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Microsoft gibt Details zum SoC der Xbox One preis

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xbox one logoAuf der Hot Chip 2013 hat Microsoft weitere Details zum SoC der Xbox One verraten. Bereits bekannt, aber bisher unbestätigt war, dass der Chip grundsätzlich auf einem APU-Design von AMD basiert, allerdings an die Bedürfnisse von Microsoft angepasst wurde. Nun setzen sich die bisherigen Meldungen zu einem Gesamtbild zusammen, das auch weitere Rückschlüsse auf die Gesamtperformance sowie die einzelnen Komponenten des SoC zulässt.

Microsoft Xbox One SoC mit den wichtigsten Features

Der in 28 nm bei TSMC in Taiwan gefertigte Chip kommt demnach auf eine Fläche von 363 mm². Darunter verbergen sich acht "Jaguar"-CPU-Kerne sowie ein GPU-Part auf Basis der aktuellen "Tahiti"-Architektur. Insgesamt sollen in diesen beiden Bereichen 5 Milliarden Transistoren ihren Dienst verrichten. Hinzu kommen noch 47 MB "Storage on Chip", wozu auch die Caches der CPU und GPU gehören. Beide Komponenten kommen auf eine theoretische Rechenleistung von 1,31 TFLOPs. Damit ist die Xbox One im Vergleich zur PlayStation 4 auf dem Papier etwas schwächer auf der Brust, denn diese kommt auf eine Rechenleistung von 1,84 TFLOPs.

Microsoft Xbox One SoC: Anbindung der einzelnen Komponenten

32 MB ESRAM gehören ebenso zur Ausstattung wie 8 GB DDR3 Speicher und 8 GB Flash-Speicher. Während sich die 32 MB ESRAM allerdings direkt mit auf dem DIE befinden und daher auf eine Bandbreite von 204 GB/s kommen, sind die 8 GB DDR3 Speicher nur recht langsam mit 68 GB/s angebunden. Grundsätzlich sind die Chip-Designs der Xbox One und PlayStation 4 vergleichbar, allerdings setzt Sony an dieser Stelle auf den schnelleren GDDR5-Speicher. Dies dürfte unter anderem auch einer der Gründe sein, warum die Xbox One in Sachen Performance etwas hinter der PlayStation 4 hinterherhinkt. Ein weiterer ist die Tatsache, dass Microsoft den SoC mit 768 Shader-Prozessoren für die GPU bei AMD bestellt hat und Sony einen solchen mit 1152 SPs. Auch wenn diese theoretischen Werte nun eine ebenso theoretische Performance angeben, muss das noch kein letztendlicher Anhaltspunkt für die Leistung der beiden Konsolen sein. Die Optimierungen der Software spielen eine wichtige Rolle - gerade bei Konsolen.

Microsoft Xbox One SoC: CPU und GPU Processing-Clients

Der SoC der Xbox One besitzt eigene Controller für HDMI und Ethernet. Alle weiteren Anschlüsse und Schnittstellen werden über eine PGH-Southbridge zur Verfügung gestellt, die per PCI-Express angebunden ist. Dazu gehören das WLAN (sowohl für die Anbindung in das heimische Netzwerk als auch für die Game-Controller), HDMI-In, USB (für den "Xbox One Kinect"-Controller), SATA2 (für die Festplatte und das Blu-Ray-Laufwerk) sowie die 8 GB Flash-Speicher, die per eMMC 4.5 angeschlossen sind. Für das Audio-Encoding verwendet Microsoft einen eigenen Prozessor.

Microsoft Xbox One SoC

Interessant ist sicherlich noch, dass sich CPU und GPU gemeinsame Speicherbereiche teilen. Dieser kohärente oder "unified" Speicher steht sowohl auf dem DDR3- als auch dem ESRAM zur Verfügung. Ein wichtiger Vorteil ist unter anderem die Tatsache, dass kein Datenaustausch mehr zwischen CPU und GPU stattfinden muss. Auf gemeinsam genutzte Daten müssen also nur noch Hinweise ausgetauscht werden. Ebenso vermieden werden doppelt vorhandene Daten. Sony verwendet ein ähnliches Design im SoC der PlayStation 4. Durch spezielle Technologien wie "Power Islands" sind Microsoft und AMD in der Lage, die Leistungsaufnahme auf 2,5 Prozent des Maximalwerts (zu dem man allerdings keinerlei Angaben macht) zu reduzieren.

Soviel zu den nackten Zahlen. Als nächstes stehen für euch sicherlich die ersten eigenen Erfahrungen mit den beiden neuen Konsolen an. Während Sony allerdings bereits den 29. November als Erscheinungstermin nennt, gibt sich Microsoft an dieser Stelle noch etwas bedeckt. Die Xbox One erscheint in der "Day One"-Edition im Laufe des Herbstes zu einem Preis von 499,99 Euro.

