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Lückenfüller: AMD bringt den A10-7870K mit schnellerer GPU und CPU

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amd aseriesSchon zum Release des AMD A10-7850K im Januar des letzten Jahres hatten wir über ein weiteres Topmodell in Form des A10-7870K spekuliert. Dass dieses aber so lange auf sich warten lassen würde und womöglich erst kurz vor der Veröffentlichung der neuen Generation auf den Markt kommen würde, das hatten wir uns damals nicht so ausgemalt. Während die kommenden "Godavari"-APUs in den nächsten Wochen oder Monaten vermutlich als 8000er-Reihe an den Start gehen werden, bringt AMD mit dem heutigen Tag nun endlich den A10-7870K als Lückenfüller offiziell auf den Markt, spendiert ihm aber hautpsächlich nur höhere Taktraten.

Der neue AMD A10-7870K wird ab heute das Feld der "Kaveri"-APUs bzw. der A10-7000er-Familie anführen, tauchte allerdings schon vor einigen Tagen samt aller wichtiger Eckdaten im Internet auf. Wie das bisherige Flaggschiff verfügt auch der AMD A10-7870K über insgesamt zwölf Compute-Cores, die dank höherer Taktraten ein gutes Stück schneller arbeiten sollen. Während die CPU- und GPU-Kerne bei den "Kaveri"-Vorgängern noch separat ausgewiesen wurden, kombiniert die US-Amerikanische Grafikschmiede diese nun in der Nomenklatur, denn insgesamt gibt es vier Prozessor-Kerne und acht Grafik-Cores (insgesamt also 12 Compute-Cores). In der Praxis sind das vier "Steamroller"-Kerne und 512 GCN-Shadereinheiten.

Den Cache-Ausbau und den Speichercontroller hat AMD im Vergleich zum bisherigen Topmodell ebenfalls nicht angerüht. Der L2-Cache fasst weiterhin 4.096 KB an Daten, der Speichercontroller kommt mit 2.133 MHz schnellen DDR3-Modulen im Dual-Channel-Modus zurecht. Wer allerdings Radeon-Module mit AMD-Memory-Profile-Support verwendet, kann bis zu 2.400 MHz schnellen Speicher einsetzen. Per Hand und passenden Speicherteilern im Mainboard-BIOS funktioniert das aber natürlich auch mit jedem anderen Modul.

"Steamroller" und GCN

Bei den Taktraten hat AMD leicht an der Taktschraube gedreht. Während der A10-7850K sich bislang mit einem Basis-Takt von 3,7 GHz ans Werk machte, rechnet der neue A10-7870K mit 200 MHz mehr auf der Brust und bringt es auf 3,9 GHz. Beim Turbo-Takt aber trennen die beiden Schwestermodelle lediglich noch 100 MHz, der A10-7870K durchbricht hier mit 4,1 GHz die 4,0-GHz-Marke. Die beiden Module und vier Kerne basieren aber weiterhin noch auf der "Steamroller"-Architektur, die laut AMD die bisher größte Architektur-Änderung seit der Einführung von "Bulldozer" darstellt, im Großen und Ganzen aber hielt man am Konzept von "Bulldozer" fest. Am Pipeline-Anfang gibt es wie gehabt einen gemeinsamen Fetch-Schritt. Ein Modul besitzt zwei Integer-Kerne, die sich eine FPU und einen Instruktions-Cache, der auf 96 kb vergrößert wurde, teilen. Dafür gibt es neue Prefetcher und einen eigenen Befelsdecorder für die Integereinheiten, womit die Fetch-Stufe im Fronted 30 % weniger Cache-Fehlschläge bei Datenbank-Anwendungen erreichen soll. Vor allem bei Single-Core-Anwendungen konnte "Kaveri" so deutlich zulegen und die Pro-Megaherz-Leistung steigern. 

Beim Grafikkern bleibt ebenfalls alles beim Alten. Hier setzt man im Falle des A10-7870K auf eine Radeon R7, die auf GCN-Basis arbeitet. Hier bildet die kleinste Einheit die Compute-Unit, die wiederum aus vier Vektor-Prozessoren besteht, die sich aus vier SIMDs mit je 16 ALUs zusammenfügen. Beim A10-7870K gibt es acht solcher Compute-Units und somit 512 Shader-Prozessoren (8 CUs x 4 SIMDs x 16 ALUs). Da an jeden Shadercluster vier Textureinheiten angeschlossen sind, stehen in der Summe 32 TMUS zur Verfügung. Das Speicherinterface weist eine Breite von 128 Bit auf. Im Vergleich zur Radeon R7 des A10-7850K wurde die Taktfrequenz aber von 720 auf nun 866 MHz stark erhöht, womit die Grafikeinheit in etwa einer übertakteten Radeon HD 7750 entspricht. Möglich wurden die deutlich höheren Taktraten bei CPU und GPU laut AMD durch weitere Verbesserungen und Optimierungen in der Fertigung – vermutlich kann der AMD A10-7870K damit einen ersten Ausblick auf die kommenden APU-Generation geben.

