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Apple baut um: Das kostenlose iTunes Radio und iAd werden eingestellt

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apple logoMit Apple TV gönnte Apple sich lange Zeit ein Hobby, wie Steve Jobs es einmal bezeichnete, mit dem wenig bis kein Geld verdient wurde. Dass das Unternehmen aber nur selten eine solche Geduld aufbringt, zeigen zwei andere Produkte, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Sowohl bei iTunes Radio als auch bei iAd dürften finanzielle Gründe für die nun mitgeteilten Änderungen eine Rolle spielen.

Das im Spätsommer 2013 gestartete Streaming-Angebot fungierte als eine Art Versuchsträger für Apple Music, kam nie über die Märkte USA und Australien hinaus, kann dort aber auch nach dem Start des wesentlich umfangreicheren Angebots im vergangenen Jahr weiter genutzt werden. Das wird Apple bereits in knapp zwei Wochen aber ändern.

Denn wie Nutzern mitgeteilt wurde, wird der kostenlose, durch Werbung finanzierte Teil des Angebots am 29. Januar eingestellt. Die einzige Möglichkeit, um anschließend noch ohne Kosten Musik aus dem Apple-Angebot zu hören, wird dann der Online-Radiosender Beats 1 sein, der zu Apple Music gehört. Alle anderen Inhalte aus iTunes Radio, für die nicht gezahlt werden musste, werden eingestellt respektive ebenfalls in Apple Music integriert. Dort hat das Unternehmen schon vor einiger Zeit diverse Playlists - die Apple teilweise als Radiosender bezeichnet - untergebracht, für die eine kostenpflichtige iTunes-Radio-Mitgliedschaft nötig war.

9to5Mac vermutet, dass hinter dem Aus des werbefinanzierten Angebots der angekündigte Umbau bei iAd steckt.

Über diesen wurde bereits vor einigen Tagen spekuliert, inzwischen hat Apple Teilnehmer über diesen Schritt informiert. Demnach wird das Werbenetzwerk am 30. Juni abgeschaltet, schon mit sofortiger Wirkung gebe es aber Einschränkungen. So können keine neuen Applikationen mehr hinzugefügt werden, zudem können neue Kampagnen nur noch selbst mit dem Tool iAd Workbench erstellt werden. Diese laufen dann ebenso wie bereits gestartete bis zum 30. Juni.

Apple hatte iAd 2010 vorgestellt und für viel Kritik seitens der Werbebranche gesorgt. Denn für die Zulassung zum Netzwerk mussten nicht nur strikte Vorgaben eingehalten werden, das Auftragsvolumen musste zudem mindestens im sechsstelligen US-Dollar-Bereich liegen, erst später wurde die Hürde in mehreren Schritten auf 50 US-Dollar gesenkt. Zwar konnte man schnell einige namhafte Unternehmen als Kunden gewinnen, Branchenkennern zufolge konnte Apple die selbstgesteckten Ziele aber nicht erreichen.