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Musik-Streaming-Dienst Simfy nur noch sehr stark eingeschränkt

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simfySeit gestern bietet der Musik-Streaming-Dienst Simfy nur noch eine stark eingeschränkte Anzahl an Songs. Das gab das Portal am Freitag nicht nur über seine Webseite bekannt, sondern wies auch seine Nutzer per E-Mail darauf hin. Das Angebot habe ab dem 1. Mai 2015 aus lizenzrechtlichen Gründen gekürzt werden müssen. Als Alternative für ein „weiterhin bestmögliches Musikerlebnis“ empfiehlt man obendrein seinen Kooperationspartner Deezer mit über 35 Millionen Songs.

Über einen speziellen Link sollen Simfy-Nutzer innerhalb von zwei Monaten besonders einfach zu Deezer wechseln können. Wer sich über den Link und die selbe E-Mail-Adresse, welche er für seine Simfy-Anmeldung genutzt hatte, bei Deezer registriert, soll automatisch den bestehenden Simfy-Vertrag beenden können, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Deezer sei im ersten Monat kostenlos und danach monatlich kündbar.

Das dürfte nun das endgültige Aus des Dienstes bedeuten, hatte sich in den letzten Wochen und Monaten doch immer ein schleichender Angebots-Rückgang gezeigt. Vor knapp zwei Jahren wurden zudem bestehende Free-Nutzer nahezu ausgeschlossen.

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Seit Freitag ist das Angebot von Simfy nur noch sehr eingeschränkt

Grooveshark macht dicht

Mit Grooveshark hat am 1. Mai 2015 ein weiterer Streaming-Dienst aufgegeben und sein Angebot beendet. Der US-Dienst wurde bereits am Mittwoch nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Musikindustrie und zahlreichen Gerichtsverfahren geschlossen. Grooveshark war bereits 2007 ans Netz gegangen und zählte zuletzt etwa 15 Millionen Titel. Die rund 20 Millionen Abonnenten konnten teilweise ihre eigene Musiksammlung hochladen, womit der Dienst vor allem in Deutschland immer wieder auf harte Gegenwehr stieß und sich schließlich vom deutschen Markt vollständig verabschiedete.

Zu spät wurden jedoch richtige Lizenzverträge mit der Musikindustrie geschlossen, es folgten zahlreiche Gerichtsverhandlungen. Nun ist der Dienst Geschichte – vorerst aber nur für die Nutzer. Die Apps sind nicht mehr über die einschlägigen App-Stores erhältlich.