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Telekom-Vorschlag könnte vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt werden

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telekom2Dass die Telekom keinen guten Ruf bei BREKO genießt, ist nicht mal ein offenes Geheimnis. Ende des letzten Jahres stellte das ehemalige Staatsunternehmen bei der Bundesnetzagentur einen Antrag, VDSL-Vectoring ausbauen zu dürfen. Der Clou an der Sache war, dass das Unternehmen, welches Vectoring anbieten möchte, über alle genutzten Frequenzen auf der Leitung Bescheid wissen muss, damit Vectoring überhaupt angewandt werden kann.

Im Zuge dessen könnte nur ein Anbieter pro Verteilerkasten die Vectoring-Technologie einsetzen und würde damit die Entbündelung für die anderen Anbieter außer Kraft setzen. Konkurrenten müssten dann, um weiterhin Service für ihre Kunden anbieten zu können, auf einen Bitstream-Zugang umsatteln, welcher natürlich etwas teurer ist als die reine Leitungsmiete.

ISPs wie 1&1 setzen bereits vollkommen auf Bitstream-Zugänge der Deutschen Telekom und anderen, da kaum eigene Leitungen verlegt sind. Andere wie beispielsweise O2 oder Vodafone haben allerdings eigene Leitungen im Boden. Ein Kompromiss, der durch die Bundesnetzagentur angestrebt wird, wäre nun, dass derjenige, der zuerst ausbaut, auch das Recht auf die exklusive Vectoringnutzung im Ausbaugebiet erhält. Doch damit wollen sich die beiden Verbände nicht zufriedengeben und nun mit der Begründung der Entwertung ihrer Investitionen am Hvt vor das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ziehen.

Ihrer Auffassung nach sei das von Alcatel-Lucent entwickelte Alternativprodukt VPlus weitaus praktischer, da damit die Entbündelung der Leitung erhalten bliebe.

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Kommentare (16)

#7
Registriert seit: 12.12.2008

Leutnant zur See
Beiträge: 1140
Zitat OldNo7;24248551
Das Problem ist aber, dieses


also wird der Ausbau für ländliche Haushalte (mich eingeschlossen :hmm:) mit VDSL 25, 50 mit sehr viel Glück 100 Mbit/s treffen.
Unser Neubaugebiet, sollen ca, 50Mbit in kommenden Jahren erhalten.... somit sehe ich die Vectoring nicht wirklich als gelungen, dazu muss ich aber auch noch zur Telekom wechseln ....


Ich wohne auch sehr sehr ländlich aber die Telekom hat hier Wort gehalten und VDSL 100 gebaut. 97,7 Mbit/s kommen hier an :)
#8
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Kapitänleutnant
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Das Problem mit dem Vectoring ist, dass die Telekom sich das bezuschussen lassen wird, damit Hr. Dobrindt angekündigte kurzfristige Ziele erreicht, statt dass die Investitionen direkt in den Glasfaserausbau fließen.
LWL braucht man vielleicht nicht zwingend heute oder morgen, aber wenn jetzt noch mal viel Geld in die "halbtote" Kupfertechnik fließt, die zumindest langfristig keine Riesenreserven mehr hervorzaubern wird, dann ist das für die nächsten Jahre ein großes Hemmnis, denn dann muss sich die Investition ja erstmal wieder bezahlt machen.
Wenn man also eh schon viel Geld in die Hand nimmt (und das Ganze auch noch subventioniert!), dann doch lieber direkt richtig machen....
#9
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2930
An der Stelle muss ich der Telekom Propaganda aber zum Teil zustimmen: Es ist ja ein GF Ausbau. Eben nicht bis zum Kunden. Aber so lange keine Kupferkabel durch neue Kupoferkabel ersetzt werden, ist die Investition ja nicht umsonst.
Aber ja, man hätte die Subventionen auch für FTTB/H only machen können. So nach dem Motto: Förderung gibts bei Glas bis zum Haus, sonst nicht. Nur das Breitbandziel ist ja schon so bescheiden gesteckt. Ich mein, 50 MBit wird 2018 wohl doch eher zum Minimum avancieren und nicht zum Komfortanschluss.
#10
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Registriert seit: 03.01.2009
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1917
D'accord!
#11
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@Krümelmonster: Dümmliche Pauschalaussage, alleine im kleinen Thüringen haben Brekomitglieder über 1000 KVz der Telekom erschlossen. Aber die faulen Brekotypen machen ja nix... :rolleyes:

@Hilikus: stimmt, selbst durch einen FTTC Ausbau kommt Glasfaser schon recht weit in die Fläche. Zudem können die neu aufgestellten Multifunktionsgehäuse problemlos für den nächsten Schritt zu FTTB / FTTH genutzt werden. Selbst die aktuellen DSLAMs könnten das teilweise schon. FTTH/FTTB ist halt aktuell recht unrentabel, besonders im Vergleich zu FTTC. Von daher macht es schon Sinn, die Kosten über Jahre etwas zu stückeln. 100€ im Monat will auch keiner für Internet bezahlen.

