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OpenOffice: Aus für die Open-Source-Software steht im Raum

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openoffice logo 2016OpenOffice ist eine Zeit lang nicht nur bei Usern, sondern auch bei Entwicklern eine willkommene Open-Source-Alternative zu Microsofts kommerzieller Office-Suite gewesen. Doch über die Jahre hinweg ist der Stern des Projekts verblasst. Das liegt unter anderem an Oracles Übernahme von Sun, die viele Entwickler damals aufgeschreckt hat. So entwickelte sich rasch mit LibreOffice ein neuer Ableger, der sich mittlerweile wachsender Beliebtheit erfreut und stärker weiterentwickelt wird. Das bekommt man bei OpenOffice natürlich zu spüren. Bei den Leitern des Projekts herrschen deswegen mittlerweile Zweifel, ob OpenOffice langfristig als Projekt fortgeführt werden könnte. Der Vizepräsident von Apache OpenOffice, Dennis Hamilton, hat deswegen eine längere Rundmail verfasst. Hamilton spricht deutliche Worte: „Es ist meine wohl überlegte Ansicht, dass es nicht ausreichend kompetente Entwickler mit entsprechender Lust und Zeit gibt, welche das halbe Dutzend an Freiwilligen unterstützen möchten, die das Projekt aktuell noch zusammenhalten.“ Zwar sei noch keine Entscheidung gefallen, man wäge aber ernsthaft ab das Projekt OpenOffice zu Grabe zu tragen.

Apache OpenOffice

Die Ursache sei eben wirklich, das seit dessen Veröffentlichung im Januar 2011 das Gros der früheren OpenOffice-Entwickler zu LibreOffice gewechselt ist. LibreOffice ist ein Fork von OpenOffice, der mittlerweile viel regelmäßiger Updates erhält: Beispielsweise erhielt LibreOffice allein 2015 14 Versions-Updates. Für OpenOffice erschien lediglich im Oktober 2015 eine größere Aktualisierung, welche immer noch die neueste geblieben ist. Danach gab es nur einen Hotfix, für ein Sicherheitsproblem. So werden Bedenken um Sicherheitsprobleme, die aufgrund weniger, verbliebener Entwickler nicht zeitnah behoben werden können, zu einem Stolperstein für OpenOffice.

Deswegen denke man aktuell darüber nach OpenOffice als aktives Projekt zu beenden. Der Open-Source-Code würde dennoch weiterhin zur Verfügung stehen, aber es gäbe keine Weiterentwicklungen mehr. Installierbare Binary-Dateien sollten dann weiterhin über ein Archiv bereitstehen, aber auch hier entfielen Überarbeitungen. Sollte dieser Schritt vollzogen werden, würden auch die öffentlichen Mailing-Listen und die Pendants für Entwickler geschlossen. Der OpenOffice-Blog sowie die Twitter- und Facebook-Konten würden ebenfalls das Zeitliche segnen. Auch für das zuständige Projektmanagement-Team wäre es vorbei. Apache, die hinter OpenOffice stehen, würden lediglich eine E-Mail-Adresse offen halten. Über jene würde man weiterhin Anfragen annehmen, welche sich um die Lizenzierung der Marke OpenOffice drehen.

Noch wolle man laut Hamilton versuchen die Entwickler-Community für OpenOffice zu mobilisieren. Aber man müsse realistisch bleiben, auch wenn der Ruhestand des Projekts sicherlich nicht seine Wunschvorstellung sei.

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Kommentare (68)

#59
Registriert seit: 04.11.2010
Karlsruhe
Obergefreiter
Beiträge: 75
Zitat passat3233;24900720

Das ganze ist auch sehr gut dokumentiert (Die Doku dazu hat über 6000 Seiten!) und sogar nach ECMA und ISO/IEC genormt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Office_Open_XML


Gut, dass das mal jemand sagt, siehe auch Standard ECMA-376
#60
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Registriert seit: 13.12.2002
Bayern
Vizeadmiral
Beiträge: 6801
.... Warum zankt ihr, dachte es ging um OpenOffice

Farewell OO , du hast den Weg für OpenSource Offices gelegt, du lebst aber weiter in LibreOffice.

Danke an deine Devs und deren Zeit. zum Glück geht Open Source Code nie ganz unter.