Desktop-Modelle der A-Serie (Kaveri)
ProzessorA10-7870KA10-7850KA10-7700KA8-7600
Preis 137 US-Dollar ab 129 Euro ab 117 Euro ab 78 Euro
TDP 95 Watt 95 Watt 95 Watt 65/45 Watt
Module / Threads 2
4
2
4
2
4
2
4
CPU-Frequenz 3,9 GHz 3,7 GHz 3,4 GHz 3,3/3,1 GHz
Turbo-Takt 4,1 GHz 4,0 GHz 3,8 GHz 3,8/3,3 GHz
Speicherinterface Dual-Channel DDR3-2133
(Low Voltage Support)
L2-Cache 4 MB 4 MB 4 MB 4 MB
Grafik 512 SPs, 866 MHz 512 SPs, 720 MHz 384 SPs, 720 MHz 384 SPs, 720 MHz

Für seinen neuen A10-7870K veranschlagt AMD 137 US-Dollar. Die kleineren Modelle wurden bereits zur Vorstellung weiterer kleinerer APU-Modelle der 7000er-Reihe leicht gesenkt. Das bisherige Flaggschiff wechselt in unserem Preisvergleich aktuell schon für rund 129 Euro seinen Besitzer. Die kleineren Schwestermodelle aus unserer Vergleichstabelle gibt es hingegen schon für etwa 117 bzw. 78 Euro. Der Preis für den A10-7870K dürfte damit 1:1 in Euro umgerechnet werden, auch wenn der Euro/Dollar-Kurs in den letzten Wochen immer schlechter wurde und viele Hardware-Hersteller daraufhin ihre Preise anzogen. Damit bezahlt man für bis zu 200 bzw. fast 150 MHz mehr einen Aufpreis von knapp 15 Euro.

amd a10 7870k praesentation 08
Mit DirectX 12 arbeiten APU und GPU im AFR-Modus zusammen

Großes Feature-Set

Das Feature-Set des neuen AMD A10-7870K ist zu den bisherigen "Kaveri"-Modellen nahezu identisch. Hierzu zählen nicht nur Mantle und DirectX 12, sondern auch die heterogene System-Architektur (HSA), wodurch Grafik- und Prozessor-Kerne noch enger zusammenarbeiten – wohl ein Grund, weswegen AMD beide Funktionseinheiten zusammenfasst und von Compute-Cores spricht. Vor allem immer wieder hervorgehoben werden zwei Funktionen: "Shared System Memory" und "Heterogeneous Queuing". Erstere Technologie schafft einen Speicher, der sowohl von den CPU- wie auch von den GPU-Kernen genutzt weden kann, womit beide Funktionseinheiten immer auf dem neusten Stand bleiben und ihre Informationen direkt miteinander austauschen können – ein langwieriges Kopieren der Daten entfällt.

Der gemeinsame Speicherbereich "hUMA" ist Grundvoraussetzung für hQ. Bislang galt die CPU als Master-Einheit und war für den kompletten Programmablauf zuständig. Nun soll auch die GPU die CPU direkt mit Jobs füttern können, was beide Funktionseinheiten gleichstellt, sie aber auch unterschiedliche Aufgaben übernehmen lässt. Während sich CPUs besser für serielle Aufgaben eignen, liegen die Stärken einer GPU auf parallelen Rechenaufgaben. Durch die Verteilung dieser verspricht sich AMD eine höhere Effizienz. Darüber hinaus besitzt "Kaveri" die notwendigen DSPs für AMDs True Audio, die Low-Level-API „Mantle“ und bietet PCI-Express-3.0-Support. In Verbindung mit DirectX 12 kann die integrierte Grafikeinheit der APU mit einer diskreten Radeon-GPU gekoppelt und so die Spieleleistung verbessert werden. An Dual-Graphics aber hält man weiterhin fest – die Kompatibilitätsliste ist zum A10-7850K identisch.

amd a10 7870k praesentation 03
Gegenüber der Intel-Konkurrenz soll der neue A10-7870K eine höhere Leistung zum günstigeren Preis bieten

AMD stellt seinen neuen A10-7870K gerne gegen Intels Core-i3-Prozessoren samt einer GeForce GT 740. Je nach Benchmark soll die AMD-APU etwa 50 % mehr leisten als das Konkurrenz-Modell. Der Sprung vom A10-7850K soll hingegen etwa 15 bis 30 Prozentpunkte betragen. Ein neues Mainboard wird für den A10-7870K nicht fällig. Nach einem BIOS- und Treiber-Update kann der kleine Lückenfüller auf den bisherigen FM2+-Boards mit den bestehenden Chipsätzen verbaut werden. Unterschiede zwischen diesen gibt es vor allem bei den PCI-Express-Lanes, den USB-Schnittstellen, den SATA-Ports und den RAID-Funktionen. 

