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Kickstarter: Outcast-Remake gescheitert

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kickstarterDie Kickstarter-Kampagne zum Outcast-Remake war eigentlich vielversprechend gestartet. Schon nach zwei Tagen war die 100.000-US-Dollar-Marke geknackt, nach weiteren fünf Tagen stand das Projekt bei über 200.000 US-Dollar. Doch nun ist die Sammelaktion auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter beendet und die erhoffte Mindest-Summe von 600.000 US-Dollar, die zur Realisierung der „Outcast“-Neuauflage nötig ist, nicht erreicht.

Derweil hatten die Entwickler große Ziele: Bei Erreichen höherer Summen wollte man weitere Features implementieren, wie beispielsweise aufwendige Gesichtsanimationen und eine zusätzliche Portierung für Linux und Mac OS X für 750.000 US-Dollar oder einen aktuellen DirectX-11-Renderpfad ab einer Summe von 950.000 US-Dollar. Selbst eine Portierung auf die aktuellen Spielekonsolen von Microsoft und Sony war bei einer bestimmten Summe geplant. Nun aber wurde nicht einmal die erste Hürde genommen.

Dass dies passieren könnte, zeichnete sich bereits Ende April ab. Hochrechnungen der Zahlungsbereitschaft potentieller Unterstützer zufolge sollten am Ende knapp 322.000 US-Dollar und damit nur 53 Prozent der erhofften Finanzierungssumme zusammenkommen. Tatsächlich sind es nicht einmal 270.000 US-Dollar geworden. Insgesamt fand die Kampagne 5.194 Unterstützer.

Die Entwickler von Fresh3D räumen in einem Statement Fehler ein, zeigen sich aber gerührt und dankbar für die erhaltene Resonanz. So hätte man beispielsweise von Anfang an ein niedrigeres Finanzierungsziel ansetzen, attraktivere und professionellere Videos drehen und vor allem mehr Updates bringen sollen. So gab es insgesamt gerade einmal zwölf Updates, der Großteil davon wurde gegen Ende der Kampagne veröffentlicht. Auch reagierten die Entwickler viel zu spät auf die Wünsche der Community und veröffentlichten ein erstes Gameplay-Video von „Outcast Reboot HD“ erst nach Tagen.

Das Scheitern der Kickstarter-Kampagne soll jedoch nicht das Aus für den Titel bedeuten. Das Entwickler-Team werde sich in den nächsten Tagen zusammensetzen, die aktuelle Situation analysieren und über weitere Möglichkeiten nachdenken. Was genau passieren wird, bleibt abzuwarten. Eine weitere Kickstarter-Kampagne oder ein neues Crowdfunding-Projekt auf einer anderen Plattform wären denkbar.

Weitere Informationen wolle man bei Zeiten im Update-Bereich der Kickstarter-Kampagne veröffentlichen.

Screenshot aus einer frühen Alpha-Version.