz verzichtet wird, um eventuell die Kompatibilität zu erhöhen. Wie man später sehen wird, schränkt dies etwas die Auswahl der Speicher ein. Der Kühlkörper des Okeanos ist insgesamt wieder eher schlicht gehalten. Als Material kommt Aluminium bei den Finnen und Kupfer bei den Heatpipes sowie der Bodenplatte zum Einsatz. Um Korrosion vorzubeugen, sind die Heatpipes als auch die Bodenplatte vernickelt. Auch optisch macht die Beschichtung was her und wertet den Kühlkörper auf. Die 57
    Finnen sind allesamt gleich gestaltet und weisen an den Stirnflächen eine Abstufung zur Mitte hin auf. Im Profil nimmt also jeder Turm vom Rand (4cm) zur Mitte (3cm) an "Dicke" ab. Die Finnen selber sind nicht bearbeitet und haben eine Struktur wie gewalztes Aluminiumblech aus dem Baumarkt.





    Wie man den Spezifikationen entnehmen kann, setzt Reeven beim Okeanos auf verschieden dimensionierte Heatpipes. Die in der Bodenplatte mittig befindlichen Heatpipes, welche die meiste Abwärme abführen müssen sind mit 8mm größer ausgelegt, als die benachbarten vier Heatpipes mit 6mm. Alle Heatpipes verlaufen von Turm zu Turm an die jeweils gleich positionierte Stelle. Die 8mm Heatpipes sind etwas von der Mitte nach Außen versetzt, relativ weit entfernt von den anderen vier Röhren, positioniert. In Anbetracht der Tatsache, dass die sie die meiste Abwärme abführen müssen, sicherlich keine schlechte Idee. Die anderen vier Röhren sind im jeweiligen Turm hintereinander verbaut, wobei die direkt zur Mitte anliegenden Heatpipes zur jeweiligen Außenseite verlaufen.
    Den Abschluss zur Oberseite des Kühlkörpers bildet eine dickere Aluminium-Finne. Diese verdeckt die Heatpipe-Enden und weist optische Verzierungen in Form des Reeven-Schriftzuges und kleinen Löchern. Befestigt ist sie durch Stäbe in den Ecken, welche ähnlich befestigt sind wie die Heatpipes. Das Top des Kühlblocks wirkt durch diese Tops hochwertig und elegant.





    Wie erwähnt ist der Kupferboden glanz-vernickelt. Die Bodenplatte ist sehr eben und weist keine Mängel auf. Man erkennt bei richtigem Licht jedoch noch die leichten Schleifspuren innerhalb der Oberfläche.




    Die Lüfter sind für mich auch keine Unbekannten. Das 140mm Modell mit der Bezeichnung RM1425S17B-P findet man beim Reeven Ouranos im Lieferumfang vor und wird auch als Reeven Coldwing 14 (Silent Performance with PWM) angeboten. Das 120mm Modell unterscheidet sich vom Lüfter des Reeven Justice nur in seiner maximalen Drehzahl, was man auch anhand der Kennung erkennt. Okeanos: RM1225S18B-P = 1800UPM, Justice: RM1225S15B-P = 1500UPM. Reeven hat sich für diese ungleiche Kombination entschieden, da der vordere Lüfter oberhalb des Rams verbaut wird und durch die geringere Rahmenbreite des 120mm Lüfter etwas mehr Platz für die Speicher bleibt. Betrachtet man die Spezifikation der beiden Lüfter, so erkennt man, dass sie trotz unterschiedlicher Dimension, ähnliche Leistungswerte aufweisen. Dies wird dadurch erreicht, dass der kleinere Lüfter mit 100UPM etwas flotter zu Werke geht.
    Die Montage der Lüfter wird, wie des Öfteren, mittels Klammern bewerkstelligt. Da der 1400mm Lüfter auch über 105mm Bohrungen verfügt, kommen jeweils die gleichen zum Einsatz. Die Klammern gefallen mir beim Okeanos aber nicht besonders gut. Dies liegt daran, dass man sie nur schwer einhaken kann und noch schwerer wieder entfernen kann. Da man den mittleren Lüfter zur Montage des Kühlers auf die CPU zuvor entfernt haben muss, ist die Montage im Gehäuse ziemlich umständlich umzusetzen. Die Bügel des Ouranos gefallen mir da etwas besser, da sie eine Art Griffstück aufweisen. Was bei der Montage der Lüfter bzw. des 120mm Lüfters auch negativ anzumerken ist, ist, dass die Stirnseite des Okeanos nicht wirklich für diese Rahmenbreite konstruiert worden zu sein scheint. Denn der kleinere Lüfter rutscht einseitig leicht in die Vertiefung des Kühlerprofils. Auch wenn es die Kompatibilität weiter eingeschränkt hätte, wäre es evtl. eine bessere Wahl gewesen, zwei der 140mm Lüfter beizulegen. Somit würde man auch in direkte Konkurrenz zum Noctua NH-D15 oder Alpenföhn Olymp treten, welche beide auf zwei 140mm Lüfter setzen. Da ich einen identischen Lüfter parat habe und mich die Auswirkung dieser Bestückung interessiert hat, habe ich dieses Setup auch getestet, was man unter 5. Leistung nachlesen kann.




