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Internet: Provider müssen zukünftig exakte Übertragungsrate angeben

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hardwareluxx news newBei den meisten Verträgen zwischen Kunden und Internetanbietern geben die Provider meist nur die maximal erreichbare Geschwindigkeit an. Ob die Übertragungsrate letztendlich am eigenen Anschluss erreicht wird, wird von den Anbietern nicht vertraglich zugesichert. Dieses Problem könnte sich jedoch bald ändern, denn die Regierung hat eine neue Transparenzverordnung beschlossen.

Demnach müssen Provider zukünftig dem Vertragsnehmer die genaue Geschwindigkeit des Anschlusses im Vertrag nennen. Somit werden Geschwindigkeitsangaben wie „bis zu“ dort wohl nicht mehr auftauchen. Als Grund für die Verordnung wird von der Regierung der meist große Unterschied zwischen den Geschwindigkeiten in den Verträgen und der tatsächlich erreichten Übertagungsrate genannt. Diese Regelung wird sowohl für bereits abgeschlossene als auch neue Verträge gelten, jedoch erst nachdem auch das Kabinett der neuen Transparenzverordnug zugestimmt hat. 

Um den eigenen Anschluss zu überprüfen, können Kunden sich nach dem Inkrafttreten direkt beim Provider über die vereinbarte Datenübertragungsrate informieren. Die Geschwindigkeit des eigenen Anschlusses kann über das Breitbandmessungs-Portal der Bundesnetzagentur ermittelt und das Ergebnis gespeichert werden. Etwaige festgestellte Abweichungen können dann dem Anbieter entsprechend mitgeteilt werden. Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann dazu: "Anbieter sollen die tatsächliche Geschwindigkeit des Anschlusses offenlegen und in der monatlichen Rechnung über das aktuell gültige Ende der Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen informieren." Wie die Anbieter allerdings bei einer eventuellen Abweichung reagieren werden, bleibt abzuwarten. 

Messung Bnag Internet

Wie bereits erwähnt, sieht die Verordnung außerdem eine detaillierte und übersichtliche Auflistung der Vertragsbedingungen vor. Zusammen mit dem Vertrag sollen beispielsweise die Laufzeit, Kündigungsfrist, Kosten, Datenvolumen sowie alle Zusatzoptionen ausgehändigt werden. Somit kann sich der Kunde schnell einen Überblick über seinen aktuellen Vertrag verschaffen und damit die Angebote einfacher vergleichen.

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Kommentare (39)

#30
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Registriert seit: 29.08.2012

Fregattenkapitän
Beiträge: 3037
Zitat jrs77;24672524
und es sollte nur Verträge geben, die mir genau sagen was ich bekomme.

Naja, es ist nicht immer zu 100% möglich es vorauszusagen, da es ja auch vom Server und den Roamingpartnern abhängt. Aber auf jeden Fall sollte der Rahmen viel enger gespannt werden, als er momantan ist. Immerhin gibt es mehrere Urteile, die davon ausgehen lassen, dass aktuell bei langristig weniger als der Hälfte der "bis zu- Angabe" zumindest der Vertrag vorzeitig gekündigt werden kann. Aber es ist natürlich nur eine Behelfslösung, weil es bisher nicht exakter festgeschrieben wurde und viele Leute ja keine Alternative und somit auch keinen Grund hätten, tatsächlich zu kündigen. Durch die bessere Transparenz wäre es aber künftig leichter zu durchschauen, welcher Anbieter was leistet.
#31
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Registriert seit: 08.06.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1129
Zitat jrs77;24672524
Wenn ich einen DSL 16000 Anschluß bezahle, dann muß auch 16M/bit bei mir ankommen, zu jeder Zeit.

Das ist dann kein DSL 16000 Anschluss, sondern eine Standleitung mit fester Bandbreite, die nicht mit anderen Teilnehmern geteilt wird. Das kostet ein Vielfaches eines ADSL Anschlusses.
#32
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Registriert seit: 02.07.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2751
Hmmmmm 1 gbit/s Standleitung für 100euro das wärs *hechel*
#33
Registriert seit: 01.05.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2192
Es gibt im Prinzip solche Anschlüsse gar nicht.

