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Vectoring-Ausbau treibt Stromkosten der Telekom nach oben

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telekom2Die Deutsche Telekom wird in den kommenden Monaten und Jahren verstärkt die VDSL-Vectoring-Technik ausbauen, um möglichst vielen Haushalten eine schnellere Internetanbindung zu ermöglichen. Der Ausbau hat allerdings nicht nur Vorteile, denn wie nun bekannt wurde soll der Stromverbrauch dadurch massiv ansteigen. Demnach sollen die Schaltschränke mit eingebauter Vectoring-Technik zwischen 500 und 1.000 W benötigen. Laut Experten könnte die Telekom viel Strom einsparen, wenn die Glasfaserleitungen direkt bis zum Haushalt verlegt werden und nicht für die letzten Meter bis zum Haushalt auf die alten Kupferleitungen zurückgegriffen wird.

Laut ersten Schätzungen soll der erhöhte Strombedarf für VDSL-Vectoring bis zu 200 Millionen Euro pro Jahr kosten. Dies passt allerdings nicht zu den Zielen, die sich die Telekom selbst gesetzt hatte. Das Unternehmen hat sich vor einigen Jahren zum Ziel gesetzt, den Stromverbrauch zu reduzieren. Doch bereits im vergangenen Jahr musste die Telekom den Verbrauch um rund 88.000 Megawattstunden nach oben korrigieren. Der Stromverbrauch wird sich wohl durch den Ausbau von Vectoring auch in Zukunft nicht ändern oder sogar noch weiter ansteigen.

Ob der Ausbau der Vectoring-Technik deshalb wirklich der richtige Ansatz ist, um schnelles Internet flächendeckend anzubieten, bleibt damit umstritten. Ebenfalls für viele Diskussion sorgt das Problem, dass in jedem Ort nur ein Anbieter auf die Vectoring-Technik zugreifen kann und damit der Kunde keine Auswahl mehr zwischen verschiedenen Anbietern hat.

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Kommentare (22)

#13
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17841


Und der Spiegel ist natürlich eine saubere Quelle, wenn es um eine logische Begründung geht....

Klar sind 80mrd mehr als 20mrd oder auch mehr als 100k EUR. Allerdings hat man mit 1x 80mrd mehr gewonnen, als 10x 20mrd ins Land zu blasen.

Nehmen wir mal einen Autovergleich:
Ein Neuwagen kostet 10k EUR.
Ich fahre eine alte Hütte, die schon auseinanderfällt, aber sie fährt noch. Um den Zustand zu halten, muss ich jedes Jahr 2k EUR investieren, damit ich noch fahren kann. Aber da ja 2k EUR weniger als 10k EUR für einen Neuwagen sind, ist natürlich logisch, dass, für den Einzelfall betrachtet, der Weiterbetrieb günstiger ist.

ABER:
Spinne ich das mal weiter, dann habe ich nach 5 Jahren soviel Geld investiert, was mich der Neuwagen auch gekostet hätte. Und ab dem 5. Jahr sieht das Ganze dann anders aus. Da kippt das System zum Neuwagen hin. (dem man jetzt mal fürs Beispiel keine Defekte unterstellt)

Und genau das passiert bei DSL oder auch Cable, da werden Jahr für Jahr lieber "Kleckerbeträge" investiert, als es 1x richtig zu machen und dann Ruhe zu haben und zwar richtig lange.
Warum machen die das? Weil es bei den BWLern besser passt. Es geht da nicht um 10 Jahrespläne, sondern nur, was kann ich wie absetzen und was passt in die AG-Bilanz.
#14
Registriert seit: 05.04.2005

Fregattenkapitän
Beiträge: 2927
Zitat iceman84;24137892
Das Problem wird auch sein dass viele Vermieter sich nicht darauf einlassen werden, bzw. kA wie es bei Mehrfamilienhäusern mit der Zustimmung ist....

Ihr erfindet Probleme. Es ist jetzt schon so, dass ein Vermieter zur Erschließung verpflichtet ist. Ob er das will oder nicht, die Kosten für Gas, Strom, Abwasseranschluss etc. muss er in Form einer hohen Gebühr berappen. Ob er will oder nicht. Auch wenn vor der Hütte die Straße saniert wird oder weiß der Geier. Da muss der Eigentümer auch mit zahlen. Auch wenn er gar keine Gehwegsreparatur bestellt hat. So einfach geht das, heute schon. Null Problemo.