    Mit montierten Lüftern wirkt der Okeanos schon ziemlich mächtig. Mit knapp 1,1Kg Gewicht fällt er auch nicht besonders leicht aus, jedoch etwas leichter als die Konkurrenz mit zwei 140mm Lüftern.





    Insgesamt macht der Kühlkörper einen sehr soliden Eindruck. Da die Finnen an den Außenseiten nicht weiter verhakt bzw. stabilisiert sind, sind sie dort leicht zu biegen, aber in den anderen Bereichen des Kühlkörpers sind sie sehr stabil. Die Beschichtung der Röhren sowie der Bodenplatte ist sehr schön umgesetzt und weist keine Macken auf. Die Lüfter fallen wieder durch die markentypische Farbwahl auf und treffen damit wohl nicht jedermanns Geschmack. Diejenigen, die ein Gehäuse mit Fenster besitzen und auf einen einheitlichen Look der Hardware wert legen, stehen hier schon fast vor einem Problem, da lediglich ein paar Asus Mainboards sowie die Zotac AMP! Modelle auf gelbe Farbakzente setzen.

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    3. Eigenschaften

    Kühlerkörper
    Maße (ohne Lüfter) L145 x B132 x H163 mm
    Gewicht 1060g
    Heatpipes 2x 8mm, 4x 6mm


    Lüfter
    140mm
    Maße 140 x 140 x 25mm
    Drehzahl (mit Adapter) 300 ~ 1700 (1100) UPM
    Volumenstrom (mit Adapter) 27,69 ~ 156,99 (101,60) m3/h
    Luftdruck (mit Adapter) 0,05 ~ 2,31 (0,86) mmH2O
    Lautstärke (mit Adapter) 5,8 ~ 36,4 (21,3) dBA
    Anschluss 4-Pin
    120mm
    Maße 120 x 120 x 25mm
    Drehzahl (mit Adapter) 300 ~ 1800 (1200) UPM
    Volumenstrom (mit Adapter) 28,20 ~ 157,16 (108,40) m3/h
    Luftdruck (mit Adapter) 0,08 ~ 2,49 (1,07) mmH2O
    Lautstärke (mit Adapter) 4,0 ~ 33,4 (23,6) dBA
    Anschluss 4-Pin

    Kompatibilität
    Intel 1366 / 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 775
    AMD AM4* / AM3+ / AM3 / AM2+ / FM2+ / FM2 / FM1

    *Der neue Sockel AM4 wird durch ein kostenloses Umrüst-Kit auch unterstützt. Um das Kit zu erhalten muss man über Folgendes verfügen:
    1. Zahlungsbeleg eines AM4 Motherboards oder AM4 CPU
    2. Zahlungsbeleg eines Reeven CPU Kühlers

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    4. Montage
    Für Die Montage des Kühlers setzt Reeven auf ein eigenes System das (fast) für alle Sockel gleichermaßen genutzt wird. Dieses setzt sich aus der schwarzen Backplate, den verchromten Schrauben samt weißen Kunststoffhülsen, sowie der dem verchromten Montagerahmen zusammen. Bei Intel Systemen mit Sockel 1366, 115X und 775 wird das System wie folgend zu sehen benutzt, wobei natürlich verschiedene Löcher genutzt werden.



    Bei AMD Systemen der Sockel AM2(+), Am3(+), FM1 und FM2(+) wird das System wie folgt genutzt. Was mir hier sehr gut gefällt, ist, dass man bei der Wahl der Orientierung frei Wahl hat, was bei AMD kompatiblen Kühlern nicht immer unbedingt der Fall ist.



    Einzige Sockel 2011 verzichtet auf die Backplate. Hier werden in den originalen Montagerahmen Schrauben gedreht, auf denen dann jedoch wieder der Montagerahmen montiert wird.

    Hat man das System dann passend vorbereitet, kann der Kühler aufgesetzt werden. Oberhalb der Bodenplatte wird dann eine Strebe aufgelegt und mittels zweier Schrauben am Rahmen festgezogen. Da die Strebe zwischen den beiden Türmen montiert wird, benötitgt man einen Schraubendreher mit ausreichender Länge. Es wäre nett, wenn Reeven ein einfaches Modell wie beim Cryorig H5 beilegen würde, da dies die Arbeit ungemein erleichtert. Es ist zwar ein kleiner Ringschlüssel enthalten, mit diesem kann man jedoch lediglich den Rahmen vormontieren, da man später bei der Kühlermontage nicht an die beiden Schrauben der Strebe gelangt.



