> > > > Intel bringt Centrino-2-Plattform

Intel bringt Centrino-2-Plattform

DruckenE-Mail
Erstellt am: von
Mit etwas Verspätung brachte heute Intel den Nachfolger seiner Centrino-Mobiltechnologie auf den Markt. Die Plattform Centrino 2 - auch bekannt als "Montevina" beseht im einzelnen aus Prozessor, Chipsatz, Grafikeinheit und Flashspeichermodul. Um den Laptop mit dem begehrten Centrino-Aufkleber schmücken zu können, muss der Hersteller lediglich einen Chipsatz samt Prozessor und Wireless-LAN-Modul von Intel verbauen. Zunächst hat Intel seine Chipsätze für die neuen Prozessoren angepasst. Den Anfang machen hier PM45 und GM45. Das Fertigungsverfahren wurde erstmals auf die Strukturbreite von 65 nm verkleinert. Neben dem auf 1066 MHz angehobenen Front-Side-Bus unterstützen die neuen Chips bis zu 8-GB-DDR3-Arbeitsspeicher. Diese SODIMM-Riegel sollen sogar mit nur 1,3 Volt anstandslos arbeiten. Alternativ können die Notebook-Hersteller aber auch auf den älteren DDR2-Standard setzen.


Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht


Zusammen mit der neuen ICH9M-Southbridge verzichtet der Chipriese voll und ganz auf den zusätzlichen PATA-Anschluss. Demzufolge können nur noch SATA-Laufwerke verwendet werden. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Neben USB 2.0, Ethernet und FireWire trumpft man besonders mit eSATA auf. Die GM45-Variante enthält zusätzlich eine integrierte Grafikeinheit. Die neue GMA-X4500 soll DirectX-10-Unterstützung und Taktraten von 533 MHz besitzen. Ab einem Prozessortakt von 2,0 GHz sollen Blu-ray- und Full-HD-Filme ruckelfrei wiedergegeben werden können. Statt auf den herkömmlichen VGA-Ausgang setzt Intel nun auf den aktuellen DisplayPort und HDMI. Als besonders erwähnenswerte Neuerung bietet man nun auch bei Notebooks Hybrid-Grafik. Damit kann sich der Anwender zwischen diskreter und indiskreter Einheit entscheiden. Somit lässt sich bei Nichtgebrauch Strom einsparen. Wie sich diese Grafiklösung gegen die mobilen Versionen von NVIDIA und AMD schlägt, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Eine schnellere Variante mit 640 MHz Chiptakt ist bereits schon angekündigt.



Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht


Die sechs neu vorgestellten Prozessoren verfügen allesamt über einen bis zu 6 MB großen L2-Cache und einen angehobenen Front-Side-Bus von 1066 MHz. Dank des 45-nm-Fertigungsverfahrens und der "Deep Power Down"-Technologie sollen die Modelle im Leerlauf nur bis zu 25 Watt aus dem Akku ziehen. Um die Leistung der Prozessoren besser zu vergleichen, erhielten sie im Namen einen Zusatz. Zu den bereits verfügbaren "X"-, "T"-, "L"- und "U"-Varianten gesellen sich nun auch "SP", "SL", "SU", "P" und "QX" dazu. Während beim "QX", wie im Desktop-Bereich auch, Quad-Core-CPUs verbaut werden, weist das "S" auf stark verkleinerte Prozessoren für kompakte Notebooks hin. Statt den üblichen 35 x 35 mm großen Package misst dieses Gehäuse nur 22 x 22 mm. Die Klassifizierungen "P" erlaubt eine grobe Aussage über die Thermal Design Power. Diese Chips sollen 20 bis 29 Watt verbrauchen. Das Gleiche gilt für die Zusätze "L" und "U". Diese weisen lediglich eine TDP von 12 bis 19 Watt bzw. unterhalb der 12-Watt-Marke auf. Den Anfang machen sollen derzeit sechs Prozessoren der Klassen P, T und X. Diese unterscheiden sich nur in der Cache-Ausstattung und den Taktfrequenzen. Die 8000er-Serie bildet das Schlusslicht der bereits vorgestellten CPUs und verfügt über nur 3-MB-L2-Cache. Erst ab der 9000er-Serie kommt die größere Ausstattung zum Einsatz. Erstmals bringt Intel auch einen 3,06 GHz schnellen Dual-Core, der die Benchmarklisten unter den Mobilprozessoren anführen soll und dabei nur 44 Watt verbraucht. Dies hat natürlich seinen Preis: der Core 2 Extreme X9100 schlägt mit satten 851 US-Dollar zu Buche. Diesen Preis wird erst ein Quad-Core-Modell überbieten können. Die Vier-Kerner und vor allem die Low-Power-Chips sollen allerdings erst später im dritten Quartal das Licht der Welt erblicken. Insgesamt wartet man auf 14 Modelle.



Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht



Zum Schluss sollte man noch die neuen Wireless-Komponenten unter die Lupe nehmen. Die Intel WiFi-Link-5000-Serie ermöglicht kabelloses Surfen über WLAN (802.11n) mit bis zu 450 Mbps. Damit konnte die theoretische Geschwindigkeit um das Fünffache gesteigert werden. Die Funkreichweite verdreifachte sich, laut Intel. Die späteren Module sollen WiMAX und WiFi beherrschen und besonders für die USA interessant sein. Die Datenübertragungsraten und Reichweiten liegen dabei weitaus höher. Somit könnte man ganze Städte mit schnellem Internetzugang ausstatten. In Deutschland könnte dies allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Chipriese erwartet rund 250 verschiedene Notebooks, die auf die neue Plattform setzen sollen. Vor allem Asus und Samsung haben ihre ersten Modelle vorgestellt. Im Herbst kommen dann noch die Low-Power-Modelle. Zusammen mit Netbooks scheint sich einiges zu bewegen im Notebook-Segment.


Weiterführende Links:

Social Links

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Zu diesem Artikel gibt es keinen Forumeintrag

Das könnte Sie auch interessieren:

Lesertest zum Acer Predator 17 mit GeForce GTX 1070: Drei Tester gesucht

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/ACER_PREDATOR17

In Zusammenarbeit mit Acer starten wir heute für unsere Leser und Community-Mitglieder einen Lesertest der ganz besonderen Art. Besonders deswegen, weil mit dem Acer Predator 17 nicht nur ein äußerst hochpreisiges Produkt zum Testen zur Verfügung gestellt wird, sondern auch, weil wir dieses Mal... [mehr]

ASUS ROG Strix GL502V: Schnelles Gaming-Notebook ohne viel Schnickschnack im...

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2016/ASUS-ROG-STRIX-GL502V/ASUS_ROG_STRIX_GL502V

Zum Start der ersten mobilen Pascal-Grafikkarten zeigte sich ASUS auf der Gamescom im August noch sehr zögerlich und hatte gerade einmal ein einziges Gaming-Notebook mit NVIDIA GeForce GTX 1070 im Messegepäck. Mehrere Ableger wie beispielsweise das wassergekühlte ROG GX800 nahm man erst ein... [mehr]

Acer Predator 17 mit NVIDIA GeForce GTX 1070 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/ACER_PREDATOR17

Nachdem Acer gegen Ende des letzten Jahres seine ersten Gaming-Notebooks der Predator-Familie ankündigte und mit ihnen durchaus einen gelungenen Markteinstieg feiern konnte, hat man die Geräte inzwischen auf die neuen Pascal-Grafikkarten von NVIDIA umgestellt. Pünktlich zum deutschen Marktstart... [mehr]

Weniger Anschlüsse dafür Touch ID und Touch Bar: Apple stellt das neue...

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/APPLE_MACPRO_13_TEASER_NEU

In den Anfangsjahren waren der Mac bzw. der Macintosh eines der wichtigsten Standbeine für Apple. In den letzten Jahren aber rückten iMac, MacBook und Co. zunehmend zugunsten des iPhones in den Hintergrund. Apples Update-Zyklus beim Mac ist deutlich länger und in den letzten Jahren mit Ausnahme... [mehr]

ASUS ZenBook 3 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/ASUS_ZENBOOK_3_TEASER_KLEIN

Schon mit dem ersten ZenBook orientierte ASUS sich unübersehbar an Apple. Fünf Jahre und einige Generationen später steht nun das ZenBook 3 bereit und erneut kommt das Vorbild aus Kalifornien. Allerdings will ASUS das MacBook nicht einfach nur kopieren, sondern in wichtigen Punkten... [mehr]

Das Microsoft Surface Book i7 wird leistungsstärker und ausdauernder (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/MICROSOFT-SURFACE-BOOK

Im Vorfeld schien es schon so, als würde Microsoft auf seinem heutigen Event das Surface Book ausklammern. Doch das Gegenteil war der Fall – es wird eine neue Variante des Convertibles geben. Sie hört auf den Namen Surface Book i7 und soll vor allem auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen.... [mehr]