Zitat mighty c
Noch einmal: wer soll das denn bezahlen?...

Denk doch nicht gleich ans Großbauprojekt. Jedes neue Haus wird derzeit zwangsverkupfert von der Telekom, weil sie eine Versorgungspflicht hat. Egal, wo die Hütte steht. Es wäre doch mal ein großer Schritt vorwärts, wenn wenigstens bei Neubauten und Sanierungen der alten Kupferlitzen (die halten ja auch nicht ewig) wenigstens zwangsweise auf Glas gestellt werden muss, FTTB z.B.
Da kann mir auch keiner mit "was das wieder alles kostet" kommen. Da gibt es keinen politischen Willen dazu. Denn wie schon geschrieben, die Telkos muss man dazu zwingen. Die haben nämlich kein Interesse, ein gutes Netz hinzustellen, sondern ein Netz, mit dem man gut Geld verdienen kann. Ich sehe aber kein Problem darin, denen etwas aufzuzwingen, wenn der politische Wille da ist.
#15
Registriert seit: 14.05.2009
Nürnberg
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 431
Zitat underclocker2k4;24138167
Und der Spiegel ist natürlich eine saubere Quelle, wenn es um eine logische Begründung geht....

Klar sind 80mrd mehr als 20mrd oder auch mehr als 100k EUR. Allerdings hat man mit 1x 80mrd mehr gewonnen, als 10x 20mrd ins Land zu blasen.

Nehmen wir mal einen Autovergleich:
Ein Neuwagen kostet 10k EUR.
Ich fahre eine alte Hütte, die schon auseinanderfällt, aber sie fährt noch. Um den Zustand zu halten, muss ich jedes Jahr 2k EUR investieren, damit ich noch fahren kann. Aber da ja 2k EUR weniger als 10k EUR für einen Neuwagen sind, ist natürlich logisch, dass, für den Einzelfall betrachtet, der Weiterbetrieb günstiger ist.

ABER:
Spinne ich das mal weiter, dann habe ich nach 5 Jahren soviel Geld investiert, was mich der Neuwagen auch gekostet hätte. Und ab dem 5. Jahr sieht das Ganze dann anders aus. Da kippt das System zum Neuwagen hin. (dem man jetzt mal fürs Beispiel keine Defekte unterstellt)

Und genau das passiert bei DSL oder auch Cable, da werden Jahr für Jahr lieber "Kleckerbeträge" investiert, als es 1x richtig zu machen und dann Ruhe zu haben und zwar richtig lange.
Warum machen die das? Weil es bei den BWLern besser passt. Es geht da nicht um 10 Jahrespläne, sondern nur, was kann ich wie absetzen und was passt in die AG-Bilanz.


Durch den Vectoring-Ausbau sinken gleichzeitig die Kosten für einen späteren FTTH Ausbau.
Somit macht man einen nächsten Schritt mit dem Glasfaser in Richtung Kunden.

Die Telekom baut auch tatsächlich (zumindest in Bayern) vermehrt in FTTH aus und das wird garantiert noch mehr.
Nur sind die wenigsten in Deutschland gewillt, einen Mehrpreis zu zahlen für eine Geschwindigkeit, welche sie nicht benötigen.
Die meisten sind wohl mit einer 50K Leitung mehr als zufrieden.

Solange nicht die Mehrheit nicht bereit ist für mehr Geschwindigkeit mehr zu zahlen bzw. einfach mehr Leistung benötigt, wird dementsprechend nicht so gebaut.
#16
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Registriert seit: 15.11.2006
Braunschweig
Leutnant zur See
Beiträge: 1258
Zitat Hilikus;24138454

Denk doch nicht gleich ans Großbauprojekt. Jedes neue Haus wird derzeit zwangsverkupfert von der Telekom, weil sie eine Versorgungspflicht hat. Egal, wo die Hütte steht..