Insgesamt hat AMD mit dem A10-7870K ein schnelleres und vor allem in Hinblick auf die kommenden "Godavari"-APUs sehr interessantes Modell zu einem guten Preis in petto. Schon der AMD A10-7800 konnte unseren Technik-Award einheimsen.

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Kommentare (61)

#52
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Zitat emissary42;23542091
Das gute an der Plattform und den Black Editions ist doch, dass man praktisch alle Limits aufheben und Multiplikatoren mehr oder weniger frei setzen kann? Wer das will, kann sich also seine eigene 125 oder 140W APU konfigurieren.

Tja man will ja nicht aus zwang eine 125-140W TDP APU haben, was ich damit meinte war daß man z.B. keinen 4 Moduler oder keine stärkere GPUs bekommen kann. Und einen 2 Moduler auf Teufel komm raus hochprügeln und die lahme GPU in den Himmel takten bringt halt auch nur bedingt was. Ich würde auch so gut wie immer z.B. einen moderat getakteten i5 einem gigantisch hoch getakteten Pentium G Anniversary vorziehen.
Und OC ist halt so eine Sache ... ist hier im Forum bestimmt große Mode aber die normalen Anwender / Casual Gamer da draussen? Denen wäre es bestimmt lieber etwas mehr zu zahlen und dafür aber etwas besseres zu haben das läuft und man nicht erst sein Glück mit dem OC zu versuchen, ganz abgesehen von dem Know How und den passenden restlichen Komponenten wie Kühler, Board, Netzteil, RAM etc.


Zitat emissary42;23542091

Mit der vorhandenen Speicherbandbreite würde es wohl keinen Sinn ergeben, eine stärke iGFX zu integrieren.

Deshalb auch meine Auflistung der Baustellen ... behebt man eine heißt das noch lange nicht daß alles gut ist. Aber wie schon gesagt hoffe und glaube ich daß AMD da bestimmt schon dran bastelt und neue APUs mit neuen Architekturen (CPU und GPU Seitig), kleinerer Fertigungstechnik (TDP senken? und Platz für mehr Kerne, Cache, GPU Shadereinheiten oder Speicherinterface) und eben eine bessere Speicheranbindung (DDR4 Quad Channel? HBM?) plant und entwickelt.
#53
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Zitat Bucho;23544138
Deshalb auch meine Auflistung der Baustellen ...

Aber wir uns jetzt schon einig, dass weder die Spannungsversorgung, noch die Belastbarkeit des Sockels tatsächlich wichtige Baustellen für AMD sind?

Denn du warst schon der zweite hier im Thread, der mit einem vermeintlichen Spannungsversorgungsproblem ankam, dass so nicht existiert (außer man kauft das falsche Board).

Zitat Bucho;23544138
Tja man will ja nicht aus zwang eine 125-140W TDP APU haben, was ich damit meinte war daß man z.B. keinen 4 Moduler oder keine stärkere GPUs bekommen kann.

Dann sag das doch? Die TDP lässt ja nicht zwangsweise einen Rückschluss auf den realen Lastverbrauch oder die tatsächliche Leistung zu.

Zitat Bucho;23544138
Ich würde auch so gut wie immer z.B. einen moderat getakteten i5 einem gigantisch hoch getakteten Pentium G Anniversary vorziehen.

Sicher doch, aber versuch mal einen übertaktbaren i5 für LGA1150 um 50,- Euro zu finden. Und wer nur Single Thread Performance braucht, bekommt fast die Leistung eines 4790K für einen Bruchteil des Preises.

Zitat Bucho;23544138
Und OC ist halt so eine Sache ... ist hier im Forum bestimmt große Mode aber die normalen Anwender / Casual Gamer da draussen?

Natürlich muss man eine Black Edition nicht übertakten, aber im Vergleich zum Übertakten mit Haswell ist das bei AMD ein Kinderspiel - selbst für Laien.
#54
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Zitat emissary42;23544309
Aber wir uns jetzt schon einig, dass weder die Spannungsversorgung, noch die Belastbarkeit des Sockels tatsächlich wichtige Baustellen für AMD sind?

Denn du warst schon der zweite hier im Thread, der mit einem vermeintlichen Spannungsversorgungsproblem ankam, dass so nicht existiert (außer man kauft das falsche Board).

Für die aktuelle Palette und Sockel (FM2+) ist die Spannungsversorgung vielleicht kein Problem/keine Baustelle, für mehr ist sie das aber defintiv da man sonst neue leistungsfähigere Produkte mit mehr TDP nicht einwandfrei auf jedem Board betreiben könnte. Neue Architekturen werden wir ja am FM2+ nicht mehr sehen (allerhöchstens Carrizo welcher allerdings lediglich ein minimal besserer Kaveri ist).

Aber ja im Endeffekt ist für den aktuellen Sockel FM2+ die Spannungsversorgung keine Baustelle mehr da hier sowieso nicht mehr kommt. Die FM Sockel waren ja schon immer für "nicht High End" ausgelegt da es ja dazu parallel dem AM Sockel gibt, somit war für damals der Sockel, die Spannungsauslegung und die Boards eigentlich schon immer ein Hindernis um eben mehr Module oder wirklich starke GPUs (für eben die damaligen/aktuellen Architekturen) zu ermöglichen, so meinte ich das eher.

