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Project Spartan und Internet Explorer 11 erhalten exklusive Engines

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Microsoft2012Wie weit Bestandteile von Windows 10 noch von der Fertigstellung entfernt sind, zeigt eine in der gestrigen Nacht von Microsoft bekannt gegebene Änderung. Denn anders als bislang geplant, werden sowohl Project Spartan als auch der Internet Explorer 11 exklusive Rendering-Engines erhalten. Für den Nutzer bedeutet dies, dass für den neuen Browser lediglich die Edge-Engine zur Verfügung steht, im Internet Explorer muss man sich hingegen mit der Trident-Engine begnügen - einen Wechsel der Engine, wie er noch in der aktuellen März-Preview möglich ist, wird es in der fertigen Version nicht geben.

Laut Microsoft habe es für diese Entscheidung vor allem drei Gründe gegeben: Mögliche Kompatibilitätsprobleme im Internet Explorer 11, eine Vermengung von Alt und Neu in Project Spartan sowie Vorbehalte von Drittentwicklern.

Im Mittelpunkt dürften jedoch die beiden ersten Punkte gestanden haben. Denn seit der Vorstellung von Project Spartan hieß es aus Redmond immer wieder, dass der Internet Explorer 11 nur deshalb ein Bestandteil von Windows 10 sei, um in erster Linie Unternehmen keine zusätzlichen Probleme zu bereiten. Mit der Integration von zwei Rendering-Engines hätte genau dies dem aktuellen Stand zufolge aber doch eintreten können. Auf der anderen Seite würde das Anbieten der Trident-Engine in Project Spartan das Festhalten an alten Zöpfen bedeuten. Damit hätte man das ursprüngliche Versprechen, einen komplett neuen Browser, der alle Vorteile von Windows 10 nutzt, zu entwickeln, gebrochen, so Microsoft. Entsprechend lautet auch das eigene Fazit: „Project Spartan ist unsere Zukunft“.

Wann die Änderungen in die Preview Einzug halten werden, ist derzeit nicht bekannt oder absehbar. Denn bislang ist Project Spartan kein Bestandteil der öffentlichen Testversion, lediglich die dazugehörige Engine ist implementiert. Dass diese leistungsfähiger als die Vorgängerin ist, zeigt unser Blick auf die März-Preview. Dort schneidet Edge schon jetzt etwa sieben Prozent schneller ab.