    Insgesamt ist die Vorbereitung zur Montage des Kühlers sehr einfach und wirkt sehr stabil. Die Montage des Kühlers selber ist etwas fummelig, aber auch gut zu bewerkstelligen. Beim Justice oder Cryorig H5 fällt dies wesentlich umständlicher aus.

    Wie bereits erwähnt, ist der Kühler symmetrisch aufgebaut und nicht versetzt, damit eine höhere Kompatibilität erreicht wird. Dies schlägt sich bei den Ram-Slots nieder. Wie man sieht, wird der erste Slot etwas von den Finnen überragt. Viel höher als Low Profile Heatspreader dürften die Speicher nicht ausfallen, da der Kühler dies dann blockiert.



    Da der Kühler inkl. montierter Lüfter im Vergleich zu anderen Kühlern dieser Art flacher ausfällt, hätten meiner Meinung nach auch ruhig ein zweiter 140mm Lüfter beigelegt werden können. Dieser müsste dann etwas höher montiert werden. Viel Unterschied müsste das aber nach Oben nicht ausmachen, wie man sieht. Der Lüfter schließt Oben fast identisch zum mittleren Lüfter ab.



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    5. Leistung
    Die Darstellung der Leistung des Reeven Okeanos geschieht hier in zwei Abschnitten. Im Ersten ist der Vergleich des Kühlers dargestellt, wie ich es bislang gemessen habe. Das heißt, ohne Gehäuselüfter und die Lüfter nur mittels der PWM-Level eingestellt und verglichen. Der zweite Teil liefert einen Ausblick auf meine zukünftige Methode bzw. Darstellung. Nun mit Gehäuselüftern und festen Drehzahlen. Demnächst kommen noch Werte mit Referenz-Lüftern und Referenz-Wärmeleitpaste hinzu.
    Der generelle Ablauf bleibt aber identisch:
    Zum Auslasten der CPU nutze ich Prime 18.1 (small FFTs). Der maximal Wert wurden nach 15min "Einbrennzeit" mittels CoreTemp 1.8.1 ermittelt und notiert, die Idle-Werte nach weiteren 15min abkühlen. Beim angegebenen Wert handelt es sich um den Temperaturschied des wärmsten Kerns zur Umgebungstemperatur. Die Raumtemperatur wird mittels Raumthermometer bestimmt. Beachten sollte man allerdings, dass CoreTemp lediglich ganzzahlig Temperaturen misst. Die Umgebungstemperatur habe ich ebenso ganzzahlig Gerundet. Leichte Fehler in den Diagrammen sind daher nicht auszuschließen. Dies ist auch bei den Idle-Werten zu beachten. Ich versuche die Auslastung immer gleich zu wählen, trotzdem kann es vorkommen, dass eine minimale Lastspitze für einen sprunghaften Temperaturanstieg sorgt.

    Das Testsystem sieht dabei wie folgt aus:
    Prozessor Intel i5 4690K
    Mainboard MSI Z87-G45 Gaming
    Speicher Corsair Vengeance LP 8GB
    Grafikkarte XFX R9 270 DD
    Gehäuse Aerocool P7-C1
    Netzteil Xilence Performance A+ 430W
    SSD Samsung 830
    HDD Samsung HN-M101MBB

    Ergebnisse alte Methode

    Der i5 wird von mir immer mit all Core Turbo betrieben. Im Serienzustand liegt eine Spannung von 1,07V bei 4x 3,9Ghz an. Bei den OC Werten wird der i5 mit 4x 4,4Ghz bei 1,17V betrieben.




    Der Kühler scheint mit geringen Drehzahlen nicht zurechtzukommen, jedoch sollte man bedenken, dass er bei 25% auch nur bei rund 400UPM läuft. Mit etwas mehr Schwung der Lüfter setzt sich der Okeanos bei jeder weiteren Messung dann an die Spitze der Luftkühler und kann nur durch die 280mm AiO von Corsair geschlagen werden.

    Ergebnisse neue Methode

    Hier läuft der i5 nun mit 3,7Ghz @ 1,0417V und 4,5Ghz @ 1,218V.