Zitat emissary42;23544309

Dann sag das doch? Die TDP lässt ja nicht zwangsweise einen Rückschluss auf den realen Lastverbrauch oder die tatsächliche Leistung zu.

In meinem 2. Post (siehe Quote unterhalb) hier und danach immer wieder habe ich das bereits angesprochen, ist halt vielleicht nicht richtig rüber gekommen, sorry.

Zitat Bucho;23529055
...Tja wie Du sagst sind die AMD CPUs und mittlerweile auch APUs doch schon recht alt. Das letzte APU Top Modell kam Ende 2013 auf den Markt. Und die bauen auf die Architektur von 2012 auf welche damals schon nicht die allerschnellste (zumindest per Core/Thread) war.
Amd braucht dringend eine neue Architektur (Hoffnungsträger Zen!) und neue kleinere Fertigungen (14nm ! ebenfalls mit Zen?).
Damit könnten APUs wieder interessant werden. Stellt Euch nur mal einen mittelflotten Quad Core (ich sag mal Sandy i5-2400 Leistung) mit brauchbarer MidRange GPU (sagen wir mal R7 250/X-260/X Leistung) um ~150-160 EUR vor. Da kann von mir aus auch der Verbrauch unter Last höher sein, solange im Idle das Sys wenig benötigt.
Für die meisten Casual Gamer ohne riesige Ansprüche wäre das eine super Lösung. Und reicht einmal die GPU nicht mehr packt man halt eine flottere dGPU dazu.

Viel mehr GPU Leistung einer APU kann ich mir im Moment nicht vorstellen, da müsste erst HBM Einzug in die APUs finden was wiederrum andere Probleme aufwirft (Aufrüstfähigkeit, TDP & Kühlung des gesamten Package, Preis etc.)


Zitat emissary42;23544309

Sicher doch, aber versuch mal einen übertaktbaren i5 für LGA1150 um 50,- Euro zu finden. Und wer nur Single Thread Performance braucht, bekommt fast die Leistung eines 4790K für einen Bruchteil des Preises.

Ich bezog mich hier auch nicht auf den Preis sondern lediglich daß man z.B. einen Dual Core noch so hoch takten kann wie man will, aber deshalb nie einen Quad(+) Core ersetzen/erreichen kann (falls die Anwendung das nutzen kann). Wenn man wirklich nur Single oder Dual Threaded Peformance braucht ist das sicher was schönes, allerdings ist das wohl eine recht kleine Zielgruppe (z.B. Hardcore WoT oder StarCraft 2 Zocker) die dann aber oft wohl auch mit nicht übertakteten flotten Dual Cores klar kommt.

Zitat emissary42;23544309

Natürlich muss man eine Black Edition nicht übertakten, aber im Vergleich zum Übertakten mit Haswell ist das bei AMD ein Kinderspiel - selbst für Laien.

Übertakten mit Haswell ist auch nicht sonderlich schwerer (wenn man nicht ins Extreme geht), nur leider ist je nach Modell der Spielraum nach oben nicht sonderlich gegeben. Für den Laien genügt auch hier den Multiplikator und ggf. die Eingangsspannung leicht zu erhöhen.
#55
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Zitat emissary42;23544309
Denn du warst schon der zweite hier im Thread, der mit einem vermeintlichen Spannungsversorgungsproblem ankam, dass so nicht existiert (außer man kauft das falsche Board).

Neja, ich würde ja nicht unbedingt von irgendwelchen teuren "Gamer" Boards auf die Allgemeinheit schließen...
Gerade im OEM Bereich wird nur das notwendigste verbaut. Tolle Spannungsversorgung ist halt da idR nicht. Da ist das drauf, was notwendig ist. Und kein deut mehr...

Zitat emissary42;23544309
Natürlich muss man eine Black Edition nicht übertakten, aber im Vergleich zum Übertakten mit Haswell ist das bei AMD ein Kinderspiel - selbst für Laien.


Was meinst du mit Kinderspiel?
Ich kann keinen Unterschied im Aufwand feststellen zwischen AMD und Intel. Einzig die nicht "K" oder "X" Intel Modelle, also ohne offenen Multi fallen halt hinten runter.
Rein vom Aufwand, dem notwendigen KnowHow usw. usf. nimmt sich das eigentlich nix.

Ich hab letztes WE den 5960X in die Hütte gesteckt, Kühler drauf, Multi auf 42, Spannung nach bestem Wissen und Gewissen eingedreht, RAM Takt fixiert und einfach geguckt ob stabil... -> läuft.
Der Aufwand um das OC einzudrehen lag bei vielleicht 5min, wenn überhaupt. Inkl. Nachdenken und Suchen der Einstellungen im Bios. Viel einfacher geht das imho doch gar nicht...
#56
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Zitat fdsonne;23545192
Neja, ich würde ja nicht unbedingt von irgendwelchen teuren "Gamer" Boards auf die Allgemeinheit schließen... Gerade im OEM Bereich wird nur das notwendigste verbaut. Tolle Spannungsversorgung ist halt da idR nicht. Da ist das drauf, was notwendig ist. Und kein deut mehr...