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 02.02.2011

Matrose
Beiträge: 8
"Auf gemeinsam genutzte Daten müssen also nur noch Hinweise ausgetauscht werden."

Schön formuliert! :-D
#3
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Registriert seit: 13.08.2008
Bielefeld
Stabsgefreiter
Beiträge: 387
Immer liest man in den Meldungen ... "Ja die geringe Leistung macht ja nix, da es auf die Optimierung ankommt." ... das einzige was dort optimiert wird sind die ganzen Crossover-Titel, die schon zu Beginn auf der "langsameren" Konsole programmiert werden.
#4
Registriert seit: 03.07.2007

Obergefreiter
Beiträge: 69
Zitat Chidori;21065891
Immerhin ist der theoretische Durchsatz fast 30% geringer. In meinen Augen sind 30% ein Wert, der nicht von der Hand zu weisen ist.


Du sagst ja schon: "theoretisch".
Wenn MS eine schnellere API oder ein schnelleres OS hat, dann kann man die 30% durchaus reduzieren...
Daher erst mal abwarten, bis beide Konsolen auf dem Markt sind und dann das Ergebnis vergleichen. Vorher ist das eher ein Kaffeesatz-lesen, da spielen einfach zu viele Einflussfaktoren mit rein.
#5
Registriert seit: 05.11.2007
Neckar-Odenwald Kreis
Fregattenkapitän
Beiträge: 2896
Zitat Oberst;21066574
Du sagst ja schon: "theoretisch".
Wenn MS eine schnellere API oder ein schnelleres OS hat, dann kann man die 30% durchaus reduzieren...
Daher erst mal abwarten, bis beide Konsolen auf dem Markt sind und dann das Ergebnis vergleichen. Vorher ist das eher ein Kaffeesatz-lesen, da spielen einfach zu viele Einflussfaktoren mit rein.


Als ob das OS (das nebenbei auch auf das System optimiert ist) mal eben 30% Leistung aus dem Hut schüttelt. Wo MS auch noch mit Hypervisor arbeitet...
Man kann mMn. davon ausgehen, dass die PS4 auch die 30% Mehrleistung auch ausspielen kann.

Eine weitere Frage ist, wie sich der DDR3/ESRAM gegen GDDR5 schlägt, bei einer HD7750 verliert man mit DDR3 30% Leistung gegen GDDR5 und die Graka hat "nur" 819 GFLOPS. Mal schauen ob die Box nicht dadurch auch noch was verliert. Weil all zuviel passt in die 32MB ESRAM nicht rein.

Und ob die ONE HUMA kann ist auch noch nicht klar, also hier könnte man auch noch was verlieren...
#6
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Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15048
Zitat unl34shed;21067025
Und ob die ONE HUMA kann ist auch noch nicht klar, also hier könnte man auch noch was verlieren...


Könnte auch sein, dass sie HUMA nicht kann und trotzdem nichts verliert...
#7
Registriert seit: 05.11.2007
Neckar-Odenwald Kreis
Fregattenkapitän
Beiträge: 2896
Naja, wenn Daten von einem Virtuellen Speicher (CPU) und einen anderen (GPU) kopiert werden müssen, bevor sie bearbeitet werden können, verliert man mMn. schon Leistung, wenn man sich den Schritt mit HUMA hätte sparen können.
#8
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Registriert seit: 10.02.2008

Admiral
Beiträge: 15048
Nur wird man auch das erst heraus finden, wenn man es im Betrieb gesehen hat. ;)
#9
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Registriert seit: 19.04.2008
PorscheTown
Flottillenadmiral
Beiträge: 5152
Zitat Mick_Foley;21067061
Könnte auch sein, dass sie HUMA nicht kann und trotzdem nichts verliert...

Das würde ich MS zutrauen, nv hat es ja vor gemacht. Kann halt gut sein, dass dann so Sprüche kommen: "He, meine Xbox ist viel schneller als deine PS4"
Ja, klar ist die schneller, wenn sie auf Details und/oder Filter verzichtet... :fresse:
#10
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Registriert seit: 05.10.2008
AT - NÖ
Flottillenadmiral
Beiträge: 4855
Dann sollen die halt einen Benchmark programmieren (3DMark eventuell?) dann können die XBOX und PS4 Jünger auf einander los gelassen werden...... :D :fresse:
#11
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Registriert seit: 27.03.2009
provinz [email protected] Sexony
Fregattenkapitän
Beiträge: 2731
Die gpu hat 12 rops, 48 TMUs und 768Shader, voll der fette Tahiti-Chip :shot:


Zitat Minutourus;21067349
Dann sollen die halt einen Benchmark programmieren (3DMark eventuell?) dann können die XBOX und PS4 Jünger auf einander los gelassen werden...... :D :fresse:


Wieso programmieren, am besten Heaven in openGL laufen lassen - Da bekommt die IXE dann Pippi in die Augen ^^
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