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Server mit ARM-Prozessoren auf dem Vormarsch - Facebook größter Treiber

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arm logoDerzeit wird der überwiegende Teil der Server (etwa 97 Prozent) mit x86-Prozessoren betrieben. Um den immer größeren Rechenzentren und vor allem deren Energiebedarf für die Cloud-Anwendungen gerecht zu werden, hat Facebook das Open Compute Project (OCP) ins Leben gerufen. Schwerpunkt dieses Projekts ist es, die Entwicklung von auf diesen Anwendungsbereich hin optimierter Hardware voranzutreiben. Nicht nur im mobilen Bereich sollen Prozessoren auf Basis von ARM-Designs eine immer größere Rolle spielen, auch in sogenannten Microservern werden die zukünftig eingesetzt. AMD kündigte Ende Oktober an, 2014 mit der Produktion erster Opteron-Prozessoren beginnen zu wollen, die auf der 64-Bit-Architektur von ARM basieren. AMD hat allerdings keine Lizenz für eine ARM-Architektur, sondern einen bestimmten Prozessor. AMD wird also einen 64-Bit-Kern auf ARM-Basis in seine Opteron-Prozessoren integrieren. Andere Hersteller wie Applied Micro, Calxeda und Marvell verfolgen ähnliche Pläne.

Am heutigen Tag hat Facebook nun zum Open Compute Summit geladen, auf dem auch einige der oben genannten Firmen vertreten sind. Die Teilnehmer des OCP sollen sich austauschen und Richtungen für die weitere Entwicklung vorgeben. Auch Vertreter von (ehemals) Sun und Intel werden Vorträge halten, was das große Interesse aller an der Entwicklung beteiligten Firmen unterstreicht. AMD soll sogar einen neuen modularen Server namens "Cat's Eye" vorstellen. Ob sich dahinter schon das erste Produkt aus dem Kauf von SeaMicro verbirgt, ist allerdings nicht bekannt.

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Kommentare (5)

#1
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Es gibt aber kein Sun mehr und die Veranstalltung heist Open Compute Summit.
#2
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Wenndie Jungs Intel so mit ihren Atom Prozessoren weiter machen könnten sie vielleicht auch sehr interessnt werden. ;)
#3
Ich sehe einige Anwendungsgebiete, in denen ARM Server wirklich effizient arbeiten könnten. Parallele Storage Systeme zum Beispiel könnte man deutlich efizienter machen. Für die typischen Serveraufgaben sehe ich eher geringe Vorteile was Energieefizienz angeht. Der Anteil, den die Infrastruktur (Storage, Netzwerk, USV, Kühlung) am Gesamtenergieverbauch hat ist einfach zu hoch. Zumindest solange man auf klassiche Netzwerke baut. Gut ausgelastete VM-Server haben gegenüber Microservern halt den Vorteil, dass man weniger Infrastruktur braucht.
#4
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Flottillenadmiral
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ARM wird wirklich erst mit 64-bit Support für Server interessant. Dauert also noch etwas. Allerdings frage ich mich, ob sie da x86 auf lange Sicht wirklich so viel Wasser abgraben können. Wenn ich mir da den 4-Kern Jaguar anschaue. Der scheint schon ziemlich genial zu werden. Sparsam aber trotzdem leistungsfähig.
#5
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Flottillenadmiral
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Denke auch daß ARM erst mit ARMv8 und 64Bit für Server interessant wird. Zumindest für die breite Anwendung (wo 64Bit eben Sinn macht sprich viel Speicher angesprochen/verarbeitet wird). Immerhin wurde das lt. Wikipedia so implementiert daß unter 64Bit auch 32Bit Code ausgeführt werden kann was für Abwärtskompatibilität sorgt.

Sobald 64Bit fähige ARM CPUs am Markt sind werden wir wohl auch Tablets etc. mit 4GB RAM oder mehr sehen. Krank irgendwie ...
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