Den OEM Bereich musst du gesondert betrachten, weil OEM-Modelle traditionell nicht fürs Aufrüsten der CPU gedacht sind und seit jeher knappe TDP-Grenzen besitzen (egal ob AMD oder Intel). Das ist aber kein Problem von AMD, sondern ein Ergebnis des Billigheimer-Komplettrechner-Wahns und ist sache der OEMs. Ich finde den Einwand daher genauso falsch wie den, unterdimensionierte Wandler auf (günstigen) Retail-Mainboards zu einem AMD Spannungswandler Problem zu machen. Und noch mal: 120 oder 140W sind für einen mehr oder weniger großen Teil der verfügbaren Modelle wahrscheinlich gar kein Problem, weil es im Bereich dessen liegt, was die Hersteller für das übertakten der Black Editions sowieso als Reserve eingeplant hatten.

Zitat Bucho;23545061
Übertakten mit Haswell ist auch nicht sonderlich schwerer (wenn man nicht ins Extreme geht), nur leider ist je nach Modell der Spielraum nach oben nicht sonderlich gegeben. Für den Laien genügt auch hier den Multiplikator und ggf. die Eingangsspannung leicht zu erhöhen.

Zitat fdsonne;23545192
Was meinst du mit Kinderspiel? Ich kann keinen Unterschied im Aufwand feststellen zwischen AMD und Intel. Einzig die nicht "K" oder "X" Intel Modelle, also ohne offenen Multi fallen halt hinten runter. Rein vom Aufwand, dem notwendigen KnowHow usw. usf. nimmt sich das eigentlich nix.

Ich bin mir nicht sicher, ob einer von euch beiden schon mal Haswell für 24/7 übertaktet hat? Lasst euch gesagt sein, es hat einen Grund warum es diesen Thread gibt und er so gut frequentiert ist:

http://www.hardwareluxx.de/community/f139/howto-get-my-haswell-devils-canyon-stable-guide-und-full-custom-liste-989828.html

Um einen 4770K oder 4790K zu übertakten, ist es nicht damit getan den Multi und die Vcore anzuheben. So etwas wie selektive das Primen für jede einzelne Haupt- oder Nebenspannung entfällt bei Kaveri und die Anzahl der relevanten Spannungen, die es auszuloten gilt ist ebenfalls geringer.
#57
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Zitat emissary42;23546284
Den OEM Bereich musst du gesondert betrachten, weil OEM-Modelle traditionell nicht fürs Aufrüsten der CPU gedacht sind und seit jeher knappe TDP-Grenzen besitzen (egal ob AMD oder Intel). Das ist aber kein Problem von AMD, sondern ein Ergebnis des Billigheimer-Komplettrechner-Wahns und ist sache der OEMs. Ich finde den Einwand daher genauso falsch wie den, unterdimensionierte Wandler auf (günstigen) Retail-Mainboards zu einem AMD Spannungswandler Problem zu machen. Und noch mal: 120 oder 140W sind für einen mehr oder weniger großen Teil der verfügbaren Modelle wahrscheinlich gar kein Problem, weil es im Bereich dessen liegt, was die Hersteller für das übertakten der Black Editions sowieso als Reserve eingeplant hatten.

Naja indirekt ist es schon AMDs Problem denn wenn ich nicht irre stammt von AMD das gesamte FM2+ Design und das muß halt so spezifiziert und kommuniziert sein daß alles was sie dafür bringen auch läuft. Klar gibt es billig OEM Sachen und schwarze Schafe bei den Mainboardherstellern bzw. immer wieder mal problematische Modelle, aber keiner will so Probleme wie es sie schon bei vielen Sockeln (auch Intel) schon gab. Mittelklasse AM3+ Boards wo einige FX8xxx CPUs drosseln weil das Board es nicht packt (von den FX9xxx möchte ich gar nicht anfangen). Einige billige Sockel 775 Boards die mit einigen stärkeren CPUs nicht klar kommen und davor gab' es auch immer wieder solche Fälle.
Bei Intel ist mir seit dem Sockel 1156(?) spätestens aber 1155 kein Board bekannt wo nicht die komplette Palette von Dual Core Celerons bis zu i7 drauf laufen bzw. da etwas gedrosselt wird oder Probleme verursacht. Selbst auf das billigste H81 Board (Biostar H81MLV3 oder ASRock H81M-VG4 R2.0) um etwa 38 EUR kann man einen 4790K packen und der läuft.