Nicht ganz richtig. Den Anschluss von der Telekom muss ich nicht nehmen. Erst wenn ich einen Anschluss haben will MUSS die Telekom mir einen zur Verfügung stellen. Leider kann (plant sie aber lt. Telekom in Zukunft aber nicht) sie auch einen Anschluss per LTE bereitstellen. Und je nach Gebiet gibt es noch die Regionalen Anbieter welche den FTTH Anschluss auch noch zum gleichen Preis wie die Telekom anbieten.
#17
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1599
Zitat Spikey-1989;24140048
Die Telekom baut auch tatsächlich (zumindest in Bayern) vermehrt in FTTH aus und das wird garantiert noch mehr.

Die Telekom hat seit dem die Bundesnetzagentur der Telekom zu verstehen gegeben hat das die Glasfasernetze auch reguliert werden kein einziges neues FTTH mehr gebaut.
Zitat Spikey-1989;24140048
Durch den Vectoring-Ausbau sinken gleichzeitig die Kosten für einen späteren FTTH Ausbau.
Somit macht man einen nächsten Schritt mit dem Glasfaser in Richtung Kunden.


Man spart dadurch nichts sondern produziert erhebliche Mehrkosten für einen späteren FTTH Ausbau. Lediglich kurzfristig spart man ein bißchen Geld gegenüber eines reinem FTTH ausbau bei dem die Leitungen dann aber auch wieder 50 Jahre+ liegen bleiben könnten.
Es wurden Milliarden in den ADSL ausbau gesteckt und dann noch mal Milliarden in den VDSL ausbau und jetzt nochmal Milliarden in den Vectoring ausbau.
Ich habe leider keine Daten gefunden wieviel der ausbau auf ADSL und VDSL gekostet hat, günstig war es mit Sicherheit aber nicht, man wusste vor 20 Jahren schon das Kupfer keine Chance gegen Glasfasern hat, hätte man damals Glasfasern statt Klingeldraht in den Neubaugebieten verbuddelt hätten heute schon viele FTTH und man hätte tatsächlich gespart, weil VDSL und Vectoring Ausbau nie nötig gewesen wären.
#18
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Braunschweig
Leutnant zur See
Beiträge: 1258
Edit: Falscher Thread
#19
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Oberbootsmann
Beiträge: 785
Die telekom macht es wie früher zu DDR zeiten ...Wir bauen auf und reißen nieder so haben wir arbeit immer wieder. Bezalt wird das dann auch von wem auch immer.
#20
Registriert seit: 11.03.2007

Moderator/Redakteur
Beiträge: 13888
Zur Not einfach Auswandern irgendwann ;)
#21
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Leutnant zur See
Beiträge: 1255
Die "Schweizer Lösung" mit dem FTTH Ausbau ist auch nicht dem guten Willen der swisscom (entspricht Dt. Telekom) zu verdanken, sondern einigen engagierten Stadtverwaltungen.

http://www.hardwareluxx.de/community/f67/internetanschluss-mit-1-gbit-s-der-schweiz-fuer-etwas-mehr-als-50-euro-1022759-2.html#post22236347
#22
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Registriert seit: 02.07.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2742
Zitat Krümelmonster;24137210
Die Glasfaser rückt dadurch näher, die Tatsache wird immer gerne unter den Teppich gekehrt. Damit ist der erste Schritt getan, um irgendwann die Faser direkt ins Haus zu bekommen, was übrigens in nennenswerter Zahl an Hausbesitzern und Eigentümergemeinschaften SCHEITERT, weil die keine Baumaßnahmen haben wollen, der Rasen könnte ja leiden. Die Erfahrungen hat man schon mit den reinen Glasfaserprodukten bei der Telekom gemacht.


Genau das sagte auch unser Bürgermeister auf die Frage warum wir nicht Glasfaser in die Häuser legen: Erstmal diese Multifunktionskästen aufstellen und mit Glasfaser verbinden.Da die Telekom auch nen kleinen Beitrag beisteuert + die Investition des Breitbandausbaues etc .... wurde ausgebaut.Ausbauten sind fertig nur anscheinend noch ned angeschlossen.Vorläufig ist mind 50Mbit für jeden im Dorf gegeben.(bei meinem glück könnt ich 100mbit bekommen,40m vom Kasten entfern).Und das reicht auch erstmal.In 5 oder 10 Jahren kann man ja weiter machen,da die Kästen ja dann schon stehen.Ich denke dann das es so laufen wird,das Glasfaser aufn Grundstückverlegen dann Eignentümersache ist,sprich jeder zahlt die Verlegung selber.
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