> > > > Google: Fiber Phone ermöglicht Telefonieren über Glasfaser

Google: Fiber Phone ermöglicht Telefonieren über Glasfaser

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

google 2015Google bietet Kunden mit seinem Projekt Fiber bereits seit längerer Zeit schnelle Internetanschlüsse per Glasfaser an. Neben den Internetanschlüssen erweitert das Unternehmen nun sein Angebot um einen Festnetzanschluss zum Telefonieren. Mit Fiber Phone können Anwender künftig über die Internetleitung auch Telefonieren. Produktmanager John Shriver-Blake erklärt den Schritt so, dass ein Festnetzanschluss den meisten Menschen vertraut, dieser zuverlässig sei und eine hohe Qualität bieten würde. Wer in den USA Google Fiber Phone nutzen möchte, muss dafür monatlich 10 US-Dollar bezahlen. Im Preis inbegriffen sind kostenlose Telefonate und auch das Versenden von SMS.

Google erklärt außerdem, dass die Gespräche über Fiber Phone nicht nur über das klassische Telefon geführt werden können. Da der Dienst in der Cloud arbeitet, können Gespräche auch über das Smartphone oder Tablet realisiert werden. Weiterhin müsse der Anwender keine Veränderung an der Installation zu Hause vornehmen. Die bereits installierte Hardware ist zum Einsatz von Fiber Phone bereits geeignet und es bedarf nur noch einer Freischaltung seitens Google. 

google fiber phone

Die Festnetzanschlüsse von Google werden zunächst allerdings nur an den bereits verfügbaren Standorten von Google Fiber zur Verfügung stehen. An den Standorten können Anwender mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s im Down- und Upload surfen. Zudem sei es möglich, für einmalig 300 US-Dollar einen Anschluss mit 5 Mbit/s im Downstream zu buchen und dieser soll dann für mindestens sieben Jahre ohne weitere Kosten zur Verfügung stehen.

Ob Kunden tatsächlich in Zeiten des Smartphones noch einen Festnetzanschluss buchen, bleibt abzuwarten. Schließlich geht die Zahl der Festnetzanschlüsse weltweit immer weiter zurück, da die meisten inzwischen ein Smartphone besitzen und darüber jederzeit erreichbar sind. 

Social Links

Kommentare (1)

#1
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 402
Na ja wirklich neuartig ist das nicht, LWL Telefone wurden ja bereits in den 1960er Jahren von Manfred Börner/AEG-Telefunken Ulm entwickelt.

Heute eignet sich de-facto jedes IP Telefon um über ein gängiges ehernet/IP basierendes LWL-Netz zu telefonieren; man braucht nur einen Medienkonverter

Wirklich interessant ist eher das Tarifmodell: Ein IP basierender, nicht standortgebundener pseudo-Festnetzanschluss durch einen Drittanbieter (Google).
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Unitymedia möchte Endkundenanschlüsse in öffentliche Wi-Fi-Hotspots umwandeln

Logo von UNITYMEDIA-LOGO

Der in Nordrhein-Westfahlen, Hessen und Baden-Württemberg aktive Kabelnetzprovider Unitymedia plant 1,5 Millionen Endkundenanschlüsse mit seinem WLAN-Router gleichzeitig in öffentliche Wi-Fi-Hotspots zu verwandeln. Wer als Kunde dabei mitmacht, bekommt unabhängig vom Standort, Tarif oder... [mehr]

ProSiebenSat.1 schaltet MyVideo ab (Update: MyVideo wird nur umstrukturiert)

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/PRO7SAT1MEDIA

Das Videoportal MyVideo wurde einst von der ProSiebenSat.1-Gruppe als Konkurrenz zu YouTube aufgebaut. Das Portal konnte sich gegen die amerikanische Konkurrenz jedoch nie wirklich durchsetzen – die Verantwortlichen ziehen nun den Stecker. Laut einer Meldung werde das Projekt vorübergehend... [mehr]

Routerzwang: Unitymedia nennt Details zum Einsatz eines eigenen Gerätes

Logo von UNITYMEDIA-LOGO

Ab dem 1. August 2016 wird der Routerzwang für die Internetanbieter endgültig Geschichte sein und die Kunden können dann auch eigene Geräte einsetzen. Während bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen die Umstellung problemlos verlaufen dürfte, werden die Kunden bei Kabelanschlüssen etwas... [mehr]

10-GBit/s-Internetanschluss für Privatkunden in Estland

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/STARMAN

Immer wieder führen die Internetanbieter in Deutschland die bereits bestehende, gute Infrastruktur an, wenn es um die niedrigen Zahlen der FTTH/B/C-Anschlüsse geht. Dass es sich dabei größtenteils um Augenwischerei handelt und Anschlüsse mit mehr als 50 MBit/s weiterhin rar gesät sind, egal... [mehr]

Internet: Provider müssen zukünftig exakte Übertragungsrate angeben

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/HARDWARELUXX_NEWS_NEW

Bei den meisten Verträgen zwischen Kunden und Internetanbietern geben die Provider meist nur die maximal erreichbare Geschwindigkeit an. Ob die Übertragungsrate letztendlich am eigenen Anschluss erreicht wird, wird von den Anbietern nicht vertraglich zugesichert. Dieses Problem könnte sich... [mehr]

VDSL-Vectoring: Telekom startet im Herbst mit 100 Mbit/s in Hamburg

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/TELEKOM2

Mit VDSL-Vectoring möchte die Deutsche Telekom die Geschwindigkeit des Netzes deutlich steigern. Wie das Unternehmen bekannt gibt, wird mit Hamburg ab Herbst die erste Großstadt mit dem schnellen Internet ausgebaut. Die Anschlüsse sollen dann eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s im Down-... [mehr]