Wie auch immer ich könnte es mir vorstellen daß es für viele FM2+ Besitzer problematisch werden könnte falls AMD jetzt tatsächlich einen 4 Moduler mit etwas stärkerer GPU bringen würde mit sagen wir 130W TDP. Ich könnte mir schon vorstellen daß da einige 40-60 EUR Boards nicht mitspielen. Aber klar, zur Verteidigung, falls Intel einen Sechskerner mit sagen wir mal 120W TDP am Sockel 1150 bringt könnte es da auch problematisch bei einigen Boards werden, keine Frage.

Zitat emissary42;23546284

Ich bin mir nicht sicher, ob einer von euch beiden schon mal Haswell für 24/7 übertaktet hat? Lasst euch gesagt sein, es hat einen Grund warum es diesen Thread gibt und er so gut frequentiert ist:

http://www.hardwareluxx.de/community/f139/howto-get-my-haswell-devils-canyon-stable-guide-und-full-custom-liste-989828.html

Um einen 4770K oder 4790K zu übertakten, ist es nicht damit getan den Multi und die Vcore anzuheben. So etwas wie selektive das Primen für jede einzelne Haupt- oder Nebenspannung entfällt bei Kaveri und die Anzahl der relevanten Spannungen, die es auszuloten gilt ist ebenfalls geringer.

H a s w e l l ??? noch nie gehört.

:)

Ich quote meinen letzten Satz nochmal, deswegen habe ich den auch so formuliert:
Zitat Bucho;23545061
...
Übertakten mit Haswell ist auch nicht sonderlich schwerer (wenn man nicht ins Extreme geht), nur leider ist je nach Modell der Spielraum nach oben nicht sonderlich gegeben. Für den Laien genügt auch hier den Multiplikator und ggf. die Eingangsspannung leicht zu erhöhen.


Ein 4770K und vor allem 4790K rennt schon fast am Limit. Wenn man da über 4,6 GHz will benötigt man mehr Know How wo obiger Thread natürlich sehr weiter hilft. Wenn man jede Spannung perfekt ausloten will ist obiger Thread auch super.
Übertaktet man seine CPU jedoch nur moderat und will nicht bis in die letzte Einstellung alles perfekt ausgelotet haben reicht auch einfach Multi und die ein oder andere Spannung zu erhöhen.
Mag sein daß man bei den APUs leichter in hohe Bereiche übertakten kann und man nicht lange braucht um diverse Spannungen oder Einstellungen zu finden und zu fixieren, aber die Basics sind gleich.
#58
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emi, meine Haswell-E Büchse IST 24/7 stabil ;) Das kann ich dir versichern... Und der Aufwand ist keineswegs hoch dies zu erreichen. Für 40% mehr Takt ist das kein "Klacks", da hatte ich mit der alten Sandy mehr Trödel, eine Stabilität unter Dauervolllast zu erreichen...
Ich finde allerdings den Einwand generell komisch. Was meinst du denn mit OC? 100MHz mehr sind auch OC und erzeugen zu 99% mal gar keinen Aufwand geschweige denn irgendwelchem Drang, gesondert Spannungen auf stabilität zu prüfen.
Gehst du in deutlich höhere Regionen, womöglich mit Wakü oder LN2 oder anderen Methoden zur Kühlung, schaut das allerdings ggf. ganz anders aus.

Für mich ist der Guide keineswegs nur Haswell only, sondern er bezieht sich generell auf das OC von Prozessoren. Zumindest das Kernthema und handelt anhand Haswell als Beispiel Plattform. Denn das Thema gibt/gab es eigentlich schon mit den ganzen Vorgängergenerationen von CPUs. Nur interessiert es oftmals die Masse nicht. Da für viele einfach das stabil ist, was sie als stabil ansehen. Ob das dann aber wahnwitzige 24/7 Dauertests übersteht? Eher unwarscheinlich. Betreibt der User idR aber so oder so nicht ;)
Meine alte Sandy hatte schon Aussteiger in Programmen oder auch Prime bei Last > 24h gezeigt, weswegen ich stückweise die Spannungen damals erhöhen musste bis ich mit 1,368V einen Wert fand, der vollends auch mal eine Woche am Stück Dauerstress abdeckte...

Zitat emissary42;23546284
Den OEM Bereich musst du gesondert betrachten, weil OEM-Modelle traditionell nicht fürs Aufrüsten der CPU gedacht sind und seit jeher knappe TDP-Grenzen besitzen (egal ob AMD oder Intel).


Ich seh es genau andersrum, weil der OEM Bereich nebst dem bisschen privat Geschäft gefühlt 90% des Marktes betreffen und die paar popligen Aufrüster und Selbstschrauber in der Masse eigentlich unter gehen ;)
#59
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Würde mich mal interessieren ob die APUs auch so gut mit kälte skalieren wie die FX: http://abload.de/img/einstein_1cmli3.jpg
Immerhin hat es AMD geschafft Multi-Bit ECC auf den Desktop verfügbar zu machen, was eigentlich nur bei kritischen System genutzt wird. (z.B. Flugzeuge, Hubschrauber oder Bahn)
#60
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Zitat Bucho;23546579
Naja indirekt ist es schon AMDs Problem denn wenn ich nicht irre stammt von AMD das gesamte FM2+ Design...