Danke für die tolle Zeit

... geschrieben von unterwegs (Handy)
#61
Registriert seit: 10.12.2009
Schweiz
Kapitän zur See
Beiträge: 3811
Zitat Miteshu;24892607
Eine Erläuterung ist zu viel verlangt? Ich verstehe echt nicht, wieso Leute mit Tausenden von Beiträgen immer nur solche nichtssagenden Einzeiler hinklatschen. Fühlt ihr euch toll oder seid ihr einfach nur unfähig, eine sachliche Diskussion zu führen bzw. mit Erfahrungswerten beizutragen?


Wieso weiter erläutern -> Faktenlage weiter unten hinzugefügt.

Zitat Miteshu;24892607
Also ja, meiner Meinung nach (und der vieler anderer) kann man solche freien Suiten ohne Probleme für die meisten Anwender empfehlen.


Für Privatnutzer, welcher wie schon erwähnt einen Brief an die Oma schreibt oder das Budget in Excel berechnet, reicht auch LibreOffice.

Brauchst du aber:
Exchange Einbindung des Mail-Client
CRM-Anbindung
Bestehende Schnittstellen mit anderen Programmen
usw.

Bleibt dir nur noch MS Office. Nicht weil es besser ist, sondern weil es mit der bestehenden Infrastruktur funktioniert.
Und ja, ich nutze sogar privat MS Office, weil es einfach funktioniert (abgesehen von riesigen Dokumenten, da greift man aber sowieso besser zu Latex).
#62
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Registriert seit: 13.09.2009

Bootsmann
Beiträge: 671
Zitat oooverclocker;24899364


Also eine Kopie kann ich in LibreOffice beim besten Willen nicht erkennen. Das aktuelle Word finde ich grauenvoll, überall diese aufgedunsenen, bzw. Ansammlungen von Buttons... Dagegen ist der LibreOffice Writer für meinen Workflow perfekt.
[ATTACH=CONFIG]373875[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]373876[/ATTACH]


Die Ribbons kann man einfach ein- und ausklappen.
#63
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 13379
Mag sein, die Ribbons sind aber an nem PC totaler quark, das war vor Office 2007 aber eben wie bei LibreOffice.
#64
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Registriert seit: 06.03.2014
Münchner Süden
Hauptgefreiter
Beiträge: 133
Ich selber nutze MS Office 2013 zu hause. Grund ist, dass wir dieses auch in der Arbeit nutzen und ich ein Windows Phone als "Geschäfts-Handy" habe. Ich/ wir nutzen Word, Excel und Outlook. Die "Verzahnung" Geschäftlich- Zuhause- Mobil ist genial. Trotzdem macht mir die Vorstellung, dass ein Produkt wie Open Office verschwinden könnte ein wenig Bauchweh. Gäbe es diese opensource- Programme nicht, wer weiss was MS noch so alles mit den Usern anstellen würde... . Von daher hoffe ich, dass es weiterhin immer opensource- Alternativen zu MS geben wird.
#65
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 13379
Ich sehe das hier insofern pragmatisch, als dass einer von zwei zweigen der Open Source Office Linien halt endet, der zweite aber weiter geht.
#66
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Registriert seit: 29.08.2012

Fregattenkapitän
Beiträge: 3017
Zitat Sir Demencia;24933422
Trotzdem macht mir die Vorstellung, dass ein Produkt wie Open Office verschwinden könnte ein wenig Bauchweh. Gäbe es diese opensource- Programme nicht, wer weiss was MS noch so alles mit den Usern anstellen würde...


Libre Office geht ja weiter. "Reinigungsprozesse" finden bei OpenSource öfter mal statt. Die, die in einem Projekt das Sagen hatten, hängen oft am Namen und ihren Vorstellungen, die Basis wendet sich neuem zu. Teilweise coexistieren die Projekte eine Weile und kämpfen um ihren Platz; im Fall von OpenOffice war sehr schnell klar, dass LibreOffice der Nachfolger sein wird. Finde ich deutlich besser so, als wenn man unbenutzbare Inferfaces, Sicherheitslücken und Spionagesoftware vorgesetzt bekommt und sich dagegen gar nicht wehren kann.
#67
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Registriert seit: 22.09.2007

Admiral
Beiträge: 13379
Man muss aber auch sagen, dass auch im Open Source Bereich mal zwei Linien komplett eigene Wege gehen udn ihren eigenen Platz finden ;)

Das ist vor allem im Linux-Bereich ja mit vielen Dispris so, die basieren oft auf einem der ganz großen ;)
#68
customavatars/avatar222185_1.gif
Registriert seit: 08.06.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1123
OpenOffice ist ja schon seit langem halb tot. Apache hat jetzt halt den offiziellen Prozess eingeleitet, um es auch offiziell zu beerdigen.
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