@Kuzorra: aktuell ist es so, das kein KVz, welcher mit öffentlichen Fördermitteln erschlossen wird, mit Vectoring betrieben werden darf. Dies wäre ein Wettbewerbsnachteil gebenüber anderen Netzbetreibern. Vectoring darf nur aktiviert werden, wenn die Erschließung aus eigener Tasche bezahlt wurde. Von daher darf der werte Hr. Dobrindt der Telekom gar keine Fördermittel geben, um die HVt und Nahbreich-KVz zu erschließen.

Das Problem bei der aktuellen Situation: Das Exklusivrecht bei Ausbau von HVt und Nahbereich (was derzeit mit Vectoring noch verboten ist) würde jegliche Konkurrenz davon abhalten, das Umland des HVt zu erschließen. Wer investiert schon massig Geld in den Ausbau einer Stadt, wenn ca. 10-15% der Stadtfläche (meist zudem sogar mitten im Zentrum) fehlen, welche man nicht mit vermarkten kann, bzw, teuer über die Telekom eingekauft werden müssten? Andere Anbieter als die Telekom würden dies durchaus tun (und haben es getan), aber aber unter dem Hintergrund der Telekomanfrage für das exklusive Ausbaurecht keine Planungssicherheit. Glasfaser soweit wie möglich in die Fläche zu bringen sollte nach wie vor natürlich oberstes Ziel sein, nur kann niemand (auch nicht die Telekom) dazu verdonnert werden, dies im unrentablen Rahmen machen zu müssen.
#12
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Du hast schon recht, direkt und exklusiv die Telekom zu fördern ist so nicht vorgesehen, aber de facto wird wohl kaum jemand so stark vom Förderprogramm profitieren wie der rosa Riese...
https://netzpolitik.org/2015/breitbandausbau-foerderprogramm-beschlossen-offene-fragen-bleiben/
Vectoring: Landkreise wollen Glasfaser statt Dobrindts Breitband - Golem.de

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Darauf eine eiskalte Dose Slurm!
#13
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Jo das stimmt, die Telekom wird am meisten abgreifen. Könnte mir auch vorstellen das die Förderrichtlinien zum erreichen der politischen Ziele noch angepasst werden, bzw. teilweise wurden die das schon. Es ist vorgesehen bei einem FTTx Ausbau angegeben werden muss, welche Haushalte in einem Dorf welche Bandbreite bekommen können. Das Ganze in gebäudescharfer Abgrenzung, sprich bis aufs Grundstück genau. Es hilft also nichts, einen Kreis mit 800m Durchmesser um den zu erschließenden KVz zu ziehen. Um zu wissen wo man theoretisch welche Bandbreite anbieten kann, bräuchte man die TAL-Länge und gegebenenfalls deren Durchmesser um daraus eine Dämpfung zu berechnen. Auf letztere Angaben hat nur die Telekom in großen Umfang Zugriff, die Konkurrenz kann nur über Online-Tools einzelne TALs manuell abfragen.

edit: runter mit dem Darmgesöff :fresse:
#14
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Registriert seit: 08.08.2006
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Beiträge: 31948
Zitat Hilikus;24250800
Ich mein, 50 MBit wird 2018 wohl doch eher zum Minimum avancieren und nicht zum Komfortanschluss.


Das war ein Witz oder?
Was wollt ihr eigentlich immer mit diesen horenden Bandbreiten?
Was sollen denn die Leute damit? Klingt vielleicht blöd, aber ganz ehrlich, für was benötigt man bitte 50MBit im Download als MINIMUM?

Ich für meinen Teil würde mir eher wünschen, dass die Unternehmen im Telekommunikationsbereich endlich mal praxisorientierte Angebote machen... Mir bringt es doch nix, dauerhaft 100MBit/sec+ zu "buchen", wenn ich bestenfalls am WE mal einen Download habe, der davon auch merklich in der Zeit profitiert. Für das normale INet surfen reichen doch spielend selbst bei mehreren Personen gleichzeitig auch deutlich geringere Bandbreiten.
Heist also, mir würde es eher gefallen, wenn es sowas wie Best Effort Tarife geben würde -> sodass Downloads in Spitzen eben mit voller Leitungskapazität funktionieren. Da kann man dann schön das nächste GTA xy mit 60GB+ in schnell aus dem INet laden. Warum aber brauch ich xxxMBit pro sec, wenn ich nur ein paar hundert KB Webanfragen absetze? Da zählt eher die Latenz als der Downloadspeed.