AMD und Intel definieren nur Mindestanforderungen für die Spannungsversorgung, was die MB-Hersteller daraus machen ist ihre Sache. Wenn ein Hersteller sich an das absolute Minimum hält und dann später leistungsfähige Prozessoren auf den Markt kommen, die höhere Mindestanforderungen haben, ist das ein AMD Problem?

Zitat Bucho;23546579
Bei Intel ist mir seit dem Sockel 1156(?) spätestens aber 1155 kein Board bekannt wo nicht die komplette Palette von Dual Core Celerons bis zu i7 drauf laufen...

Praktisch alle Thin-Mini-ITX Modelle für LGA1155 oder LGA1150 sind auf 65W Prozessoren begrenzt.

OEM: Ein HP Altis-2G unterstützt nur 35W Modelle, ein HP IPISB-AB (Leeds-G) oder IPMSB-H61 (Pau Brazil2) bis 65W.

ps: Gerade ASrock ist berüchtigt dafür, die Belastbarkeit von Low End Modellen zu hoch anzugeben und sie notfalls nachträglich zu korrigieren. ECS hat sowohl in seinen Retail als auch OEM Modellen diverse B85 und H81 Mainboards im Sortiment, die nur theoretisch kompatibel mit 84W Prozessoren sind. Die CPU Support Listen enthalten schon einen Eintrag dazu, dass die Unterstützung dieser Modelle möglicherweise gestrichen werden [Strike]könnte[/Strike] muss (und es würde mich nicht wundern in Anbetracht der verwendeten Bauteile).

Zitat Bucho;23546579
H a s w e l l ??? noch nie gehört. Ich quote meinen letzten Satz nochmal, deswegen habe ich den auch so formuliert...

4.5GHz oder 4.6GHz mit einem 4790K sind weit ab von Extrem-OC, können aber durchaus eine Menge Arbeit machen für 24/7 Stabilität.

Zitat fdsonne;23546604
100MHz mehr sind auch OC und erzeugen zu 99% mal gar keinen Aufwand geschweige denn irgendwelchem Drang, gesondert Spannungen auf stabilität zu prüfen.

Das ist spätestens beim 4790K nicht mehr so, wenn du nicht alle Tage mal einen BSOD sehen willst. Wenn du es nicht glauben willst, kauf dir 1(0) Stück und probiere es selbst aus.

Zitat fdsonne;23546604
Für mich ist der Guide keineswegs nur Haswell only, sondern er bezieht sich generell auf das OC von Prozessoren...

Es ist ein Guide für Haswell und Devils Canyon, auch wenn er zwangsweise auch allgemeingültigere Hinweise enthält. Für Kaveri muss man aber nur einen winzigen Teil, das absolute Grundgerüst, des Vorgehens aus diesem Thread überhaupt beachten. Unter anderem fast den gesamten Teil des selektiven Testens kann man sich für Kaveri komplett sparen.

Zitat fdsonne;23546604
Ich seh es genau andersrum, weil der OEM Bereich nebst dem bisschen privat Geschäft gefühlt 90% des Marktes betreffen und die paar popligen Aufrüster und Selbstschrauber in der Masse eigentlich unter gehen ;)

Wenn ein OEM Systeme mit einer stärkeren APU anbieten will, dann designt er dafür ein passendes Board. Weshalb ist das ein AMD Problem?
#61
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Beiträge: 5606
Zitat emissary42;23546997
AMD und Intel definieren nur Mindestanforderungen für die Spannungsversorgung, was die MB-Hersteller daraus machen ist ihre Sache. Wenn ein Hersteller sich an das absolute Minimum hält und dann später leistungsfähige Prozessoren auf den Markt kommen, die höhere Mindestanforderungen haben, ist das ein AMD Problem?

Ähm ... ich hab's mal fett markiert was Du gesagt hast.

Wie ich schon gesagt habe gibt es natürlich immer wieder mal Hersteller die sich lediglich an das absolute Minimum halten bzw. teils damit schon Probleme haben oder schrottige Modelle auf den Markt bringen etc. Aber AMD und Intel müssen Ihre Spezifikation so auslegen und kommunizieren daß da eventuell etwas Luft für eventuell spätere Modelle die sie bringen bleibt. In meinen Augen hat AMD z.B. im Moment keine Möglichkeit stärkere (4 Moduler) APUs mit stärkeren GPUs zu bringen da diese eben nicht auf jedem Board laufen würde. Was glaubst Du was es da für einen Aufschrei geben würde wenn viele mit Ihren 08/15 billig FM2+ Boards diese APUs nicht verwenden könnten oder diese nur gedrosselt laufen oder der Reihe nach überhitzen würden (oder die Boards eingehen würden).
Ich kann jetzt auch gar nicht sagen ob jetzt AMD so etwas aktuell überhaupt bringen wollen würde, ich denke nur daß sie mit der aktuellen Technologie (Sockel FM2+ und bestimmt einige dessen Boards, Kaveri, GPU und der aktuellen Fertigung) etwas Probleme damit hätten.

