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CES 2014: NVIDIAs CEO Jen-Hsun Huang im Interview

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nvidia 2013Auf der derzeit noch laufenden CES 2014 hatten wir die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit NVIDIAs CEO Jen-Hsun Huang zu führen. Natürlich waren dabei die Neuvorstellungen der Pressekonferenz, und hier vor allem Tegra K1 mit „Denver“ und die Integration eines kompletten SMX-Clustern in einen mobilen Chip, die Hauptthemen.

NVIDIAs CEO Jen-Hsun Huang

Zunächst einmal wollte Jen-Hsun die Frage klären, warum die neue Tegra-Generation nicht Tegra 5, sondern Tegra K1 getauft wurde. Als "Sohn" der Supercomputerarchitektur "Kepler" trägt der neue SoC den ersten Buchstaben des Sohnes von Jor-El, Vater von Superman Kal-El. Mit dem Tegra K1 hat NVIDIA die Adaption der "Kepler"-Architektur auf alle Bereiche abgeschlossen. Vom kleinen SoC, bis hin zum großen Server mit Tesla-Grafikkarten. Einige Details konnten wir Jen-Hsun Huang entlocken - einige weitere werden aber vermutlich nich bis zu GTC 2014 im Frühjahr und darüber hinaus auf sich warten lassen. Ausdrücklich hingewiesen hat man aber noch einmal auf die beiden Modelle von Tegra K1. Die dazugehörigen Erläuterungen des NVIDIA CEOs findet ihr nun in den folgenden Abschnitten - garniert mit eigenen Erkenntnis, die sich daraus ergeben.

Bisher macht NVIDIA keine Angaben über die Performance für das Denver-Modell. Dafür aber spricht man über das erst zu erwartenden Tegra-K1-Modell mit 4+1 Cortex-A15-Kernen. Das aktuelle Cortex-A15-Design verwendet die ARM-IP r3p3 für das CPU-Design. Tegra 4 setzte auf das Repo r2p1. Da NVIDIA die dazugehörige Lizenz verwendet, dürfte Tegra K1 das Repo r3p3 verwendet. Dazu gehören dann auch Optimierungen bei der Performance und dem Verbrauch. Tegra K1 mit Cortex A15 soll bei gleicher Leistungsaufnahme 1,4 mal schneller sein. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass auf gleichem Leistungsniveau der Verbrauch um bis zu 55 Prozent reduziert werden kann.

NVIDIA Tegra Note mit Tegra K1
NVIDIA Tegra Note mit Tegra K1

Für die Entwicklung von "Denver" lag der Fokus auf der Single-Threaded-Performance. Offenbar wurde auch verstanden, dass nicht immer hilfreich ist immer mehr CPU-Kerne auf die Software zu werfen. Man hat sich also für die erste Implementation von "Denver" für ein Dual-Core-Design entschieden - doch ist damit das Multi-Core-Rennen beendet? Auf der anderen Seite nennt man Tegra K1 den 192-Core Superchip. Der Vorteil einer klaren und "tiefen" Dual-Core-Implementation ist klar: Weniger Compute-Pipelines müssen gefüllt werden, allerdings sind diese deutlich tiefer. Das Problem der Parallelisierung bleibt im Grunde bestehen, da diese tiefen Pipelines ebenfalls möglichst effektiv genutzt werden müssen.

Für NVIDIA wird die Effizienz beim Verbrauch in der Zukunft eine immer größere Rolle spielen. Die GPU-Architektur in den mobilen SoCs wird in gewisser Hinsicht weiterhin optimierter sein, als dies auf dem Desktop der Fall sein wird - doch bereits in den ersten Schritten im Design einer GPU-Architektur wird der Einsatz in zukünftigen Tegra-Chips bedacht. Dies wird vor allem bei „Maxwell“ eine wichtige Rollen spielen. Es wird aber nicht bedeuten, dass wir zukünftige GPU-Architekturen zuerst in den mobilen Produkten, wie eben den Tegra-Chips, sehen werden. Die Fertigung für die Desktop-Produkte wird für NVIDIA weiterhin eine Lernphase sein, so dass eine zweite oder dritte Revision der GPU auf die Bedürfnisse des mobilen Einsatzes hin optimiert werden kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Jen-Hsun Huang ist die Automotive-Sparte. Tegra K1 kann als standardisiertes Visual Computing Module (VCM) eingesetzt werden. Auf diese gemeinsame Plattform passen alle bisher entwickelten Tegra-Chips, ab dem Tegra 2. Was soll ein derart hochgerüsteter Chip aber eigentlich in meinem Auto abseits der üblichen Multimedia-Funktionen tun? Viele bisher auf mehrere Systeme verteilte Aufgaben sollen zukünftig nur noch auf einem Chip ausgeführt werden. Fahrassistenten wie automatische Systeme zum Einhalten der Spur und Geschwindigkeit, Bremssysteme, etc. sollen ihre Berechnungen alle auf dem Tegra K1 ausführen. Die Systeme sollen auch lernfähiger werden, Objekte automatisch erkennen und entsprechende Aktionen ausführen. Anzeigen auf dem Armaturenbrett sollen vollständig digitale Displays werden. Neben der Darstellung durch ein möglichst hochauflösendes Display spielt hier natürlich auch das Rendering eine wichtige Rolle. Auch an dieser Stelle soll Tegra K1 neue Möglichkeiten eröffnen und ein simuliertes Armaturenbrett fotorealistisch darstellen.

Es ist allerdings noch ein langer Weg, bis wir finale Produkte mit Tegra K1 sehen werden. Vor der 2. Jahreshälfte wird kein Tablet das Licht der Welt erblicken. Die Variante mit "Denver"-CPUs dürfte sogar noch etwas länger auf sich warten lassen.

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