Wenn ich z.B. bei der Telekom die DSL-Tarife anschaue, dann gibt es derzeit 3 Tarife:
S = bis zu 16.000
M = bis zu 50.000
L = bis zu 100.000

Und wenn man die Bemerkung zur Geschwindigkeit anschaut, dann steht da:
Zitat
Individuelle Bandbreite abhängig von der Verfügbarkeit


Es wird also gar keine Geschwindigkeit garantiert.
Und für jede einzelne Geschwindigkeit einen Tarif zu machen ist für die Provider einfach zu teuer.
Außerdem wirds für den Kunden unübersichtlich.
#34
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Registriert seit: 29.08.2012

Fregattenkapitän
Beiträge: 3037
Zitat passat3233;24672922
Und für jede einzelne Geschwindigkeit einen Tarif zu machen ist für die Provider einfach zu teuer.


Muss er ja nicht. Wenn über den Tag die Geschwindigkeit zwischen 150.000 und 92.000 schwankt, gibt er halt 90.000 an und bietet den Tarif allen Kunden an. Dann gibt es nämlich endlich mal Bewegung, da es bisher so ist, dass die mit den stärksten Leitungen oft am Meisten darunter leiden müssen, dass nicht mehr durchkommt und somit nicht upgraden. Das bedeutet dann, dass der Provider gar keinen Anreiz mehr zum Ausbau hat.
#35
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2930
Zitat passat3233;24672922

Es wird also gar keine Geschwindigkeit garantiert.
Und für jede einzelne Geschwindigkeit einen Tarif zu machen ist für die Provider einfach zu teuer.
Außerdem wirds für den Kunden unübersichtlich.


Nein, die Tarifstruktur ist davon gar nicht betroffen. Im Moment steht bei der Telekom auf der Auftragsbestätigung und in der Leistungsbeschreibung ein Bandbreitenkorridor. Z.B. Bei L: irgendwas zwischen 50000 und 100000. da ist also schon jetzt was garantiert. Mit anderen Worten bestellt man eine 50000er, die vielleicht auch 100000 schafft. Und zwar zum ersten Hop. Mehr wird momentan nicht garantiert.
Und mit der großspurigen Ankündigung der Bundesnetzagentur ändert sich daran auch kaum was. Im Bestellprozess muss nämlich nichts garantiert werden, erst in der Auftragsbestätigung. Und die Aufteilung nach so einem Korridor wird unzulässig. Es muss dann Minimum, Erwartung und Maximum angegeben werden. Und zwar zu einer definierte Stelle im Internetz. Das ist so billig umzusetzen wie nur was, überhaupt kein Problem. Für den Verbraucher wird dadurch auch nicht wirklich irgendwas wesentlich transparenter als es jetzt schon nicht ist. Man kann auch mal zur Kenntnis nehmen, dass sich die ISPs gar nicht beschweren, insofern wird es schon billig zu haben und kein Problem sein für die. Was ich nicht weiß: wie weit dürfen diese Angaben voneinander abweichen.

Schön wäre mal gewesen, wenn das schon im Bestellprozess transparent wird und diese fetten Zahlen, geschmückt mit "bis zu" und garantiert auch nur ins providereigene Netz. Das ist einfach ein schlechter Witz, wenn man 100000 ins ISP Intranet hat und nach draußen dank restriktivem Peering die Daten so vor sich hintröpfeln.
#36
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King's Castle
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Man gucke sich seit Jahren die Telekom und Youtube an. Da trifft das "bis zu" voll ins Schwarze.
#37
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Kölsche Würmche
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Nur das das nichts mit deinem Anschluss zuhause zu tun hat und demnach absolut nichts mit der Angabe hier zu tun hat... Aber hauptsache mal auf der Telekom rumgehackt.
#38
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Ich bin selbst Kunde eures Hauses, ich darf das. Und ich weiß auch, dass es nicht der VDSLer daheim ist, sondern der Backbone. War auch mehr auf "die Daten so vor sich hintröpfeln" bezogen. Immer mit der Ruhe ;)
#39
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Backbone? Waren dann doch eher peering Geschichten zu anderen Level 1 Providern.

Bezüglich der News bin ich mal gespannt, wie das umgesetzt wird. :-/
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