Abit SA6R - i815-Board mit onboard-RAID  
11. November 2000 - Dennis Bode

 

 

Pushing Intel to the limit...

Abit war bekannt für schnelle und stabile Mainboards für Intel-Prozessoren - das BF 6 Rev. 2.0 war wohl der Liebling der Overclocker, Celeron und Pentium II / III Prozessoren wurden hier bis zum Anschlag gequält und das bei hervorragender Stabilität und guter Qualität. Stets glänzte Abit mit neuen Features wie SoftMenu - der Möglichkeit den Front-Side-Bus des Prozessors über das Bios zu steuern - oder extra Festplattencontroller zu BX-Zeiten, die einem vier zusätzliche UDMA/66-Anschlüsse zur Verfügung stellte.

Dann wurde es etwas ruhig um Abit - ein Athlon Mainboard wurde erst mit der Einführung des Via KX133 auf den Markt gebracht, den AMD 760 ließ man aus, da dieser in einem 6-layer-Design verbaut werden mußte und Abits Platinen aus Kostengründen alle in 4-layer-Design hergestellt werden. Der Via ApolloPro133A Chipsatz war leider kein guter Nachfolger für das BX-Board BF 6 und auch ein i820-Board mit Rambus brachte Abit nicht den gewünschten Erfolg. Erst in letzter Zeit kommen wieder interessante Mainboards auf den Markt : Für den Athlon erschien das KT7 (mit und ohne Raid) und man legte den BX noch einmal neu auf mit dem BX133-Raid. Das erste i815-Board von Abit SE6 konnte von der Performance noch nicht überzeugen.

Mit dem SA6R schickt sich Abit nun von den Eckdaten an, das BF 6 abzulösen - onboard Raid und stufenlose FSB-Justierung sind einige der Features...

Spezifikationen des Boards

Das Abit SA6R basiert auf dem Intel i815-Chipsatz und bringt somit einige Charakteristika mit :

- Unterstützt Intel Pentium III und Celeron FCPGA - CPUs
- 1/2/4x AGP Unterstützung mit Sideband Adressing
- ACPI
- PC133 Unterstützung, bis zu 512 MB SDRAM
- Ultra ATA/100 IDE-Controller
- Intel i752 integrierter Grafikchip

Negativ an diesen Eckdaten ist zum einen, daß nur 512 MB RAM eingesetzt werden können. Zwar wird dies für 99 % der User ausreichen, jedoch gibt es schon andere Chipsätze, die bis zu 2 GB Speicher adressieren können, für Workstations und Server werden 512 MB zum Teil schon eng. Intel hätte hier etwas mehr Speicher spendieren können, aber dies läuft wohl gegen Intels Marketingstrategie, den i815 nur als "SoHo"-Chipsatz zu vermarkten, für professionelle Anwendungen will man schließlich den i820 mit Rambus-Speicher an den Markt bringen.

Die integrierte i752 Grafikengine bietet zwar ordentliche 2D-Leistung, ihre 3D-Leistung ist jedoch erbärmlich. Sie ist mit TNT / TNT2 - Niveau vergleichbar und bietet unter anderem auch keine neueren Features wie Transform & Lightning. Dies können andere Hersteller bereits onboard anbieten : Für den Athlon kommen demnächst nicht nur integrierte Grafikengines mit Transform und Lightning von S3/Via auf den Markt - auch Branchenprimus nVidia will einen Chipsatz entwickeln.

Für den Arbeitsbereich wird die integrierte Grafik vollkommen ausreichen, für den Home-User wird es schon knapp, wenn hier neben Internet, Word und der Steuererklärung auch mal ein Spiel laufen soll. Intel hätte die integrierte Grafikengine aus Kostengründen weglassen können - und auf Druck der Mainboardhersteller ist auch schon ein Nachfolger des i815 unterwegs - dieser wird bis zu 2 GB Speicher adressieren können und keine integrierte Grafik haben - und somit auch etwas günstiger sein.

Wenigstens bleibt einem die Alternative über den zusätzlich vorhandenen AGP-Slot eine aktuelle Grafikkarte einzusetzen.

Diese negativen Punkte kann man allerdings nicht dem Board ankreiden : Dies sind Chipsatzlimitationen, mit denen auch andere Hersteller wie ASUS oder MSI leben müssen.

Seite 2 : Spezifikationen

 

 

 

 

 

 

 

Abit SA6R - Review