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Apple baut sich eigenes Content Delivery Network auf

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apple logoSoftware-Updates für mehrere Millionen Geräte auszuliefern und dazu noch einen Store anzubieten, der tausende von Apps, Filmen, Musik und TV-Serien ausliefert, ist eine große Herausforderung. Daher setzen Unternehmen wie Apple auf Anbieter eines Content Delivery Network (CDN), welche die Verteilung auf mehrere Server und letztendlich auch das Download-Angebot für den Endnutzer übernehmen.

Seit Jahren sind Akamai und Level 3 Apples Vertragspartner der Wahl in dieser Hinsicht und sorgen bei Veröffentlichung neuer OS-X- oder iOS-Versionen alljährlich für neue Bandbreiten-Rekorde. So hat die Auslieferung von iOS 7 im September des vergangenen Jahres für einen kurzen Zeitraum etwa 20 Prozent der Gesamtbandbreite des Internets ausgemacht. Allerdings scheinen selbst die besten CDNs nicht immer in der Lage zu sein, den Bedarf an Bandbreite auch decken zu können.

Server-Interconnects via Ethernet
Server-Interconnects via Ethernet

Doch offenbar will man sich von externen Unternehmen lösen und baut bereits seit einiger Zeit sein eigenes CDN auf. Dieser Ausbau soll nun schneller vorangetrieben werden, als dies bisher vermutet wurde. Mehr als 100 Millionen US-Dollar soll Apple bis Ende des Jahres in diesem Bereich investiert haben. Bereits heute besitzt Apple demnach eine Kapazität von mehreren Terabits pro Sekunde zur Auslieferung von Inhalten und zumindest in den USA scheint dies auch erste Auswirkungen zu haben, denn hier hat Apple auch schon eigene Rechenzentren aufgebaut, die offenbar nicht nur dem Ausbau des iCloud-Dienstes dienen sollen. Wer in den USA sitzt und seinen Internet-Anschluss bei Comcast bezieht, bezieht seine OS-X-Updates und Vollversionen inzwischen aus dem Netz des ISP. Dazu hat Apple entsprechende Verträge mit Comcast geschlossen und Ähnliches wird auch zwischen Apple und AT&T sowie Verizon und den anderen großen Anbietern erwartet. Direkt nachweisen lässt sich die Auslieferung der Inhalte bislang aber nur über Comcast.

Der Aufbau eines eigenen Content Delivery Network ist allerdings nicht so einfach. Apple muss sich dazu Wellenlängen auf Glasfaserleitungen, Transitstrecken und Co-Locations mieten. Unter den Anbietern für eine solche Infrastruktur ist unter anderem Level 3. Akamai hingegen bietet diese Dienste nicht an und dürfte nicht sonderlich glücklich über Apples Pläne sein.

Bisher sind keine entsprechenden Pläne für den europäischen Raum bekannt. Traceroutes für Apple-Inhalte führen hierzulande noch immer auf die europäischen Server von Akamai.