    Da ich die anderen Kühler alle noch einmal durch den neuen Parcours jagen muss, kann ich hier leider noch keine Vergleichswerte zeigen. Dies werde ich jedoch nachliefern, sobald ich mit den Tests fertig bin. Wie man sieht, hat der Okeanos mit dem Serien i5 keinerlei Probleme und noch sehr viel Luft nach Oben in allen Drehzahllagen. Man erkennt auch, dass eine Bestückung mit zwei 140mm Lüftern im niedrig Drehzahlbereich Sinnvoll ist, wenn man kein OC betreibt. Mit 400UPM sind die Lüfter nicht zu hören und die Leistung des Okeanos ist immer noch mehr als ausreichend. Mit OC sind zwei 140mm Lüfter zwar immer noch etwas besser, allerdings nur um ~1-2°C.

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    6. Lautstärke
    Zunächst möchte ich betonen, dass ich von Lautstärkemessungen nicht viel halte. Diese sind immer so stark Umgebungsabhängig, dass sie daheim nicht reproduzierbar sind und deshalb wenig Mehrwert liefern. Ich werde die Lautstärke also subjektiv beurteilen. Was für den einen als leise eingestuft wird, empfindet jemand anders als störend. Da ich bereits ein völlig passives System mein Eigen nennen konnte, empfinde ich bereits ein deutliches Luftrauschen als störend. Folgend also meine Meinung bzw. Einschätzung.
    Zum Setting: Alle anderen Lüfter werden angehalten oder auf minimaler Drehzahl betrieben. Dies entspricht zwar nicht immer den Realbedingungen, aber man kann die Geräusche besser orten. Der Rechner steht dabei unter meinem Schreibtisch direkt zu meinen Füßen. Wer das Gehäuse nicht kennt, kann in meinem User-Review sehen, dass es relativ luftig gestaltet ist.



    Spoiler: Anzeigen


    Der Okeanos ist bei minimaler PWM Stufe quasi unhörbar. Die beiden Lüfter laufen dann auch mit sehr niedrigen Drehzahlen. Eine Stufe höher steigt die Drehzahl dann aber rapide und sie werden deutlich hörbar. So richtig störend ist das evtl. für viele aber noch nicht. Steigert man die Leistung der Lüfter weiter, so werden sie auch deutlich lauter. Der 140mm Lüfter agiert dabei etwas dumpfer und der 120mm Lüfter etwas höher tönig. Mit den Silent Adaptern bremst man beide Lüfter sozusagen auf die 50% PWM-Stufe und erhält einen relativ guten Kompromiss aus Leistung und Lautstärke, wie ich persönlich finde.


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    7. Fazit
    Die mächtige Erscheinung des Reeven Okeanos kann vollends überzeugen. Die Verarbeitung ist super. Es sind weder ungewollte Spalte, Macken oder sonstige Verarbeitungsmängel vorhanden. Der Kühlkörper ist wie die anderen Reeven Produkte elegant gestaltet. Die Lüfter fallen natürlich wieder, Reeven typisch, stark auf und lassen sich wahrscheinlich farblich nur schwer in Systeme integrieren. Der Lieferumfang beinhaltet eigentlich alles Nötige, ein Y-Adapter für die Lüfter sowie eine Spritze Wärmeleitpaste, statt der Tüte, würde ich als Sinnvoll erachten. Die Montage des Turm gestaltet sich sehr einfach. Die Montage der Lüfter ist allerdings etwas umständlich. Besonders die Demontage gestaltet sich schwierig. Die Leistung des Kühlers ist, wie erwartet, top. Alle anderen, kleineren Luftkühler konnten geschlagen werden und lediglich die 28mm AiO stellt sich als noch potenter heraus. Bei der Lautstärke würde ich sagen, dass die Silent-Adapter ihrem Namen gerecht werden. Denn bis etwa 1000 bzw. 1100UPM sind die Lüfter noch angenehm. Danach wird das Luftrauschen sehr deutlich und auch Motorengeräusche nehmen stark zu.

    Aktuell ist der Kühler in Deutschland mit 60€ gelistet. Damit platziert er sich inmitten des Feldes der anderen bekannten Dual-Tower. Der Olymp kostet 6€ weniger und der NH-D14 6€ mehr. Da ich diese beiden (noch) nicht getestet habe, kann ich in der Hinsicht allerdings noch keine Empfehlung aussprechen.

    Positiv
    + hohe Leistung
    + leise betreibbar
    + robuste Verarbeitung
    + hohe Kompatibilität
    + stabiles Montagesystem
    + dreifach Bestückung möglich
    + relativ leicht und flach für einen Kühler dieser Klasse

    Neutral
    * Design ohne Lüfter sehr schlicht, Lüfter eher auffällig

    Negativ
    - nur eine kleine Tüte Wärmeleitpaste vorhanden
    - Lüftermontage sehr fummelig

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  2. Die folgenden 4 User sagten Danke an Henn1 für diesen nützlichen Post:

    emissary42 (13.07.17), rh-ironman (01.09.17), Terra123 (06.07.17), VorauseilenderGehorsam (04.07.17)

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