Ich weis nicht, das ganze Thema INet Ausbau nimmt so komische Dimensionen an, dass es am Ende für den Kunden nur in die Hose gehen kann... Bspw. der Magenta Hybrid mit LTE Turbo ist was, was ich mir da durchaus vorstellen könnte. Bringt beim Download ggf. deutlich Speed, aber braucht man beim normalen Surfen nicht "nutzen" -> da überhaupt kein Bedarf.
Solange man aber immer diese absolute xxxMBit/sec Tarfe raushaut, wird das Konzept aus meiner Sicht in Zukunft nicht aufgehen...

Wenn ich das mal vergleiche mit dem Business -> wir haben ne 100MBit Leitung. Da ist normal an INet Traffic effektiv nix los -> bei fast 100 MAs. Unser Proxy ist auf 20MBit begrenzt und langweilt sich. Keiner beschwert sich, dass es langsam wäre. Seiten gehen schnell auf, Streaming ist in der Bandbreite limitiert -> halt bedarfsgerecht. Warum den xGB großen Youtube 4k Film mit voller Bandbreite cachen lassen, wenn es auch mit weniger geht?
So recht kann ich den "Bedarf" an diesen Bandbreiten nicht nachvollziehen... Bestenfalls für Streamingangebote in Sachen Filme. Aber dort ist die Qualität so unterirdisch, dass es ehrlich gesagt für mich nichtmal Sinn hat, da ein paar Euro im Monat für hinzulegen -> komme ich mit der BR deutlich besser weg. Demnächst UHD BR ;)
#15
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Fregattenkapitän
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Ich verstehe deinen Einwand nicht. Man bucht doch schon eine Obergrenze und nie was anderes. Und damit meine ich jetzt nicht das "bis zu" Gewäsch.

Und ja, der Unterschied zwischen 50000 und 16000 ist selbst bei normalem Surfen schön spürbar imho. Ob das an der Bandbreite oder der Technologie liegt, sei mal dahin gestellt macht ja aber auch kein Unterschied. Wenn man im drei Kopf Haushalt dann Streaming nutzt (auch wenn du es nicht tust, das wird sich schon durchsetzen), will man das natürlich in möglichst guter Qualität und nicht in ok good Qualität. Was soll da auch dagegen sprechen. Ist ja kein Business Gekaschper, bei dem man den anderen eben gut verstehen will, sondern Freizeit und damit sowas wie "Genuss".

Ich bleib dabei, in zwei Jahren 50 MBit zu haben und dann zu sagen "jetzt ist Breitband" ist Unsinn. Da hat man ein paar Jährchen normales Internet und dann wieder zu langsames imho.
#16
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Zitat fdsonne;24256450
Ich für meinen Teil würde mir eher wünschen, dass die Unternehmen im Telekommunikationsbereich endlich mal praxisorientierte Angebote machen... Mir bringt es doch nix, dauerhaft 100MBit/sec+ zu "buchen", wenn ich bestenfalls am WE mal einen Download habe, der davon auch merklich in der Zeit profitiert. Für das normale INet surfen reichen doch spielend selbst bei mehreren Personen gleichzeitig auch deutlich geringere Bandbreiten.
Heist also, mir würde es eher gefallen, wenn es sowas wie Best Effort Tarife geben würde -> sodass Downloads in Spitzen eben mit voller Leitungskapazität funktionieren. Da kann man dann schön das nächste GTA xy mit 60GB+ in schnell aus dem INet laden. Warum aber brauch ich xxxMBit pro sec, wenn ich nur ein paar hundert KB Webanfragen absetze? Da zählt eher die Latenz als der Downloadspeed.

Du hast im Prinzip Recht - Solche Angebote nach dem Schema "10Mbit dauerhaft; 100mbit auf Knopfdruck oder atomatisch bei grossen Dateien" wären für uns Kunden schon recht reizend.
Aber die Frage ist doch, was würde das genau ändern? Es ist ja so dass wohl die Mehrheit der Leute z.B. am Wochenende Zocken und auch dann den Downlaod Speed brauchen. D.h. der Ausbau muss so oder so in der Lage sein, die beworbenen (z.B. 100) Mbit für alle gleichzeitig bereit zu stellen.
Somit hätte man nichts gewonnen und kann genau so gut, 100Mbit dauerhaft anbieten...
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