> > > > Facebooks "On this Day" nicht immer ganz taktvoll

Facebooks "On this Day" nicht immer ganz taktvoll

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

facebookMit der Funktion „On this Day“ dachte sich Facebook wohl nichts Schlechtes. So soll die Funktion doch all die guten und vielleicht bereits vergessenen Erinnerungen aus der Vergangenheit wieder ans Tageslicht fördern und ein wenig das Gefühl von Nostalgie an den Nutzer vermitteln. Dafür verantwortlich ist ein Algorithmus, der Facebookpostings nach Interaktion und Personen bewertet und dementsprechend das Posting irgendwann wieder hervorkramt.

Dass der Algorithmus nicht immer ganz taktvoll ist, liegt in seiner Natur selbst. Er kann nämlich nur Metadaten auf Aufrufzahlen, Interaktion, Kommentare, Likes, Personen etc. auswerten und bewerten, nicht jedoch den speziellen Kontext des Postings. So kann es manchmal passieren, dass Facebook beispielsweise Trauerpostings wieder hervorzaubert, die der Nutzer eventuell besonders schmerzhaft findet und lieber nicht an etwas erinnert werden möchte. So geschehen mit einem Nutzer, der vor drei Jahren ein Trauerposting wegen eines verstorbenen Freundes aufsetzte und nun von Facebook erneut an den schmerzhaften Verlust erinnert wurde.

facebookonthisdayss2.0

Auch andere Fälle sind bereits geschehen, wo Facebook beispielsweise den Brand des Appartements des Ex-Freundes einer Nutzerin als ein eher positives Ereignis darstellt. Auch viele andere Beispiele wie der Tod eines geliebten Haustieres oder ein Foto der Urne des Vaters wurden bereits wieder von Facebook hervorgeholt.

An so Beispielen zeigt sich, dass es für Programmierer nicht immer ganz leicht ist, passende Beiträge auszuwählen und anzuzeigen. Und solch eine Funktion ohne Zustimmung der Nutzer zu aktivieren ist in einigen Fällen schlicht fahrlässig und Facebook spielt so mit den Gefühlen der Nutzer.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (2)

#1
customavatars/avatar37147_1.gif
Registriert seit: 20.03.2006
München
Bootsmann
Beiträge: 531
a) Mit sowas muss man rechnen, wenn man es ins Internet posaunt.
b) Was ist so schlimm daran, dass Trauerpostings wieder aufkommen? Auch das gehört zum Leben.
c) Wen interessierts?
#2
Registriert seit: 06.04.2012

Kapitänleutnant
Beiträge: 1598
Amen.

Wer immer noch mit seinen Daten auf FB rumhurt, muss halt durch angemessene Schläge ins Gesicht mal zum Nachdenken gebracht werden, ob das überhaupt so eine gute Idee ist.

Am vorliegenden Beispiel sieht man ja z.B. sehr schön, dass Datennutzung heute mit Datennutzung morgen nicht das Geringste zu tun haben muss und alle möglichen Nutzungsarten kann man sich heute überhaupt nicht ausmalen. Genau deshalb ist Datensparsamkeit sinnvoll. Das muss man der degenerierten Generation von heute halt mal wieder eintrichtern.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Unitymedia möchte Endkundenanschlüsse in öffentliche Wi-Fi-Hotspots umwandeln

Logo von UNITYMEDIA-LOGO

Der in Nordrhein-Westfahlen, Hessen und Baden-Württemberg aktive Kabelnetzprovider Unitymedia plant 1,5 Millionen Endkundenanschlüsse mit seinem WLAN-Router gleichzeitig in öffentliche Wi-Fi-Hotspots zu verwandeln. Wer als Kunde dabei mitmacht, bekommt unabhängig vom Standort, Tarif oder... [mehr]

ProSiebenSat.1 schaltet MyVideo ab (Update: MyVideo wird nur umstrukturiert)

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/PRO7SAT1MEDIA

Das Videoportal MyVideo wurde einst von der ProSiebenSat.1-Gruppe als Konkurrenz zu YouTube aufgebaut. Das Portal konnte sich gegen die amerikanische Konkurrenz jedoch nie wirklich durchsetzen – die Verantwortlichen ziehen nun den Stecker. Laut einer Meldung werde das Projekt vorübergehend... [mehr]

Routerzwang: Unitymedia nennt Details zum Einsatz eines eigenen Gerätes

Logo von UNITYMEDIA-LOGO

Ab dem 1. August 2016 wird der Routerzwang für die Internetanbieter endgültig Geschichte sein und die Kunden können dann auch eigene Geräte einsetzen. Während bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen die Umstellung problemlos verlaufen dürfte, werden die Kunden bei Kabelanschlüssen etwas... [mehr]

10-GBit/s-Internetanschluss für Privatkunden in Estland

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/STARMAN

Immer wieder führen die Internetanbieter in Deutschland die bereits bestehende, gute Infrastruktur an, wenn es um die niedrigen Zahlen der FTTH/B/C-Anschlüsse geht. Dass es sich dabei größtenteils um Augenwischerei handelt und Anschlüsse mit mehr als 50 MBit/s weiterhin rar gesät sind, egal... [mehr]

Internet: Provider müssen zukünftig exakte Übertragungsrate angeben

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/HARDWARELUXX_NEWS_NEW

Bei den meisten Verträgen zwischen Kunden und Internetanbietern geben die Provider meist nur die maximal erreichbare Geschwindigkeit an. Ob die Übertragungsrate letztendlich am eigenen Anschluss erreicht wird, wird von den Anbietern nicht vertraglich zugesichert. Dieses Problem könnte sich... [mehr]

VDSL-Vectoring: Telekom startet im Herbst mit 100 Mbit/s in Hamburg

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/TELEKOM2

Mit VDSL-Vectoring möchte die Deutsche Telekom die Geschwindigkeit des Netzes deutlich steigern. Wie das Unternehmen bekannt gibt, wird mit Hamburg ab Herbst die erste Großstadt mit dem schnellen Internet ausgebaut. Die Anschlüsse sollen dann eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/s im Down-... [mehr]