Zitat emissary42;23546997

Praktisch alle Thin-Mini-ITX Modelle für LGA1155 oder LGA1150 sind auf 65W Prozessoren begrenzt.

OEM: Ein HP Altis-2G unterstützt nur 35W Modelle, ein HP IPISB-AB (Leeds-G) oder IPMSB-H61 (Pau Brazil2) bis 65W.

Das sind doch keine Beispiele ... Thin-Mini-ITX, HP Nano AIX etc. sind ja spezialisierte Einsatzgebiete und ich glaube keiner wundert sich warum er keinen Hexa Core Xeon in einen Rasberry PI oder NAS mit Atom zum Aufrüsten stecken kann, oder?

Abgesehen davon hat Intel ja aktuell das Problem nicht so sonderlich da es sogar schon am Sockel 1155 einen i7-3770T Quad Core mit HT mit lumpigen 45W TDP gibt.

Zitat emissary42;23546997

ps: Gerade ASrock ist berüchtigt dafür, die Belastbarkeit von Low End Modellen zu hoch anzugeben und sie notfalls nachträglich zu korrigieren. ECS hat sowohl in seinen Retail als auch OEM Modellen diverse B85 und H81 Mainboards im Sortiment, die nur theoretisch kompatibel mit 84W Prozessoren sind. Die CPU Support Listen enthalten schon einen Eintrag dazu, dass die Unterstützung dieser Modelle möglicherweise gestrichen werden [Strike]könnte[/Strike] muss (und es würde mich nicht wundern in Anbetracht der verwendeten Bauteile).

Das sind dann die Hersteller, wie oben beschrieben, die sich eben nicht dran halten was die CPU/Chiphersteller Ihnen wohl vorgeben. Doch selbst mit solchen Boards hat man die Möglichkeit eben i5 Quad Cores oder gar i7 Quads mit HT zu nutzen die eben weniger TDP als die absoluten Top Modelle haben.

Zitat emissary42;23546997

4.5GHz oder 4.6GHz mit einem 4790K sind weit ab von Extrem-OC, können aber durchaus eine Menge Arbeit machen für 24/7 Stabilität.

Der 4790K ist aber auch keine Verallgemeinerung für die Haswell da dieser eben schon fast am Limit läuft. Sonst könnte ich ja auch behaupten OC am Sockel XY ist ein Kinderspiel im Vergleich mit AM3+ weil der AMD FX-9590 ja bei 5.1-5.2 GHz schon eine Menge Arbeit machen könnte.
Nimm einen i5-4670K mit einem Basistakt von 3.4GHz und damit ist 4.5-4.6 auch schon die Grenze wo es eine Menge Arbeit werden könnte für eine 24/7 Stabilität, eben weil da Haswell anfängt Grenzen zu haben.
Darunter ist es aber meist keine Hexerei und nicht viel schwerer als bei FM2+.

Zitat emissary42;23546997

Das ist spätestens beim 4790K nicht mehr so, wenn du nicht alle Tage mal einen BSOD sehen willst. Wenn du es nicht glauben willst, kauf dir 1(0) Stück und probiere es selbst aus.

Klar ist die Haswell Architektur aufgrund der integrierten Spannungsregulatoren etwas komplexer gerade wenn man in Sachen Extrem OC oder perfekten Ausloten der Taktraten und jeweils niedrigsten Spannungen geht, aber spontane/unerwartete BSOD durch OC kann man bei jeder Architektur bekommen. Bei Haswell ist es dann vielleicht nur etwas schwerer herauszufinden an was es liegt, da gebe ich Dir recht.

Und bzgl. APUs, TDPs und somit auch FM2+ und aktueller Technik / kommende Technik verlinke ich gerne mal auf einen Post von mr.dude der ja eigentlich immer schon ein sehr großer Verfechter / Verteidiger von AMD war und ist und sich viel damit beschäftigt. Und sogar er sprich hier die TDP von APUs an und dürfte hier meiner Meinung sein mit daß mit mehr Energiebudget auch mehr möglich sein wird als mit den aktuellen Modellen.
http://www.hardwareluxx.de/community/f11/vorstoss-ins-notebook-amd-bringt-sparsame-carrizo-apus-1074543-2.html#post23550229

Also nichts für Ungut, vielleicht ist meine Wortwahl mit "Baustellen" und "die Spannungsversorgung(slimits)" nicht die beste gewesen, aber in meinen Augen sehe ich das halt so. Vor allem weil ich denke daß für eine wirklich performante APU auch eine etwas höhere TDP notwendig ist (vielleicht nicht unbedingt 300W von denen mr.dude da oben spricht) die dann auch überall nutzbar sein sollte, auch wenn es bestimmt schon viele FM2+ Boards gibt die damit kein Problem hätten.
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