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IDF: Intels neue Architektur nennt sich Core

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Intels Netburst-Nachfolger nennt sich "Core" - wie auch die Prozessoren Core Solo und Core Duo nennt sich auch die Architektur, auf der die Prozessoren basiert, schlicht und einfach "Core". Die im zweiten Halbjahr des Jahres 2006 erscheinenden Prozessoren Merom (Notebook), Conroe (Desktop) und Woodcrest (Server) werden dabei im Vergleich zum Core Duo weitere Architekturveränderungen erhalten: Die Out-of-Order-Pipeline wird mit 14 Stufen im Vergleich zur Netburst-Architektur deutlich kürzer, bei jedem Taktzyklus können die Prozessoren nun vier statt bislang drei Befehle abarbeiten. Dabei ist es durch Makro-Fusion auch möglich, dass fünf Befehle pro Taktzyklus abgearbeitet werden können. Die neuen Prozessoren können SSE-Befehle mit vollen 128 Bit abarbeiten, auch der Zugriff auf den Cache soll beschleunigt werden.

Weitere Infos zum zweiten IDF-Tag findet man unter "Read More".

Keynotes werden bei Intel immer aufwändig zelebriert - Justin Rattner, Pat Gelsinger, Sean Maloney und Donald J. MacDonald gaben einen Einblick in die nächste Desktop-, Server- und Mobilplattform von Intel


Neue Informationen über die Features von Conroe, Merom und Woodcrest gab es nicht - die bekannten Features, wie ein bis zu 1333 MHz schneller FSB und bis zu 4 MB Cache waren bereits vor ein paar Wochen im Internet aufgetaucht.

Statt dessen präsentierte Intel erste Anhaltswerte für den Stromverbrauch und die Performance der neuen Prozessoren. Conroe, der Desktopprozessor, wird ca. 40% weniger verbrauchen als ein aktueller Pentium D, aber 40% schneller arbeiten. In Anwendungen, die speziell auf die neue Architektur zugeschnitten sind, sind sogar deutlichere Performancesteigerungen möglich. In einer Demo zeigte man Beschleunigungen von Office 12.


Performancesteigerungen von Conroe im Vergleich zum Stromverbrauch


Für Performancefans sind hingegen auch andere Dinge interessant: Mit einer NAND-Flash-Demo zeigte Intel, dass durch den Einsatz von NAND nicht nur Notebooks schneller booten, sondern der Einfluss auch beim Laden von Applikationen wie Spielen zu spüren ist. NAND-Flash wird erstmals in der Santa Rosa Plattform zum Einsatz kommen, bei der der Flash-Speicher hauptsächlich zum Sparen von Energie verwendet wird. Santa Rosa ist zusammen mit einem schnelleren FSB für den Merom im ersten Halbjahr 2007 zu erwarten.

Auch präsentierte Intel erstmals ein DP-Clovertown-System, welches mit zwei Clovertown-Prozessoren vier Threads aufweisen konnte. Auch für den Desktop-Bereich präsentierte man ein Quad-Core-System mit einem Kentsfield-Prozessor, auf dem man sämtliche Präsentationen der Keynote ausführte - es läuft also bereits stabil.


Clovertown-System mit zwei Prozessoren bei Cinebench. Ergebnis: 1476 Punkte



Mit diesem Kentsfield-System zeigte Intel erstmals Quad-Core für den Desktop-Bereich


Bilder vom zweiten Tag befinden sich wie immer in unserer Gallery. Weitere News folgen leider mit Verzögerung, da die drahtgebundene und drahtlose Internetverbindung im Moscone-Center wohl mit der hohen Anzahl an Verbindungen nicht zurecht kommt.

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