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Intel präsentiert die Broadwell-Modelle für Notebooks

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intel3Intel nutzt die diesjährige CES für die Präsentation der 5. Generation der Core-i-Prozessoren auf Basis der "Broadwell"-Architektur. Durch die Fertigung in 14 nm will Intel besonders bei der Akkulaufzeit Einsparungen erreicht haben. Aufgebohrt wurde aber auch die integrierte Grafikeinheit. Die neuen Modelle gehören zur Core-i3-5000-, Core-i5-5000 und Core-i7-5000-Serie. Insgesamt werden 17 neue Varianten vorgestellt.

Ursprünglich sah der Plan von Intel vor, noch im Jahre 2014 die neuen Modelle auf den Markt zu bringen. Allerdings ist daraus, bis auf die eng verwandten Core-M-Modelle, die noch immer nicht flächendeckend verbaut sind, nichts geworden. Doch die großen Ausbaustufen lassen auch die 17 neuen Modelle noch missen, denn maximal verfügen die Prozessoren über zwei Kerne und können vier Threads verarbeiten. Der Basis-Takt reicht dabei auf bis zu 3,1 GHz und im Turbo-Modus werden bis zu 3,4 GHz erreicht. Die sparsamsten und damit wohl auch langsamsten Modelle arbeiten mit einem Takt von nur 1,5 GHz - dabei sind auch Celeron- und Pentium-Modelle. Den Prozessoren steht dabei ein L2-Cache von 2 bis 4 MB zur Verfügung. Als integrierte GPU kommen die Intel HD Graphics 5500, 6000 und Iris 6100 zum Einsatz, die bis zu 48 Shadereinheiten, bei Intel als Execution Units (EU) bezeichnet. Auch der Takt der GPU erreicht mit 100 MHz im Basis- und 1.100 MHz im Turbo-Betrieb eine erstaunlich große Spanne. Auch dies ist abhängig vom jeweiligen Prozessor bzw. dessen Einsatzgebiet.

Übersicht der neuen Broadwell-Prozessoren
Übersicht der neuen Broadwell-Prozessoren

Mit "Broadwell" bleibt Intel seinem Tick-Tock-Prinzip treu. Dabei ist dieser Schritt ein Tick, also das Überführen einer bestehenden Struktur auf eine neue Fertigung. In diesem Fall lässt Intel die FinFET-Transistoren in 14 nm fertigen. Neben geringeren Fertigungskosten bedeutet dies vor allem eine geringe Abwärme, was bei gleicher Leistungsaufnahme einen höheren Takt möglich macht oder aber die Prozessoren insgesamt sparsamer gestaltet. Ein in 14 nm gefertigter "Broadwell" kommt auf eine Chipgröße von 82 mm², während der Vorgänger als "Haswell" noch 131 mm² groß ist. Die Anzahl der Transistoren liegt bei knapp 1,3 Milliarden.

Da sich die Anzahl der Transistoren von 1 auf 1,3 Milliarden erhöht hat zeigt, dass Intel weitere Änderungen vorgenommen hat. Dies betrifft hauptsächlich die integrierte Grafikeinheit. Die rund 20 Prozent höhere Leistung wird durch eine Steigerung der verwendeten Shadereinheiten erreicht - erkauft durch die höhere Anzahl an Transistoren.

Dieshot eines Broadwell-Prozessors
Dieshot eines Broadwell-Prozessors

Eine echte Neuerung ist der im Package von Prozessor und Chipsatz integrierte DSP. Dieser ist zwar auch schon bei "Haswell" vorhanden, wurde bei "Broadwell" aber deutlich überarbeitet und dürfte nun auch häufiger verwendet werden. Grund hierfür ist die Verwendung von I2C als Schnittstelle und nicht mehr nur HD Audio (HDA). 

Gegen Ende des Monats sollen die ersten Notebooks mit "Broadwell"-Prozessor lieferbar sein. Da die Prozessoren Pin-kompatibel sind und auch die Packages identisch sind, können die Hersteller ihre Produktion schnell und einfach umstellen. Die leistungsstärkeren Modelle sollen im März folgen. Erste Ankündigungen der Hersteller sind im Laufe der CES zu erwarten.

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Kommentare (22)

#13
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Registriert seit: 02.12.2012
Hobbingen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2290
Scheint so als würde es nur noch Dual-Core mit SMT geben, selbst alle I7 sind 2/4 Core/Thread. Den I3 mit der Iris iGPU find ich sehr interessant, bei gutem Preis.
#14
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Zitat Chaser84;23033265
Sagte derjenige der sich ein Broadwell Mainboard gekauft hat für seinen 4790k. :banana:;)


Wat? Ich habe vor 2 Monaten umgebaut (zwangsweise, siehe sysprofil) und natürlich kaufe ich dann auch gleich den neueren Chipsatz. Du bist wohl insgesamt ein komischer Typ, hm? :hmm:
#15
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Registriert seit: 11.10.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5056
Zitat Chaser84;23033265
Sagte derjenige der sich ein Broadwell Mainboard gekauft hat für seinen 4790k. :banana:;)


?
#16
Registriert seit: 21.08.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1629
Zitat Fried_Knight;23033278
Wat? Ich habe vor 2 Monaten umgebaut (zwangsweise, siehe sysprofil) und natürlich kaufe ich dann auch gleich den neueren Chipsatz. Du bist wohl insgesamt ein komischer Typ, hm? :hmm:


Jaja ich bin der komische Typ. :wall:
Werde ich auch einfach zwangsweise auf Broadwell wechseln müssen. ;)
#17
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:


Ich zerstöre mein eigenes System, um.... WOW.
#18
Registriert seit: 21.08.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1629
Zitat Fried_Knight;23033313


Ich zerstöre mein eigenes System, um.... WOW.


Ähm ja, ist ja dein Geld. :coffee:
#19
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Fremdschämen ist manchmal wie körperlicher Schmerz. :coffee:
#20
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Registriert seit: 28.10.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6740
Ein DSP extra wegen I²C, sicher jetzt? :fresse:
#21
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Registriert seit: 10.05.2007


Beiträge: 12737
Nichts neues von intel also, haben wir so schon vorher gehört, nur dass es mit Haswell teilweise sogar schlechter wurde. Im Desktop hat Broadwell vermutlich nichts zu suchen.
#22
Registriert seit: 05.12.2010

Korvettenkapitän
Beiträge: 2332
Hm, d. h. Broadwell käme für den Desktop frühestens in einem halben Jahr? :/ Dann werde ich wohl noch auf Haswell umsteigen.
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